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So wird die Weihnachtszeit entspannt: 3 Tipps für Familien

Endlich mehr Zeit für das Wesentliche: Mit drei einfachen Ideen wird die Weihnachtszeit für Familien entspannt und besinnlich.

Wer kennt das nicht: Im Dezember rast die Zeit. Mit einem unglaublichen Tempo geht es auf Weihnachten zu. Nachdem der Adventskranz gebunden oder gekauft wurde, die Adventskalender der Kinder gepackt und die Füllungen für die Nikolausstiefel besorgt wurden, findet pro Kind noch mindestens eine Weihnachtsfeier statt. Außerdem muss für das Krippenspiel an Heiligabend geprobt werden, fehlende Weihnachtsgeschenke werden besorgt, und der Weihnachtsbaum wird gekauft und geschmückt. Schließlich stehen der Besuch wenigstens eines Weihnachtsmarkts, das traditionelle Plätzchenbacken und gern noch eine tägliche Adventsandacht mit den Kindern auf dem Programm.

Jahrelang war ich diesem Stress ausgeliefert und an Heiligabend völlig fertig und erschöpft. Im Lauf der Jahre habe ich mir verschiedene Techniken angeeignet, die die Adventszeit deutlich entstressen und mit denen wir als Familie sogar mehr Advents- und Weihnachtsbräuche ausleben können als zuvor. In diesem Artikel stelle ich euch drei davon vor.

Tipp 1: Die 12 heiligen Nächte nutzen

Vor einigen Jahren las ich einen Artikel über die 12 heiligen Nächte – ursprünglich als Rauhnächte mit heidnischem Kontext bekannt, die aber auch einen christlichen Bezug zur katholischen Kirche haben. Da kam mir die Idee, diese Zeit zu nutzen! Warum sollten alle Advents- und Weihnachtsbräuche denn unbedingt noch vor den Heiligabend gequetscht werden, in eine Zeit, in der zusätzlich zu Schule und Kindergarten noch viele extra Termine stattfinden?

Die 12 heiligen Nächte enden am 6. Januar mit der Ankunft der heiligen drei Könige. Die gehören schließlich auch zu Weihnachten und stehen in fast jeder Weihnachtskrippe. Zudem sind in diesem Zeitraum Ferien für die Kinder, und auch die Erwachsenen haben oftmals durch die vielen Feier- und Brückentage frei. Diese 13 Tage (es sind 12 heilige Nächte und somit 13 Tage vom 25. Dezember bis zum 6. Januar) nutzen wir nun, um die Weihnachtszeit bewusst als Familie erleben zu können. Hierfür haben wir einen „12 heilige Nächte“-Kalender, welcher in der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtsfeiertag aufgehängt wird. Er besteht aus 13 Briefumschlägen, versehen mit 12 Zahlen und einem Stern am Dreikönigstag.

Abwechselnd darf jedes Kind beim gemeinsamen Frühstück einen Umschlag öffnen und erzählen oder vorlesen, was darauf steht. Es ist immer ein kurzer Text und ein dazugehöriges Bild abgebildet. Jeden Tag findet nun ein besonderes Event statt wie Plätzchen backen, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt besuchen, Schlittschuh laufen, in den Weihnachtszirkus gehen, Schneekugeln basteln oder einen Weihnachtsfilm gucken. Die Kinder lieben diesen Kalender, denn wir verbringen jeden Tag eine besondere intensive Familienzeit miteinander, erleben die Weihnachtszeit sehr bewusst und haben auch Zeit für all die Dinge, welche vor Heiligabend nicht stressfrei in den Kalender gepasst hätten.

Die Kärtchen bereite ich schon im Vorfeld vor, wir benutzen die meisten jedes Jahr wieder. Ich bestücke den Kalender zu Beginn mit den Kärtchen der fest gebuchten Aktivitäten wie Weihnachtszirkus, Kino oder Mittelaltermarkt. Bei Events, die wetterabhängig sind – Schlitten fahren oder Iglu bauen – werden die Kärtchen erst am Vorabend in die Umschläge gesteckt oder entsprechend ausgetauscht, wenn das Wetter nicht mitspielen sollte.

Da ich an Silvester immer Zeit zum Vorbereiten brauche, wird an diesem Tag traditionell das Kärtchen mit dem „Playmobil Arktis Spieltag“ geöffnet. Die Kinder bekommen eine große Kiste mit der Playmobil Arktis-Welt und dem passenden Hörspiel dazu und dürfen damit einen ganzen Tag bauen, hören und spielen. Diese Kiste gibt es ausschließlich an Silvester, und sie wird auch am nächsten Tag wieder weggeräumt. So beschäftigen sich die Kinder ausgiebig damit, und ich kann in aller Ruhe den Silvesterabend vorbereiten und habe meistens auch noch Zeit für einen persönlichen Jahresabschluss.

Tipp 2: Weihnachtsvorbereitungen entzerren

Der nächste Tipp betrifft den Stress, welcher durch die Weihnachtsvorbereitungen entsteht: Da muss die Dekoration aufgehängt, die Weihnachtskrippe aufgebaut, der Tannenbaum gekauft, aufgestellt und geschmückt und das Weihnachtsessen vorbereitet und gekocht werden – und all dies am besten an einem einzigen Tag.

Aber wer sagt denn, dass der Weihnachtsbaum erst an Heiligabend aufgestellt und geschmückt werden darf? Und warum die Weihnachtskrippe nicht schon früher aufbauen? Vielleicht kann man mit den Gewohnheiten der Herkunftsfamilie brechen und eigene Rituale passend für die eigene Familie einführen? Vor wenigen Jahren habe ich diesen Schritt gewagt. Seitdem hat meine Familie viel mehr von der Weihnachtszeit, und ich habe deutlich weniger Stress im Vorfeld und kann entspannt Heiligabend genießen.

