Wenn das Kind seine Mama (nicht) braucht

Gegenüber ihrem Chef bei der Bundeswehr muss sich unsere Autorin rechtfertigen, dass sie „nur“ Teilzeit arbeitet. Andererseits hat sie Gewissensbisse, dass sie einige typische „Mama-Aufgaben“ nicht übernehmen kann.

Wie, zwei Jahre Elternzeit? Andere kommen doch auch schon nach einem Jahr zurück in den Beruf!“ Mit dieser Bemerkung meines Chefs fing alles an. Gerade hatte ich meinen Antrag auf zwei Jahre Elternzeit eingereicht, schon musste ich mich das erste Mal für meine Entscheidung, für mein Lebensmodell, für mein Mutterdasein rechtfertigen.

Die zwei Jahre zu Hause habe ich in vollen Zügen genossen. Ich hatte ein sehr entspanntes Kind und konnte unseren Alltag so gestalten, wie man sich das Leben einer Vollzeitmama vorstellt: montags Frühstück mit Freundinnen, dienstags Babyschwimmen, mittwochs Zeit für mich und meinen Sohn allein, donnerstags Kaffeetrinken … Zwei Jahre Auszeit waren genau die richtige Entscheidung für mich, mein Kind, meine Familie.

Doch auch diese Zeit ging vorbei und ich freute mich darauf, wieder zu arbeiten. Im Kindergarten lief die Eingewöhnung super. Mein Sohn geht bis heute sehr gerne dorthin. Dennoch waren die ersten Wochen nicht leicht. Ständig überkamen mich Zweifel: „Ist es so auch wirklich das Beste für mein Kind? Er ist doch noch so klein. Warum tue ich mir den Stress eigentlich an?“

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