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Artikel aus den Heften

Mehr als eine Sprache lernen

„Unsere Tochter erhält seit dem neuen Schuljahr Englischunterricht in ihrer Grundschule. Was können wir als Eltern von diesem Unterricht erwarten?“

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/fam_0316_S62-e1461151514584.jpg 795 1545 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2016-04-20 13:26:072017-01-13 17:30:36Mehr als eine Sprache lernen

Keinen Kontakt zum Papa?

„Die Beziehung meines Ex-Mannes zu unseren Söhnen (13 und 15) war noch nie einfach. Aber nun lehnen die Kinder den Kontakt ganz ab. Was kann ich tun, damit die Beziehung wieder in Gang kommt?“

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/fam_316_S64-e1461151115537.jpg 1274 1590 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2016-04-20 13:19:062017-01-13 17:31:12Keinen Kontakt zum Papa?

Soll ich ihn wecken?

„Mein Sohn (17) kommt morgens nur schwer aus dem Bett. Ich bin unsicher, ob ich mich dafür verantwortlich fühlen soll, dass er pünktlich in der Schule ist oder ob ich das ihm überlassen soll.“

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/fam_316_S66-e1461150676614.jpg 971 1564 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2016-04-20 13:07:232017-01-13 17:31:46Soll ich ihn wecken?

Das Beste für mein Kind?

Wollen wir das nicht alle? Aber wie schaffen wir das? Und ist das Beste wirklich immer das Beste? Von Tamara von Abendroth

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2012/08/Family_2016_3_DS_Seite_29.jpg 495 700 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2016-04-20 12:54:552016-06-28 09:45:43Das Beste für mein Kind?

Kommunizieren wie ein Profi

Wenn sich der Partner verschließt, gerät das Gespräch in eine Sackgasse. Doch es gibt Strategien, um aus der Sackgasse herauszufinden. Von Jörg Berger

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/Family_2016_3_DS_Seite_24.jpg 495 700 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2016-04-20 12:31:362016-06-28 09:45:43Kommunizieren wie ein Profi

Alles nur Idioten?

„Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.“ Dieser Spruch springt mir heute  bei Facebook ins Auge. Er wurde bereits tausendfach geteilt und mit „Gefällt mir“ versehen.

Sprüche wie dieser sind beliebt. Und beruhen wahrscheinlich schon auf echten Erfahrungen. Aber die Haltung, die dieser Spruch vermittelt, macht mich traurig. Wenn ich in den Menschen um mich herum erst einmal Idioten sehe – bin ich dann überhaupt noch in der Lage, vorurteilsfrei auf sie zuzugehen? Bin ich dann noch offen zu verstehen und nachzuvollziehen, warum mein Mitmensch sich so verhält, dass es mich nervt oder stresst?

Zum Glück ist mir heute auch ein anderer Spruch bei Facebook begegnet: „Verurteile keinen Menschen, bevor du nicht eine Meile in seinen Schuhen gegangen bist.“

Das ist ungeheuer schwierig und anspruchsvoll. Und viel aufwändiger, als „Idioten“-Sprüche bei Facebook zu teilen. Aber das ist eine Haltung, in der ich leben möchte. Und ich würde mir wünschen, dass auch meine Mitmenschen sich die Mühe machen, mal in meine Schuhe zu steigen. Auch wenn die manchmal ganz schön ausgelatscht sind und manchmal ziemlich eng …

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/Christoph-Thorman_photocase.de_.jpg 2251 2251 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-04-14 09:34:402016-04-14 09:34:40Alles nur Idioten?

Gefährliches Wetthungern im Netz

Essstörungen gehören bei Jugendlichen zu den häufigsten chronischen Krankheiten. Viele Beiträge der so genannten Pro-Ana und Pro-Mia Bewegung im Netz glorifizieren oder verharmlosen Essstörungen. Im Social Web suchen Jugendliche Hungerpartner und fordern sich zu gefährlichen Wettbewerben heraus. Dabei werden Bilder oder Videos von ausgemergelten Mädchen vielfach geliked und geteilt.

