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		<title>family.de: Aktuelle Artikel</title>
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		<description>Neue Artikel auf family.de</description>
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		<lastBuildDate>Mon, 14 May 2012 08:00:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<!--description>In Burgdorf/Hannover geht es freitags in die Kirche. Mitmachen können alle: Kinder, Eltern, Großeltern. Das englische Modell der „Messy Church“ ist in Deutschland angekommen: die Ü-Kirche! Catharina Conrad war im März dabei.</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/bb5e2fb3ab.jpg" /> In Burgdorf/Hannover geht es freitags in die Kirche. Mitmachen können alle: Kinder, Eltern, Großeltern. Das englische Modell der „Messy Church“ ist in Deutschland angekommen: die Ü-Kirche! Catharina Conrad war im März dabei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/bb5e2fb3ab.jpg" /> In Burgdorf/Hannover geht es freitags in die Kirche. Mitmachen können alle: Kinder, Eltern, Großeltern. Das englische Modell der „Messy Church“ ist in Deutschland angekommen: die Ü-Kirche! Catharina Conrad war im März dabei. <p class="bodytext">Die evangelische Martin-Luther-Gemeinde Burgdorf liegt idyllisch am Ortsrand des ländlichen Dörfchens Burgdorf bei Hannover – direkt hinter der Kirche beginnt der Wald. Doch an diesem Freitagnachmittag ist es mit der friedlichen Stille vorbei: 25 Kinder zwischen einem und zwölf Jahren bevöl kern den Gemeindesaal, dazu Eltern und Großeltern. Es herrscht ein fröhliches Gedränge im Foyer, einer spielt, ein anderer bedient sich am Obstteller, ein dritter schreibt mit Mamas Hilfe ein Namensschild. Die siebenjährige Sophie, die zusammen mit ihrer Großmutter zur Überraschungskirche gekommen ist, ist eine der ersten. Sie ist erst zum zweiten Mal da und ganz gespannt, was sie erwartet. <br /><br />„Als wir letzten Monat zum ersten Mal da waren, waren wir beide so be geistert, dass wir beschlossen haben, das in Zukunft zu unserem ‚Oma-Enkel-Tag’ zu machen“, berichtet Sophies Großmutter. Inzwischen hat das Ü-Kirchen-Huhn Hedwig seinen Platz auf der Hand von Pfarrerin Susanne Paul eingenommen und begrüßt alle Kinder, indem es ihnen frech in den Pullover zwickt. <br /><br /><b>Der Beginn: Snacks und ein Lied</b> <br /><br />Seit knapp zwei Jahren gestaltet die Gemeinde den Familiengottesdienst anhand eines neuen Konzepts: dem Konzept der Überraschungskirche. Sie findet an jedem ersten Freitag des Monats statt und hat einen immer gleichen Ablauf: Eine halbe Stunde lang darf jeder erstmal ankommen, es gibt kleine Snacks und man hat genügend Zeit, die anderen Besucher zu begrüßen und kennenzulernen. Dann öffnen sich die Türen zum eigentlichen Gottesdienstraum. Gespannt stürmen die Kinder in den Saal und versammeln sich um die vorbereiteten Tische. Jeder Tisch ist geheimnisvoll unter einem großen Tuch versteckt. Was da wohl drunter ist? Die Kinder müssen die Spannung noch ein Weilchen aushalten. Zunächst grüßt Huhn Hedwig offiziell von der Bühne, dann singen alle „Einfach spitze, dass du da bist“. Anschließend erklärt Susanne Paul mit Hedwigs Hilfe, worum es gehen wird: Heute ist die Salbung des Königs David das Thema.<br /><br /><b>Kreativität: Basteln an den Tischen</b> <br /><br />Dann wird endlich das Geheimnis der bunten Tücher gelüftet. Unter jedem Tuch verbirgt sich eine Bastelarbeit passend zum Thema. An Tisch Nummer eins kann man eine Schleuder basteln, an Tisch Nummer zwei eine Herzchengirlande, denn „Gott aber sieht das Herz an“, an Tisch Nummer drei werden Blumen töpfe bemalt und eine Blume eingepflanzt, da ja „aus etwas Kleinem etwas ganz Großes werden kann“ und an Tisch Nummer vier wird aus einer bunt bemalten Krone ein Puzzle geschnitten. Begeistert machen sich Eltern und Kinder ans Werk. Sophie schafft es, jeden Tisch zu besuchen. Vor allem das Basteln der Schleuder macht ihr Spaß.<br /><br />Sie probiert sie gleich hinterher mit einem Schaumstoff-„Stein“ aus. Auch Großmutter Eleonore ist mit Freude bei der Sache. „Kirche war für mich schon immer hauptsächlich Kommunikation. Die Überraschungskirche bietet einen gelungenen Rahmen für Kommunikation und Begegnung zwischen den verschiedenen Eltern und auch zwischen Eltern und Kindern.“ <br /><br />An den Tischen herrscht großer Trubel. Jeder versucht, möglichst alle Bastelarbeiten zu schaffen. Der einzige anwesende Vater ist konzentriert ins Ausschneiden von rosa Herzen vertieft. Nebenan hält eine Mutter den Blumentopf fest, während ihr Sohn auf ihrem Schoß bunte Tupfen darauf malt. Die kleineren Kinder, die keine Lust mehr auf Stillsitzen haben, vergnügen sich in der Spielecke. Und als die meisten Kinder mit Basteln fertig sind und etwas unschlüssig herumstehen, trommelt Susanne Paul die Meute zusammen und veranstaltet spontan ein Pferderennen. <br /><br /><b>Der Abschluss: Die Andacht und das Essen</b> <br /><br />Nach einer Stunde Kreativsein begibt sich die versammelte Mannschaft hinüber in die Kirche. Dort wird die Geschichte von David erzählt. Die Pfarre rin wirft sich nur schnell einen Umhang über, schon stellt sie Davids Vater Isai dar; eine Mitarbeiterin mimt den Propheten Samuel. Fehlen nur noch die acht Söhne. Die werden kurzer hand aus dem Publikum nach vorn gerufen. Wie die Orgelpfeifen stellen sich die Kinder auf der Bühne auf. Einer nach dem anderen wird zu Samuel gebeten, der jedes Mal enttäuscht den Kopf schüttelt. Der kleinste „Sohn“, vertreten durch die 3-jährige Inja, darf als Letztes vortreten. Es ist ein bewegender Moment, als die schüchterne Kleine ganz offiziell auf einen Sockel gehoben und gesalbt wird: Ihr wird mit dem Finger ein kleines Kreuz auf der Stirn nachgezeichnet. David ganz anschaulich! Zum Abschluss der Andacht dürfen alle Kinder nach vorne kommen und sich ebenfalls salben lassen. <br /><br />Der gemeinsame Nachmittag wird mit einem leckeren Abendessen beendet, sodass die Kinder beim Nachhausekommen nur noch ins Bett gebracht werden müssen. Heute gibt es „Davids versteckte Würstchen“, Bockwürste im Teigmantel. Den leuchtenden Gesichtern beim Essen ist anzusehen: Uns hat’s so richtig Spaß gemacht! <br /><br /><b>Gottesdienst am Freitag? <br /><br /></b>Die Martin-Luther-Gemeinde hat mit der Überraschungskirche durchweg gute Erfahrungen gemacht. „Zu unserem Kindergottesdienst kamen nur noch zwei bis drei Kinder. Das hat sowohl die Kinder demotiviert als auch die Mitarbeiter“, erzählt die Küsterin Marion Burk. „Inzwischen kommen zu jeder Überraschungskirche mindestens 25 Kinder mit ihren Eltern. Darunter auch einige, die sonst nie in die Kirche kommen. Und einige davon haben sich über den Umweg der Überraschungskirche auch schon in den monatlichen Abendgottesdienst nur für die Eltern einladen lassen.“ <br /><br />Als Mitarbeiter hat sich ein Stamm motivierter Frauen gefunden sowie einige Konfirmanden. Gerade die Jüngeren lassen sich bei der Überraschungskirche gut mit einbinden, zum Beispiel beim Betreuen eines der Tische oder in einem Anspiel während der Andacht. Das Team trifft sich einmal im Monat zur Vorbereitung. Susanne Paul gibt das Thema vor, alle anderen bringen Vorschläge für mögliche Bastelar beiten ein und bereiten eine der Kreativstationen vor. <br /><br />Und warum findet die Überraschungskirche freitags statt – und nicht etwa am Sonntagvormittag zur gewohnten Gottes dienst-Zeit? Ganz einfach: Die Martin-Luther-Gemeinde hat die Erfahrung gemacht, dass der Freitagnachmittag bei Familien einfacher freigeschaufelt werden kann als der frühe Sonntagmorgen, wo vor allem Fami lien mit kleinen Kindern genug damit beschäftigt sind, aus dem Bett und an den Frühstückstisch zu kommen. <br /><br /><b>Am Ende: der Segen</b> <br /><br />Nach einem Abschlusskreis, in dem ein Segenslied gesungen wird, löst sich die Runde langsam auf. Pfarrerin Susanne Paul ist zufrieden mit dem heutigen Nachmittag: „Ich freue mich, dass es wieder gelungen ist, auch neue Familien zur Ü-Kirche einzuladen. Beson ders schön fand ich neben dem ganzen Programm die Atmosphäre in der Kirche, vor allem auch beim Salben. Da merkten die Kinder doch: Da geht es um was ganz Besonderes.“ Auch Sophie ist müde, aber glücklich: „Nächstes Mal will ich auf jeden Fall wieder kommen!“ <br /><br /><i><b>Catharina Conrad</b>, Mitarbeiterin in der family-Redaktion, besuchte im März 2012 die Ü-Kirche. Fotos: Cathrin Kaupat</i><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<title>  Die &#220;berraschungskirche</title>