Hierzu habe ich alle diese Vorbereitungen auf die verschiedenen Adventswochenenden beziehungsweise Sonntage verteilt. Dekorieren am Sonntag als ganze Familie kann ein tolles und abwechslungsreiches Event und eine schöne Familienzeit sein: So wird die Weihnachtsdekoration am ersten Adventswochenende aufgehängt. Hierbei helfen vor allem die kleineren Kinder fleißig mit. Innerhalb einer Stunde sieht es richtig schön weihnachtlich aus, und wir feiern im Anschluss unsere erste Adventsandacht mit Weihnachtsliedern und Blockflöte, dem ersten Teil eines Weihnachtsgeschichten-Adventskalenders sowie natürlich Punsch und Keksen. Am zweiten Adventswochenende wird die Weihnachtskrippe aufgebaut, und am vierten Advent steht bereits der Weihnachtsbaum, welcher gemeinsam mit den Kindern und passender Weihnachtsmusik geschmückt wird.

Auch richte ich im Vorfeld schicke Kleidung für jedes Kind – für alle drei Feiertage – sodass diese nur noch hineinschlüpfen können und nichts mehr in Eile gewaschen und gebügelt werden muss, bevor der Besuch bei Oma und Opa ansteht. An Heiligabend gibt es bei uns immer Raclette, da dieses auch gut vorbereitet werden kann. So können wir uns, wenn wir vom Gottesdienst kommen, direkt an den gedeckten Tisch setzen und mit dem Weihnachtsessen anfangen.

Tipp 3: Geschützter Familientag

Gerade an Weihnachten geht es um weit mehr als Geschenke, volle Terminkalender und festliche Dekoration – es geht um die Geburt Jesu, um Besinnung und um Gemeinschaft. Mitten im Trubel der Feiertage tut es gut, bewusst innezuhalten und sich daran zu erinnern. Warum also nicht den ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag ganz bewusst als geschützten Familientag einplanen?

Nach den oft aufregenden Tagen mit Vorbereitungen, Besuchen, Gottesdiensten und Programmpunkten darf dieser Tag frei sein von Terminen, Erwartungen und Perfektionismus. Keine Einladungen, keine Gäste, keine Verpflichtungen – stattdessen Zeit nur für die Familie. Vielleicht beginnt der Tag mit einem gemütlichen Frühstück im Schlafanzug, einem gemeinsamen Gebet oder einer kleinen Andacht, um die Weihnachtsbotschaft noch einmal ins Herz sinken zu lassen. Danach bleibt Raum zum Spielen, Spazierengehen oder zum Nichtstun.

Gerade wenn wir bewusst einen Schritt zurücktreten und die Stille zulassen, entsteht Platz für das, was Weihnachten ausmacht: die Freude darüber, dass Gott in Jesus Mensch geworden ist, und die Dankbarkeit für seine Nähe in unserem Alltag. Ein Spaziergang in der Natur kann helfen, diesen Blick zu schärfen – für Gottes Spuren um uns herum und sein Wirken mitten in unserem Leben. So wird Weihnachten nicht nur gefeiert, sondern auch erlebt: als Zeit der Ruhe, des Friedens und der Begegnung mit Gott und miteinander.

Dorothee Tappe ist Diplom-Sozialpädagogin und Bildungsforscherin und Mutter von sechs Kindern. Auf ihrem YouTube-Kanal „Familie(n)leben“ veröffentlicht sie Tipps und Themen zu Familienalltag und Erziehung.

Die Weihnachtszeit entspannt genießen: 3 Tipps für Familien

Endlich mehr Zeit für das Wesentliche: Mit drei einfachen Ideen wird die Weihnachtszeit für Familien entspannt und besinnlich.

Wer kennt das nicht: Im Dezember rast die Zeit. Mit einem unglaublichen Tempo geht es auf Weihnachten zu. Nachdem der Adventskranz gebunden oder gekauft wurde, die Adventskalender der Kinder gepackt und die Füllungen für die Nikolausstiefel besorgt wurden, findet pro Kind noch mindestens eine Weihnachtsfeier statt. Außerdem muss für das Krippenspiel an Heiligabend geprobt werden, fehlende Weihnachtsgeschenke werden besorgt, und der Weihnachtsbaum wird gekauft und geschmückt. Schließlich stehen der Besuch wenigstens eines Weihnachtsmarkts, das traditionelle Plätzchenbacken und gern noch eine tägliche Adventsandacht mit den Kindern auf dem Programm.

Jahrelang war ich diesem Stress ausgeliefert und an Heiligabend völlig fertig und erschöpft. Im Lauf der Jahre habe ich mir verschiedene Techniken angeeignet, die die Adventszeit deutlich entstressen und mit denen wir als Familie sogar mehr Advents- und Weihnachtsbräuche ausleben können als zuvor. In diesem Artikel stelle ich euch drei davon vor.

Tipp 1: Die 12 heiligen Nächte nutzen

Vor einigen Jahren las ich einen Artikel über die 12 heiligen Nächte – ursprünglich als Rauhnächte mit heidnischem Kontext bekannt, die aber auch einen christlichen Bezug zur katholischen Kirche haben. Da kam mir die Idee, diese Zeit zu nutzen! Warum sollten alle Advents- und Weihnachtsbräuche denn unbedingt noch vor den Heiligabend gequetscht werden, in eine Zeit, in der zusätzlich zu Schule und Kindergarten noch viele extra Termine stattfinden?

