„Ich bin unsicher, was für eine gesunde Ernährung meiner Kinder wichtig ist. Welche Regeln muss ich beherzigen?“
Eine Empfehlung, die Sie sicher kennen, ist: Viel Obst und Gemüse! Wobei es eigentlich „Gemüse und Obst“ heißen sollte. Offiziell werden zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse empfohlen, wobei eine Portion etwa eine Hand voll bedeutet (bei Kindern entsprechend Kinderhände).
GESUNDE SNACKS
Nicht alle Kinder sind begeisterte Gemüseesser, doch es gibt ein paar Tricks, wie man ihnen die gesunden Snacks schmackhafter machen kann. In einem leckeren Beeren- Smoothie fällt etwas Spinat zum Beispiel kaum auf. Lustige Gesichter aus kleinen Möhrenstücken, Tomaten und Paprika auf dem Teller machen Appetit auf Rohkost. Viele Kinder mögen auch Suppen aus püriertem Gemüse gern. Zu viel Obst ist übrigens eher schädlich, da es viel Fruchtzucker enthält – übertreiben Sie es daher nicht. Kaufen Sie, wenn möglich, Bioprodukte, um die Schadstoffbelastung gering zu halten. Verzichten Sie auf Brote aus weißem Weizenmehl, da dies wenig nahrhaft ist. Besser sind Brote aus fein gemahlenem Vollkorn. Auch Hafer ist ein gesundes Getreide. Brote aus Hafer-, Dinkel- oder Buchweizenmehl lassen sich übrigens problemlos selbst backen. Und versuchen Sie doch mal Vollkornnudeln oder Nudeln aus roten Linsen!
VEGETARISCH?
Ein kritisches Thema ist der Milchkonsum. Lange Zeit hieß es, Milch sei gesund wegen des Calciumgehalts. Allerdings häufen sich Hinweise darauf, dass Milch auch ungesund sein kann – kein Wunder, bei den Bedingungen, unter denen viele Kühe gehalten werden! Haben Sie daher den Konsum von Milchprodukten im Blick, neben Milch und Kakao auch Käse, Joghurt, Quark, Eis und anderes. Versuchen Sie, die tägliche Menge auf ca. 350 Gramm zu begrenzen und kaufen Sie möglichst Bio-Produkte, da diese weniger mit Antibiotika- Rückständen belastet sind. Viele Kinder trinken auch gern mal Hafer- statt Kuhmilch. Eine rein vegane Ernährung ist für Kinder eher kritisch zu sehen, da leicht Mangelzustände entstehen können. Vegetarische Ernährung ist möglich, jedoch müssen Sie als Eltern dann für alternative Eisenquellen sorgen, zum Beispiel in Form von Hirse, Hafer, rohem Fenchel, Pfirsich, Aprikose, Linsen oder Kichererbsen. Da der Körper pflanzliches Eisen schlechter verwerten kann, sollten Sie auf die Kombination dieser Lebensmittel achten: Vitamin C, zum Beispiel in Obst, fördert die Eisenaufnahme, während Milchprodukte, Eier, Tee, Getreideprodukte, Kleie, Soja und Nüsse die Aufnahme hemmen. Ich empfehle eine fleischarme Ernährung: ein- bis zweimal die Woche Biofleisch, möglichst einmal davon Rindfleisch, ist eine gute und zuverlässige Quelle für Eisen und Vitamin B12. Zusätzlich empfiehlt es sich, einmal pro Woche Fisch zu essen.
VERSTECKTEN ZUCKER MEIDEN
Ein Streitthema ist und bleibt Zucker! Ein zu hoher Konsum hat viele negative Folgen wie Karies, Übergewicht, Konzentrationsprobleme, Diabetes. Die offizielle Empfehlung für die tägliche Menge beträgt maximal 25 Gramm. Da Zucker auch in Joghurts, Ketchup, Brötchen und anderen Lebensmitteln versteckt ist, ist dieses Maß schnell erreicht. Suchen Sie nach Alternativen: passierte Tomaten statt Ketchup, selbstgemischter Joghurt aus Naturjoghurt und zuckerfreiem Apfelmus. Gewöhnen Sie Ihren Kindern an, ihren Durst mit Wasser zu stillen, denn Säfte – auch reine Fruchtsäfte – enthalten sehr viel Zucker. Erklären Sie Ihrem Kind, warum Zucker nur in Maßen okay ist.