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			<category>family</category>
			<category>Wir alle </category>
			
			
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<!--description>Worauf Paare achten sollten, wenn einer in Therapie geht. Von Jörg Berger</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/dfcd32579a.jpg" /> Worauf Paare achten sollten, wenn einer in Therapie geht. Von Jörg Berger]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/dfcd32579a.jpg" /> Worauf Paare achten sollten, wenn einer in Therapie geht. Von Jörg Berger <p class="bodytext">Psychotherapie ist nicht wertfrei. Dem Zeitgeist entsprechend zielt sie oft auf Selbstverwirklichung ab. Schnell wird der Ehepartner als Hindernis für die persönliche Entwicklung gesehen. Solchen Nebenwirkungen von Therapie kann man entgegenwirken. <br /><br />Eine Psychotherapie ist kein Tabu mehr. Viele sprechen im Freundeskreis von ihren Krisen und den Erfahrungen, die sie in einer Therapie machen. Wenn ich auf einer Feier ins Gespräch komme und nach meinem Beruf gefragt werde, höre ich oft: „Eine Therapie habe ich auch schon gemacht.“ Seelische Probleme wie Schlafstörungen, Erschöpfung oder Ängste treten häufig auf. Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres ein ernstzunehmendes seelisches Problem zu bekommen, liegt bei knapp vierzig Prozent – so neuere Studien des Epidemiologen Hans- Ulrich Wittchen. Zum Glück wird Psychotherapie immer mehr als Dienstleistung gesehen, die neben anderen steht wie Krankengymnastik oder Stimmtherapie. Doch greift Psychotherapie stärker in das Leben von Menschen ein als andere Dienstleistungen. Sie setzt Entwicklungen in Gang, die nicht wertfrei sind. Diese haben auch Auswirkungen auf die Ehe. <br /><br /><b>Glück oder Ehe?</b> <br /><br />Raimund kennt depressive Lebensphasen. In diesem Jahr kommen die Beschwerden aber mit einer solchen Wucht, dass Raimund in eine psychosomatische Klinik geht. In der Klinik macht er eine irritierende Entdeckung: Die meisten Mitpatientinnen sind viel warmherziger und verständnisvoller als seine Frau. Die ist vom Temperament her nüchtern. Es tut Raimund gut, in seinen Gefühlen verstanden zu werden und manchmal eine ermutigende Hand auf seiner Schulter zu spüren. Raimund lernt, auf seinen Körper und seine Gefühle zu achten. Er soll auf sein „inneres Kind“ hören. Er soll lernen, seine Leistungsgrenzen zu berücksichtigen und erkennen, was er wirklich braucht. Mit diesen Einsichten kehrt Raimund nach Hause zurück und gerät mit seiner Frau in ungewohnt heftigen Streit. Sie kann mit Raimunds „innerem Kind“ nichts anfangen und fragt sich, warum sie plötzlich so viel Verantwortung für sein Gefühlsleben übernehmen soll. Raimund zweifelt, ob er die richtige Frau geheiratet hat. <br /><br />Sibylle ist erschöpft und bricht häufig in Tränen aus. Als sie sogar lebensmüde Gedanken entwickelt, erschrickt sie und begibt sich in Therapie. Dort entdeckt sie, wie sie jahrelang ein Leben geführt hat, das nicht das ihre war: Verzichten für das Eigenheim, sich opfern für das Wohl der Kinder, zurückstehen für den Beruf ihres Mannes. Sibylle erinnert sich, wie sie schon vor Jahren ihrem Mann geklagt hat, dass sie so nicht mehr weitermachen könne, dass es ihr zu viel sei. Ihr Mann hat sie beschwichtigt und sie auf später vertröstet. Sibylle konfrontiert ihn mit ihren Einsichten. In einem emotionalen Gespräch verdichten sich zwei Jahrzehnte Frust. Sibylle gebraucht Worte, die ihr Mann noch nie von ihr gehört hat. Für ihn wirkt das alles bedrohlich und er hält dagegen, wie viel er für die Familie eingesetzt hat. Sibylle ist enttäuscht von seiner Reaktion und merkt, wie sie sich verschließt. Sie investiert in Freundschaften und Hobbys und geht ihrem Mann oft aus dem Weg. Der spürt, dass er immer mehr den Draht zu seiner Frau verliert. Er bringt Blumen mit, macht Vorschläge für ein gemeinsames Wochenende, aber all das scheint die Unzufriedenheit seiner Frau nicht zu lindern. <br /><br /><b>Risiken und Nebenwirkungen</b> <br /><br />Wie sind solche Therapieverläufe zu beurteilen? Die Beschwerden von Raimund und Sybille haben sich gebessert. Sie haben gelernt, ihre wahren Bedürfnisse zu entdecken und zu äußern. Ein Fragebogen zur Messung des Therapieerfolges würde ihren Therapien gute Noten geben. Und dennoch hat man den Eindruck, dass hier etwas schiefgegangen ist. Hier offenbaren sich Schwächen von Psychotherapie, die durch den Zeitgeist bedingt sind. Menschen entwickeln sich, sie lernen, reifen, lösen sich von Altem und wagen Neues. In einer Psychotherapie geschieht das im Zeitraffer. Das kann ein Ehepaar aus dem gemeinsamen Takt bringen. Wer sich in einer Psychotherapie entwickelt, macht Prozesse durch, die den Ehepartner irritieren und abhängen können. Das beginnt bei der Sprache. Denn in einer Therapie wird geübt, Erfahrungen in Worte zu fassen. Plötzlich hat einer einen vertieften Zugang zu dem, was in ihm abläuft, und ihm gelingt es immer besser, auf den Punkt zu bringen, … was er erlebt. Das kann eine Ehe sehr bereichern, wenn der weniger kommunikative Partner in Therapie ist. Rüstet aber ein redegewandter Partner in der Therapie weiter auf, kann das zu einer bedrohlichen Übermacht der Worte führen. Der verbal unterlegene Partner muss sich unbeholfen fühlen, sich den besseren Argumenten fügen oder sich eine Strategie zurechtlegen, ernsthafte Gespräche zu vermeiden. Den, der Neues und Wichtiges ausdrücken will, wird das tief enttäuschen: „Ich will ein echtes Gegenüber haben in der Ehe, mit dem ich mich austauschen kann.“ <br /><br />Außerdem gewinnen Menschen in der Therapie eine innere Stärke, die sie leicht unterschätzen. Denn einerseits erfahren sie in der therapeutischen Beziehung Verständnis und Rückhalt, andererseits werden sie ihrer Bedürfnisse und ihrer Lebensziele gewisser. Das weckt Mut zu Veränderungsschritten. Dem Ehepartner, der nicht in Therapie ist, fehlen sowohl die innere Vorbereitung als auch der menschliche Rückhalt für weit- reichende Veränderungen. Ob es um eine Änderung des Lebensstils geht, eine Korrektur in der Kindererziehung oder eine Neugestaltung des Beziehungslebens, ein überforderter Ehepartner wird erst einmal blockieren. Möglicherweise spürt er eine Pistole auf der Brust: „Entweder gehst du einen neuen Weg mit oder ich suche mir eben in Freundschaften und Hobbys das, was ich wirklich brauche.