„Danke“ – Die Trainingsfelder

In den letzten fünf Ausgaben ging es an dieser Stelle darum, welche Schritte Sie gehen können, um ein dankbarer Mensch zu werden. Im abschließenden Teil der Family- Serie zur Dankbarkeit wird es ganz praktisch: Wer ein dankbarer Mensch werden will, braucht Trainingsfelder. Von Martin Gundlach

TRAININGSFELD 1: MEINE FAMILIE UND MEINE FREUNDE
Sehen Sie Ihre Familie als ein Trainingsfeld für Dankbarkeit. Bereits in der zweiten Folge dieser Serie haben wir darüber geschrieben, wie wichtig Dankbarkeit im kleinsten Kreis ist. Jetzt noch einige Tipps, wie das konkret aussehen kann.

  • Danken Sie Ihren, vielleicht alten, Eltern für das, was sie im Lauf der Jahre an Zeit, Kraft, Geld und Nerven in Sie und vielleicht auch Ihre eigene Familie investiert haben. Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Dass ich im Zusammenleben mit den eigenen Kindern erkenne, was meine Eltern für mich getan haben.
  • Danken Sie Ihrem Ehepartner für das, was er für Sie getan hat und tut. Auch für die ganz alltäglichen Dinge: für das gekochte Essen, für das verdiente Geld, für die kleinen Liebesbeweise im Alltag. Danken Sie heute vielleicht für etwas, für das Sie ihm oder ihr noch nie gedankt haben!
  • Danken Sie Ihren Kindern für das, was sie zu Ihrer Familie beisteuern, durch ihr Dasein, durch ihre Persönlichkeit, durch ihren Humor, durch ihre Vitalität. Vielleicht verbinden Sie den Dank mit einem kleinen Geschenk, einem guten Essen oder einem schönen Spieleabend.
  • Danken Sie Ihren langjährigen Freundinnen oder Freunden einmal für die gemeinsame Zeit, die Erlebnisse, die Sie verbinden. Sagen Sie Ihnen, was Ihnen die Freundschaft bedeutet. Schreiben Sie ein kleines Kärtchen oder kaufen Sie eine Blume. Schreiben Sie ein Heft mit den gemeinsamen Erfahrungen oder basteln Sie ein Büchlein mit schönen Fotos. Es ist ganz einfach, Sie müssen nur loslegen!

TRAININGSFELD 2: MEIN JOB
Ich weiß nicht, in welchem beruflichen Umfeld Sie arbeiten. Vielleicht sind Sie in einer Firma tätig, in der Lob, Anerkennung und Dankbarkeit an der Tagesordnung sind. Dann beglückwünsche ich Sie – und so mancher wird Sie auch ein bisschen beneiden. Denn in vielen Firmen sieht das ganz anders aus. Aber auch da können Sie dann einen Unterschied machen, wenn Sie Ihre Arbeitsstelle als ein Trainingsfeld für Dankbarkeit sehen.

  • Denken Sie einmal über ihre Kolleginnen und Kollegen nach. Fragen Sie sich, was diese Menschen, mit denen Sie jeden Tag zusammen sind, ausmacht. Welche besonderen Qualitäten hat jeder von ihnen? Was können sie besonders gut? Versuchen Sie, noch einmal einen anderen Blick auf sie zu gewinnen. Vielleicht bedanken Sie sich einmal für die Dinge, die Ihre Kollegen Tag für Tag einbringen. Oder Sie laden sie einmal am Samstagmorgen zum Frühstücken ein …
  • Bedanken Sie sich doch einmal bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an Stellen arbeiten, die weitgehend unbemerkt bleiben: im Lager, an der Pforte, im Putzteam, vielleicht auch im Außendienst. Dank und Wertschätzung ist gerade hier Mangelware.
  • Oft sind die Chefs und die Führungskräfte die einsamsten Mitarbeiter in der Firma. Viele von ihnen arbeiten viel, doch wer dankt es ihnen? Vielleicht kommt es ihnen komisch vor, Ihrem Vorgesetzten oder Ihrem Geschäftsführer für sein Handeln zu danken. Versuchen Sie, den Dank sehr spezifisch auszudrücken.

TRAININGSFELD 3: MEINE KIRCHE UND GEMEINDE
Ja, die Gemeinschaft der Christen in der Kirche und in den Gemeinden sollte geprägt sein von Freude und Dankbarkeit. Und tatsächlich ist auch viel davon zu erleben, wenn Christen voreinander offen sind und ihr Leben teilen. Ganz unterschiedliche Menschen sind mit einer gemeinsamen Vision und Mission unterwegs. Der Dank an Gott verbindet uns. In den Gottesdiensten singen wir regelmäßig Danke-Lieder.

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