Von guten Vorsätzen und alten Gewohnheiten

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze fürs neue Jahr, die nach einem kurzen euphorischen Hoch allzu hart auf dem Boden der Realität aufschlagen? Mehr Sport, gesünder leben, mehr Zeit mit der Familie verbringen oder sich beruflich verbessern. Es ist wie beim Ausverkauf, alles muss raus!

„Die einen haben feste Pläne, andere halten es lockerer – aber 30 bis 40 Prozent nehmen sich jedes Jahr vor, etwas zu ändern“, erklärt Dieter Frey, Sozialpsychologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schmerzlich ist eszu erkennen, dass die Realität so ganz anders aussieht als meine Ideale. So lebt mittlerweile auch eine riesige Industrie davon, dass Menschen Jahr für Jahr das Gleiche wollen und es doch nie schaffen.

Auch ich vergesse ziemlich oft, dass ich hier und heute, im alten wie im neuen Jahr schon gut, gewollt und angenommen bin. Gott hat mich toll gemacht – mit Ecken und Kanten. Vielleicht liegt der Fehler also darin, dass ich ständig versuche, mich selbst zu optimieren und vergesse, zuzuhören und zu verstehen, was Gott mit mir vorhat. So habe ich es dieses Jahr mal ganz anders probiert. Keine Vorsätze, nur einen: ein offenes Ohr für Gottes Reden zu haben.

Julia Kallauch

Volontärin bei Family

 

 

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