„Schreib ordentlich!“

„Mein Sohn hat eine unordentliche Schrift. Wie unterstütze ich ihn dabei, ordentlicher zu schreiben?“

Immer mehr Grundschulkindern fällt es schwer, eine ordentliche und formklare Handschrift zu entwickeln. Doch darauf sind sie im Schulalltag angewiesen. Im Rahmen von Diktaten etwa kann es sein, dass ein Buchstabe, der von der Lehrkraft nicht entziffert werden kann, als Fehler gezählt wird.

Zunächst sollten Sie gesundheitliche Defizite etwa im Bereich des Sehens oder des Hörens und auch im Bereich der Motorik ausschließen können. Bewegt sich Ihr Kind hier im grünen Bereich, sollten Sie gemeinsam eine Strategie entwickeln, um es bei der Entwicklung einer ordentlicheren Schrift zu unterstützen.

RICHTIGE KÖRPERHALTUNG
Sorgen Sie zunächst für gute Rahmenbedingungen. Beispielsweise sollten Sie gemeinsam auf eine richtige Körperhaltung beim Schreiben achten. Die Füße Ihres Kindes sollten auf dem Boden aufgesetzt sein, der Rücken gerade sein und das Heft vor dem Kind auf dem Tisch liegen. Beim Schreiben sind die Schultern locker und die Unterarme liegen auf der Schreibplatte auf. Die Schreibhand ruht seitlich auf dem kleinen Finger. Achten Sie auch beizeiten auf eine richtige Stifthaltung.

Ärgert sich Ihr Kind über Tintenkleckse und Co., so ist es mancherorts möglich, anstatt eines Füllers etwa einen Tintenschreiber, Fineliner oder Bleistift zum Schreiben zu verwenden. Sollte Ihr Kind Schwierigkeiten beim Verbinden der Buchstaben haben, sollten Sie Kontakt zu der Lehrkraft aufnehmen, damit Ihr Kind vielleicht in der erlernten Druckschrift schreiben kann. Dies ist in vielen Fällen auch bei großen Problemen im Bereich der Feinmotorik möglich. In diesen Fällen können Sie zusätzlich bei einem Lerntherapeuten eine Förderung in diesem Bereich in Anspruch nehmen.

KALLIGRAFIE
Beachten Sie auch die durchschnittliche Konzentrationsspanne Ihres Grundschulkindes, die zwischen zehn und zwanzig Minuten am Stück liegt. Besprechen Sie, dass Sie von Ihrem Kind innerhalb dieser Spanne erwarten, dass es sich intensiv um eine ordentliche Schrift bemüht. Sind Sie unzufrieden mit einem Schriftstück Ihres Kindes, sollten Sie es auffordern, die Aufgabe nach einer ausreichenden Pause noch einmal und konzentriert auszuführen.

Und noch ein Tipp: Mancherorts werden Kalligrafie- Kurse für Kinder angeboten. Diese machen sowohl Mädchen als auch Jungen Spaß und motivieren dauerhaft, ordentlicher zu schreiben. Auf eigene Faust können Sie kalligrafische Übungen etwa mit dem folgenden Buch gemeinsam mit Ihrem Kind zu Hause umsetzen: Claudia Dzengel. Kalligrafie und kreatives Schreiben für Kinder (G&G Verlagsgesellschaft).

Alexandra von Plüskow ist Grundschullehrerin und Bildungskoordinatorin im Landkreis Heidekreis.

Gelassen trotz Notendruck

„Unser Sohn ist in der dritten Klasse. Anfangs hat ihm die Schule Spaß gemacht, aber inzwischen hat er wenig Lust zu lernen und die Noten sind auch nicht gut. Wie kann ich ihn motivieren?“

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Mehr als eine Sprache lernen

„Unsere Tochter erhält seit dem neuen Schuljahr Englischunterricht in ihrer Grundschule. Was können wir als Eltern von diesem Unterricht erwarten?“

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Nicht von Angst leiten lassen!

„Seit Lara (7) zur Schule geht, möchte ich ihr mehr Freiraum geben.
Aber ich bin besorgt, wenn sie alleine unterwegs ist. Wie gehe ich damit um?“

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Ganztags in die Schule?