Melanie Schüer ist Erziehungswissenschaftlerin und Gesundheitsberaterin für Schwangere. Sie bietet Onlineberatungen für Eltern von Babys und Kleinkindern mit Schrei- und Schlafproblemen sowie für Schwangere (www.neuewege.me)
„Er kommt nur, wenn er etwas braucht“
„Seit unser Sohn in seiner eigenen Wohnung lebt, beschleicht uns als Eltern das Gefühl, nur noch gefragt zu sein, wenn er sich selbst etwas nicht leisten kann oder will. Er leiht sich regelmäßig unser Auto und andere Dinge aus. Sicher teilen wir gerne mit ihm, aber es stört uns, dass er sich ausschließlich bei uns meldet, wenn er was braucht.“
Zwanzig Jahre oder länger hat Ihr Sohn mit Ihnen in einem Haushalt gelebt und ist dabei mit allem Materiellen versorgt worden. Nach dem Auszug merkt er in vollem Ausmaß, wie vieles man im Alltagsleben braucht und wie teuer manche Anschaffungen sind. Viele junge Menschen mit eigenem Einkommen empfinden es als normal, dass ihre Eltern und deren Besitz ihnen weiter zur Verfügung stehen, wie zu der Zeit, als alle im gleichen Haus wohnten. Der Schritt in die materielle Selbstständigkeit ist dann noch nicht abgeschlossen, während die innere Unabhängigkeit im Denken und Lebensstil schon vollzogen wurde.
FEHLENDE GEGENSEITIGKEIT
Grundsätzlich ist es eine sehr gute Idee, sich mit Gegenständen auszuhelfen, die nicht ständig gebraucht werden. Vieles spricht für Car Sharing und die gemeinsame Nutzung eines Grills oder teurer Werkzeuge. Sie haben dies alles bereits angeschafft – warum es nicht verleihen, wenn Sie es gerade nicht nutzen? Auch Nachbarn und Freunde helfen sich auf diese Weise gegenseitig. Und hier scheint Ihr Problem zu liegen: Die Gegenseitigkeit fehlt. Sie haben das Empfinden, nur den Service leisten zu müssen, ohne selbst irgendeinen Gegenwert zu bekommen. Mit Gegenwert meine ich nicht unbedingt die gleiche Form – vermutlich kommen Sie gar nicht in die Lage, sich einen Haushaltsgegenstand von ihm leihen zu müssen. Sie erwarten etwas anderes: eine Geste der Dankbarkeit, Interesse an Ihrem Leben oder auch mal praktische Hilfe an anderer Stelle. Wenn das fehlt, kann das Gefühl, ausgenutzt zu werden, die Beziehung verkümmern lassen.
KLARE KOMMUNIKATION
Durch das Leben in getrennten Haushalten ist eine neue Form des Miteinanders auf Augenhöhe gefragt. Ein Anfang könnte sein, offen auf Ihren Sohn zuzugehen und ihm zu sagen, wie Sie sich Ihre Beziehung jetzt vorstellen können. Gestalten Sie die Kommunikation klar, aber bleiben Sie dabei zugewandt und vermeiden Sie Vorwürfe. Vielleicht ist ihm gar nicht aufgefallen, dass er sich nur dann an Sie wendet, wenn er Hilfe braucht. Muten Sie ihm zu, sich mit Ihren Erwartungen auseinanderzusetzen. Sie können ausdrücken, dass Sie sich gegenseitige Anteilnahme am Leben des anderen wünschen und nicht nur „Dienstleister“ sein wollen. Allerdings können Sie das nicht einfordern. Gesten der Zuneigung können nur freiwillig gegeben werden. Die Einsicht und Umsetzung ist sein Part, den er erfüllen wird oder auch nicht. Es ist aber in jedem Fall förderlicher für die Beziehung, Ihr Empfinden zu äußern, als im Stillen vor sich hin zu grollen.
Reinhild Mayer ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und arbeitet in der Redaktion von Family und FamilyNEXT.
Den Sorgen nicht zu viel Raum geben
„Unser Sohn (16) ist am Wochenende abends lange unterwegs und wir machen uns Sorgen. Wie können wir gute Regelungen finden?“
Diskussionen um das abendliche Ausgehen gehören sicher zu den häufigsten Konfliktpunkten zwischen Jugendlichen und Eltern. Wichtig erscheint mir zunächst eine offene und vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre. Sicher werden Sie längst über mögliche Gefahren wie Alkohol, Drogen oder Gewalt geredet haben. Es ist gut, wenn dies in einem ruhigen, sachlichen Rahmen geschehen ist. Sehen Sie es positiv, dass Ihr Sohn Freunde hat, mit denen er abendliche Unternehmungen plant. Seien Sie interessiert, wenn er von seinen Vorhaben erzählt. Sie dürfen auch Fragen stellen, aber vermeiden Sie es, allzu kontrollierend aufzutreten. Überlegen Sie lieber gemeinsam: Muss es wirklich die Spätvorstellung im Kino sein? Was gäbe es für Alternativen? Wie sieht es mit dem Heimweg aus? Machen Sie bei allen Fragen deutlich, dass Sie Ihrem Sohn von Herzen seine Freizeit gönnen!