“ Der überforderte Ehepartner bemerkt die zunehmende Entfremdung, kann sie aber weder einordnen noch ihr entgegenwirken. <br /><br /><b>Dienen – ein toter Winkel der Psychotherapie</b> <br /><br />Der Gedanke des Dienens ist der modernen Psychotherapie fremd. Dabei dürfte er auch für moderne Ohren nicht abwegig klingen: „Mit dem, was ich in einer Psychotherapie lerne, wächst mir eine Verantwortung zu. Wenn ich meine Bedürfnisse besser wahrnehmen kann, werde ich auch die meines Ehepartners besser spüren und kann auf sie eingehen. Wenn ich erfahren habe, wie viel Angst Veränderungsschritte machen und wie ich diese Angst überwinden kann, dann kann ich Geduld mit meinem Ehepartner haben und ihm über Hürden hinweghelfen. Wenn ich die Fehler meines Partners klarer sehe, muss ich ihn nicht kritisieren, sondern kann ihm stattdessen Brücken zu neuen Verhaltensweisen bauen.“ Ein solch dienender Einsatz von Therapiefortschritten müsste allerdings genauso geübt werden wie der gute Umgang mit der eigenen Person. Aber genau das unterbleibt in vielen Therapien. Im schlimmsten Fall endet eine Therapie mit Selbstbezogenheit auf hohem kommunikativem Niveau. Das bringt die Liebe in Gefahr. <br /><br /><b>Durch Therapie die Ehe stärken</b> <br /><br />Das Wissen um die Risiken sollte natürlich nicht zu Berührungsängsten führen. Psychotherapie ist eine wichtige und hilfreiche Dienstleistung. Wer sie in Anspruch nimmt, kann darauf achten, dass eine Therapie die Ehe stärkt. <br /><br /><b>Ein klarer Auftrag:</b> Der Respekt vor dem so genannten „Auftrag“ ist tief in der Berufsethik von Psychotherapeuten verankert. Der Therapieplan orientiert sich strikt an den Zielen, die ein Ratsuchender in der Therapie formuliert. Das schützt den Therapeuten vor der Anmaßung, sich nach eigenem Gutdünken in das Leben eines Ratsuchenden einzumischen. Typische Therapieaufträge lauten: „Ich möchte meine Erschöpfung überwinden und wieder Kraft finden.“ Oder: „Ich will mit dem Druck am Arbeitsplatz besser umgehen lernen.“ Mit dem Auftrag werden die Weichen einer Therapie gestellt, hier kann man auch die Ehe in den Blick nehmen: „Mit allem, was ich hier lerne, will ich weiter an einer starken Ehe bauen.“ <b><br /><br />Den Ehepartner ins Boot holen:</b> Zwar bezahlt die Krankenkasse keine Ehetherapie, aber die Spielregeln einer kassenfinanzierten Therapie erlauben, den Ehepartner hin und wieder zum Gespräch mitzunehmen. Solche Paargespräche können den Ehepartner in den Therapieweg einbeziehen. Manche Veränderungen kann ein Partner aktiv unterstützen, andere müssen erläutert werden, weil sie den Partner herausfordern. Wenn zum Beispiel eine harmoniebedürftige Persönlichkeit in einer Therapie lernt, Konflikte auszutragen, kann das die Kommunikation in einer Partnerschaft verändern. Manchmal braucht der betroffene Ehepartner Ermutigung und Tipps, wie er sich auf Veränderungen einstellen kann und wie er vielleicht sogar selbst einen Nutzen aus ihnen zieht. Solche gemeinsamen Gespräche darf ein Paar natürlich auch selbst anregen, wenn sich einer in Therapie befindet. Manchmal brauchen Ratsuchende einen Schutzraum, in den der Ehepartner zunächst nicht hineinsehen und hineinreden darf. Spätestens nach 15 bis 20 Gesprächen sollte sich der Therapieprozess für den Ehepartner öffnen. <br /><br /><b>Gemeinsam gegen den Zeitgeist: </b>In der Grundorientierung heutiger Psychotherapie drückt sich ein individualistischer Zeitgeist aus: „Sorgen Sie für sich. Achten Sie darauf, was Ihnen gut tut. Wenn es Ihnen gut geht, dann können Sie auch für andere da sein. Nur wer sich selbst liebt, kann andere lieben.“ Meiner Beobachtung nach funktioniert das nicht. Eine Konzentration auf sich selbst erzeugt Empfindlichkeiten, die Beziehungen im Weg stehen. Aus unseren jüdisch-christlichen Wurzeln entspringt eine Haltung, die meines Erachtens weiterführt. Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber drückt sie so aus: „Bei sich beginnen, aber nicht bei sich enden, von sich ausgehen, aber nicht auf sich abzielen, sich erfassen, aber nicht mit sich befassen.“ Das kann zu einem fesselnden Gesprächsthema für ein Paar werden: die Therapieerfahrungen von den individualistischen Wertevorgaben zu lösen und in die Werte der jüdisch-christlichen Tradition zu übersetzen. Zum Beispiel so: Sibylle hat zu viele Opfer gebracht. Die Schlussfolgerung liegt nahe: „Jetzt bin ich dran. Jetzt müssen einmal die anderen zurückstehen.“ Aber auch ein anderer Blickwinkel ist möglich: Beide haben sich verausgabt in den letzten zwanzig Jahren. Vielleicht können beide in etwas investieren, das mehr Glück fördert. Vielleicht hilft einer dem anderen, sich vor Überforderung zu schützen.<i><br /><br /><b>Jörg Berger</b> ist Psychotherapeut in Heidelberg. Dort lebt er mit seiner Frau und den beiden Kindern.</i></p>]]></content:encoded>
			<title>  Wenn Therapie der Ehe schadet</title>
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			<category>family</category>
			<category>Wir beide</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 08:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<!--description>Mischa Marin hat gerade sein neues Album „Die Mehrzahl von Glück“ veröffentlicht. In dem Song „Da ist ein Funkeln“ erzählt er einen Teil seiner Lebens- und Liebesgeschichte. Bettina Wendland hat für family nachgehakt.</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/e9a7b34e2e.jpg" /> Mischa Marin hat gerade sein neues Album „Die Mehrzahl von Glück“ veröffentlicht. In dem Song „Da ist ein Funkeln“ erzählt er einen Teil seiner Lebens- und Liebesgeschichte. Bettina Wendland hat für family nachgehakt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/e9a7b34e2e.jpg" /> Mischa Marin hat gerade sein neues Album „Die Mehrzahl von Glück“ veröffentlicht. In dem Song „Da ist ein Funkeln“ erzählt er einen Teil seiner Lebens- und Liebesgeschichte. Bettina Wendland hat für family nachgehakt. <p class="bodytext"><i>wie lange ist es jetzt schon her / eine halbe ewigkeit / und dann wieder scheint es mir / als ob es grade gestern war / grillparty, septembernacht / ein junge mit nem loch im bauch / ein quiche, der ziemlich lecker war / und dazu das mädchen auch / und ich dachte, dass du schon vergeben bist / doch du lachtest und ich hab etwas entdeckt <br /><br />da ist ein funkeln in deinen augen / grade wie am allerersten tag / ich dachte heute so an dich / und dankte gott, dass es dich gibt / und dass ich dich gefunden hab <br /></i><br />Mischa hat eine erfolgreiche, mehrmonatige Tour hinter sich. Mit seiner Band Kyd Moses – der Vorgängerband von Allee der Kosmonauten – ist er im Vorprogramm von Nena aufgetreten. Obwohl er mit dieser Tour dem Ziel seiner Wünsche so nah ist wie nie zuvor, spürt er tiefe Zweifel in sich. Nach den Auftritten fühlt er sich oft leer und ausgebrannt. Während einer der zahlreichen Aftershow-Partys sitzt er allein am Klavier und singt vor sich hin: „Vergeude keine Zeit, kreuze meinen Weg.“ Dabei hat er eher eine Frau im Sinn – aber im Nachhinein entpuppt sich dieser Ausdruck seiner Sehnsucht als sein erstes Gebet.<br /><br />Nun ist die Tour zu Ende und Mischa erinnert sich, dass in seiner alten Heimat eine Grillparty stattfindet. Er hat Hunger, der Kühlschrank in seiner Studentenbude ist leer, also fährt er die hundert Kilometer in die Pfalz zum Weierhof.