Bundesfamilienministerin Kristina Köhler (CDU) erklärte, Mütter und Väter wollten heute gemeinsam Verantwortung für die Kindererziehung übernehmen, dies je nach Lebensphase aber immer wieder neu organisieren.
Befragt wurden je 1.000 Mütter und Väter mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren. Beide Elternteile wollen vor und nach der Familienphase ökonomisch selbstständig sein. Das ändert sich, während die Kinder groß werden.
Eltern von Kleinkindern unter drei Jahren denken zu 40 Prozent, dass die Mutter nicht berufstätig sein sollte. Eltern von Kindergartenkindern wollen ganz überwiegend beide arbeiten. Nur zehn Prozent der Väter und acht Prozent der Mütter glauben, dass die Mutter zu Hause bleiben soll. Eltern mit Schulkindern bevorzugen zu 60 Prozent eine Aufteilung, wonach die Frau Teilzeit, der Mann Vollzeit arbeitet.
Im Alltag folgen auch junge Paare immer noch häufig den Geschlechterrollen. Der Mann ist für Reparaturen zuständig, die Frau für die Wäsche. Doch wollen sie in finanziellen und Erziehungsfragen überwiegend gemeinsam handeln. Die Familienforscher Hans Bertram und Katharina Spieß erklärten, männliche und weibliche Muster bestünden weiter, dies aber auf der Basis von Gleichheit im Umgang miteinander.
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