ALKOHOL NICHT VERBIETEN
Gut ist es, wenn Sie die Freunde Ihres Sohnes kennen. Bieten Sie beispielsweise an, dass die Jugendlichen sich am Beginn eines Abends bei Ihnen zu Hause treffen. Bitten Sie darum, dass später niemand den Heimweg allein antreten muss. Vielleicht schläft Ihr Sohn bei einem Freund? Oder einer der Freunde kann bei Ihnen übernachten? Schlagen Sie vor, dass Sie den Heimfahrdienst übernehmen. Machen Sie den Heranwachsenden auch deutlich, dass Sie innerhalb der Gruppe aufeinander schauen sollten, insbesondere wenn Alkohol im Spiel ist. Alkohol grundsätzlich zu verbieten, ist sicher nicht sinnvoll. Wahrscheinlich würde ein solches Verbot umgangen. Geben Sie Tipps für den vernünftigen Umgang mit Alkohol, aber bleiben Sie möglichst cool, wenn doch einmal zu viel getrunken wurde. Beim nächsten Mal kann Ihr Kind sein Limit bestimmt besser einschätzen.
EHER GROSSZÜGIG
Es macht sicher Sinn, eine Uhrzeit zu verabreden, an der ein Sechzehnjähriger zu Hause sein sollte. Seien Sie hier eher großzügig! Zu enge Regeln werden als Gängelei empfunden und nicht eingehalten. Kommt Ihr Sohn viel zu spät nach Hause, machen Sie zunächst keine große Szene. Reden Sie später in Ruhe darüber, hören Sie sich an, wie es zu der Verspätung kam. Sie dürfen aber auch deutlich sagen, dass Sie sich Sorgen gemacht haben. Abschließend empfehle ich Ihnen, den Sorgen um die Jugendlichen nicht zu viel Raum zu geben. Sie haben Ihr Kind sechzehn Jahre lang gut erzogen, Sie haben über alles gesprochen. Ihr Kind weiß, dass es Sie jederzeit anrufen kann, wenn es ein Problem gibt. Nun dürfen Sie Ihrem Sohn einen schönen Abend wünschen und loslassen. Schauen Sie nicht ständig aufs Handy oder auf die Uhr. Stellen Sie sich lieber vor, dass Ihr Sohn gerade eine gute Zeit hat und an diesem Abend einen weiteren Schritt geht in Richtung des reifen jungen Mannes, der er bald sein wird. Darauf dürfen Sie mit Gottes Hilfe vertrauen.
Astrid Zuche ist Apothekerin und Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie lebt mit ihrem Mann in Saarburg.
Too much information
Heute habe ich mal wieder das Gefühl, dass mein Leben zu kurz ist für alle Themen, die auf mich einströmen: Trump kündigt den Klimavertrag, in der christlichen Verlagswelt gibt es Veränderungen, meine Kinder kommen von der Klassenfahrt zurück, die nächsten Hefte von Family und FamilyNEXT müssen geplant werden und mein Postfach ist voll von Presseinfos, die meine Aufmerksamkeit fordern: Veränderungen beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende, Medienkompetenz für Grundschulkinder, Kinder vor sexueller Gewalt schützen …
Wie beneide ich manchmal unsere Haustiere, die Kaninchen und die Schildkröte. Ihre größte Sorge ist es, etwas Leckeres zu fressen zu bekommen. Sie liegen im Gras und genießen die Sonne (Schildkröte) oder den Schatten (Kaninchen).
Ich finde es oft schwierig, mich zu fokussieren, abzugrenzen von Dingen und Themen, für die jetzt einfach mal kein Platz ist in meinem Leben. Ein paar Strategien habe ich schon: Mails, die auf den ersten Blick irrelevant erscheinen, lösche ich ungelesen. Ich beschäftige mich vorrangig mit Problemen, die ich auch lösen oder zumindest beeinflussen kann. Deshalb beklage ich zwar die Entscheidung von Mister Trump, lese aber nicht jeden Artikel und Kommentar dazu. Und ich hole meinen Sohn selbst vom Klassenfahrtstreffpunkt ab. Nachbarn haben angeboten, ihn mitzubringen. Das würde mir eine Menge Zeit sparen, in der ich anderes erledigen könnte. Aber ich glaube, dass es ihm wichtig ist, dass er von seiner Familie abgeholt wird. Und deshalb hat das für mich Priorität.
Das sind meine Strategien für heute. Was sind eure? Wie geht ihr mit der Flut an Informationen, Themen und Anforderungen um?
