Rollentausch ohne Reue

Lukas Bütikofer hatte eigentlich eine berufliche Karriere im Sinn, heute ist er vor allem Hausmann. Doch damit geht es ihm richtig gut – und seiner Frau Franziska auch.

Noch vor fünf Jahren hätte ich mir nie im Leben vorstellen können, weniger als Vollzeit zu arbeiten. Für mich war es selbstverständlich, dass der Mann das Geld verdient und die Frau die Familie versorgt. Dazu kamen meine Pläne für eine berufliche Karriere. Aber wenige Tage nach der Geburt von Emil begann meine Ideologie bereits zu bröckeln. Der kleine Junge hat mir die Augen für ganz neue Facetten des Lebens geöffnet. Mir wurde nach und nach bewusst, dass ich möglichst nah dabei sein wollte, wenn sich dieses Kind entwickelte. Bei meinem damaligen Arbeitgeber stieß ich aber mit meinem Wunsch, auf 80 Prozent zu reduzieren, auf wenig Gegenliebe.

EIN TAG ZU HAUSE
Bald darauf nahm ich ein interessantes Jobangebot an. Der Haken: ein Arbeitsweg durch die halbe Schweiz. Der Pluspunkt: Jeden Mittwoch frei, da ich wegen der langen Arbeitswege meine Arbeit an vier statt fünf Tagen erledigte. Meine Frau nutzte diese Chance, um wieder in ihren Beruf als Lehrerin einzusteigen. Die Männertage mit Emil genoss ich sehr. Meiner Frau Franziska und mir war und ist es wichtig, dass wir für unsere Kinder vor dem Einstieg in die Vorschule keine Fremdbetreuung in Anspruch nehmen, nur weil wir beide am Erwerbsleben teilhaben wollen.

 

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