<br /><br /><i>ich kam nicht an deine nummer ran / man warnte dich vor diesem typ / der sommerregen half mir wohl / und ein kate bush-song auf repeat / ich schwärmte von philosophie / du glaubst an gott, hast du gesagt / ich dachte, das passiert mir nicht / doch ich ging mit an jenem tag / kerzen brannten warm an diesem ort / und mitten in mein herz traf wort für wort<br /></i><br />Auf der Party lernt Mischa Anette kennen. Sie ist Christin und lädt ihn zum Gottesdienst ein. Bis dahin hat Mischa mit dem christlichen Glauben wenig zu tun. Er hat sich zwar mit zwölf taufen lassen, aber nur, weil er zur Konfi- Freizeit mitfahren wollte. Einige Zeit besuchte er den CVJM, doch die Inhalte interessierten ihn nicht wirklich. Dafür gründete er dort seine erste Band. Mischa war nie ein oberflächlicher Mensch, er wollte das Leben begreifen und berühren und suchte dieses intensive Leben in Büchern und Begegnungen – das in der Kirche zu finden, damit hat er nicht gerechnet. Trotzdem geht er mit Anette mit. Einerseits will er ihr Umfeld besser kennenlernen, andererseits hofft er insgeheim, sie auf den „richtigen“ Weg zu bringen und die Rhetorik des Pastors zu „entlarven“. <br /><br />Am zweiten Weihnachtstag sind es aber gerade die Worte des Pastors, die Mischa die Augen öffnen. Er spricht davon, dass das Leben kein Zufall sei und Gott einen guten Plan damit habe. Damit trifft er Mischa ins Herz. Es berührt ihn, dass das bunte Puzzle seines Lebens einen Plan hat, hinter dem ein liebevoller Schöpfer steht. Und auch das Miteinander in der Gemeinde spricht ihn an. Anders als sonst in seinem Umfeld ist es eine Atmosphäre ohne Ellenbogen und Zähnefletschen, ohne Respekt- und Rücksichtslosigkeit. <br /><br />Mischa vertraut sein Leben Jesus an. Damit geht Anettes Gebet in Erfüllung. Sie hatte Zweifel, ob die Beziehung zu Mischa das Richtige sei und hatte Gott ein „Ultimatum“ gesetzt: Wenn Mischa sich innerhalb dieses Jahres für Jesus entscheidet, dann hat ihre Beziehung einen Sinn. Mischa hat sie davon aber erst später erzählt … <br /><br /><i>ich war der prinz mit weichen knien / du schneewittchen auf schnellem pferd / doch gott hat dir am see den code / zu meiner seele buchstabiert / und dann in deinem weißen kleid / warst du wirklich wunderschön / und ich war so unglaublich stolz / neben dieser frau zu stehen / und wir pflanzten einen baum im lauf der zeit <br /></i><br />Die Szene am See war entscheidend: Auch wenn sein Leben eine neue Richtung genommen hatte, ließen seine Zweifel und Bindungsängste Mischa vor der Ehe zurückschrecken. Doch dann kam der Wendepunkt am See: Anette erzählte ihm etwas, dass ihn ganz tief ins Herz traf – Gott hatte ihr den „Code“ zu seiner Seele verraten. Die harte Schale, die er sich zugelegt hatte, brach auf und er hatte plötzlich eine tiefe Gewissheit darüber, dass ihm Gott diese Frau zur Seite stellte. Einige Zeit später – als Anette es schon nicht mehr für möglich hielt – machte Mischa ihr beim Blick auf den Sonnenuntergang über der Rheinebene endlich einen Antrag. Im August 2005 haben sie schließlich geheiratet. <br /><br /><i>manche fotos bleiben noch / aus der allerersten zeit / die kleine wohnung in der stadt / die sommer irgendwo zu zweit / wir haben manchen schreck verlacht / und unterm kirschbaum still geweint / und wenn die kraft am ende war / dann schloss jesus unsern kreis / ich freu mich auf den tag, von dem es heißt / wir alle sind einmal bei ihm vereint <br /></i><br />2008 löste sich die Band „Allee der Kosmonauten“ auf. Sie hatten mit Herbert Grönemeyer und Xavier Naidoo zusammengearbeitet, hatten es unter die TopTen der deutschen Singlecharts geschafft und den dritten Platz beim deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contest errungen. Die Trennung war schmerzhaft, der Heilungsprozess brauchte Zeit. Dazu kam ein gesundheitlicher Zusammenbruch bei Mischa und der Verlust geliebter Menschen. „Manches ging so tief, dass wir merkten, ohne Jesus wäre es über unsere Kräfte gegangen“, erinnert sich Mischa. <br /><br /><i>das lachen zog dann wieder ein / jetzt sind wir schon ein jahr zu dritt / und all die kraft, die es so braucht / kommt hundertfach durch sie zurück / und während ihr spazieren wart / bin ich vor einem blatt papier / durch all die jahre durchgetaucht / seit diesem ersten tag mit dir / schreibst du ein lied für mich, hast du gefragt / und dachtest wohl, dass ichs vergessen hab <br /></i><br />„Ich hätte nie vorher gedacht, dass man so eine Freude erleben kann“ – das Vatersein begeistert Mischa und fordert ihn heraus. Seit der Geburt von Mara 2009 spielt nicht mehr seine Kreativität die erste Geige, sondern der Rhythmus seiner Tochter bestimmt seinen Alltag. Da kommt es nicht selten vor, dass er aus dem kreativen „Flow“ herausgerissen wird und ganz banale Dinge wichtiger werden. Die Betreuung ihrer Tochter und den Haushalt teilen sich Mischa und Anette, die einen Halbtagsjob hat. Am meisten genießen sie aber die gemeinsame Familienzeit, wenn sie zusammen spazieren gehen, gemeinsam kochen, singen, tanzen oder „rumfläzen“. Dann ist es wieder da – dieses Funkeln! <br /><i><br /><br /><b>Bettina Wendland</b> ist Redakteurin bei family und lebt mit ihrer Familie in Bochum.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Mischa Marin Mehr als Gl&#252;ck</title>
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			<category>family</category>
			<category>Wir alle </category>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 08:00:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<!--description>Wie Ihre persönlichen Bedürfnisse im täglichen Trubel nicht auf der Strecke bleiben.</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/7ac9e01abe.jpg" /> Wie Ihre persönlichen Bedürfnisse im täglichen Trubel nicht auf der Strecke bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/7ac9e01abe.jpg" /> Wie Ihre persönlichen Bedürfnisse im täglichen Trubel nicht auf der Strecke bleiben. <p class="bodytext">Wie dünn wollen Sie denn noch werden?“ Mit diesen Worten empfing mich vor vielen Jahren meine Frauenärztin, als ich aus der Umkleidekabine in ihr Untersuchungszimmer trat. Besorgt, aber auch mit einem Schuss Ironie, musterte sie mich von Kopf bis Fuß. „Na, dann wollen wir mal schauen, ob sonst alles in Ordnung ist …“ <br /><br />In Ordnung war bei mir damals gar nichts. So kam es mir jedenfalls vor. Unser drittes Kind war gerade mal ein halbes Jahr alt, in den letzten drei Monaten hatten wir Windpocken und Keuchhusten mit Mühe überstanden und seit fast fünf Jahren hatte ich kaum mal eine Nacht richtig durchgeschlafen. Außerdem hatte mein Mann einen Job, der ihn voll in Anspruch nahm. <br /><br /><b>Manchmal muss es „Klick“ machen</b> <br /><br />Nach der Untersuchung gab mir „Frau Doktor“ die Hand. „Jede Mutter braucht mindestens eine Stunde am Tag für sich ganz persönlich, Frau Rosemann. Grüßen Sie Ihren Mann!“ Sie rauschte aus dem Zimmer und die Tür fiel ins Schloss. Klick. Verdutzt schaute ich ihr nach. Und dann machte es auch bei mir „Klick“. Zwei Dinge wurden mir in den folgenden Monaten klar. Vielleicht keine großartigen Erkenntnisse, aber für mich waren sie der Schlüssel, der mir in meinem Leben ganz neue Räume öffnete: <br /><br />1. Auch Eltern haben legitime Bedürfnisse und Inter essen. Dass sie für sich selbst und für ihre Zweisamkeit sorgen, ist genauso wichtig wie ihre Sorge um die Kinder. <br /><br />2. Niemand, weder Vater noch Mutter, trägt allein die Verantwortung für das Wohl der Familie. Es ist völlig in Ordnung, wenn Eltern Hilfe in Anspruch nehmen. <br /><br />Wenn wir uns als Eltern ständig überfordern und uns dadurch schließlich müde, krank, einsam und überlastet fühlen, dann können wir uns selbst, unsere Partnerschaft und die Entwicklung unserer Kinder hemmen. Wenn wir uns hingegen wohlfühlen, angenehme Dinge erleben, wenn wir gesund und erholt sind, dann können wir unseren Kindern viel geben – und wiederum durch unsere Freude an ihnen viel geschenkt bekommen. Als Paar sind wir ganz besonders herausgefordert, uns nicht in der Elternrolle zu verlieren, sondern Zeit und Raum für unsere Zweisamkeit zu schaffen. <br /><br />Meine Situation damals ist sicherlich nicht untypisch. Viele Eltern heute vergessen irgendwann im Trubel der heißen Phase ihre eigenen