Große Erwartungen

Ich arbeite gerade am Dossier-Thema der nächsten Family: „Unser Platz in der Kirchengemeinde“. Es geht um die Beziehung von Kirche und Familien, um Kriterien für die Gemeindesuche, um die Frage, wie viel Engagement gut und notwendig sind. Ein riesengroßes Thema. Was mir auffällt: Unsere Erwartungen an Kirchen und Gemeinden sind hoch. Sie sollen etwas leisten für die Gesellschaft, für Familien, Singles, Senioren, Jugendliche, Kinder, Männer, Frauen … Nicht zu vergessen die notleidenden Menschen in der Welt, die Menschen auf der Suche nach einem Sinn, die Menschen, die am Rande stehen …

Und dann müssen ja auch die Gottesdienste ansprechend sein. Sie müssen langjährigen Christen ebenso etwas bieten wie Menschen, die zufällig vorbeikommen. Sie müssen Alte und Junge ansprechen. Und Kirchkaffee muss es auch geben …

Große Erwartungen. Wie kann eine Gemeinde ihnen gerecht werden? Da berührt mich der Satz einer Autorin: „Christen sollten weniger von ihrer Gemeinde, dafür mehr von Gott erwarten.“

Das stimmt! Gemeinde ist immer nur bruchstückhaft, fehlerhaft. So wie wir Menschen, die wir uns in dieser Gemeinde sammeln. Wir können mithelfen, dass unsere Gemeinde ein guter, segensreicher Ort ist. Aber auch mit Gelassenheit ertragen, was nicht perfekt ist.

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

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