» family.de  » Wir alle  » 11-15 

family.de Peinliche Fotos im Internet

 


Bild:

family

Mehr Sicherheit in Social Networks

Tipps für Eltern

Kinder von 11–15

Sie heißen schülerVZ, Facebook oder MySpace – Social Networks im Internet, in denen sich Teens mit ihren Freunden austauschen. Wer dazugehören will, muss drin sein. Und es ist ja auch ein einfacher und schneller Weg, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, um Neuigkeiten zu verbreiten oder Fotos auszutauschen. Nur leider ist das Ganze nicht unproblematisch. Wenn Kinder und Teens früher ihre Freundebücher austauschten, bekamen die maximal 30 Leute zu lesen. Was im Internet steht, kann fast jeder lesen – auch wenn die Community den Eindruck vermittelt, dass alles ganz privat und intim abläuft. Deshalb ist es notwendig, dass Eltern wissen, wo ihre Kinder sich im Internet bewegen. Kinder und Teens sollten nur mit ihren Eltern zusammen einen Account bei einem Social Network anlegen. Dafür müssen Eltern sich informieren. Für viele eine Chance, auch mal etwas von ihren Kindern zu lernen.

Kein Internetverbot

Grundsätzlich gilt: Adresse, Telefonund Handynummern gehören nicht ins Internet! Auch den vollen Namen sollten Kinder bei der Erstellung ihres Profils besser nicht angeben. Viele Communitys bieten die Möglichkeit, dass Daten und Fotos nur einer beschränkten Zahl von Nutzern zugänglich sind, zum Beispiel nur den „Freunden“. Bei der Einrichtung eines Accounts ist es sinnvoll, die strengsten Einstellungen im Bereich Privatsphäre und Sicherheit auszuwählen. Wichtig ist auch die Auswahl von Bildern, die im Internet hochgeladen werden. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass sich diese Fotos im Netz unkontrolliert verbreiten können – auch wenn man sie eigentlich nur seinen Freunden zugänglich machen wollte. Pädophile suchen ihre Opfer oft im Internet und versuchen, zu Kindern und Teens Kontakt aufzubauen. Deshalb sollten Fotos mit leichter Bekleidung tabu sein. Ermutigen Sie Ihre Kinder dazu, Ihnen von Annäherungsversuchen und „komischen“ Kontakten zu erzählen. Reagieren Sie auf solche Vorkommnisse nicht mit Internetverbot – dann wird Ihr Kind Ihnen beim nächsten Mal sicher nichts davon erzählen.

Cyber-Mobbing

Aber es müssen ja nicht gleich Pädophile sein, die sich an Ihr Kind „heranmachen“. Das zahlenmäßig weitaus größere Problem ist das Cyber-Mobbing. Eine Online-Umfrage der Universität von Kalifornien unter Teens zwischen 12 und 17 ergab, dass drei Viertel von ihnen schon einmal im Internet belästigt oder diskriminiert wurden. Nur jeder zehnte Betroffene hatte mit seinen Eltern darüber gesprochen. Schaffen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens, damit Ihr Kind mit Ihnen solche Vorkommnisse bespricht. Wenn Sie wissen, wer die Gerüchte oder das peinliche Foto in Umlauf gebracht hat, sprechen Sie ihn oder sie darauf an und verlangen Sie eine Klarstellung beziehungsweise das Löschen des Fotos. Ist der Verursacher unklar oder geht er nicht auf Ihre Forderung ein, melden Sie den Vorfall dem Betreiber der Community. Andererseits ist auch wichtig, dass Sie Ihrem Kind klarmachen, dass im Social Network ein respektvoller Umgang mit anderen grundlegend ist und dass es andere nicht schlecht darstellen darf, indem es zum Beispiel ein peinliches Foto oder ein Gerücht verbreitet oder weiterschickt. Weitere Infos zur Sicherheit im Internet und speziell in Social Networks finden Sie in dem Buch von Ellen Nieswiodek- Martin: Generation Online. Jugendliche und Internet – alles, was Erwachsene wissen sollten (SCM Hänssler) und auf folgenden Websites:
www.jugendschutz.net
www.schau-hin.info
www.klicksafe.de

Bettina Wendland ist Redakteurin bei family.

Quelle:family

Labels: Internet, Sicherheit, 11-15, wir alle, Social Networks

family jetzt kostenlos testen

Jetzt bewerben!

Wir suchen ab Sommer drei Jahrespraktikanten für unsere Zeitschriftenredaktion!

Interesse am Journalismus? Sie wollen herausfinden, ob das Schreiben Beruf und Berufung sein könnte? Sie haben (bald) frisch das Abitur oder vielleicht schon ein Studium? Dann sind Sie hier richtig!

Für mehr Infos hier klicken.

Sonderheft: Start in die Ehe

Das family Sonderheft „Start in die Ehe“ richtet sich an Paare kurz vor der Hochzeit und an Ehepaare, die in den ersten Jahren nach der Hochzeit gemeinsam unterwegs sind.

Das Heft ist im Einzelverkauf sowie zu günstigen Mengenpreisen, ideal zum Beispiel für Ehevorbereitungskurse oder Traugespräche, erhältlich.

Jetzt bestellen

Frische Ideen für Ihre Familie!

Die kostenlosen Newsletter von family.de.

Erziehungstipps
Monatlich ein heißes Eisen:







 

 

Sitemap