Die 12 heiligen Nächte enden am 6. Januar mit der Ankunft der heiligen drei Könige. Die gehören schließlich auch zu Weihnachten und stehen in fast jeder Weihnachtskrippe. Zudem sind in diesem Zeitraum Ferien für die Kinder, und auch die Erwachsenen haben oftmals durch die vielen Feier- und Brückentage frei. Diese 13 Tage (es sind 12 heilige Nächte und somit 13 Tage vom 25. Dezember bis zum 6. Januar) nutzen wir nun, um die Weihnachtszeit bewusst als Familie erleben zu können. Hierfür haben wir einen „12 heilige Nächte“-Kalender, welcher in der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtsfeiertag aufgehängt wird. Er besteht aus 13 Briefumschlägen, versehen mit 12 Zahlen und einem Stern am Dreikönigstag.

Abwechselnd darf jedes Kind beim gemeinsamen Frühstück einen Umschlag öffnen und erzählen oder vorlesen, was darauf steht. Es ist immer ein kurzer Text und ein dazugehöriges Bild abgebildet. Jeden Tag findet nun ein besonderes Event statt wie Plätzchen backen, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt besuchen, Schlittschuh laufen, in den Weihnachtszirkus gehen, Schneekugeln basteln oder einen Weihnachtsfilm gucken. Die Kinder lieben diesen Kalender, denn wir verbringen jeden Tag eine besondere intensive Familienzeit miteinander, erleben die Weihnachtszeit sehr bewusst und haben auch Zeit für all die Dinge, welche vor Heiligabend nicht stressfrei in den Kalender gepasst hätten.

Die Kärtchen bereite ich schon im Vorfeld vor, wir benutzen die meisten jedes Jahr wieder. Ich bestücke den Kalender zu Beginn mit den Kärtchen der fest gebuchten Aktivitäten wie Weihnachtszirkus, Kino oder Mittelaltermarkt. Bei Events, die wetterabhängig sind – Schlitten fahren oder Iglu bauen – werden die Kärtchen erst am Vorabend in die Umschläge gesteckt oder entsprechend ausgetauscht, wenn das Wetter nicht mitspielen sollte.

Da ich an Silvester immer Zeit zum Vorbereiten brauche, wird an diesem Tag traditionell das Kärtchen mit dem „Playmobil Arktis Spieltag“ geöffnet. Die Kinder bekommen eine große Kiste mit der Playmobil Arktis-Welt und dem passenden Hörspiel dazu und dürfen damit einen ganzen Tag bauen, hören und spielen. Diese Kiste gibt es ausschließlich an Silvester, und sie wird auch am nächsten Tag wieder weggeräumt. So beschäftigen sich die Kinder ausgiebig damit, und ich kann in aller Ruhe den Silvesterabend vorbereiten und habe meistens auch noch Zeit für einen persönlichen Jahresabschluss.

Tipp 2: Weihnachtsvorbereitungen entzerren

Der nächste Tipp betrifft den Stress, welcher durch die Weihnachtsvorbereitungen entsteht: Da muss die Dekoration aufgehängt, die Weihnachtskrippe aufgebaut, der Tannenbaum gekauft, aufgestellt und geschmückt und das Weihnachtsessen vorbereitet und gekocht werden – und all dies am besten an einem einzigen Tag.

Aber wer sagt denn, dass der Weihnachtsbaum erst an Heiligabend aufgestellt und geschmückt werden darf? Und warum die Weihnachtskrippe nicht schon früher aufbauen? Vielleicht kann man mit den Gewohnheiten der Herkunftsfamilie brechen und eigene Rituale passend für die eigene Familie einführen? Vor wenigen Jahren habe ich diesen Schritt gewagt. Seitdem hat meine Familie viel mehr von der Weihnachtszeit, und ich habe deutlich weniger Stress im Vorfeld und kann entspannt Heiligabend genießen.

Hierzu habe ich alle diese Vorbereitungen auf die verschiedenen Adventswochenenden beziehungsweise Sonntage verteilt. Dekorieren am Sonntag als ganze Familie kann ein tolles und abwechslungsreiches Event und eine schöne Familienzeit sein: So wird die Weihnachtsdekoration am ersten Adventswochenende aufgehängt. Hierbei helfen vor allem die kleineren Kinder fleißig mit. Innerhalb einer Stunde sieht es richtig schön weihnachtlich aus, und wir feiern im Anschluss unsere erste Adventsandacht mit Weihnachtsliedern und Blockflöte, dem ersten Teil eines Weihnachtsgeschichten-Adventskalenders sowie natürlich Punsch und Keksen. Am zweiten Adventswochenende wird die Weihnachtskrippe aufgebaut, und am vierten Advent steht bereits der Weihnachtsbaum, welcher gemeinsam mit den Kindern und passender Weihnachtsmusik geschmückt wird.

Auch richte ich im Vorfeld schicke Kleidung für jedes Kind – für alle drei Feiertage – sodass diese nur noch hineinschlüpfen können und nichts mehr in Eile gewaschen und gebügelt werden muss, bevor der Besuch bei Oma und Opa ansteht. An Heiligabend gibt es bei uns immer Raclette, da dieses auch gut vorbereitet werden kann. So können wir uns, wenn wir vom Gottesdienst kommen, direkt an den gedeckten Tisch setzen und mit dem Weihnachtsessen anfangen.

Tipp 3: Geschützter Familientag

Gerade an Weihnachten geht es um weit mehr als Geschenke, volle Terminkalender und festliche Dekoration – es geht um die Geburt Jesu, um Besinnung und um Gemeinschaft. Mitten im Trubel der Feiertage tut es gut, bewusst innezuhalten und sich daran zu erinnern. Warum also nicht den ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag ganz bewusst als geschützten Familientag einplanen?

