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Artikel aus den Heften

family-Aktionsheft zur MarriageWeek 2013

In der Woche um den Valentinstag soll sich 2013 wieder alles um die Ehe drehen. Während der MarriageWeek können Ehepaare zahlreiche Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz besuchen – vom Candle-Light-Dinner bis zum Gottesdienst für Verliebte ist alles vertreten. Einen besonderen Service bietet die Zeitschrift family mit einem Aktionsheft zur Marriageweek. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Stiftung Christliche Medien (SCM). Auf diese Weise ist es möglich, dass MarriageWeek-Veranstalter das Heft kostenlos zum Auslegen und Verteilen bestellen können und somit Besuchern, Gästen und Kunden zur Woche der Paare ein besonderes Schmankerl bieten. Im Aktionsheft finden Paare zahlreiche gute Impulse für ihre Ehe. Es geht um „Heimliche Wünsche“, „Streit ums Geld“, Kurztrips zu zweit, Facebook und vieles mehr. Sie können das Heft unter www.bundes-verlag.net bestellen.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg 0 0 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-12-19 11:00:062019-05-27 15:26:23family-Aktionsheft zur MarriageWeek 2013

Werteberge statt Spielzeughalden

Manche Kinderzimmer gleichen einem Spielzeugladen oder – je nach Alter – einem Elektronikgeschäft. Wie können Eltern dem allgegenwärtigen Konsumdruck gegensteuern? Anregungen von Silke Mayer

Mensch, Papa, biiiitttteeee!“, quengelt der zehnjährige Leon Groß für eine PlayStation Portable, während sein Vater gerade Unterlagen für eine Geschäftsreise zusammensucht. „Aber warum denn nicht? Papa? Pa-pa!“ Herr Groß sieht auf die Uhr und seufzt. „Also gut, wenn ich zurück bin, kaufen wir eine.“ Zur gleichen Zeit steht Frau Hartwig im Zimmer ihrer Tochter – einem Prinzessinnenreich aus Lila und Pink – und diskutiert über den anstehenden Schulranzen. „Nein, den von Lillifee!“, nölt die kleine Anna, „Sophie bekommt auch einen.“ Nach langem Hin und Her, Bitten, Betteln und Keifen gibt Frau Hartwig nach. Und hat ein schlechtes Gewissen. War es richtig, wieder einmal einzulenken? Eigentlich kann sie sich den teuren Ranzen gar nicht leisten.

Das große Quengeln
Laut Statistischem Bundesamt geben Eltern im Schnitt 550 Euro pro Monat für Kleidung, Spielzeug und Nahrungsmittel ihres Kindes aus, manchmal die Hälfte des Haushaltsnettoeinkommens. Dabei gibt es eine deutliche Steigerung nach Altersphasen: Kinder bis zu sechs Jahren kosten am wenigsten, ab der Grundschule wird es teurer und am meisten berappen die Eltern von Teenagern. Aber auch bei den Kleinen ist mittlerweile ein Anstieg zu verzeichnen: Für die Ausstattung von Erstklässlern bezahlten Eltern laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2011 durchschnittlich 215 Euro. Das sind 30 Euro mehr als noch ein Jahr zuvor.

Den Handel dürfte es freuen. Denn der hat Kinder längst schon als kaufkräftige Zielgruppe entdeckt. In Zeiten, in denen es kaum noch darum geht, Fehlendes oder Defektes zu ersetzen, werden Gewinne mit dem Wunsch nach immer Neuem gemacht. „Kunden finden – Kunden binden“ heißt ein gängiger Slogan aus der Welt des Vertriebs. Und so werden Kinder- und Jugendprodukte weitflächig beworben: auf Plakaten, in Zeitungen, Internet und TV. Kinder zwischen sechs und 13 Jahren sehen monatlich etwa 900 Werbespots. Verschiedenen Studien zufolge haben Sechsjährige bereits 50 Prozent ihrer Konsumkompetenzen ausgebildet, 100 Prozent erreichen sie mit 16 Jahren.