Bettina Wendland
Redakteurin bei Family und FamilyNEXT
Im Abseits
„Mein Sohn (12) tut sich mit sozialen Kontakten sehr schwer. Ich habe das Gefühl, dass er zu Hause und in der Schule ein Außenseiter ist. Wie kann ich ihn unterstützen?“
Das Leben war gerade noch so schön und klar: In der Grundschule hat keiner Kommentare zu der Schleich-Tier-Sammlung gemacht und nun … Kaum ist man zwölf Jahre alt, hat man das Gefühl, alles im Zimmer ist uncool und kindisch. Dieses Beispiel lässt für Eltern erahnen, wie sich die Lebenswelt der Teens verändert. Auch in Beziehungen erleben sie gerade in dieser Zeit eine große Spannung und Unsicherheit. Eine Reaktion auf diese unguten Gefühle ist für einige der Rückzug. In sich selbst oder in eine sichere „Blase“ aus Musik oder digitalen Welten. Eine andere Reaktion kann Angriff sein: im Verhalten oder durch Aussagen andere abzuwerten oder zu ignorieren. Beide Muster sind nicht hilfreich, um aus der Außenseiterrolle herauszukommen. Wer sich mit sozialen Kontakten schwer tut, hat es oft auch schwer mit sich selbst, und das erfordert sehr viel Kraft. Zuallererst ist für Eltern ein Gespräch nötig, in dem der Teenager zu seiner Lebenssituation gehört werden kann – vielleicht ist er ja ganz entspannt mit sich?
SICHERHEIT UND WANDEL
In dieser sensiblen Phase helfen sichere Partner und neue Erlebnisse, die das Bewusstsein schärfen. Damit können ganz körperliche Erfahrungen, wie eine Wanderung mit dem Vater oder ein Segel-Kurs mit einem Freund der Familie, gemeint sein. Natürlich sind diese Aktionen zunächst keine beliebte Ansage und stoßen auf Unwillen, aber eine tiefe Erfahrung mit seinen Grenzen oder ein Gegenüber, das sich einem intensiv zuwendet, kann Mut geben, zu sich selbst zu stehen.
VERBINDLICHKEIT
Im Alter von zwölf Jahren darf der Teen mit den Eltern zusammen überlegen, welche verbindliche Gruppe er besuchen will. Besprochen wird dabei nicht ob, sondern welche passend ist: Pfadfinder, Jugendrotkreuz oder Fußball? Ebenso kann es heilsam sein, Teil einer christlichen Jugendgruppe zu werden. In Gemeinschaft zu sein ist zunächst schmerzhaft, weil es das Gefühl verstärkt, nicht „passend zu sein“ – lösen kann sich diese innere Verkrampfung aber nicht durch Flucht, sondern durch Konfrontation. Dabei fällt den Eltern die schwere Aufgabe zu, die wöchentliche Vermeidungstaktik zu ignorieren und die Verbindlichkeit einzuüben. Ein Gespräch mit Mitarbeitenden und Lehrern ist unbedingt nötig. Auch sie können ihre Sicht schildern und durch Berichte und Fragen der Eltern verstehen lernen, was die Außenseiterrolle festigt.
Stefanie Diekmann ist Diplom-Pädagogin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Ingelheim am Rhein.
Gaben entdecken, Stärken fördern
„Wie kann ich meiner Tochter (8) helfen, ihre Gaben zu entdecken und ihre Stärken auszubauen?“
Für uns Eltern ist es eine wichtige und schöne Aufgabe, in unseren Kindern die Gaben zu sehen und zu bestätigen, die Gott in sie hineingelegt hat. Mit sieben oder acht Jahren sind sie oft schon starke Persönlichkeiten und haben klare Vorstellungen davon, was sie wollen und was nicht. Das erlebe ich zumindest bei meiner eigenen Tochter Sara (7) so, und ich finde es gut, auch wenn es manchmal anstrengend sein kann.
ZEIT ZU ZWEIT
Um die Gaben Ihrer Tochter zu entdecken, brauchen Sie Zeit mit ihr allein. In den gemeinsamen Zeiten können Sie Ihre eigenen Interessen mit ihr teilen und dabei viel Interessantes wahrnehmen! Im Alltag versuche ich, meine Tochter mit dem Blick Gottes zu sehen, der positiv und wohlwollend ist. Ich bitte ihn konkret darum, mir seinen Blick für meine Lieben und auch mich selbst zu schenken. Das macht einen großen Unterschied! Sara liebt es zum Beispiel zu lesen. Sie machte sehr schnell Fortschritte und hatte am Ende der ersten Klasse schon zahlreiche Bücher verschlungen! Ich legte eine Leseliste an und sie durfte für jedes ausgelesene Buch einen Sticker aufkleben. Auch in diesem Jahr hat sie eine solche Liste und ich merke, wie sie dadurch zusätzlich motiviert ist.