Nach den oft aufregenden Tagen mit Vorbereitungen, Besuchen, Gottesdiensten und Programmpunkten darf dieser Tag frei sein von Terminen, Erwartungen und Perfektionismus. Keine Einladungen, keine Gäste, keine Verpflichtungen – stattdessen Zeit nur für die Familie. Vielleicht beginnt der Tag mit einem gemütlichen Frühstück im Schlafanzug, einem gemeinsamen Gebet oder einer kleinen Andacht, um die Weihnachtsbotschaft noch einmal ins Herz sinken zu lassen. Danach bleibt Raum zum Spielen, Spazierengehen oder zum Nichtstun.

Gerade wenn wir bewusst einen Schritt zurücktreten und die Stille zulassen, entsteht Platz für das, was Weihnachten ausmacht: die Freude darüber, dass Gott in Jesus Mensch geworden ist, und die Dankbarkeit für seine Nähe in unserem Alltag. Ein Spaziergang in der Natur kann helfen, diesen Blick zu schärfen – für Gottes Spuren um uns herum und sein Wirken mitten in unserem Leben. So wird Weihnachten nicht nur gefeiert, sondern auch erlebt: als Zeit der Ruhe, des Friedens und der Begegnung mit Gott und miteinander.

Dorothee Tappe ist Diplom-Sozialpädagogin und Bildungsforscherin und Mutter von sechs Kindern. Auf ihrem YouTube-Kanal „Familie(n)leben“ veröffentlicht sie Tipps und Themen zu Familienalltag und Erziehung.

DIY-Ostergarten: So wird’s gemacht

Zwischen Hasen und Eiern gerät die eigentliche Bedeutung von Ostern schnell in den Hintergrund. Ein Ostergarten hilft, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen.

Als Familie haben wir gute Erfahrungen mit einem kleinen, selbst angelegten Ostergarten in unserer Wohnung gemacht. Einige Wochen vor Ostern haben wir darin Ostergras ausgesät. Während der Karwoche nahmen wir uns an den Feiertagen immer wieder kurz Zeit, um die passende Geschichte in einer kindgerechten Fassung vorzulesen. Dann gestalteten wir den Garten mit verschiedenen Figuren und Symbolen.

Für uns als Familie waren das immer schöne Momente, um zusammenzukommen, kurz innezuhalten und sich den Sinn dieses Festes in Erinnerung zu rufen. Die Kinder hatten viel Freude beim Aufbau und (Um-)Gestalten des Gartens. Zwischendurch ergaben sich immer wieder Fragen und Gespräche zu den Geschichten. Die Materialien sammle ich in einem Schuhkarton, sodass wir den Ostergarten jedes Jahr aufs Neue hervorholen können. Dieses Jahr wird er schon zum vierten Mal aufgebaut – er ist für uns zu einer schönen Ostertradition geworden.

So könnt ihr den Ostergarten ganz einfach selbst machen:

Ihr benötigt:

 

  • Blumenerde
  • Moos und Ostergras-Samen
  • Naturmaterialien (Steine, Zweige, etc.)
  • Stoffreste
  • Schnur
  • kleiner Blumentopf
  • Brot und Weintrauben
  • Figuren und Symbole zum Erzählen der Geschichte (Jesus, Esel, Brot & Wein, Soldaten, Engel, Kerze)

So wird’s gemacht:

 

  1. Den Ostergarten könnt ihr in einer Plastikwanne, einer Holzkiste oder einem (mit Plastik ausgelegtem) Pappkarton anlegen.
  2. Füllt euer Gefäß mit Blumenerde. Formt einen Hügel an dem Ort, an dem später die Kreuzigung dargestellt wird.
  3. Nun könnt ihr die Landschaft gestalten: Legt in der Mitte einen Weg aus Steinen, sät ringsherum Ostergras aus und legt Moos oder Holzstückchen aus.
  4. Legt die Figuren und Symbole zum Erzählen der Geschichte bereit. Ihr braucht sie für die einzelnen Stationen.

Stationen

Im Folgenden findet ihr zu jedem Ereignis eine kurze Geschichte. Lest diese Geschichte oder den passenden Abschnitt aus eurer Kinderbibel vor. Im Anschluss könnt ihr die einzelnen Figuren und Symbole am Ort des Geschehens platzieren.

Palmsonntag

Material: Figuren „Jesus“ und „Esel“, grüne Zweige, Stoffreste

Was für ein Gewimmel! Die ganze Stadt Jerusalem ist auf den Beinen. Viele Gäste aus nah und fern sind gekommen, um gemeinsam das Passahfest zu feiern. In den Straßen drängen sich viele Menschen. Da ruft jemand: „Schaut mal, da kommt Jesus!“ Tatsächlich: Auch Jesus möchte mit seinen Freundinnen und Freunden das große Fest der Befreiung feiern. Er reitet auf einem Esel in die Stadt. Die Leute sind ganz aufgeregt. Sie haben schon viel von diesem Mann gehört: Jesus hat vielen Menschen geholfen, er hat sie gesund und froh gemacht. Und er hat spannende Geschichten von Gott und seiner neuen Welt erzählt. Die Menschen sind begeistert. Sie begrüßen ihn wie einen König. Einige winken ihm mit grünen Palmzweigen, andere legen ihre Kleider auf die Straße. Viele jubeln ihm zu und rufen „Hosianna!“ Jesus ist in aller Munde. Viele fragen sich: Wer ist dieser Mensch?

Aktion: Stellt die Figuren von Jesus und dem Esel auf den Weg. Legt die grünen Zweige und kleine Stoffreste daneben.