Wen wundert es da, dass auch der Nachwuchs immer bestens informiert ist, was es gerade auf dem Markt gibt? Sobald etwas Begehrenswertes die Runde durch Freundeskreis und Schule macht, beginnt das große Quengeln. Besonders gestresste Eltern sind dafür anfällig. Der Wunsch nach Ruhe verleitet oft zu vorschnellem Nachgeben. Manch einer schlägt seinem Kind aber auch deshalb kaum etwas ab, weil er ein schlechtes Gewissen hat. Weil ihm vielleicht aus beruflichen Gründen häufig die Zeit für Sohn oder Tochter fehlt oder weil er als Alleinerziehender mit Geschenken unbewusst den fehlenden Elternteil wettmachen möchte.

Bloß kein Außenseiter
So gut wie alle Eltern geben klein bei, wenn irgendwann das verzweifelte Totschlagargument ertönt: „Alle in meiner Klasse haben das! Ich bin der Einzige, der …“ Dann greift die Angst der Eltern vor Ausgrenzung. Niemand will sein Kind zum Außenseiter machen. Jeder kann sich vorstellen, wie es ist, nicht dazuzugehören. Durch eigene Kindheitserinnerungen, aber auch als erwachsenes Mitglied einer Gesellschaft, in der Konsum und Besitz einen übergroßen Stellenwert einnehmen.

Sozialpsychologisch betrachtet hat jeder Mensch den Wunsch nach Zugehörigkeit und Anerkennung und orientiert sich an den Normen und Standards seiner Bezugsgruppe. In anderen Worten: Es gilt, innerhalb des eigenen Umfelds dazuzugehören, mitzuhalten in punkto Aussehen, berufliche Position, Auto, Wohnung oder Mode. Schon immer war das so, im alten Rom wie auch bei unseren Eltern.

Neu ist allerdings die Steigerung, die das Thema Besitztum in den letzten Jahrzehnten erfahren hat. Immer schneller kommen neue Produkte auf den Markt, Trends wechseln in immer rascherer Folge. Das Weihnachtsfest geht mittlerweile unter im Kaufrausch und allenthalben wird uns demonstriert, Besitz sei gleichbedeutend mit Glück und Lebensfreude. „Ich kaufe, also bin ich“, scheint das Credo der modernen Gesellschaft zu sein.

Wer unreflektiert ein solches Wertesystem und Konsumverhalten (vor)lebt, hat es schwer, Kindern ihre Wünsche abzuschlagen. Wer selbst Markenprodukte kauft, setzt damit Maßstäbe bei seinem Kind. Laut GfK waren beispielsweise 74 Prozent der Eltern selbst der Ansicht, dass bei einem Schulranzen die Marke besonders wichtig sei (2010). Warum sollten dann Kinder weniger einfordern als ausschließlich bestimmte Fabrikate?

Tiefergehende Werte
Ohne das eigene elterliche Verhalten zu überdenken und zu ändern, hat man kaum eine Chance, dem Sog der oberflächlichen Konsumwelt zu entkommen. Materielles war noch nie ein Garant für Glück, schon gar nicht ein Ersatz für Zeit oder Liebe. Es verhilft weder zu echten Freunden noch zu wahrhaftem Selbstbewusstsein. Anstelle von Konsum und pausenloser Bedürfnisbefriedigung sollten durch Vertrauen, bewusste Lebensgestaltung und Auseinandersetzung tiefergehende Werte vermittelt werden. Am allerbesten ist es natürlich, von klein auf anderen als materiellen Dingen Bedeutung einzuräumen. Ausflüge unternehmen statt massenhaft Spielzeug kaufen, miteinander reden, sich Zeit nehmen, Gemeinsamkeit leben – das ist es, worauf es wirklich ankommt. Zeitlich gestressten Eltern könnte es helfen, ihre Prioritäten anders zu setzen. Ist die saubere Wohnung am Wochenende wirklich so wichtig? Warum nicht einfach das Putzen einmal ausfallen lassen und stattdessen etwas spielen? Oder gemeinsam putzen und die gewonnene Zeit in eine schöne Unternehmung investieren?