Bedürfnisse: Dörte hat ihr Leben und ihre Lieben im Griff. Haus, Kinder, Partnerschaft, Karriere. Das sind die wichtigsten Themen im Leben der Mutter von drei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren. Und nicht zu vergessen: Gemeinde, Freunde, Hund und all die regelmäßigen und unregelmäßigen Termine einer Familie. Alles unter einen Hut kriegen – kein Problem! Heute ist das ja nicht mehr alleine das Problem der Frau. Frank hat sich für jedes Kind eine Auszeit genommen. Einfach klasse, so eine Elter nzeit. Dörte und Frank leben ihre Partnerschaft wirklich partnerschaftlich und meistern ihren „Familien- Manager-Job“ mit Bravour. Mittlerweile können junge Eltern ja frei entscheiden, ob sie die Erziehung der Kinder alleine schultern oder die Betreuungsangebote der verschiedenen Einrichtungen in einer Stadt nutzen möchten. Dörte und Frank teilen sich die Aufgaben im Haushalt, und schon nach einem Jahr Elternzeit je Kind sind Vater und Mutter wieder in ihren Beruf zurückgegangen. Eigentlich läuft alles so, wie sie es sich vorgestellt haben, sozusagen nach Plan. Sie könnten eine glückliche Familie sein – wäre da nicht diese schleichende Unzufriedenheit. <b><br /><br />Rahmen für die Zweisamkeit</b> <br /><br />Im Gewusel des Familienalltags hat man selten das Gefühl, alles erledigt oder ein Projekt abgeschlossen zu haben. Deshalb ist es auch so schwer, sich eine Auszeit zu nehmen. Eltern können nicht einfach die Türe hinter sich schließen und die Gesamtverantwortung für dasUnternehmen „Familie“ delegieren. Elternsein ist ein 24-Stunden-Job. Und deshalb sind Mütter und Väter ganz besonders herausgefordert, einen verlässlichen Rahmen für die Zweierbeziehung zu schaffen. Billiger ist es nicht zu haben. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass die Paarbeziehung im Alltagsgewusel nur noch auf die Elternrolle reduziert wird. <br /><br />Nicht alles kann im Leben geplant und organisiert werden. Aber wir können einen Rahmen schaffen und gemeinsame Rituale entwickeln, die uns helfen, uns als Paar nicht aus den Augen zu verlieren: Eine Zeit am Tag, die nur uns beiden gehört; ein Abend in der Woche, an dem wir keinen Auswärtstermin haben; ein gemeinsames „Date“, Tickets für ein Konzert, ein Abend beim Italiener, Zeit für ein Hobby, das uns beide begeistert, ein langes Wochenende im Jahr, an dem wir zu zweit eine Städtetour machen. <br /><br />Manchmal heißt es innehalten und „fünf gerade sein lassen“. Egal, ob der Rasen gemäht, die Spülmaschine ausgeräumt oder die Steuererklärung gemacht ist. Eine Beziehung lebendig zu halten, bedeutet eben auch, sich gegenseitig und das gemeinsame Leben immer wieder neu zu entdecken. <i><br /><br /></i> </p>
<p class="bodytext"><b>So schaffen Sie Freiräume:</b><br /> <br /> <b>Pinnwand </b><br /> Heften Sie an eine große Pinnwand alle aktuellen Mitteilungsblätter aus Schule, Gemeinde, Sportverein usw. Außerdem können Sie dort auf einem leeren Blatt die Dinge notieren, die unbedingt erledigt oder besorgt werden müssen. <br /> <br /> <b>Familienkalender </b><br /> In einem großen Familienkalender hat jedes Familienmitglied eine eigene Spalte. Dort können die regelmäßigen und die besonderen Termine eingetragen werden. Kindertausch Mehrere Eltern schließen sich zusammen und passen an bestimmten Tagen gegenseitig auf ihre Kinder auf. Das freut die Kinder und entlastet die Eltern durch freie Zeiten enorm. <br /> <br /> <b>Fahrdienste </b><br /> Bilden Sie Fahrgemeinschaften. Sprechen Sie sich mit anderen Eltern ab, wer die Hinfahrt und wer die Rückfahrt übernimmt. Auf diese Weise können Sie sich sogar mal einen freien Nachmittag einrichten. <br /> <br /> <b>Hilfen für den Haushalt </b><br /> Nicht jeder Geldbeutel lässt das zu. Aber oft kann eine Haushaltshilfe, ein Gärtner oder ein Fensterputzer viel Entlastung bringen. Oder vielleicht gibt es in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis eine gute Tante oder eine liebe Nachbarin, die eine von Ihnen gehasste Aufgabe gerne macht. Im Gegenzug könnten Sie ihr zum Beispiel anbieten, einmal in der Woche ihren Großeinkauf zu erledigen. <br /><br /><i><b>Christina Rosemann</b> arbeitet freiberufl ich als Supervisorin und systemische Familientherapeutin und lebt in Lüdenscheid. www.christina-rosemann.de</i></p>]]></content:encoded>
			<title>  Innehalten im Alltagsgewusel</title>
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			<category>family</category>
			<category>Wir beide</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 08:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<!--description>Unter dem Motto &quot;Die perveckte&quot; Familie&quot; lädt das Geistliche Rüstzentrum am ersten Mai zum Familientag ein.</description-->
			<description><![CDATA[ Unter dem Motto &quot;Die perveckte&quot; Familie&quot; lädt das Geistliche Rüstzentrum am ersten Mai zum Familientag ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[ Unter dem Motto &quot;Die perveckte&quot; Familie&quot; lädt das Geistliche Rüstzentrum am ersten Mai zum Familientag ein. <p class="bodytext">Ein abwechslungsreiches Programm mit Seminaren, Spielen und geistlichen Impulsen soll zu einem Mini-Urlaub für Familien beitragen. Neben einem Gospel-Workshop erwartet die Familien dieses Jahr ein Seminar von Hanna und Arno Backhaus zum Thema AD(H)S.</p>
<p class="bodytext">Der Krelinger Familientag wird seit 20 Jahren vom Geistlichen Rüstzentrum Krelingen veranstaltet. Die Teilnahme ist kostenlos. Ein Anmeldung ist nicht erforderlich.</p>]]></content:encoded>
			<title> Die "perveckte" Familie Krelinger Familientag mit Hanna und Arno Backhaus</title>
			<link>http://www.family.de/no_cache/notizen/artikel/ansicht/184569krelinger-familientag-mit-hanna-und-arno-backhaus.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=23</link>
			<category>Family-Notizen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<!--description>Ob Parkour, Bungee-Jumping oder Kitesurfen – der Kick ist immer dabei. Mal fliegt eine Sportskanone über Mauern und Hindernisse, dann wiederum ist es der freie Fall in die ungewisse Tiefe oder der Surfer, der von einem Kite (großen Drachen) über Strand und Wasser in die Luft geschleudert wird. Die...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/c95d0b3a3c.jpg" /> Ob Parkour, Bungee-Jumping oder Kitesurfen – der Kick ist immer dabei. Mal fliegt eine Sportskanone über Mauern und Hindernisse, dann wiederum ist es der freie Fall in die ungewisse Tiefe oder der Surfer, der von einem Kite (großen Drachen) über Strand und Wasser in die Luft geschleudert wird. Die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/c95d0b3a3c.jpg" /> Ob Parkour, Bungee-Jumping oder Kitesurfen – der Kick ist immer dabei. Mal fliegt eine Sportskanone über Mauern und Hindernisse, dann wiederum ist es der freie Fall in die ungewisse Tiefe oder der Surfer, der von einem Kite (großen Drachen) über Strand und Wasser in die Luft geschleudert wird. Die... <p class="bodytext"><br />„Das musst du dir unbedingt angucken!“ Die Begeisterung ist unseren Söhnen ins Gesicht geschrieben. Sie sitzen am Computer und schauen sich die neusten YouTube-Videos mit den besten und waghalsigsten Tricks der verschiedenen Extremsportarten an. Muss ich mir das angucken? Muss ich nicht! Ehrlich gesagt, wird mir schon vom Zuschauen schlecht. „Mama, da passiert nichts!“ Vielleicht nicht im Film, aber in der Realität leider oft genug. <br /><br /><br /><b>Draufgänger oder Spitzensportler?