In den Communitys animieren sich die jungen Anhängerinnen der Bewegung zum Hungern oder suchen ihren „Anabuddy“ („Ana“ von Anorexia Nervosa, „buddy“ im Sinne von Kumpel). jugendschutz.net recherchierte im Frühjahr 2015 die Bandbreite und Dimension der Verbreitung von Selbstgefährdungsinhalten und konstatiert, dass alleine beim Bilder- und Videodienst Instagram unter dem Hashtag #anabuddy in mehr als 90.000 Beiträgen Hungerpartner gesucht wurden.

Die Betreiber der Bilder- und Videocommunity Instagram informieren zwar über die Problematik der Essstörung, wenn etwa unter den einschlägig bekannten Hashtags der Pro-Ana und Pro-Mia Bewegung gesucht wird. Dennoch werden die bedenklichen Bilder und Videos angezeigt und die User können sich weiterhin untereinander vernetzen.

Weitere Informationen und Materialien zum Thema:

  • Im Bericht „Propagierung von Selbstgefährdungen im Social Web“ fordert jugendschutz.net, dass Betreiber Kinder und Jugendliche besser schützen müssen.
  • Im klicksafe-Videoformat „Truth be told“ berichtet die dreizehnjährige Elisabeth von ihrer Erfahrung mit einer Pro-Ana-Webseite (Folge 7). Johanna erzählt aus Ihrer Sicht zum Thema Essstörung, Selbstwahrnehmung und Schönheitsideale (Folge 4).
  • In der Linksammlung listet jugendschutz.net Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene.
  • Im Artikel auf Handysektor.de finden Jugendliche Informationen und Anlaufstellen.
  • Broschüre „Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet. Ein Ratgeber für Eltern, Fachkräfte und Provider.“
  • Faltblatt „Wer ist Ana?“ von jugendschutz.net
  • klicksafe – Themenbereich: „Verherrlichung von Essstörung“

Quelle: klicksafe.de

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/almo_photocase.de_.jpg 2457 3600 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-04-12 12:09:242016-04-12 12:09:24Gefährliches Wetthungern im Netz

Die lieben Großeltern

Ein Gastbeitrag von Anke Bürckner

„Ihr könnt ihr doch nicht ewig Bioessen geben. Sie muss doch auch mal was anderes kriegen.“ „So ein bisschen Vanillesoße kann sie doch schon bekommen, ist doch nicht viel anders als ihre Milch.“ „Wir können ihr ja mal eine rohe Kartoffel geben, zum Draufrumnagen.“ „Das Innere der Krokette kann sie doch schon essen.“ „Wir können ihren Nuckel doch mal in Honig tunken.“

Sie – das ist unsere acht Monate alte Tochter. Die Ratschläge stammen alle von ihren Großeltern und wurden uns mit unzähligen anderen gutgemeinten Tipps in den letzten vier Monaten gegeben. Am Anfang machten mein Mann und ich uns noch die Mühe, genau zu erklären, warum Vanillesoße eben doch anders ist als Muttermilch und sie mit vier Monaten noch nicht bereit ist, etwas anderes zu trinken als ihre Milch. Doch nachdem ich nun gefühlte hundertmal die Vorzüge von Bionahrungsmitteln und selbst gekochten Breien heruntergeleiert habe, habe ich darauf keine Lust mehr. Leider ist mir noch keine Alternative dazu eingefallen, die das Verhältnis zu den Großeltern nicht nachhaltig verschlechtern würde.