Selbstbewusstsein stärken
Kinder sollten erfahren, dass es nicht wichtig ist, immer anerkannt zu sein und um jeden Preis dazuzugehören. Statt bewundernde Aussagen über den BMW des Nachbarn zu machen, könnte auch einmal ein Künstler gelobt werden, der unbeirrt seinen eigenen Weg gegangen ist. Eltern sollten herausstellen, dass es gut und erlaubt ist, eine eigene Meinung zu vertreten. Und das Kind sollte entsprechend gefördert und ermuntert werden. Das Selbstbewusstsein seines Kindes zu stärken, ist ohnehin das A und O im Kampf gegen den Konsumwahn, der aus Gruppendruck erwächst. Um gefeit zu sein gegen den Drang, alles mitmachen zu müssen, helfen dem Kind auch außerschulische Kontakte, etwa in einem Sportverein oder in der Musikschule. Solche Aktivitäten bringen neue Freunde und Aufmerksamkeit von ganz anderer Seite. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass auf diese Weise Alternativen zu Fernsehen und PC geschaffen werden und damit auch zur allgegenwärtigen Werbung.

Als Eltern findet man Unterstützung im Kontakt zu Gleichgesinnten mit ähnlich konsumkritischer Haltung. Wer richtiggehend etwas bewirken möchte, könnte das Thema einmal beim Elternabend der Schule zur Sprache bringen. Zumindest aber macht es Sinn, sich mit den Eltern der engsten Freunde des Kindes auszutauschen und Absprachen zu treffen.

Tatsache ist: Für Kinder ist es unglaublich wichtig, in ihrer Gruppe dazuzugehören. Im Grunde geht es beim Rückzug aus dem Konsum auch nicht um Verzicht, sondern um Mäßigung. So sollte unterschieden werden, welcher Wunsch für das Kind wirklich bedeutungsvoll ist und was lediglich dazu dient, im Freundeskreis ganz vorne mitzumischen.

Der goldene Mittelweg
Wenn ein Grundschüler auf die weiterführende Schule wechselt, ist das definitiv ein entscheidender Schritt im Leben des Kindes. Der will auch durch eine neue Schultasche signalisiert sein. Hier aus Prinzip zu blocken, wäre mehr schädlich als nützlich und würde eine tiefe Wunde hinterlassen. Hingegen jeden Monat neue Spiele für Nintendo, PlayStation und Co. zu erwerben, wäre erzieherische Achtlosigkeit. Ein guter Indikator dafür, wie viel einem Kind die Erfüllung seines Wunsches wirklich bedeutet, ist übrigens, es etwas vom Taschengeld beisteuern zu lassen.

Wer öfter nach einem Mittelweg sucht zwischen zu hohen Ausgaben und Wunscherfüllung, dem seien die Klassiker unserer Eltern empfohlen: Das Geschenk „aufteilen“ auf mehrere Feiertage, Geburtstag und Weihnachten etwa, oder auf mehrere Verwandte. Dank Internetbörsen kann man heutzutage auch leicht gutes Gebrauchtes finden. Eine weitere Variante wäre, das ein oder andere Teil aus der Habe des Kindes zu verkaufen, um mit dem Erlös wiederum das Gewünschte zu finanzieren.

Anschaffungen für die Kinder sind und bleiben ein Drahtseilakt zwischen Herz und Kopf. Heilsam gegen allzu leichtfertiges Nachgeben ist dabei die Erinnerung an die eigene Kindheit. Auch wir haben unseren Eltern damals erzählt, dass alle außer uns dies und jenes besäßen. Gestimmt hat das früher genauso wenig wie heute. Und wurden wir wirklich direkt zum Außenseiter, wenn uns hin und wieder etwas versagt wurde? Hat es uns dauerhaft psychisch geschadet, wenn wir nicht immer sofort jede Kleinigkeit bekamen?

Unsere schönsten Erinnerungen sind selten die, dass wir mit Spielzeug oder Anziehsachen überhäuft wurden, sondern die, wie uns ein wirklich großer Wunsch erfüllt wurde. Oder es sind Erinnerungen an besondere Menschen und ihre Eigenheiten, an Erlebnisse, an Atmosphäre. Diese Erkenntnis hilft, ab und zu nein zu sagen, wenn die Wünsche unserer Kinder überhand nehmen. Wir tun unseren Kindern keinen Gefallen mit dem allgegenwärtigen Dauerkonsum. Ein Zuviel an Bedürfnisbefriedigung ist gleichzeitig ein Zuwenig an Auseinandersetzung, an Wegweisung, an Förderung und kritischem Hinterfragen.