Eine Jesus-Figur reitet auf einem Esel durch einen Ostergarten

Foto: privat

Gründonnerstag

Material: Figuren „Jesus“, „Brot & Wein“ und „Soldaten“, Brot, Weintrauben

Der Abend des Passahfestes ist gekommen. Jesus feiert mit seinen Freunden. Sie essen und trinken gemeinsam. Aber Jesus ist nicht fröhlich, er wirkt eher traurig und nachdenklich. Er sagt zu den anderen: „Einer von euch ist enttäuscht von mir und wird mich verraten.“ „Was? Doch nicht etwa ich?“ – Die Freundinnen und Freunde sind erschrocken, als sie das hören. Dann nimmt Jesus das Brot und den Wein, dankt Gott dafür und sagt: „Esst und trinkt alle davon! Dieses Brot und dieser Wein sind ein Zeichen dafür, dass ich mein Leben für euch gebe.“ Die Freunde wundern sich. Sie verstehen Jesus nicht. Aber sie essen und trinken alle davon – Freunde und Feinde.

Aktion: Stellt die Figuren von Jesus sowie Brot und Wein auf. Erinnert euch an das letzte gemeinsame Essen von Jesus und seinen Freunden, indem ihr gemeinsam Brot und Weintrauben teilt.

Nach dem Essen geht Jesus in einen Garten außerhalb der Stadt. Einige Freunde kommen mit. Sie warten am Eingang. Jesus weiß, dass es Menschen gibt, die ihn töten wollen. Er betet zu Gott: „Lieber Vater, ich habe große Angst! Bitte, lass mich nicht allein!“ Als er zu seinen Freunden zurückkommt, sieht er, dass alle eingeschlafen sind. Da kommen Soldaten mit Waffen. Einer der Freunde von Jesus ist bei ihnen. Er gibt Jesus einen Kuss und sagt: „Das ist der, den ihr fangen sollt!“ Jesus wird gefangen genommen. Seine Gegner sagen: „Jesus lügt! Er ist nicht Gottes Sohn und kein König! Er muss sterben!“

Aktion: Stellt die Figuren der Soldaten auf.

Soldaten-Playmobilfiguren stehen in einem Ostergarten

Foto: privat

Karfreitag

Material: Stöcke und Schnur

Heute ist ein stiller und trauriger Tag. Auf dem Berg hinter der Stadt steht ein Kreuz aus Holz. Jesus wurde verurteilt und stirbt. Seine Freundinnen und Freunde sind unendlich traurig und verzweifelt. Viele laufen davon und verstecken sich. Sie können es kaum aushalten. Alles ist vorbei. Alles ist aus. Sie weinen. Ihr Herz fühlt sich an wie ein schwerer Stein.

Aktion: Bastelt aus zwei Stöcken und der Schnur ein Kreuz und stellt es auf den vorbereiteten Hügel.

Karsamstag

Material: Stein, kleiner Blumentopf als Grab

Jesus ist tot. Er liegt in einem Grab in einer Felsenhöhle, davor ein schwerer Stein. Jetzt ist wirklich alles aus. Wie soll es nun weitergehen?

Aktion: Legt den kleinen Blumentopf neben das Kreuz in die Erde. Verschließt die Öffnung des Grabes mit einem Stein.

Ein Ostergarten mit Kreuz, Grab und einem Weg aus Steinen

Foto: privat

Ostersonntag

Material: Engelfigur, Kerze

Der schwere Stein ist weg! Drei Freundinnen von Jesus kommen am Morgen zum Grab. Sie wollen noch einmal Jesus nahe sein und sich von ihm verabschieden. Aber was ist das? Der Stein ist weg! Das Grab ist leer! Wo ist Jesus? Sie sehen ein helles Licht und einen Engel. Er sagt: „Habt keine Angst! Ihr sucht Jesus. Er ist nicht hier! Er ist nicht mehr tot. Jesus lebt! Er ist auferstanden!“ Die Frauen können es erst selbst kaum glauben, aber dann sind sie überglücklich. Sie erzählen allen von dem, was sie gesehen und erlebt haben. Jesus lebt, Halleluja! Darum feiern wir bis heute das Osterfest!

Aktion: Nehmt den Stein vom Grab. Stellt die Engelfigur auf. Zündet die Kerze an und stellt sie in oder neben den Ostergarten. Wenn ihr mögt, singt gemeinsam ein Osterlied oder sprecht ein Gebet.

Eine Jesus-Figur steht neben einem leeren Grab im Ostergarten. Daneben brennt eine Kerze

Foto: privat

Lea Morgenstern liebt es, Neues zu lernen und andere dabei zu begleiten. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Chemnitz und unterstützt verschiedene Kirchengemeinden als Predigerin und Referentin. Eine ihrer Aufgaben ist die wöchentliche Leitung eines Eltern-Kind-Kreises mit Liedern, Spielen und Geschichten von Gott und seiner bunten Welt.

Weihnachten mal anders: Mit Nachbarn feiern

Elternfrage: „Wir wollen dieses Jahr ein etwas anderes Weihnachtsfest feiern und statt unserer Verwandten am Heiligen Abend unserer Nachbarn einladen. Hat das schon mal jemand gemacht und kann uns dafür Tipps geben?“

Als Jesus auf die Welt kam, gab es aber für ihn nicht eine familiäre Welcome-Party im trauten Kreis mit Mama, Papa und vielleicht Oma und Opa. Sondern es kamen ziemlich bald Hirten und Weise von weither. Deshalb war und ist es auch uns als Familie immer wieder wichtig, Weihnachten nicht nur als Fest der Familie zu feiern, sondern unsere Freude über den Geburtstag von Jesus auch mit anderen zu teilen. So haben wir auch schon eine Hausweihnacht gefeiert.

