Ein Platz zum Schlafen

„Ich feiere demnächst Geburtstag und möchte dazu meine drei erwachsenen Kinder mit ihren Partnern einladen. Allerdings habe ich nicht die Möglichkeit, alle in meiner Wohnung übernachten zu lassen. Was wäre eine gute Lösung?“

Wenn die Kinder flügge werden, fliegen sie auch mal weiter weg und lassen sich an anderen Orten nieder. Durch Partner wird die Familie größer. Das macht sich bei Ihren Familienfest stark bemerkbar: Plötzlich reicht der Platz nicht mehr aus, vor allem, wenn die erwachsenen Kinder Übernachtungsmöglichkeiten brauchen. Jetzt sind kreative Lösungsmöglichkeiten gefragt. Aber Sie sind nicht alleine verantwortlich für eine Lösung. Denn Ihre Kinder wissen ja, wie viel Platz Sie haben. Gehen Sie im Vorfeld mit allen Kindern offen ins Gespräch.

ÜBERNACHTUNGSIDEEN

Schlafsofa kaufen: Schon weit im Vorfeld können Sie bei der Umgestaltung der alten Kinderzimmer oder beim Neukauf von Möbeln solche Situationen mit in den Blick nehmen und deshalb zum Beispiel nicht nur ein Sofa, sondern ein Schlafsofa kaufen.

Übernachtung gegen Bezahlung: Eine bequeme, allerdings mit zusätzlichen Kosten verbundene Möglichkeit ist es, einfach mal Tourist in der eigenen Stadt zu sein und ein Hotel, eine Pension oder Ferienwohnung zu buchen. Achten Sie auf räumliche Nähe, damit nicht noch lange Strecken bewältigt werden müssen. Der Vorteil: Jeder hat einen Rückzugsraum. Vielleicht werden Ihre Kinder auch mit einem Frühstück versorgt, dies minimiert Ihren Aufwand als Gastgeber. Wer trägt die Kosten? Solche Fragen klärt man am besten, wenn man offen miteinander ins Gespräch kommt.

Couchsurfing: Über die Internetplattform couchsurfing.com bieten Menschen einen (Sofa-)Platz kostenfrei zum Übernachten an. Freunde: Wenn Ihre Kinder noch Freunde am Ort haben, können sie vielleicht dort unterkommen. Vor allem, wenn Kinder weiter weg wohnen, ist es ja oft so, dass sie gerne ein paar Tage länger bleiben, um auch die Freunde von früher zu besuchen.

Nachbarschaft und Gemeinde: Vielleicht haben Sie in der Nachbarschaft oder in der Gemeinde gastfreundliche Menschen, die gerne bereit sind, ihren Kindern Obdach zu geben. Haben Sie den Mut zu fragen.

Doch zu Hause: Vielleicht ist bei Ihnen doch mehr Platz, als man auf den ersten Blick meint. Im Sommer kann vielleicht im Garten gezeltet werden. Oder man leiht für ein paar Tage einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil aus.

Ganz woanders: Und wenn das alles nicht funktioniert, können Sie als Familie überlegen, Familientreffen woanders stattfinden zu lassen. Bei Familienfeiern geht es nicht nur um das Feiern eines Jubiläums, sondern immer auch um gemeinsam und unbeschwert verbrachte Zeit. So könnten Sie zum Beispiel gemeinsam ein Wochenende in einer Ferienanlage oder einem Freizeitheim verbringen.

Michaela Schnabel ist Mutter von drei erwachsenen Töchtern. Sie arbeitet als Sozialpädagogin und lebt in Witten.

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