</b> <br /><br />Grundsätzlich ist es ja zu begrüßen, wenn junge Menschen im Sport ihre körperliche und mentale Leistungsgrenze erleben. Beim Extremsportler kommt allerdings hinzu, dass er etwas tun möchte, was so noch niemand getan hat. Soviel ist klar – die meisten Extremsportler sind Männer. Suchen die Testosteron- gesteuerten Heranwachsenden ihren Kick im Extremsport? Und da frage ich mich als Frau und Mutter: Was treibt die jungen Menschen, ihr Leben und ihre Gesundheit derart aufs Spiel zu setzen? <br /><br />Bei meinen Recherchen im Internet mache ich eine interessante Entdeckung. Dort lese ich, dass der echte Extremsportler kein waghalsiger Draufgänger ist, sondern ein Spitzensportler, der seine Grenzen sehr genau auslotet. Das Risiko wird durch gute Vorbereitung (Ausrüstung, Team, Ernährung, Sportmedizin, Wetter, Gelände, Navigation, Notfallmanagement, Rettungsgeräte u.a.) auf ein Minimum reduziert. Problematisch wird es erst dann, wenn der unerfahrene Sportler aus Übermut seine eigenen Möglichkeiten überschätzt. Die Ausschüttung von Endorphinen kann Glücksempfindungen hervorrufen, die zur Missachtung von Warnsignalen führen.<br /><br /><br /><b>Vertrauen stärkt Selbstvertrauen <br /></b><br />Wie erlebe ich das denn bei unseren Söhnen? Ob es die Sprünge mit dem Snowboard, das Wellenreiten im Atlantik, die Tricks mit dem Skateboard oder der doppelte Salto vom Zehn-Meter-Sprungbrett sind – als Eltern haben wir unseren Kindern immer zugestanden, dass sie sich im Sport austesten und ihre Fähigkeiten erweitern. Gut, wenn sie es tun! Und gut, wenn wir ihnen zutrauen, dass sie ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen kennen. Beides stärkt ihr Selbstvertrauen – unser Vertrauen in ihre Fähigkeiten und die Erfahrung, aus eigenem Antrieb eine Grenze überwunden zu haben und den nächsten Schritt zu tun. Immer wieder gibt es Situationen, da bleibt auch mir die Luft weg. Und zugegeben – manches Zugeständnis unseren Kindern gegenüber hat bei anderen Eltern Unverständnis ausgelöst. Dennoch ist mein Vertrauen in die Fähigkeiten unserer Kinder ungebrochen. Allerdings bin ich mir sicher – ein Restrisiko bleibt immer. Das gehört zum Leben dazu. Und wenn wir als Eltern an irgendeiner Stelle das Gefühl gehabt hätten, dass unsere Söhne ihre Gesundheit oder das Leben von anderen mutwillig aufs Spiel setzen oder sich gar im illegalen Raum bewegen – wir hätten beherzt eingegriffen! Als unser 16-jähriger Sohn beispielsweise zum Klippenspringen in die Schweiz reisen wollte – alleine, ohne eine organisierte Reisegruppe – war auch bei uns eine Grenze erreicht. Das haben wir verboten.<b><br /><br /><br /><i>Christina Rosemann</i></b><i> ist Familientherapeutin und Supervisorin und lebt in Lüdenscheid; <a href="http://www.christina-rosemann.de/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.christina-rosemann.de</a>.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Her mit dem Kick! Reiz und Risiko von Extremsportarten</title>
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			<category>16+ NL</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 09:33:04 +0200</pubDate>
			
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			<!--description>Wenn Gäste kommen, wird geplant: Was wollen wir essen? Welche Deko passt dazu? Wir wollen den Gästen gern etwas Besonderes bieten. Das ist schön und gut. Aber irgendwann hab ich mich dazu entschlossen, auch mal uns als Familie bei uns selbst einzuladen. Wir sind unsere Gäste. Das begann in der...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/1524223309.jpg" /> Wenn Gäste kommen, wird geplant: Was wollen wir essen? Welche Deko passt dazu? Wir wollen den Gästen gern etwas Besonderes bieten. Das ist schön und gut. Aber irgendwann hab ich mich dazu entschlossen, auch mal uns als Familie bei uns selbst einzuladen. Wir sind unsere Gäste. Das begann in der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/1524223309.jpg" /> Wenn Gäste kommen, wird geplant: Was wollen wir essen? Welche Deko passt dazu? Wir wollen den Gästen gern etwas Besonderes bieten. Das ist schön und gut. Aber irgendwann hab ich mich dazu entschlossen, auch mal uns als Familie bei uns selbst einzuladen. Wir sind unsere Gäste. Das begann in der... <p class="bodytext"><br /><b>Sommerabend </b><br /><br />Sie werfen jetzt also einen Blick auf die Terrasse von Wendels. Es ist Sommer. Auf dem Tisch findet sich fröhliche Deko: Kleine Papierschirmchen in lustigen Farben. Natürlich gibt es nicht nur Deko, sondern Sommer-Waffeln mit Eis, in denen die Schirmchen stecken. Der Tisch sieht richtig schön aus und Lisanne, unsere Tochter, muss erstmal schnell ein Foto machen. Alle haben sich auf heute Abend gefreut, denn heute ist wieder „Familienabend“. Außer dem leckeren Essen gibt es „Programm“: Jeder von uns kann, muss nicht, etwas zum Thema des Abends beisteuern. Es ist immer spannend, wer was vorbereitet hat. An diesem „Sommerabend“ gibt es eine tolle Präsentation von unserem Sohn Nils, der uns mit Fotos via PC auf Sommer und Urlaub einstimmt. Ich selber hatte den passenden Song von den Wise Guys herausgesucht: „Jetzt ist Sommer“. Und außerdem gibt es noch ein paar Sommergedichte zu hören. Zum Schluss sitzen wir im Garten und schauen den blauen Libellen zu, die sich über unserem Mini-Gartenteich tummeln.<br /><b><br /><br />Jenseits vom Alltagskram</b><br /><br />Angefangen hat die ganze Sache mit dem Familienabend, als wir an einem trüben Herbstabend am Kamin saßen und dachten, man könnte ja mal wieder das alte Märchenbuch hervorkramen und im Feuerschein was lesen. Wir landeten dann bei Herbstgedichten, die waren nicht ganz so gruselig, holten Nüsse herbei und fanden das alle ziemlich gemütlich. Nach und nach wurde er zur guten Tradition: der Familienabend. Er ermöglicht uns, eine richtig gute Zeit miteinander zu haben, in der nicht der übliche Alltagskram besprochen wird. Das schweißt zusammen in einer Zeit, in der wir alle immer mehr unsere eigenen Wege gehen müssen und wollen. Nun gibt es alle paar Wochen einen Familienabend. Wir legen einen Termin fest, an dem wir alle können. Irgendjemand hat einen Themenvorschlag. Anschließend überlege ich, was man dazu als Essen anbieten kann. Manchmal werde ich auch in der Vorbereitung unterstützt. Jeder, der will, kann etwas mitbringen, das zum Thema passt. Wir haben schon Gedichte und Geschichten gelesen, Präsentationen angeschaut, selbst ausgedachte Spiele gespielt, Fotos betrachtet, Musik gemacht.<br /><br /><br /><b>Fimo-Krippe und Strand-Puzzle </b><br /><br />Zum Schluss noch ein paar konkrete Anregungen: <br /><br />• Als Themen eignen sich die Jahreszeiten, die Feste im Kirchenjahr oder einfach irgendetwas, was einen aus der Familie fasziniert (Nüsse, Brot, Licht, Kerze, Sonnenaufgang, Wind, Sturmflut, Feuer, Strand etc.). <br /><br />• Gedichte zu verschiedenen Themen findet man in Schulbüchern oder im Internet. <br /><br />• Lieder findet man in Liederbüchern der Schule, der „Mundorgel“ und die hippen Sachen natürlich im Internet. <br /><br />• Eine Präsentation zu einem Thema zu machen, ist eine sinnvolle Aufgabe für die PC-interessierten Teens. <br /><br />• Vielleicht gibt es einige künstlerisch Begabte? Man könnte gemeinsam zu einem Thema etwas malen oder basteln, was dann später aufgehängt wird. <br /><br />• Am Familienabend zum Thema „Weihnachten“ haben wir versucht, aus Fimo neue Krippenfiguren herzustellen. <br /><br />• Neulich haben wir etwas für unseren nächsten Familienabend geschenkt bekommen: ein riesiges Puzzle zum Thema „Strand“. Kann mir vielleicht jemand mit einer Essensidee aushelfen? <br /><br /><i><b>Kerstin Wendel</b> ist Autorin und Referentin und lebt mit ihrer Familie in Wetter.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> Jetzt ist Sommer! Wie man mit Teens einen kreativen Familienabend gestaltet</title>
