„Nur so viel geben, wie man kann“

Wenn Tabea und Timon Friedli sich in ihre Gemeinde investieren, dann tun sie das mit Leib und Seele. Sie merken aber auch, dass sich das nicht immer mit dem Familienleben vereinbaren lässt. Ein Porträt von Mirjam Mettler

Wer Tabea und Timon in ihrer Kirche, dem ICF Emmental, begegnet, dem wird schnell klar, dass die beiden einen festen Platz gefunden haben. Während einer Celebration – so nennt man im ICF den Gottesdienst – findet man Timon inmitten von Kabeln und Bildschirmen, ganz hinten bei der Technik. Der reibungslos wirkende Ablauf der „Celebrations“ ist sein Verdienst. Ab und an wagt sich Timon auch aus den hinteren Reihen nach vorn auf die Bühne und predigt.

Wer Tabea im Gewühl am Sonntagmorgen finden will, muss schon genauer suchen. Mal hier, mal da ist sie in Gespräche vertieft. Ansonsten ist Tabea in den Räumen des Kinderhütedienstes „Chinderexpress“ bei ihrer kleinen Tochter Lorena, die ihren Eltern in Geschäftigkeit in nichts nachsteht. Das acht Monate alte Mädchen ist gerade mit dem Ausräumen aller Schränke und Schubladen beschäftigt.

Schlussstrich mit schwerem Herzen

Tabea, Timon und Lorena gehören dazu. Das ICF Emmental ist, was es ist, nicht zuletzt durch diese junge, aktive Familie. Und umgekehrt verdankt Familie Friedli viel dem ICF. Hier haben sich Tabea und Timon kennengelernt. Zu dieser Zeit ist Tabea schon voll in die Gemeinde integriert. Timon hingegen ist ein aufstrebender Sportler und spielt in der Hockey-Nationalmannschaft der Jugend in der Schweiz. Sein Ziel: Karriere machen. Das erfordert tägliches Training und Timons Bereitschaft, dort zu wohnen, wo der Club ihn haben will.

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