Ich habe eigentlich immer gedacht, dass sich Großeltern wahnsinnig freuen müssten, wenn sie wissen, dass ihr Enkelkind altersentsprechend und gesund von seinen informierten Eltern ernährt wird. Oft war ich fassungslos und aufgewühlt nach den Zusammentreffen mit den Großeltern. Mein  Mann brachte dann zumindest für seine Eltern eine schlüssige Erklärung hervor: das schlechte Gewissen. Vor dreißig Jahren galten völlig andere Empfehlungen als heute, und dass diese sich nun als falsch entpuppen, tut den Großeltern weh. Häufig waren die Umstände, unter denen die Kinder damals aufwuchsen, völlig andere. Es war weniger Geld und vielleicht auch weniger Zeit da, denn Kinder bekam man damals früher, man war noch nicht so lange berufstätig und die Hausarbeit war mühsamer, sodass nicht so viel Zeit blieb, um Fachliteratur zu wälzen, Biofleisch und Biogemüse zu delikaten Breien zu kochen oder stundenlang ausgelassen zu spielen. Die Großeltern fühlen sich durch diese Tatsache vielleicht etwas schuldig, besonders wenn sie bei jedem Besuch vorgelebt bekommen, dass wir nun das Geld, das Wissen und die Zeit haben, um für unsere Tochter das Beste zu ermöglichen.

Bei meinen Eltern vermute ich einen etwas anderen Grund. Wir leben 250 km von ihnen entfernt. Wir verbringen die Feiertage und Schulferien bei ihnen, damit sie trotz der Entfernung eine gute Beziehung zu ihrem Enkelkind aufbauen können. Bei ihnen ist wohl der Wunsch, unsere Tochter zu verwöhnen, der Auslöser für den ständigen Vorschlag, ihren Nuckel in selbst geschleuderten Honig zu tunken. Ich weiß nicht, wie oft ich schon versucht habe, über die Risiken von Honig für Kinder unter einem Jahr aufzuklären. Vergeblich. Sie wollen ihrem Enkelkind im Gedächtnis bleiben und die Zeit mit ihnen soll von unserer Tochter als besonders schön wahrgenommen werden, damit sie immer wieder gern ihre Großeltern besucht.

Meine Oma wohnte 40 km von mir entfernt, aber da war es auch so. Die Besuche bei ihr waren immer besonders schön, weil es anders war als zu Hause. Es gab anderes Essen, andere Fernsehsender (meine Eltern hatten nur drei Programme) und andere Aktivitäten. Ich erinnere mich noch, wie meine kleine Schwester vom Besuch unserer Oma mit pinken Strähnen in den Haaren zurückkehrte und meine Eltern das damals unmöglich fanden, weil sie nicht um Erlaubnis gefragt wurden. Ich fand das damals ziemlich cool von meiner Oma, würde heute aber auch sauer sein, wenn meine Eltern oder Schwiegereltern so etwas ohne Absprache machen würden.

Mit der Geburt unserer Tochter haben sich die Generationen verschoben und damit auch die Wünsche und Erwartungen. Für die nun zu Großeltern gewordenen bedeutet das: Sie wollen weiterhin ihre Erfahrungen weitergeben und mitbestimmen, werden aber nun von den Neu-Eltern in ihre Schranken gewiesen und müssen erkennen, dass sie – aus heutiger Perspektive betrachtet – vielleicht sogar Fehler in der Erziehung gemacht haben. Das tut weh und sollte von der Elterngeneration aufgefangen werden, auch wenn das bedeutet, dass man zum hundertundersten Mal noch ruhig erklärt, warum der Brei aus Biozutaten bestehen sollte und warum Honig gefährlich sein kann.

Das Problem ist nur, dass man sich als Neu-Eltern nicht respektiert fühlt, wenn immer wieder der gleiche, in den eigenen Augen völlig unsinnige Vorschlag gemacht wird. Und dieses Gefühl verletzt dann wiederum die jungen Eltern.