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			<category>11-15 NL</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 09:25:59 +0200</pubDate>
			
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			<!--description>Meine neunjährige Tochter sitzt bei mir in der Küche und berichtet mir die aktuellen Freundschaftstendenzen: „Also, Mama, Pauline ist nicht mehr meine beste Freundin, die hängt jetzt nur noch mit Celine zusammen.</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/435fde2310.jpg" /> Meine neunjährige Tochter sitzt bei mir in der Küche und berichtet mir die aktuellen Freundschaftstendenzen: „Also, Mama, Pauline ist nicht mehr meine beste Freundin, die hängt jetzt nur noch mit Celine zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/435fde2310.jpg" /> Meine neunjährige Tochter sitzt bei mir in der Küche und berichtet mir die aktuellen Freundschaftstendenzen: „Also, Mama, Pauline ist nicht mehr meine beste Freundin, die hängt jetzt nur noch mit Celine zusammen. <p class="bodytext"><br />Meine allerallerbeste Freundin ist Hannah, aber die ist nicht in meiner Schule. Da bin ich jetzt ganz alleine.“ In der Schule kommt unsere Tochter mit vielen anderen Kindern gut aus und ist garantiert nicht allein. Aber vielleicht kennen Sie diese Gespräche über die allerallerbesten Freundinnen, die eben einen besonderen Stellenwert im Leben Ihres Kindes haben. Sind sie denn wirklich so wichtig?<br /><br />Ja, denn Kinderfreundschaften finden auf einer anderen Ebene und mit einer ganz anderen Qualität statt als die Eltern-Kind-Beziehungen. Die Kinder müssen nicht zu einem Erwachsenen mit mehr Lebenserfahrung und gut gemeinten Ratschlägen aufsehen, sondern haben gleichgesinnte und gleichaltrige Ansprechpartner. Außer dem stärken Freundschaften die sozialen und kognitiven Fähigkeiten von Kindern. Im Miteinander lernen Freunde, die Wünsche des anderen zu berück sichtigen. Probleme, Träume und Geheimnisse werden geteilt sowie gemeinschaftlich nach Lösungen ge forscht. Im gegenseitigen Annehmen und Fragen nach dem Freund wird das Zuhören trainiert. In diesem Mit einander wird das Selbstwertgefühl Ihres Kindes ganz unbewusst enorm gestärkt.<br /><br /><br /><b>Zweierteam oder Bande?<br /></b><br />Wenn ein Kind aber keinen allerbesten Freund hat, sondern einfach mit mehreren gut klarkommt, ist das auch voll in Ordnung. Besteht nicht nur eine Zweierbeziehung, sondern hat Ihr Kind mehrere beste Freunde oder sogar eine Bande, sind die Kinder ganz besonders im Sozialtraining herausgefordert. Ein Miteinander mit Gleichaltrigen ist auf jeden Fall sehr wichtig. Zieht sich Ihr Kind lieber zurück und meidet den Kontakt mit Gleichaltrigen, sollten Sie überprüfen, ob Ihr Kind vielleicht reifer oder verspielter ist als Gleichaltrige und deshalb lieber mit Älteren oder Jüngeren spielt. Gehen Sie auf jeden Fall auf diese Wünsche ein! Manche Kinder sind sich aber auch selbst genug. Sie sind zufrieden, wenn sie zuschauen können. Behalten Sie Ihr Kind im Blick und versuchen Sie, ihm vorzuleben, wie schön und bereichernd es sein kann, Beziehungen zu leben. Denn Sie sind das größte Vorbild Ihres Kindes!<br /><br /><br /><b>Prügelei unter Freunden <br /></b><br />Beim Thema Freundschaft sollte man die Geschlechterfrage nicht unbedacht lassen, denn Jungs haben bekanntlich eine ganz andere Art, mit besten Freunden umzugehen, als Mädchen. Eine kräftige Prügelei unter Jungs unterstützt dabei eher die Freundschaft und hilft den Kindern, festzustellen, wer der Stärkste ist. Abenteuer und Mutproben stehen bei den Jungs auf dem Programm. Sie suchen weniger die vertraute Zwei samkeit, sondern die Auseinander setzung und das Kräftemessen. Dies hat seine Vor- und Nachteile. Die Trauer über auseinandergegangene Bezieh ungen wird oft nicht so stark empfunden und Probleme miteinander werden direkter gelöst. <br /><br /><br /><b>Aus und vorbei! </b><br /><br />Was passiert, wenn die Freundschaft auseinandergeht? Dass eine Freundschaft an Intensität verliert, ist manchmal durch Wegzug einer Familie bedingt, durch einen Schulwechsel oder aber auch durch sich verändernde Interessen. Eine Freundschaft kann natürlich auch gekündigt werden. In jedem Fall bedeutet es für Ihr Kind einen großen Verlust. Versuchen Sie, Ihr Kind in dieser Zeit besonders zu unterstützen und Verständnis zu zeigen. Denn wenn Sie nun nicht zum Trösten und Zuhören da sind, schleicht sich in Ihrem Kind ein noch größeres Gefühl der Verlassenheit ein. <br /><br />Wir sind als Eltern immer wieder im Alltag mit unseren Kindern herausgefordert. Gerade mit Freundschaften kann man so manches Abenteuer erleben. Ich wünsche Ihnen die nötige Gelassenheit, Spontaneität und Weisheit, den Freunden Ihres Kindes und Ihrem Kind selbst zu begegnen und Vorbild zu sein. <br /><br /><br /><i><b>Stefanie Böhmann</b> ist Grund- und Hauptschullehrerin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Hamburg.</i></p>]]></content:encoded>
			<title> &#132;Wir bleiben immer zusammen!&#147; Brauchen Kinder beste Freunde und Freundinnen?</title>
			<link>http://www.family.de/no_cache/wir-alle/6-10/artikel/ansicht/184735brauchen-kinder-beste-freunde-und-freundinnen.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=20</link>
			<category>6-10 NL</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 09:19:02 +0200</pubDate>
			
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			<!--description>Schnell vom Kindergarten nach Hause, der Heimweg nach einem Waldspaziergang … Zu Fuß kann dieser Weg für die kleinen Weltentdecker fast unüberwindbar werden, ganz zu schweigen von den Gefühlswallungen, die die Eltern durchleben.</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/1e7317e450.jpg" /> Schnell vom Kindergarten nach Hause, der Heimweg nach einem Waldspaziergang … Zu Fuß kann dieser Weg für die kleinen Weltentdecker fast unüberwindbar werden, ganz zu schweigen von den Gefühlswallungen, die die Eltern durchleben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/1e7317e450.jpg" /> Schnell vom Kindergarten nach Hause, der Heimweg nach einem Waldspaziergang … Zu Fuß kann dieser Weg für die kleinen Weltentdecker fast unüberwindbar werden, ganz zu schweigen von den Gefühlswallungen, die die Eltern durchleben. <p class="bodytext"><br />Schade, wenn das Kind brüllend und der Vater vom Schleppen verschwitzt zu Hause ankommen. Ich kenne gar Situationen, in denen Eltern dem Kind sagten: „Schade, Mama geht jetzt ohne dich …“ Um diese verwirrenden Aussagen zu vermeiden, hilft es, zu verstehen, was im Kind vorgeht! <br /><br />Gerade das Beobachten und Wahrnehmen der Welt ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für Kinder. Das kostet Zeit. Da werden Lappalien zu Kunstwerken, die es zu betrachten, hin- und herzutragen und zu vergleichen gilt. Spazierenstehen eben. Nun ist der Heimweg aber eher die Zeit, wo Eltern eine Wegstrecke zügig bewerkstelligen möchten. Kinder in ihrem Entwicklungsstand zu fördern, kann mit kleinen Spielen gelingen.<br /><br /><br /><b>Spazierspiele<br /></b><br />• <b>Steinentdeckungen </b><br />In der Stadt oder auf dem Waldweg möglich: Einige Steine werden auf dem Hinweg mit kleinen Klebepunkten gut sichtbar versehen. Auf dem Rückweg kann das Kind diese Klebepunkte suchen und auf einen Zettel kleben. Vielleicht gibt es später eine Belohnung? Das Spiel eignet sich auch noch für Grundschulkinder als Geburtstagsralley – Eltern müssen nur den Mut haben, unter den Augen der Dorfbevölkerung Grenzsteine, Kieselsteine etc. zu bekleben. <br /><br /><b>• Zwanzig Schritte <br /></b>Zwanzig Schritte geht der Erwachsene vor, dann zwanzig Schritte das Kind. Dabei laut und fröhlich mitzählen. Das festigt das Zahlengefühl. Vielleicht entsteht sogar ein Lied? („Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm und vorwärts, rückwärts, seitwärts ran …“) <br /><br /><b>• Ich laufe wie ein … <br /></b>Dieses Spiel hat bei uns zu lustigen Gangarten geführt: Mama und Kind als Elefant durchs Baugebiet sieht sicher toll aus. Was fällt uns noch ein?