POSITIV KOMMUNIZIEREN
Sara schreibt auch gerne, vor allem Schreibschrift. Allerdings ist sie dabei oft unkonzentriert und lässt sich leicht ablenken. Deshalb ermahne ich sie zwar, dabei versuche ich jedoch etwas Positives zu kommunizieren, wie: „Ich finde es toll, dass dich so viele Dinge rundherum interessieren und dass du so viel siehst und hörst. Mach mal schnell die Schreibübung fertig, dann hast du wieder Zeit für die anderen Sachen.“ Ein anderes Mal bemerke ich, wie sie sich eine CD mit Bibelgeschichten nach der anderen „reinzieht“. Ich lobe sie für ihren Wissensdurst und frage sie nach ein paar Details, die sie mir meistens stolz wie aus der Pistole geschossen beantwortet. Ich äußere mich positiv über ihr wirklich bemerkenswertes Bibelwissen. Dieses Jahr zu Weihnachten hat sie sich eine BibleArt- Journaling Kinderbibel gewünscht. Einige Seiten hat sie schon bunt gestaltet, und ich finde ihre Bilder toll. Manchmal nehmen wir uns Zeit, um gemeinsam in unseren Bibeln zu lesen und sie kreativ zu gestalten. Dabei unterhalten wir uns über Gott, tauschen Sticker aus und bewundern gegenseitig unsere Kunstwerke. Ich liebe diese besonderen Zeiten.
WACHSENDE PERSÖNLICHKEIT
Was ich im Umgang mit Jüngeren bei ihr wahrnehme, ist eine echte Lehrergabe. Zwar kommandiert sie ihren jüngeren Bruder manchmal sehr herum, doch hat sie auch eine hingebungsvolle Art, ihm Dinge beizubringen. Auch ihre Hilfsbereitschaft ist bemerkenswert und ich danke ihr, wenn sie mal extra in den Keller flitzt, um mir etwas zu holen. Ich denke, es ist nicht so wichtig, wie oft Sie Ihre Tochter loben oder ihre Talente positiv erwähnen, sondern dass Sie sie als eigenständige, wachsende Persönlichkeit wahrnehmen und schätzen. Es ist ein spannender Prozess und ein Privileg, als Mutter hautnah dran zu sein und zu ihrer Entwicklung beizutragen!
Maria Lang lebt mit ihrer Familie in Wieselburg (Österreich) und arbeitet als Buchautorin, Illustratorin und Referentin.
Wie sportlich wird dein Kind?
Ich habe mich an dieser Stelle schon öfter über Produkte aufgeregt, die angeblich ganz wichtig sind für glückliche, gesunde und gut geförderte Kinder. Die Pressemeldung, die ich kürzlich erhielt, toppt aber alles. Jetzt kann man nämlich per Gentest herausfinden, ob das süße Baby, das nicht mal krabbeln kann, später eher Handballer, Leichtathlet oder Couch-Potatoe wird. Mithilfe eines Speicheltests, der schon bei Kindern ab zwei Wochen (!) durchgeführt werden kann, wird ermittelt, ob genetisch eine Veranlagung zu Schnellkraft, Ausdauer oder Gemütlichkeit vorliegt. Damit man das Kind auch von Anfang an zielgerichtet fördern kann. Oder – im Fall der Gemütlichkeit – es besser gleich bleiben lässt. Bringt ja doch nichts, bei so einem Kind Geld in den Sportverein zu investieren.
Oder wie es die Presseagentur formuliert: „Mit dem Test gewinnen Eltern eine frühzeitige Einschätzung über die sportliche Veranlagung ihres Kindes und können so Aktivität gezielt unterstützen, passende Disziplinen fördern und es vermeiden, die Messlatte unrealistisch hoch zu stecken.“ Und das alles für nur 29 Euro!
Das spart Eltern die Mühe, herauszufinden, was ihr Kind gern macht. Dann muss Papa gar keine Zeit aufs Bälleschießen verschwenden. Und die teure Hockeyausrüstung kann man sich auch sparen. Oder eben nicht. Je nach Diagnose des Gentests.
Sehr schön ist auch der Schlusssatz der Presseinfo: „Damit kommen Eltern dem Geheimnis um eine spätere Karriere auf der Aschenbahn, dem Pferderücken oder vielleicht doch eher der Saunabank einen Schritt näher!“ Also dann …
Bettina Wendland
Redakteurin Family/FamilyNEXT
Viel Gemüse und Obst
„Ich bin unsicher, was für eine gesunde Ernährung meiner Kinder wichtig ist. Welche Regeln muss ich beherzigen?“
Eine Empfehlung, die Sie sicher kennen, ist: Viel Obst und Gemüse! Wobei es eigentlich „Gemüse und Obst“ heißen sollte. Offiziell werden zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse empfohlen, wobei eine Portion etwa eine Hand voll bedeutet (bei Kindern entsprechend Kinderhände).