„An der Schule meines Kindes wird ab dem kommenden Schuljahr eine offene Ganztagsbetreuung angeboten. Wir sind unsicher, ob wir unser Kind dazu anmelden sollen. Was sind die Vor- und Nachteile?“

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Hochbegabt?

„Die Lehrerin unseres Sohnes (7) meint, er sei hochbegabt. Sollen wir seinen IQ testen lassen?“

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Fußball? Hockey? Schwimmen?

„Die Freunde von Max (6) spielen Fußball. Max will eigentlich auch mitmachen. Aber als ich mit ihm zum Training gegangen bin, hatte er Angst und wollte nicht mittrainieren. Soll ich die Sache mit dem Fußball sein lassen? Oder ist der richtige Zeitpunkt für den Einstieg in den Sport noch nicht da?“

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Schadet der Computer?

„Ich habe gehört, dass durch die Nutzung des Computers die Lernfähigkeit von Kindern abnimmt. Soll ich Lucas (8) künftig nicht mehr an den Computer lassen?“

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„Ich bin sicher, du kannst das!“

Luca, pass mal bitte auf, dass Leon sich kein Gras in den Mund steckt. Ich bin gleich wieder da.“ Luca sitzt wie ein Wachmann auf der Wiese und nimmt seinem Bruder jeden Grashalm aus der Hand, den er zwischen die Finger bekommt. Später erzählt er mit Stolz, dass er Leon fünfmal Grashalme abgenommen hat. Er spürt: Papa kann sich auf mich verlassen.

Lisa traut sich das erste Mal allein in den Keller. Der ist dunkel und riecht komisch. Außerdem ist die Treppe so steil. Doch sie traut sich, weil ihre Mama gesagt hat, sie komme sofort, wenn Lisa Angst bekommt. Lisa schafft es, die Kellertreppe allein runterzugehen, doch dann fürchtet sie sich und ruft laut. Sofort kommt ihre Mama und nimmt sie an die Hand. Lisa erfährt: Wenn Mama sagt, sie kommt, dann ist sie auch sofort da.

Verantwortung übernehmen

Gegenseitiges Vertrauen basiert auf einer tiefen Bindung zwischen Eltern und Kind, beides ist wesentlich für die Entwicklung eines Kindes. Wenn Eltern und Kind sich gegenseitig vertrauen, können sie einander helfen. Und dann können Eltern ihrem Kind auch Verantwortung übertragen. Das stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl, sondern bringt das Kind einen großen Schritt weiter in Richtung Selbstständigkeit.

(…)

Respekt auch für Lehrer!

Und wenn das eigene Kind mit dem Lehrer nicht klarkommt?

Klassenlehrerwechsel für unseren Sohn. Schnell sammeln sich in Herzen und Ohren von uns Eltern Indizien: Das läuft nicht so rund wie vorher. „Die ist voll doof. Die schreit und lächelt drei Sekunden später – da krieg ich echt Angst. Gestern hat sie Jamal vor die Klasse gestellt und dann zu seinem Bild gesagt ‚So macht man es nicht!’ und sein Bild zerrissen. Vor allen!“

Elternabend. Mehrere Eltern haben erhöhten Blutdruck wegen der undurchsichtigen Regeln, der Bestrafungen und anderen Erlebnissen. Während die Gemüter sich weiter erhitzen und auf dem Heimweg zum Teil überkochen, entdecke ich plötzlich ein Ausrufezeichen: „Vorsicht, Lernfeld!“ Was lernt Tarik derzeit über den Umgang mit Menschen? Was lernt er, wenn ich mich vor ihm ereifere? Mich vor ihn werfe wie eine fletschende Löwin?

Konstruktive Strategien

Im Gespräch mit anderen betroffenen Eltern sind für uns folgende Punkte wichtig geworden:

• Zuhören ohne Drama: Wenn ich jede Erzählung mit sorgenvollem Seufzen oder wütenden Anrufen kommentiere, wird mein Kind in Zukunft überlegen, ob sich das Erzählen lohnt.

 

…den vollständigen Artikel können Sie in der aktuellen Ausgabe der Family nachlesen.