Der Idealzustand wäre natürlich, wenn die Eltern und die Großeltern sich in ihrer jeweiligen neuen Rolle wertgeschätzt fühlen. Dies lässt sich vielleicht mit Teilhabe erreichen. Die Eltern sollten den Großeltern Aufgaben übertragen und sie dafür loben, wenn sie diese Aufgaben toll bewerkstelligen. Dann fällt es den Omas und Opas auch leichter, Grenzen zu akzeptieren, wenn sie einen Bereich haben, auf dem sie „Experten“ sind. Wir haben sie unsere Tochter mit dem von uns gekochten Brei füttern lassen. Dann ließen die Nachfragen bezüglich der Zubereitung etwas nach. Natürlich gibt es auch weiterhin Reibungspunkte, aber diese gibt es schließlich überall, wo unterschiedliche Generationen und Ansichten aufeinander treffen und ohne die das Leben um einiges langweiliger wäre.

Anke Bürckner

 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wie regelt ihr solche Meinungsverschiedenheiten mit den Großeltern?

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/m-imagephotography-ThinkstockPhotos.jpg 1415 2122 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-04-05 12:07:062016-04-05 12:07:06Die lieben Großeltern

Auf die Schaukel, fertig, los!

Endlich können die Kinder wieder im Garten spielen! Der TÜV NORD weist aber darauf hin, dass Spielgeräte, die den Herbst und Winter über ungeschützt im Garten stehen, im Laufe der Monate Schwachstellen entwickeln können. Schuld daran sind vor allem Kälte und langanhaltende Niederschläge. Klettertürme, Rutschen und Schaukeln sollten daher vor dem ersten Gebrauch im Frühling genau untersucht werden. „Bevor die Kinder im Frühjahr wieder im Garten spielen, sollten Eltern einen kritischen Blick auf die einzelnen Bauteile der Spielgeräte werfen“, sagt Frank Rohland von TÜV NORD. Der Fachreferent für Spiel- und Sportgeräte gibt Tipps, worauf Eltern – besonders vor der ersten Nutzung im Frühling – achten sollten.

Holzkomponenten
Die langen Regenphasen im Herbst und Winter können Bauteile aus Holz angreifen. Insbesondere wenn Spielgeräte im Schatten aufgestellt sind, kann die Feuchtigkeit nur schlecht trocknen. Das Holz kann morsch werden und die Last von Kind und Schaukel nicht mehr zuverlässig tragen. Vor allem tragende Balken und solche, die mit dem Erdreich verbunden sind, sollten genau in Augenschein genommen werden. „Von außen kann man den Zustand des Materials nicht immer erkennen. Es gibt aber einige einfache Hilfestellungen“, sagt Rohland. Als Faustregel gilt: Zuerst an der Wetterseite des Geräts gucken – also dort, wo es Schnee und Regen am meisten ausgesetzt ist. Meist ist das die Nordseite, erkennbar am Moosansatz. „Wenn man dort einen Nagel mit der Hand zwei bis drei Zentimeter in den Querbalken einer Schaukel drücken kann, ist das ein Zeichen dafür, dass sich die Tragkraft signifikant verringert hat. Dann sollte der Balken umgehend ausgetauscht werden“, ergänzt Rohland. Aber auch Pilzbefall ist ein Zeichen dafür, dass das Holz morsch ist. Bei kleineren Rissen im Holz ist es ratsam darauf zu achten, dass sich keine Splitter bilden, an denen sich die Kinder verletzen können.

Schraubverbindungen und Fundamente
Die meisten Spielgeräte für den Garten werden im Baumarkt oder online gekauft und von Eltern oder Großeltern selbst aufgebaut. „Im Gegensatz zu Klettertürmen auf dem Spielplatz sind hier meist keine Profis am Werk und nicht jeder hat Profi-Werkzeug im Haus“, sagt Rohland. Werden die Teile nicht gleichmäßig ins Fundament gesetzt, kann das Gerüst leicht verkeilt sein. Das mag im täglichen Betrieb nicht auffallen, kann aber dafür sorgen, dass sich Schraubverbindungen schneller lösen oder Nahtstellen Risse bekommen. Deshalb sollten Schrauben und Fundamente regelmäßig angeschaut und auf Festigkeit geprüft werden – und das nicht nur nach der Winterpause, sondern vor allem im Sommer, wenn Schaukel und Rutsche oft genutzt werden. Auch rostige Schrauben sollten umgehend ausgetauscht werden.