Ich kannte einmal ein amerikanisches Ehepaar, dessen Kinder an Weihnachten nie mehr als drei Geschenke bekamen – so viele, wie eben Jesus auch nur erhalten hatte. Ein erstaunliches Beispiel für Mäßigung. Vielleicht muss es aber gar nicht so extrem sein. Geschenke nur an Weihnachten – statt schon an den 23 Tagen vorher – wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Silke Mayer arbeitet im Bereich Weiterbildung und Training, daneben ist sie als freiberufl iche Autorin tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Duisburg.

Foto: thinkstock/stockbyte
https://www.family.de/wp-content/uploads/2012/08/spielzeugautos.jpg 824 802 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-12-12 08:25:342012-12-03 12:27:37Werteberge statt Spielzeughalden

Im ersten Schuljahr werden Kinder dick

Bis zum Alter von fünf Jahren sind 10 Prozent der Kinder übergewichtig, mit acht Jahren sind es jedoch schon 20 Prozent. Das kritische Alter der Gewichtszunahmen liegt nach einer Untersuchung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz bei etwa sieben Jahren, also im ersten Schuljahr.

Studienleiter Perikles Simon warnt aber davor, die Gründe für den Gewichtsanstieg im schulischen Alltag zu vermuten: „ Unsere Kinder wurden auch schon vor 20 Jahren eingeschult und kommen heute in ein ähnliches schulisches Umfeld wie damals. Wir gehen von einem komplexen Zusammenspiel mehrerer Faktoren aus, die aber wahrscheinlich überwiegend im häuslichen Umfeld der Kinder zu suchen sind.“

Quelle: bildungsklick.de

https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg 0 0 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-11-27 11:18:042012-11-27 11:18:04Im ersten Schuljahr werden Kinder dick

Kinder haben 40-Stunden-Woche

Schule, Familie, Chillen – das sind die wichtigsten Beschäftigungen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Bei einer Online-Umfrage vom Deutschen Kinderhilfswerk und Unicef Deutschland haben rund 2.000 Kinder und Jugendliche auf die Frage geantwortet: „Wie verbringt ihr eure Zeit?“ Danach beansprucht die Schule 39 Stunden, mit der Familie werden 18 Stunden verbracht und fürs Chillen 15 Stunden verwendet. Erst danach folgt der Medienkonsum mit 14 Stunden, die Freunde mit 12 und Hobbys mit knapp acht Stunden.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg 0 0 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-11-27 11:16:082012-11-27 11:16:26Kinder haben 40-Stunden-Woche

Bloß nicht über Geld sprechen

Warum ist das Thema Geld bei vielen Paaren ein wunder Punkt? Weil bei dem Umgang mit den Finanzen die Prägung eine besonders große Rolle spielt.

Der Sozialpsychologe Rolf Haubl schreibt dazu in einem Beitrag des Wissenschaftsmagazins Forschung Frankfurt: „Der Geldstil, den sie (die Paare) in ihrer Beziehung zu realisieren suchen, wird in ihrer lebensgeschichtlichen Vergangenheit vorbereitet.“ Konflikte übers Geld beruhen meist nicht auf einfachen Missverständnissen, sondern hängen fest mit den Herkunftsfamilien und anderen Bezugspersonen zusammen. Viele Paare sprechen deshalb einfach nicht mehr über Geld, hat Haubl festgestellt.

Quelle: idw

https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg 0 0 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-11-27 11:14:392012-11-27 11:14:39Bloß nicht über Geld sprechen

Warum Reiche länger leben

Menschen, die ein hohes Einkommen zur Verfügung haben, leben in Deutschland im Durchschnitt länger. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach haben Frauen mit einem großen Vermögen eine dreieinhalb Jahre höhere Lebenserwartung, als Frauen mit nur geringem Einkommen. Bei Männern liegt der Unterschied sogar bei 5 Jahren.

