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Maurer oder Musiker?

Von Antje Rein


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Wenn aus Teens Jugendliche werden, bekommen sie häufig die Frage gestellt: „Was willst du nach der Schule machen?“ Als Antwort folgt häufig ein ratloses Achselzucken.

Eltern wollen ihre Heranwachsenden gerne in diesem Entscheidungsprozess begleiten, erleben aber oft, dass ihre Vorschläge nicht oder nur teilweise angenommen werden. Dann ist es besser, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, die die Entscheidungsfindung erleichtern.

„Berufsvorbilder“ suchen

Ein erster Schritt kann sein, sich im Familien- und Freundeskreis auf die Suche nach „Berufsvorbildern“ zu machen:

• Für welchen Beruf aus meinem Umfeld würde ich mich spontan näher interessieren? Warum wäre er reizvoll für mich? Was spricht für oder gegen diesen Beruf?

• Wie sind die Personen zu ihrer eigenen Qualifizierung und dem heutigen Beruf gekommen? Welche Hürden mussten sie nehmen? Welche Bildungsabschlüsse waren nötig? Jugendliche können Bekannte und Verwandte nach ihren Erfahrungen im Berufsleben befragen und sie vielleicht an ihrem Arbeitsplatz besuchen.

Internet

Im Netz findet man eine Fülle von Seiten über die Berufswahl. In Deutschland bietet die Bundesagentur für Arbeit eine umfangreiche Beschreibung aller gängigen Berufe an unter www.berufenet.arbeitsagentur.de. Die Seite www. planet-beruf.de richtet sich speziell an Jugendliche und ihre Fragen, dort kann man „Berufe live“ erleben oder etwas über den Arbeitsalltag nachlesen. Die Schweizer Website bei Fragen rund um Berufe, Aus- und Weiterbildungen ist www.berufsberatung.ch. Neu ist das interaktive Portal www.myberufswahl.ch, das Tipps, Spiele und ein Online-Logbuch für die Berufs- und Ausbildungserkundungen von Schülern bietet. Auch www.schnuppertage.ch ist prüfenswert. Das christliche Praktikumsportal bietet jungen Leuten die Möglichkeit, einen Blick in den Berufsalltag zu werfen.

Beratung beim Arbeitsamt oder Berufsinformationszentrum

Beim Arbeitsamt oder im Berufsinformationszentrum (BIZ) stehen Berater bereit, die sich speziell um die Berufsfindung junger Menschen kümmern. Die regionalen Adressen für die Schweiz findet man unter www.adressen.sdbb.ch. In Deutschland stellt die Agentur für Arbeit den Schulen finanzielle Mittel für ein spezielles Nachmittagsangebot zur Berufsorientierung zur Verfügung. Hier können Schüler theoretische und praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern sammeln und bekommen Entscheidungskriterien mit auf den Weg.

Freie Berater

Wer sich damit nicht zufrieden geben will, kann sich bei einem freiberuflichen „Karriereberater“ Rat suchen. Die Deutsche Gesellschaft für Karriereberatung (www.dgfk.org) vermittelt wohnortnahe Berater. In der Schweiz findet man sie unter www.karriereberater.ch. Allerdings sind diese Angebote in der Regel mit Kosten verbunden.

Kompetenzen bedenken

Trifft man die Entscheidung für den Beruf nur auf Grund der schulischen Bewertung, bleiben viele Kompetenzen unbeachtet. Der „Profilpass für Jugendliche“ kann im Berufsfindungsprozess helfen, Kompetenzen abzufragen und zu dokumentieren. Beachtung finden dabei zum Beispiel Erfahrungen aus der Familie, dem Ehrenamt, besonderen Lebenssituationen, den Bereichen Hobby, Freizeit und Freunde. Mit verschiedenen Arbeitsblättern und mithilfe eines Beraters kann der Jugendliche sein Kompetenzprofil erstellen. Dieses Profil fließt in den Bewerbungsprozess ein und kann im Bedarfsfall sowohl beim Arbeitsamt als auch in Firmen und Einrichtungen vorgelegt werden. Informationen, Berater und Kursangebote in Deutschland und Österreich finden sich unter www.profilpass. de. In der Schweiz ist der Sozialzeitausweis (www.sozialzeitausweis.ch) interessant, der Freiwilligenarbeit dokumentiert.

Antje Rein lebt in Oebisfelde und arbeitet als freiberufliche Beraterin (www.lebens-nah.de).

Quelle:family family jetzt kostenlos testen

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