Easy Rider

Vielen Eltern wird es angst und bange, wenn ihre jugendlichen Kinder einen Zweiradführerschein machen wollen. Besonders in ländlichen Regionen ist dies die einfachste und billigste Möglichkeit, Mobilität und damit Unabhängigkeit zu erlangen. Ein Roller- Führerschein ist der Wunsch vieler 15-Jähriger. Mit 16 ist es dann der Führerschein Klasse A1 (Kleinkraftrad bis 125 Kubik). Und wenn die Schützlinge mit 18 Jahren noch immer nicht genug haben, ist es möglicherweise der Motorradführerschein.

Mulmiges Gefühl

Manche Eltern teilen die Leidenschaft ihrer heranwachsenden Kinder und sind selbst Besitzer eines Motorrads. Doch die meisten Eltern haben ein mulmiges Gefühl. Zu groß sind die Gefahren im Straßenverkehr und zu schwerwiegend die Folgen eines Motorradunfalls. Laut statistischem Bundesamt ist die Zahl der Verkehrstoten in den letzten zehn Jahren allerdings kontinuierlich zurückgegangen. Das ist die gute Nachricht. Mit einer Abnahme von 17,2 Prozent stehen die Motorradfahrer im Jahr 2012 sogar an der Spitze dieser Statistik. Immerhin! Und dennoch – kein Grund zum Jubeln. Die Zahl der getöteten Mofa- und Moped-Benutzer ist nämlich alarmierend hoch. Bei dieser Zielgruppe stieg die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer sogar um 32,9 Prozent. Das ist die schlechte Nachricht. Andererseits – Gefahren lauern überall. Im Haushalt, beim Sport, bei der Arbeit und nicht zuletzt im Straßenverkehr. Wir können unsere Kinder nicht in Watte packen. Und dennoch – Eltern ist es nicht egal, ob sich ihre Schützlinge unnötigen Gefahren aussetzen oder mit Vorausschau durchs Leben gehen.

Gefahren und Risiken

Was können Eltern tun? Ein Verbot allein ist ja bekanntlich keine Lösung. Bleiben Sie mit Ihrem Kind im Gespräch, und halten Sie mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Sprechen Sie über die Gefahren und Risiken. Reden Sie über Ihre Sorgen, ohne zu übertreiben. Scheuen Sie sich nicht, sich klar zu positionieren. Aber lassen Sie sich dabei nicht von der Angst gefangen nehmen.

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