<br /><br /><b>• Heute suchen wir … </b>… <br />Fenster mit Gardinen, Autos, die rot sind, Radfahrer mit Helm … Die Umgebung wird beim Gehen sorgfältig betrachtet und es werden Punkte gesam melt. Bis heute fahren wir so durch Deutschland und suchen am liebsten Hochsitze! (Die Strecke von Ingelheim am Rhein bis Ostfriesland hat 103.) Das Spiel hat Ähnlichkeit mit „Ich sehe was, was du nicht siehst“, wo Gegenstände beschrieben werden, die die Mitspieler mit Ja- und Neinfragen herausfinden dürfen. <br /><br /><b>• Nörgelfalle <br /></b>Der Fokus beim Spielen lenkt sich auf das Miteinander. Es darf immer wieder geübt werden, „einfach“ zu laufen, manchmal aber hilft es zur Entspannung, ein müdes Kind nicht erst in die Nörgelfalle tapsen zu lassen. Auf die Dauerschallplatte „Ich will aber nicht …“ dürfen Eltern munter gar nicht reagieren. Bei uns half es, wenn ich nicht in das Wir-habenschlechte- Laune-auf-dem-Heimweg- Thema einstieg, sondern den ersten Gegenstand beschrieben habe. <br /><br />Nur Mut – ausprobieren braucht einen Anfang. Wie wäre es mit den Elefantenschritten? Schade, dass ich Sie nicht sehen kann …<br /><br /><br /><i><b>Stefanie Diekmann</b> ist Diplom-Pädagogin und arbeitet im Gemeindejugendwerk Südwest, um Mitarbeiter für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auszubilden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Ingelheim am Rhein.</i><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<title> Wenn das Spazierenstehen nervt Wie Sie mit Ihrem Kind vom Fleck kommen</title>
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			<category>3-5 NL</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 09:11:58 +0200</pubDate>
			
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			<!--description>Na, du verwöhnst den Kleinen ja ganz schön!“, bekommt die junge Mutter tadelnd von ihren Eltern zu hören, während sie ihr Baby auf dem Arm durch die Wohnung trägt. Dabei hat sie gerade erst in einer Zeitschrift gelesen: „Ein Baby kann man nicht verwöhnen!“ Und so fragen sich viele verunsicherte...</description-->
			<description><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/c333483124.jpg" /> Na, du verwöhnst den Kleinen ja ganz schön!“, bekommt die junge Mutter tadelnd von ihren Eltern zu hören, während sie ihr Baby auf dem Arm durch die Wohnung trägt. Dabei hat sie gerade erst in einer Zeitschrift gelesen: „Ein Baby kann man nicht verwöhnen!“ Und so fragen sich viele verunsicherte...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.family.de/typo3temp/pics/c333483124.jpg" /> Na, du verwöhnst den Kleinen ja ganz schön!“, bekommt die junge Mutter tadelnd von ihren Eltern zu hören, während sie ihr Baby auf dem Arm durch die Wohnung trägt. Dabei hat sie gerade erst in einer Zeitschrift gelesen: „Ein Baby kann man nicht verwöhnen!“ Und so fragen sich viele verunsicherte... <p class="bodytext"> <br /><b>Grundbedürfnisse<br /></b><br />Damit ein Kind sich gesund entwickeln kann, müssen seine Grundbedürfnisse erfüllt werden. Dazu gehört das Bedürfnis nach körperlichem Wohlbefinden, zum Beispiel durch Nahrung, Schlaf, Wärme, frische Luft und Bewegung. Genauso wichtig ist aber auch das Bedürfnis nach seelischem Wohlbefinden durch körperliche Nähe, Zuwendung und das Erleben von Selbstwirksamkeit. Viele Babys haben ein sehr intensives Bedürfnis nach körperlicher Nähe. Verschiedene Studien belegen, dass Babys, die viel getragen werden, weniger schreien und in ihrer weiteren Entwicklung selbstständiger und weniger ängstlich sind. Kinder, die liebevolle Zuwendung erleben, entwickeln ein positives Selbstbewusstsein und können von Anfang an ihre sprachlichen und sozialen Fähigkeiten optimal entfalten. <br /><br />Und Babys, die erfahren, dass auf ihr Weinen eine angemessene Antwort kommt, können zuversichtlicher den Herausforderungen des Lebens begegnen, mit dem erworbenen Wissen: „Ich kann Einfluss nehmen auf das, was mit mir und um mich her geschieht.“ <br /><br />Doch was bedeutet „angemessen“? In den ersten Lebenswochen ist ein Baby darauf angewiesen, dass seine Grundbedürfnisse möglichst sofort befriedigt werden. Es hat noch kein Zeitgefühl und gerät schnell in Panik, wenn auf sein Schreien keine Antwort kommt. Es weiß noch nicht, dass seine Mutter im Raum nebenan „in der Nähe“ ist. Es muss seine Mama sehen, spüren, riechen können. Erst durch die immer wiederkehrenden Erfahrungen, dass auf sein Rufen eine unmittelbare Antwort kommt, indem es zum Beispiel auf den Arm genommen wird, kann es Vertrauen in seine Umwelt entwickeln, sich geborgen und sicher fühlen.<br /><br /><br /><b>Selbstständigkeit lernen <br /></b><br />Nach und nach wird die Gedächtnisspanne des Babys länger und es kann neue, erweiterte Erfahrungen sammeln. Ab etwa vier Monaten kann ein Baby sich zunehmend selbst beschäftigen oder auch (wenn ihm nichts Ernsthaftes fehlt) nach wenigen Minuten des Weinens sich selbst beruhigen. Für die Entwicklung dieser Fähigkeiten braucht es aber Eltern, die ihm dabei helfen, selbstständiger zu werden. <br /><br />Es gibt große individuelle Unterschiede und die Herausforderung liegt darin, herauszufinden, was das Baby schon selbst kann und wie viel Hilfe es tatsächlich braucht. <br /><br /><b>Marie </b>konnte bisher nur im Arm einschlafen. Neuerdings wird sie bei Müdigkeit immer zuerst ins Bettchen gelegt. Marie weint, aber Mama sitzt jetzt neben ihr und wartet, ob sie sich selbst beruhigen kann. Die ersten Abende schafft sie es nicht, sodass Mama sie nach einigen Minuten wieder im Arm einschlafen lässt. Aber nach einer Woche weint sie nur noch kurz und findet von selbst in den Schlaf. <br /><br />Nachdem <b>Erik </b>mit seiner Mama ein paar Minuten auf der Krabbeldecke gespielt hat, teilt sie ihm mit, dass sie nun bügeln muss und geht zum Bügelbrett. Erik protestiert, aber seine Mutter bügelt trotzdem. Nachdem der erste Ärger herausgeschrien ist, merkt Erik, dass seine Mama zwar nicht mehr ganz dicht bei ihm ist, aber immerhin noch im Raum beziehungsweise in der Nähe. Er beruhigt sich und spielt mit seinen Händchen. Nach einigen Minuten ist es damit aber vorbei und Erik weint wieder. Mama bügelt das Hemd fertig und nimmt ihr Kind ins Tragetuch. Morgen werden sie weiter üben. Vielleicht geht’s dann schon ein wenig länger.<br /><br /><br /><i><b>Beate Döbel</b> ist Kleinstkind-Therapeutin mit eigener Praxis in Walsrode; <a href="http://www.elternberatung-kleinstkind.de/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.elternberatung-kleinstkind.de</a>.</i><br /><br />Buchtipp Remo H. Largo: Baby-Jahre. Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren (Piper)</p>]]></content:encoded>
			<title> Wo bist du, Mama? Warum man Babys nicht verw&#246;hnen kann</title>
			<link>http://www.family.de/no_cache/wir-alle/0-2/artikel/ansicht/184731warum-man-babys-nicht-verwoehnen-kann.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2012&#38;tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&#38;tx_ttnews%5Bday%5D=20</link>
			<category>0-2 NL</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 09:02:04 +0200</pubDate>
			
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