Fallschutz
Überall, wo Höhe ins Spiel kommt, ist es wichtig, dass Kinder sich beim Toben und Springen nicht verletzen. Daher kommt es ganz besonders auf den Untergrund an. „Am besten eignet sich Rasen im Spielbereich. Alternativ sorgen auch Holzspäne für die notwendige Dämpfung“, so Rohland. Eltern, die für die kommende Saison erste oder neue Spielgeräte anschaffen wollen, sollten darauf achten, dass diese mit einem GS-Zeichen ausgezeichnet sind: „Das Zeichen bescheinigt einem Produkt, dass es die Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes erfüllt und dem Großeinsatz im Garten Stand hält“, sagt Rohland abschließend.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/03/pixel-kraft_photocase.de_.jpg 2400 3600 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-03-29 11:08:592016-03-29 11:08:59Auf die Schaukel, fertig, los!

Wie reden wir über unsere Kinder?

Gestern habe ich wieder so eine Situation erlebt, die mich aufmerken ließ. Und mir den Spiegel vorgehalten hat. Ein Vater beschwert sich über seine Tochter: Sie habe ihren Schlüssel verloren. Und dazu noch aus Ungeschicklichkeit großes Chaos angerichtet. „Töchter sind furchtbar!“, entfährt es ihm genervt. Und die Tochter steht daneben …

Mir hat es einen Stich versetzt. Ja, wir Eltern haben oft genug Grund zu klagen. Kinder sind anstrengend, bringen unser Leben durcheinander, machen uns Sorgen und oft nicht das, was wir von ihnen erwarten. Aber erstens sind die meisten Erwachsenen nicht viel anders. Und zweitens gehört es eben zum Leben dazu, dass nicht immer alles so läuft, wie ich mir das vorstelle.

Aber vielleicht gefallen wir Eltern uns ja auch manchmal darin, uns im Klagen gegenseitig zu übertrumpfen? Ich habe mich jedenfalls schon mal dabei erwischt. „Ja, kenne ich auch. Stell dir vor, mein Kind hat sogar …“

Aber es ist so wichtig, wirklich sorgsam damit zu sein, wie wir über unsere Kinder reden. Natürlich können wir auch mal Dinge benennen, die nicht gut gelaufen sind. Aber der Ton macht die Musik. Wie geht es einem Kind, das von seinem Papa hört, es sei „furchtbar“? Bleibt das nicht viel stärker hängen als ein fünfmal nebenbei gesagtes „Ich hab dich lieb“?

Aber auch wenn die Kinder nicht dabei sind und mithören, sollten wir gut überlegen, wie wir über sie reden. Denn wie wir über sie reden, prägt, wie wir über sie denken und fühlen. Und es prägt letztlich unsere Beziehung zu ihnen.

Mein Vorschlag: Wir schaukeln uns nicht mehr gegenseitig hoch mit Negativ-Geschichten über unsere Kinder. Sich mal ehrlich beim Partner oder der Freundin ausheulen, weil man eine Situation grad schwierig findet – natürlich ist das okay. Aber vieles ist einfach so daher gesagt. Weil wir Aufmerksamkeit möchten. Weil es manchmal so schön ist, zu jammern und zu klagen.

Ich will das nicht. Ich möchte, dass meine Kinder meine Liebe und Wertschätzung spüren. Und dass sie Kritik als konstruktiv erleben.

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/03/DWerner_photocase.de_.jpg 2592 3028 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-03-18 12:38:282016-03-18 12:38:28Wie reden wir über unsere Kinder?
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