Facettenreiche Angebote

Besonders gut umzusetzen ist diese Aktion natürlich, wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt. Sie ist aber auch abwandelbar in ein weihnachtliches Straßenfest, wenn man in einem Einfamilienhaus wohnt. Für unsere Hausweihnacht haben wir einen Aushang im Eingangsbereich gemacht und dazu eingeladen. In einem Jahr war es eine Adventsaktion und im anderen Jahr haben wir es direkt an Weihnachten veranstaltet.

In beiden Fällen gibt es unterschiedliche Bausteine, die man einbauen kann, denn Jesus hat es sich auch nicht leicht gemacht. Seine Geburt war eine Sensation für Hirten und Könige. Selbst der Herrscher Herodes hat davon Wind bekommen und sich mächtig darüber aufgeregt. Deshalb ist es schön, wenn unsere Angebote auch möglichst viele ansprechen.

Wir haben erst mal eine Zeit gehabt, in der jeder etwas mit einem kleinen Tischchen vor seine Haustür gestellt hat, zum Beispiel die leckersten Plätzchen, Kinderpunsch oder eine kleine, kurze Bastelidee (Sterne falten oder schneiden, ein Weihnachtslicht herstellen, eine Weihnachtskugel beschriften, was Weihnachten für mich bedeutet …). Plötzlich war auf den Haustreppen viel los, es wurde munter geredet, gekaut und gebastelt. Es war ein reges und fröhliches, weihnachtliches Treiben!

Inbrunst und Freude

Nach circa einer Stunde versammelten sich alle auf der Treppe vor unserer Haustür. Mithilfe eines Bilderbuches habe ich die Weihnachtsgeschichte erzählt. Große, runde Kinderaugen hörten gebannt zu. An Weihnachten eignet sich natürlich die Weihnachtsgeschichte am besten, aber gerade für eine Hausgemeinschaft ist auch die Geschichte „Ein großer Tag für Vater Martin“ sehr eindrücklich. Danach haben wir zusammen Weihnachtslieder gesungen. Die Kinder, die ein Musikinstrument spielen konnten, haben es geholt und mitgespielt. Auch wenn die Töne vielleicht nicht immer gerade waren, an Inbrunst und Freude hat es nicht gefehlt.

Danach ist jeder fröhlich an den heimischen Tannenbaum gegangen und hat Geschenke ausgepackt. Aber wir wussten ganz sicher: An diesem Tag hatten alle unsere Nachbarn die Gelegenheit, an Jesu Geburtstagsparty teilzunehmen und von seiner Geburt zu hören. Keiner musste allein und traurig in seiner Wohnung sitzen. Wir können die Hausweihnacht deshalb sehr empfehlen. Sie zwingt niemandem etwas auf, aber die Weihnachtsbotschaft ist enthalten und wird weitergegeben. Außerdem verbindet das gemeinsame Feiern alle Nachbarn zu einer fröhlichen Gemeinschaft.

Stefanie Böhmann ist Pädagogin und individualpsychologische Beraterin. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Freude teilen: So wird Weihnachten mit Nachbarn ein Erfolg

Für die meisten Menschen ist Weihnachten ein Familienfest. Doch es gibt auch Menschen, die nicht im Kreis der Familie feiern können. Wie wäre es mit einem Fest für Nachbarn und Freunde? Einige Anregungen gibt die Pädagogin Stefanie Böhmann.

An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu, wie sie in der Bibel berichtet wird. Nach der Überlieferung  gab es aber für Jesus keine familiäre Welcome-Party im trauten Kreis mit Mama, Papa und vielleicht Oma und Opa. Sondern es kamen ziemlich bald Hirten und Weise von weither. Deshalb war und ist es auch uns als Familie immer wieder wichtig, Weihnachten nicht nur als Fest der Familie zu feiern, sondern unsere Freude über den Geburtstag von Jesus auch mit anderen zu teilen. So haben wir auch schon eine Hausweihnacht gefeiert.

Facettenreiche Angebote

Besonders gut umzusetzen ist diese Aktion natürlich, wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt. Sie ist aber auch abwandelbar in ein weihnachtliches Straßenfest, wenn man in einem Einfamilienhaus wohnt. Für unsere Hausweihnacht haben wir einen Aushang im Eingangsbereich gemacht und dazu eingeladen. In einem Jahr war es eine Adventsaktion und im anderen Jahr haben wir es direkt an Weihnachten veranstaltet.

In beiden Fällen gibt es unterschiedliche Bausteine, die man einbauen kann, denn Jesus hat es sich auch nicht leicht gemacht. Seine Geburt war eine Sensation für Hirten und Könige. Selbst der Herrscher Herodes hat davon Wind bekommen und sich mächtig darüber aufgeregt. Deshalb ist es schön, wenn unsere Angebote auch möglichst viele ansprechen.

Wir haben erst mal eine Zeit gehabt, in der jeder etwas mit einem kleinen Tischchen vor seine Haustür gestellt hat, zum Beispiel die leckersten Plätzchen, Kinderpunsch oder eine kleine, kurze Bastelidee (Sterne falten oder schneiden, ein Weihnachtslicht herstellen, eine Weihnachtskugel beschriften, was Weihnachten für mich bedeutet …). Plötzlich war auf den Haustreppen viel los, es wurde munter geredet, gekaut und gebastelt. Es war ein reges und fröhliches, weihnachtliches Treiben!

Inbrunst und Freude

Nach circa einer Stunde versammelten sich alle auf der Treppe vor unserer Haustür. Mithilfe eines Bilderbuches habe ich die Weihnachtsgeschichte erzählt. Große, runde Kinderaugen hörten gebannt zu. An Weihnachten eignet sich natürlich die Weihnachtsgeschichte am besten, aber gerade für eine Hausgemeinschaft ist auch die Geschichte „Ein großer Tag für Vater Martin“ sehr eindrücklich. Danach haben wir zusammen Weihnachtslieder gesungen. Die Kinder, die ein Musikinstrument spielen konnten, haben es geholt und mitgespielt. Auch wenn die Töne vielleicht nicht immer gerade waren, an Inbrunst und Freude hat es nicht gefehlt.

