Vorsicht vor Smart-Spielzeugen!

Smart-Spielzeuge sind im Trend. Aber sie haben oft Schwachstellen: Hacker können Eltern ausspionieren und mit Kindern sprechen. Daniel Markuson, Experte für digitalen Datenschutz bei NordVPN, gibt in diesem Gastbeitrag Tipps, wie Eltern das Risiko minimieren können.

Stelle Nachforschungen an. Bevor du ein Spielzeug kaufst, solltest du online nach Kundenrezensionen und Expertenmeinungen suchen, um Beschwerden oder Sicherheitsprobleme bereits im Voraus zu identifizieren. Namhafte Unternehmen geben wahrscheinlich auch an, welche Daten sie erheben und wie sie sie verwenden. Vergiss nicht, dir die Datenschutzerklärung und allgemeinen Geschäftsbedingungen des Herstellers auf der Website durchzulesen.

Händige deine Daten nicht einfach so aus. Manche Spielzeuge und Spiele erfordern eine Registrierung, damit man den vollen Spielspaß und Updates erhält. Sei bei der Registrierung vorsichtig, welche Informationen du preisgibst. Die Entwickler benötigen deine E-Mail-Adresse, um dich über Updates zu informieren, aber weitere Informationen sind größtenteils unnötig.

Nutze ausschließlich sichere WLAN-Hotspots. Bevor du ein Smart-Spielzeug mit einem WLAN-Hotspot verbindest, solltest du dich vergewissern, dass er sicher ist und ein starkes Passwort besitzt. Solche Gadgets mit einem öffentlichen WLAN-Hotspot zu verbinden, wird nicht empfohlen, da diese leicht gehackt werden können. Außerdem solltest du, sofern möglich, ein Passwort für das Spielzeug festlegen.

Überprüfe die Gespräche. Manche Smart-Spielzeuge ermöglichen Kindern, untereinander zu sprechen, wenn es mit demselben Spielzeug oder Spiel spielt. Vergewissere dich, dass du deinem Kind erklärst, was personenbezogene Daten sind, und weshalb es diese nicht teilen darf. Überprüfe die Gespräche hin und wieder, um sicherzustellen, dass dein Kind nicht mit Fremden spricht, die lediglich vorgeben, ein Kind zu sein. Renommierte Hersteller bieten Eltern immer die Option, um die gespeicherten Informationen einzusehen.

Schalte es aus, wenn es nicht genutzt wird. Wir empfehlen, das Smart-Spielzeug auszuschalten, wenn es nicht verwendet wird, damit es nicht länger Daten erhebt. Wenn das Spielzeug über ein Mikrofon verfügt, solltest du es in einer Schublade oder Kiste verstauen, damit es schwieriger ist, Gespräche aufzunehmen. Und Spielzeuge mit einer Kamera können verdeckt oder mit der Linse zur Wand gestellt werden.

Melde die Verstöße. Wenn dir etwas Ungewöhnliches auffällt oder ein Spielzeug von einem Hacker kompromittiert wurde, solltest du eine Beschwerde an die staatliche Behörde einreichen. Es hilft vielleicht nicht dir persönlich, aber du hilfst dabei, das Internet zu einem sichereren Ort für alle zu machen und übst Druck auf den Hersteller aus, damit er die Sicherheitsbestimmungen nicht länger ignoriert.

Daniel Markuson ist Experte für digitalen Datenschutz bei NordVPN, einem VPN-Anbieter, der besonders viel Wert auf Sicherheit legt.