„Unsere Studie legt die Interpretation nahe, dass die geringere Lebenserwartung von Frauen in Haushalten mit geringen Einkommen zum Teil mit der psychischen Belastung wegen finanzieller Knappheit sowie mit schwächeren sozialen Netzwerken in Zusammenhang stehen“, sagt der DIW-Forscher Martin Kroh. Bei Männern, die nur wenig Geld zur Verfügung haben, wird eine schlechte Bildung und starke körperliche Belastung bei der Arbeit mit der geringeren Lebenserwartung in Verbindung gesetzt.

Quelle: idw

https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg 0 0 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-11-27 11:12:462012-11-27 11:13:13Warum Reiche länger leben

„Das hat unserer Ehe gut getan!“

Was hilft, die Zweierbeziehung frisch zu halten und zu stärken? Vier Paare beantworten diese Frage sehr unterschiedlich. Zwei Antworten können Sie hier lesen.

Zusammen putzen!

Ingrid und Rüdiger Jope schwingen zuerst den Wischlappen und genießen dann den Feierabend gemeinsam.

Freitag 14 Uhr. Rüdiger genießt seine Spaghetti, vor mir dampft ein Pott Milchkaffee. Unsere Große macht Mittagspause, unser Kleiner Mittagsschlaf. Um 15 Uhr ist die Ruhe vor dem Sturm vorbei. Rüdiger wuselt mit dem Lappen durch Treppenhaus und Wohnzimmer, während ich den Fingertapsen, Fettspritzern und Krümeln auf dem Fußboden in der Küche zu Leibe rücke. Anna schafft das Altglas weg und leert die Kinderzimmer-Mülleimer. In der Zwischenzeit wacht Joshua auf und plappert aufgeregt „Gauger, Gauger!“ Zehn Minuten später steht er mit seinem Kinderstaubsauger mitten im Gewühl. 16 Uhr – Anna muss zum Chor. Papa und Sohn begleiten sie. Ich nutze die sturmfreie Zeit, um Bad und Toiletten auf Vordermann zu bringen. Als ich zum letzten Mal den Wischlappen auswringe, höre ich die Stimme aus dem Kinderwagen: „Trattor, Trattor!“ – „Hast du Joshuas Spieltraktor irgendwo gesehen?“ Rüdiger gibt mir einen Kuss. Ich gehe mit den Kindern für die verbleibende Zeit bis zum Abendessen in den Garten. Währenddessen poliert Rüdiger Parkett und Treppen von oben bis unten. Irgendwann nach zwanzig Uhr sitzen wir mit einem Glas Rotwein im Wohnzimmer. Wir genießen die saubere Wohnung und die Freiheit, uns samstags was anderes vorzunehmen: In Ruhe was am PC zu arbeiten, Laufen zu gehen, im Garten zu werkeln oder nach einem ausgiebigen Frühstück etwas Schönes zu unternehmen. Obendrein genießen wir das Gefühl, die unangenehme Arbeit gemeinsam geschultert zu haben. Das befruchtet auch unser Miteinander, wenn es ums Teilen von inneren Lasten geht. Regelmäßig nehmen wir uns Zeit, um uns gegenseitig zu erzählen, was uns bewegt, wie es in uns aussieht. Einander zuhören, nachspüren, wie es dem anderen geht und dadurch manches besser verstehen zu können – das tut einfach gut.

Beides gehört für uns zusammen: Die Alltagslasten miteinander tragen und die Herzensanliegen miteinander teilen. So sind wir gemeinsam unterwegs – mal macht es richtig Spaß, mal halten wir zusammen und uns gegenseitig aus und mal erfahren wir: Geteilte Last ist halbe Last.

Ingrid und Rüdiger Jope wohnen mit ihren Kindern Anna (7) und Joshua (2) in Wetter/Ruhr. 

 

 

In die Zukunft gecoacht

Rebekka Schwaneberg und ihr Mann Falko profitieren von den richtigen Fragen eines Coaches.