Danach ist jeder fröhlich an den heimischen Tannenbaum gegangen und hat Geschenke ausgepackt. Aber wir wussten ganz sicher: An diesem Tag hatten alle unsere Nachbarn die Gelegenheit, an Jesu Geburtstagsparty teilzunehmen und von seiner Geburt zu hören. Keiner musste allein und traurig in seiner Wohnung sitzen. Wir können die Hausweihnacht deshalb sehr empfehlen. Sie zwingt niemandem etwas auf, aber die Weihnachtsbotschaft ist enthalten und wird weitergegeben. Außerdem verbindet das gemeinsame Feiern alle Nachbarn zu einer fröhlichen Gemeinschaft.

Stefanie Böhmann ist Pädagogin und individualpsychologische Beraterin. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Kleines Geld, große Party: Mit diesen 8 Tipps muss ein Kindergeburstag nicht viel kosten

Kindergeburtstage müssen kein Vermögen kosten. Katrin Leppert hat 8 Ideen zusammengestellt – für Zeiten, in denen man wieder so richtig feiern kann.

Als unsere Kinder ins Kindergeburtstagsalter kamen, musste ich recht schnell feststellen: Wer feiern will, muss investieren. „Wir fahren zum Kinder-Indoor-Spielplatz“, „Wir gehen Bogenschießen“, „Wir fahren ins Kino“ und sogar: „Wir fahren zum Starlight Express“, las ich auf diversen Einladungskarten. Ich war irritiert. Jetzt schon? Im Kindergarten?

Ich fand das alles übertrieben. Obwohl ich Geburtstage toll finde und Feiern sowieso. Aber was soll das alles kosten? So viel Geld hatten wir für die Party-Gestaltung unserer Kinder gar nicht eingeplant. Wir waren davon ausgegangen, dass man bis zum Teenie-Alter Topfschlagen, Reise nach Jerusalem und Blinde Kuh toll findet und mit klassischen Spielen und selbstgemachtem Essen den Tag verbringt. Doch offensichtlich waren die Ansprüche der Kinder – oder die der Eltern? – anders.

Und irgendwie graute es mir plötzlich davor, selbst Einladungen auszusprechen. Konnte ich den Ansprüchen genügen, wenn wir „nur“ zu Hause feiern? Wir waren verunsichert. Und dennoch entschieden wir uns ganz bewusst gegen den Trend. Wir waren zu geizig, teure Eintrittskarten und überteuerte Pommes zu kaufen. Wir waren zu überzeugt davon, dass der gute alte Kindergeburtstag seine Berechtigung hat. Und wir bekamen Recht: Jahr für Jahr haben wir mit kleinem Budget und viel Spaß Partys für unsere Kinder ausgerichtet. Wir haben viel investiert: Kreativität und Einsatz. Denn eins ist klar: Wer nicht das „Rundum-Sorglos-Paket“ bucht, muss den Alleinunterhalter spielen und anschließend dreckige Klos putzen. Aber es hat sich für uns immer gelohnt. Und so kann es gehen:

1. MottoParty

Kinder lieben Verkleidungen. Und für den Gastgeber ist es einfach, die Feier unter ein bestimmtes Motto zu stellen, an dem sich alles orientiert. Bei einer Zoo-, Piraten-, Zirkus- oder Fußball-Party kommen die Gäste in der entsprechenden (Ver-)Kleidung. Zum Essen gibt es Kuchen in Tierform, Piraten-Muffins, Rasen-grünen oder Zirkus-bunten Kuchen. Die Deko wird dem Motto entsprechend gestaltet und die Spiele auf das Thema abgestimmt. Aus Reise nach Jerusalem wird Ab in den Käfig, beim Topfschlagen werden Piraten-Taler gesucht, im Garten-Stadion stehen Spiele mit Bällen auf dem Plan und im Wohnzimmer-Zirkus werden verschiedene Nummern einstudiert und aufgeführt …

2. Farben-Feier

Alle Kinder kleiden sich in der festgelegten Farbe, die Deko und auch das Essen passen perfekt. Es gibt beispielsweise roten Wackelpudding, Erdbeer-Kuchen, rote Süßigkeiten und zum Abendessen Spaghetti mit Tomatensoße. Oder gelben Zitronenkuchen, Ananas-Bananen-Spieße, Pommes mit Majo …

3. Kreativ-Party

Feste, bei denen gebastelt oder gebacken wird, gehen schnell vorbei, denn Kreativität braucht Zeit. Im Internet gibt es viele tolle Bastelideen, die für Jungs und Mädchen gleichermaßen interessant sind und mit wenig Materialaufwand tolle Ergebnisse liefern. Gleichzeitig haben die Kinder etwas in der Hand, das sie anstelle einer süßen Tüte mit nach Hause nehmen können. Unser Highlight war der Geburtstag, auf dem wir Steckenpferde gebastelt haben und anschließend mit den Kindern durch den Wald „geritten“ sind. Oder das Fest, bei dem wir mit dem Buch „Conny backt Pizza“ alle Kinder zur Ruhe bringen konnten und jeder anschließend seine eigene Pizza zum Abendessen kreieren konnte.

