„Es tut so weh – und es tut so gut!“

Wenn Jugendliche sich selbst verletzen

Trotz warmen Sommerwetters trägt Melli immer einen langärmeligen Pullover, mit dem sie ihr „schlimmes Geheimnis“ verbirgt. Sie kennt diese beschämenden Blicke, hochgezogenen Augenbrauen und das Unverständnis: Warum tust du sowas?

Nur bei ein paar Kumpels ist es anders. Die ritzen sich auch, und manchmal erzählen sie sich von den verlorenen Kämpfen. Wenn das Einschlafen schwer fällt, wenn sie sich mutterseelenallein fühlen, und „es“ eigentlich nicht tun wollen – dann aber trotzdem tun. Mit scharfen Gegenständen so lange an der Haut reiben, bis diese großflächig abgeschabt ist. Oder mit einer Rasierklinge einen Schnitt nach dem anderen, immer an den gleichen Stellen, bis es blutet. Das gute Gefühl, wenn während der Selbstverletzung der körperliche Schmerz fast nicht spürbar ist und für eine Weile der seelische Schmerz zu verschwinden scheint. Und wie es danach höllisch weh tut. Und dann tauschen sie Tipps aus – fürs Verarzten der eigenen Wunden, und manchmal auch, wie man sich Schmerz zufügen kann, mit weniger sichtbaren Verletzungen. Worüber sie nicht reden: was innen, tief in der Seele, schmerzt und quält.

Zunehmend unkontrollierbar

Selbstverletzung ist eine Epidemie, aber keine „Mode“. Wer denkt, das sei nur eine Phase, unterschätzt die enormen Risiken, die die weitere Persönlichkeitsentwicklung bedrohen: Fremd- und Selbstbeschämung, schlechter Selbstwert, soziale Isolation, Ausgrenzung, Alkohol-, Schmerzmittel- und Drogenmissbrauch, Essstörungen, Depressionen, Selbstmordgefährdung etc.

Den vollständigen Artikel können Sie in der aktuellen Ausgabe der Family nachlesen.

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