Der „Ernst des Lebens“ – vor einem Jahr stand ich am Ende meines Studiums, und vor diesem Hintergrund tauchten nun die sehr großen Fragen des Lebens auf: In welche Richtung möchte ich mich entwickeln? Wie stelle ich mir die gemeinsame Zukunft mit meinem Mann vor? Haben wir eine Vision für unser Leben, ein gemeinsames Ziel? Ich entwickelte in dieser Zeit eine tiefe Sehnsucht nach einem spannenden und vollgepackten Leben; ich wollte viel mehr als „nur“ Auto, Haus und Kinder – ich wollte die Welt sehen und sie verändern, Spuren hinterlassen, Gott und den Menschen dienen, an Grenzen stoßen, meinen Horizont erweitern, lernen, wachsen, lieben – einfach alles auf einmal. Und am liebsten noch im selben Jahr raus in die Welt, zusammen mit meinem Mann, als vollzeitliche Missionare.

Für meinen Mann kam das alles überraschend und plötzlich, er fühlte sich (zu Recht) überfordert und überrannt von meinem Aktionismus und meinen Sehnsüchten. Ich wiederum fühlte mich von seinem Zögern ausgebremst und fing an, daran zu zweifeln, dass ich an der Seite meines Mannes meine Wünsche und Sehnsüchte würde erfüllen können.

Ein sehr guter Bekannter, der sich zum systemischen Berater und Coach hatte fortbilden lassen, hörte von unseren Fragen und bot uns ein Paar-Coaching an. Er half uns, die richtigen Fragen für unsere Situation zu formulieren und auf diese Weise einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu finden. Wir analysierten zunächst jeweils unsere Stärken und stellten dabei fest, wie gut wir uns in all unserer Unterschiedlichkeit ergänzen! Gott hat so viele gute Dinge in uns hineingelegt und wir dürfen uns daran freuen und einander damit dienen.

In einer anderen Sitzung sprachen wir darüber, wie wir uns unser Leben „im Rückspiegel“ vorstellen, was uns im Leben wirklich wichtig ist. Hier konnte vor allem ich darüber staunen, dass wir beide in die gleiche Richtung schauen. Unsere Ziele und Vorstellungen von einem erfüllten Leben sind identisch – wir hatten nur aufgrund unserer unterschiedlichen Kommunikationsstile Schwierigkeiten, dies wahrzunehmen und einander wirklich zu verstehen.

Heute, ein Jahr nach dem Coaching, haben wir noch nicht „die eine“ Vision für unser Leben gefunden – aber ich verspüre auch keinen solchen Druck mehr. Wir beide konnten durch das Coaching neu Vertrauen in Gott und in unsere Ehe fassen – er hat sich offenbar etwas dabei gedacht, uns einander anzuvertrauen. Er hat etwas Wunderbares mit uns vor und wir sind schon sehr gespannt darauf!

Rebekka Schwaneberg lebt mit ihrem Mann in Berlin und arbeitet als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache.

 

 

 

 

 

 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in der aktuellen family 01/13. Jetzt bestellen

https://www.family.de/wp-content/uploads/2012/08/gemeinsam_putzen.jpg 1146 1164 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-11-26 13:36:292012-12-04 13:23:43„Das hat unserer Ehe gut getan!“

family im Fernsehen

Das Projekt „family“ startet im Januar einen neuen Ableger: family – das TV-Magazin. Drei Sender strahlen die Sendung zur Zeitschr ift aus. Noch Fragen? Hier sind einige Antworten von family-TV-Redakteur Christof Klenk.

Was ist das Besondere an der Sendung?
Es gibt kaum eine Sendung im deutschen Fernsehen, die die Themen Ehe und Familie klar und realistisch in den Blick nimmt, sodass man als Zuschauer wirklich etwas erfahren und lernen kann. Meistens sind es superdramatische Chaosberichte, in denen es ums Überleben als Familie geht. Häufig werden Familien vorgeführt.

Stattdessen macht ihr …
… einen Mix aus Unterhaltung, Nutzwert und Magazin. family zeigt Familie und Ehe mit allen schönen Seiten, Herausforderungen und Chancen. Wir stellen Familien vor, die interessante Wege beschreiten, mitten im Leben stehen und Spaß am Alltagschaos haben.

Worum wird es in der ersten Folge gehen?