GESUNDE SNACKS
Nicht alle Kinder sind begeisterte Gemüseesser, doch es gibt ein paar Tricks, wie man ihnen die gesunden Snacks schmackhafter machen kann. In einem leckeren Beeren- Smoothie fällt etwas Spinat zum Beispiel kaum auf. Lustige Gesichter aus kleinen Möhrenstücken, Tomaten und Paprika auf dem Teller machen Appetit auf Rohkost. Viele Kinder mögen auch Suppen aus püriertem Gemüse gern. Zu viel Obst ist übrigens eher schädlich, da es viel Fruchtzucker enthält – übertreiben Sie es daher nicht. Kaufen Sie, wenn möglich, Bioprodukte, um die Schadstoffbelastung gering zu halten. Verzichten Sie auf Brote aus weißem Weizenmehl, da dies wenig nahrhaft ist. Besser sind Brote aus fein gemahlenem Vollkorn. Auch Hafer ist ein gesundes Getreide. Brote aus Hafer-, Dinkel- oder Buchweizenmehl lassen sich übrigens problemlos selbst backen. Und versuchen Sie doch mal Vollkornnudeln oder Nudeln aus roten Linsen!
VEGETARISCH?
Ein kritisches Thema ist der Milchkonsum. Lange Zeit hieß es, Milch sei gesund wegen des Calciumgehalts. Allerdings häufen sich Hinweise darauf, dass Milch auch ungesund sein kann – kein Wunder, bei den Bedingungen, unter denen viele Kühe gehalten werden! Haben Sie daher den Konsum von Milchprodukten im Blick, neben Milch und Kakao auch Käse, Joghurt, Quark, Eis und anderes. Versuchen Sie, die tägliche Menge auf ca. 350 Gramm zu begrenzen und kaufen Sie möglichst Bio-Produkte, da diese weniger mit Antibiotika- Rückständen belastet sind. Viele Kinder trinken auch gern mal Hafer- statt Kuhmilch. Eine rein vegane Ernährung ist für Kinder eher kritisch zu sehen, da leicht Mangelzustände entstehen können. Vegetarische Ernährung ist möglich, jedoch müssen Sie als Eltern dann für alternative Eisenquellen sorgen, zum Beispiel in Form von Hirse, Hafer, rohem Fenchel, Pfirsich, Aprikose, Linsen oder Kichererbsen. Da der Körper pflanzliches Eisen schlechter verwerten kann, sollten Sie auf die Kombination dieser Lebensmittel achten: Vitamin C, zum Beispiel in Obst, fördert die Eisenaufnahme, während Milchprodukte, Eier, Tee, Getreideprodukte, Kleie, Soja und Nüsse die Aufnahme hemmen. Ich empfehle eine fleischarme Ernährung: ein- bis zweimal die Woche Biofleisch, möglichst einmal davon Rindfleisch, ist eine gute und zuverlässige Quelle für Eisen und Vitamin B12. Zusätzlich empfiehlt es sich, einmal pro Woche Fisch zu essen.
VERSTECKTEN ZUCKER MEIDEN
Ein Streitthema ist und bleibt Zucker! Ein zu hoher Konsum hat viele negative Folgen wie Karies, Übergewicht, Konzentrationsprobleme, Diabetes. Die offizielle Empfehlung für die tägliche Menge beträgt maximal 25 Gramm. Da Zucker auch in Joghurts, Ketchup, Brötchen und anderen Lebensmitteln versteckt ist, ist dieses Maß schnell erreicht. Suchen Sie nach Alternativen: passierte Tomaten statt Ketchup, selbstgemischter Joghurt aus Naturjoghurt und zuckerfreiem Apfelmus. Gewöhnen Sie Ihren Kindern an, ihren Durst mit Wasser zu stillen, denn Säfte – auch reine Fruchtsäfte – enthalten sehr viel Zucker. Erklären Sie Ihrem Kind, warum Zucker nur in Maßen okay ist.
Melanie Schüer ist Erziehungswissenschaftlerin und Gesundheitsberaterin für Schwangere. Sie bietet Onlineberatungen für Eltern von Babys und Kleinkindern mit Schrei- und Schlafproblemen sowie für Schwangere (www.neuewege.me)
Eine starke Bindung
„Ich bekomme bald mein erstes Kind und frage mich, wie eine gute Mutter-Kind-Bindung entsteht und was sie ausmacht?“
Bindung ist eine emotionale, andauernde Beziehung, hier zwischen Mutter und Kind. Sie beinhaltet den Schutz sowie Zuwendung und Fürsorge, die das Kind zum Leben braucht. Sie ist notwendig für eine gesunde körperliche und psychische Entwicklung. Auch für die seelische Gesundheit ist es wichtig, dass ein Kind in den ersten Lebensjahren eine liebevolle, intensive und beständige Beziehung zur Mutter erlebt, die dann durch den Vater und mögliche Geschwister erweitert wird. Mutter- Kind-Bindung bedeutet eine lebendige, innige Partnerschaft, die bei der Zeugung beginnt. Was braucht es für eine starke Bindung und das Gefühl, zusammenzugehören?