  • Familie Wilhelm betreut in der Bereitschaftspflege Kinder auf Zeit. In family erzählen sie, was das mit ihnen als Familie macht.
  • Mike Müllerbauer macht Musik für Kinder. Vor kurzem ist er selbst Vater geworden.
  • Das Comedypaar Lennardt + Lennardt stellt sich der Frage: „Was hätte aus uns werden können?”
  • Paarexperte Florian Mehring erklärt, was die erste Liebe so besonders macht.
  • Ein Blick hinter die Kulissen der family-Redaktion.

Wann startet die Sendung und wo kann ich sie sehen?
Ab 07.01.2013 startet family im Fernsehen. BibelTV, ERF und Hope Channel werden die Sendung zeigen. Weitere Sende Termine entnehmen Sie bitte den Publikationen der Sender.

Wenn Zeitschriftenmacher sich in die Filmwelt aufmachen, gibt es bestimmt einige Aha-Erlebnisse.
Es ist für einen Zeitschriftenmenschen immer wieder verblüffend, wie viele Menschen an einer Fernsehproduktion beteiligt sind und was das für einen Organisationsaufwand bedeutet.

Wo kann ich wann die erste Sendung sehen?

[one_third first]

ERF

07.01.13, 21:45

08.01.13, 17:15

13.01.13, 12:15

[/one_third]

[one_third]

BibelTV

13.01.2013, 18:00

15.01.2013, 11:00

16.01.2013, 21:45

17.01.2013, 01:30

23.01.2013, 19:00

[/one_third]

[one_third]

Hope Channel

07.01., 20:15

10.01., 19:00

16.01., 08:30

27.01., 17:00

31.01., 17:30

[/one_third]

https://www.family.de/wp-content/uploads/2012/08/FamilyTV.jpg 1936 2592 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-11-22 18:01:052012-12-04 15:22:37family im Fernsehen

Im Redaktionstest: Stevia

Ist Stevia wirklich eine Alternative zu Zucker? Bisher waren die entsprechenden Produkte oft schwierig zu dosieren und hatten einen bitteren Beigeschmack. Mit der neuen Streusüsse von „Natursüss“ soll sich das ändern. Grund für uns, das neue Produkt aus der Stevia-Pflanze zu testen. Ergebnis: „Natursüss“ kommt pur, in Kaffee oder Tee auch nicht ganz ohne Beigeschmack aus. Allerdings ist er wesentlich schwächer als bei anderen Stevia-Produkten oder bei Süssstoff. In Gerichten wie Pfannkuchen, Joghurt oder Apfelmus ist Stevia eine gute Alternative zu Zucker. Geschmacklich merkt man es nicht, dafür hat es deutlich weniger Kalorien, ist besser für die Zähne und für Diabetiker geeignet. Allerdings ist es auch deutlich teurer als Zucker.

Unser Fazit: eine gute Alternative zu Zucker, die ihn aber nicht ganz ersetzen kann. Am besten selbst ausprobieren!

Weitere Infos und Rezepte: www.natursuess.de.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg 0 0 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-11-07 13:42:042012-11-07 13:42:04Im Redaktionstest: Stevia

Eltern heiraten nicht mehr so häufig

Spätestens, wenn sich der Nachwuchs ankündigt, wird geheiratet! Für viele (angehende) Eltern gilt dieser Satz offenbar nicht mehr! Der Anteil der Familien mit minderjährigen Kindern, bei denen die Eltern verheiratet sind, liegt in Ostdeutschland nur noch bei 54 Prozent. 1996 waren es noch 72 Prozent. In Westdeutschland haben noch rund 75 Prozent der Eltern einen Trauschein. Aber auch dort ist der Anteil gesunken. 1996 waren noch 84 Prozent verheiratet. Dabei wächst nicht nur der Anteil unehelicher Lebensgemeinschaften mit Kindern, sondern auch die Zahl alleinerziehender Elternteile. In fast einem Viertel der Familien in den neuen Bundesländern sind die Eltern alleinerziehend. In den alten Ländern wachsen in 18 Prozent der Familien die Kinder mit einem Elternteil auf.

Quelle: Statistisches Bundesamt

https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg 0 0 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2012-11-07 13:40:042012-11-07 13:40:04Eltern heiraten nicht mehr so häufig
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