IN DER SCHWANGERSCHAFT UND WÄHREND DER GEBURT:
Durch die Nabelschnur ist das Ungeborene ganz natürlich mit der Mutter verbunden und bekommt von ihr alles, was es zum Wachsen braucht. Es ist von Anfang an fähig, wahrzunehmen und reagiert sehr positiv auf die Freude der Mutter. Es genießt die Geborgenheit in ihrem Bauch, die sanften Bewegungen der Mutter, hört ihren Herzschlag. Das Baby liebt die Stimme seiner Mutter und kann sich die Melodie ihrer Sprache einprägen. Es ist wesentlich, wie das Kleine angesprochen wird. Laute und hektische Worte können verunsichern, eine freundliche und ruhige Stimme hingegen festigt die Mutter- Kind-Bindung. Durch das Strampeln meldet sich das Ungeborene bei seiner Mama und freut sich, wenn sie mit ihren Händen über den Bauch streicht. Beide können so innige Momente erleben. Während der Geburt ist es für beide bedeutsam, in Kontakt miteinander zu bleiben. So wie die Mutter Unterstützung durch den Partner braucht, hilft es dem Kind, wenn sich die Mutter ihm zuwendet. Sie kann ihre Hand stärkend und beruhigend auf den Bauch halten oder zum Beispiel summend und singend die Geburtsarbeit begleiten.
WENN DAS KIND AUF DER WELT IST:
Mamas Nähe ist der sicherste Platz und gibt dem Kleinen emotionale Geborgenheit. Ihre Körperwärme und ihr Geruch, vor allem beim direkten Hautkontakt, zeigen dem Kind, dass es dazugehört. Durch das Stillen bekommt es nicht nur Nahrung, sondern das Nuckeln an der Mutterbrust lässt eine starke Bindung entstehen. Das Baby liebt sanfte Berührungen und genießt das Streicheln. Beim Halten der Hände oder der Füßchen kann es entspannen. Wenn es wach und konzentriert ist, erkundet es gerne das Gesicht seiner Mama und schaut ihr in die Augen. Es lauscht ganz intensiv ihrer Stimme und freut sich, wenn sie ihm Lieder singt oder vorliest. Jedes Mutter-Kind- Paar ist einmalig und einzigartig. So dürfen beide miteinander herausfinden, was ihnen gut tut und sich dafür viel Zeit nehmen. Der Start mit einem Baby kann auch herausfordernd sein. Sein Weinen und wenig Schlaf oder Ernährungsschwierigkeiten des Kindes können erschöpfen. Daher ist es zum Schutz der Mutter-Kind-Bindung ratsam, frühzeitig professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Agatha Rub ist freiberufliche Hebamme und lebt im Haus der Stille und Einkehr in Wildberg (Schweiz), wo Schwangere und Mütter mit Baby zur Ruhe kommen können. www.kommunitaet-wildberg.ch
Gute Ideen im Praxistest
Stefan Gerber stellt fest, dass die Auftanktipps von anderen nicht immer hilfreich sind.
Als junger Vater habe ich mit Begeisterung – es müsste in der Family gewesen sein – von der Idee des Papi-Gutscheins gelesen. Es geht darum, dass Väter und Mütter Qualitätszeit mit dem Kind erleben. Das hörte sich prima an! Meine Frau und ich, wir sahen uns schon bei beziehungsstärkenden Aktivitäten mit unseren Kindern. Die Umsetzung erschien uns einfach: In einem Monat würde unsere Tochter einen Papi-Gutschein erhalten und der Sohn einen Mami-Gutschein. Im Folgemonat umgekehrt. Die Gutscheinempfänger sind dazu berechtigt, einen Ausflugswunsch mit dem entsprechenden Elternteil einzubringen. Sie können da ihrer Fantasie freien Lauf lassen – so lange es vom Zeit- und Finanzbudget her im Rahmen bleibt. Vom gemeinsamen Spielnachmittag, dem Fahrradausflug an den See über die Rollhockey-Partie oder einer Runde Minigolf bis zum Besuch im Hochseilgarten oder im Fußballstadion ist vieles denkbar. Leider wurde die tolle Idee nicht zu unserer Familien- Tankstelle! Euphorisch dachten wir, die Wunschlisten unserer Kinder würden sich sofort füllen und es gäbe ganz viel, was sie mit uns unternehmen wollten. Doch trotz mehrerer Anläufe – es klappte nicht. Besonders unserer Tochter entsprach dieses Vorgehen nicht. Sie hatte große Mühe, überhaupt etwas auf ihre Wunschliste zu bekommen. Was nicht bedeutet, dass sie keine Zeit mit ihren Eltern verbringen will, aber der „Zwang“ eines monatlichen Papi-/Mami-Gutscheins schreckte sie eher ab. Was ein gutes Ritual sein kann, passte nicht zu uns als Familie. Wir mussten lernen, uns von guten Ideen inspirieren, aber nicht einengen zu lassen. Ich kämpfe immer mal wieder mit fixen Vorstellungen – von der Familienandacht bis zur Regelung des Medienkonsums; aber immer wieder erlebe ich, dass meine Vorstellung, wie es wohl sein sollte, eher in eine Sackgasse führt, als dass sie unserer Familie dienen würde.Daher versuchen wir unsere ganz eigene Familien-DNA zu leben. Inspiration von außen – super. Doch zum Gesetz wollen wir uns nicht machen, was bei anderen funktioniert, aber möglicherweise zu uns nicht passt. Umso mehr genieße ich es, wenn dann doch solche Inseln im Alltag entstehen und ich mit einem unserer Kinder etwas erleben kann: Manchmal geplant wie der Ausflug zum Spengler-Cup (Eishockey-Turnier) in Davos zum zehnten Geburtstag unseres Sohnes oder ganz spontan wie in den Herbstferien, als unsere Tochter und ich einen anderen Wanderweg wählten. Ganz viel bedeutet es mir auch, wenn mich eines meiner Kinder zum Skifahren auf den Steilhang meiner Lieblingsskipiste begleitet. Das sind dann jeweils richtig wohltuende Tankstellen für mich – und für meine Kinder.
„Die reden wenigstens Klartext …“
Sonntag muss ich wählen. Nein, Sonntag darf ich wählen – Landtagswahl in NRW. Ich will es mir nicht leicht machen und einfach die wählen, die ich beim letzten Mal gewählt habe. Also befrage ich den Wahl-o-Mat. Ergebnis: zwei Parteien entsprechen zu 70% meinen politischen Vorstellungen. Hm, keine Klarheit. Ich schaue TV-Duelle, lese Parteiprogramme und -flyer, die in meinem Briefkasten landen. Ich will ja nicht nach der Schönheit der Kandidaten und Kandidatinnen in meinem Wahlkreis gehen …
Wir bekommen auch ein Heft von der AfD. Trotz aller Vorbehalte werfe ich es nicht gleich weg, sondern lese rein. Vor allem die Schulpolitik interessiert mich. Die AfD ist für die Beibehaltung des mehrgliedrigen Schulsystems. Finde ich gut. Die AfD will auch die Rückkehr zu G9 (sehr gut) und kleinere Klassen (wer will das nicht?). Aber dann steige ich weiter ein: „Inklusion schadet Kindern sowohl mit als auch ohne besonderen Förderbedarf.“ Da hört es für mich auf. Klar, Inklusion funktioniert an vielen Schulen nicht gut, weil es zu wenig (Sonder-) Pädagogen gibt. Aber meine Kinder haben das Glück, auf einer Schule zu sein, die schon seit 25 inklusiv unterrichtet. Und davon profitieren Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf!
Um mich in Bezug auf die AfD weiter schlau zu machen, greife ich zum druckfrischen Buch von Andreas Malessa: „Als Christ die AfD unterstützen?“ (Brendow Verlag). Ich schätze Andreas Malessa als einen unglaublich schlauen und differenziert denkenden Menschen. Der Journalist und gelernte Pastor hat so viel Herz und Verstand, wie man es sich auch von Politikern wünscht.
Das Buch ist leicht und schnell zu lesen und bietet eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Positionen, die der AfD oft zugeschrieben werden: „Die reden wenigstens Klartext“, „Die sind gegen die Islamisierung“, „Die sind auch christlich-demokratisch“ …
Andreas Malessa geht auf die verschiedenen Aspekte ein und beleuchtet sie von verschiedenen Seiten. Er enthüllt Zusammenhänge, die ich bisher nicht wahrgenommen hatte und zeigt die Widersprüche auf, die sich an vielen Stellen zeigen. So spricht sich die AfD gegen „importierte kulturelle Strömungen“ aus, die „der einheimischen Kultur gleichgestellt“ werden. Malessa leicht ironisch: „Die erste ‚importierte kulturelle Strömung‘ war der Glaube einiger orientalischer Judenchristen und frommer Römer, dass Jesus der Messias und von den Toten auferstanden sei!“
Was mir an dem Buch besonders gefällt, ist, dass Andreas Malessa nicht nur die AfD kritisch in Augenschein nimmt und sich nicht auf die eine oder andere Seite ziehen lässt. Er kritisiert Gender-Befürworter genau wie Gender-Gegner, er hinterfragt Muslime wie Christen und zeigt auf, dass die Einstellung vieler Christen aus dem konservativen oder freikirchlichen Milieu wenig gemein hat mit dem medialen Bild, das von ihnen gezeichnet wird – gerade im Hinblick auf die Flüchtlingsthematik.
Nach der Lektüre bin ich mir jedenfalls sicher, welche Partei ich nicht wählen werde. Welche ich wählen werde? Ich habe da schon eine Idee …
Bettina Wendland
Redakteurin bei Family/FamilyNEXT