4. Schatzsuche

Die gemeinsame Suche nach einem Schatz ist immer spannend, und es tut allen gut, sich nach dem Kaffeetrinken auszupowern. Eine einfache Schnitzeljagd, bei der man von Hinweis zu Hinweis laufen muss oder eine Foto-Rallye, bei der die Kinder Orte in der Nachbarschaft per Foto entdecken müssen, sind schnell vorbereitet und immer ein Erfolg. Wichtig: Beim Heben des Schatzes müssen alle gemeinsam arbeiten, und die Gruppe sollte immer zusammenbleiben. Der Inhalt des Schatzes könnte eine süße Tüte für jeden oder Material für eine Bastelaktion sein. Wir haben die Schatzkiste einmal ganz banal mit Seifenblasen befüllt und waren anschließend „arbeitslos“, weil alle Kinder beschäftigt waren.

5. Doppelter Spaß

Um Kapazitäten, Budget und Ideen zu bündeln, kann es sich lohnen, mit Freunden gemeinsam zu feiern. Oft überschneidet sich der Freundeskreis, und wenn die Geburtstage relativ nah beieinanderliegen, kann man eine große gemeinsame Party feiern. Dabei könnte man zum Beispiel in zwei großen Teams gegeneinander Sport- oder Gruppenspiele spielen oder Schmugglerspiele (Räuber gegen Polizisten) und Schnitzeljagden (Gruppe 1 sucht Gruppe 2) im Wald durchführen. Große Gruppen bieten viele Möglichkeiten und gleichzeitig kann man die Vorbereitung und Durchführung mit zwei Elternpaaren stemmen.

6. Gartenparty

Bei Sommerwetter ist eine Gartenparty ein Selbstläufer: Sandkasten, Rutsche und ein Planschbecken reichen schon, um auch kleine Kinder stundenlang zu beschäftigen. Es bietet sich an, zu den einzelnen Stationen Spiele vorzubereiten: Schätze im Sandkasten finden, Wasserbomben-Weitwurf oder andere Spiele mit Wasser. Auch größere Kinder finden Gartenpartys mit Pool und Lagerfeuer oder eine Übernachtung im Zelt spannend.

7. Beauty-Tag

Teenie-Mädels kann man mit einem Beauty-Tag überraschen. An verschiedenen Stationen werden Haare, Haut und Nägel verwöhnt, die Kids können sich gegenseitig massieren, frisieren und schminken. Anschließend gibt es ein Fotoshooting mit Fotos zum Sofort-Ausdrucken. 

8. Kino XXL

Ein Kinobesuch schluckt viel Geld. Genauso spaßig ist es im Heimkino: im Wohnzimmer, im Hobbyraum oder vielleicht im Gemeindehaus wirft ein Beamer den Lieblingsfilm an die Wand. Dazu gibt es eine Getränke-Bar und ein Chips-Buffet.

Die verschiedenen Ideen können für die entsprechenden Altersgruppen immer wieder angepasst werden. Ein Vorteil im Vergleich zu Kindergeburtstagen außer Haus ist der, dass die Gäste unter sich sind. Und oft genießen die Kinder das und kommen schnell ins freie Spiel oder ins Gespräch. So haben wir oft weniger Programm gebraucht als gedacht.

Katrin Leppert ist Redakteurin der Kinderzeitschrift KLÄX und lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Marburg.

Den ersten Geburtstag feiern

„Mein Sohn Jonas wird bald ein Jahr alt. Natürlich wollen wir seinen ersten Geburtstag feiern, aber muss das gleich mit einer Mottoparty sein? Was gibt es für Alternativen?“

Der erste Geburtstag ist der Übergang vom Baby zum Kleinkind. Unweigerlich drängen sich bei den Eltern an diesem Tag Erinnerungen an die Geburt und das erste Lebensjahr auf. Viele Eltern wollen diesen Tag bewusst mit ihrem Sprössling feiern.

RITUALE EINFÜHREN
Eine Party ist keinesfalls zwecklos, auch wenn sich Ihr Baby später tatsächlich nicht bewusst daran erinnern wird. Einjährige haben, anders als wir Erwachsene, noch kein Ich-Bewusstsein. Ihr Erinnerungsvermögen ist somit noch nicht ausgereift. Sie sind aber durchaus in der Lage, die Aufmerksamkeit, die ihnen durch die Feier und die Gäste zuteil wird, zu bemerken. Babys können also durchaus spüren, dass sie der Grund für die Party sind.

Ein weiterer Grund, den ersten Geburtstag zu feiern, ist, Rituale einzuführen und damit das Familienleben zu gestalten. Eltern können beispielsweise einen Geburtstagstisch mit Kerzen, Blumen und Kuchen dekorieren oder die Haustür schmücken als sichtbares Zeichen: Hier hat jemand Geburtstag! Mit einem Foto im immerselben Türrahmen kann am ersten Geburtstag begonnen werden – dies ergibt eine tolle Fotostrecke zum 18. Geburtstag.

GESCHENKE BEGRENZEN
Geschenke als Ausdruck von Liebe können schnell zu einem nicht zu bewältigenden Berg werden. Aber keine Sorge: Eltern haben die Möglichkeit, Ideen zu äußern. Nützlich dafür ist eine Einladung in Kartenform oder per Mail, in der sie zum einen ihre Erwartungen an den Tag (ob sie lieber mit bunter Kaffeetafel am Tag des Geburtstages oder mit einem Frühstück am folgenden Wochenende feiern möchten) und zum anderen Geschenkideen formulieren können.

Wie wäre es, wenn Sie den Gästen vorschlagen, jedes Jahr ein Teil zu einer dadurch immer größer werdenden Sammlung beizusteuern, zum Beispiel Spieltiere, Bücher oder Holzeisenbahnschienen? Auch immaterielle Geschenke wie eine Spende für Kinder ohne Geschenke im Überfluss (zum Beispiel: www.geschenke-der-hoffnung. org) sind eine schöne Idee.

Übrigens: Auch das Zurückerinnern an das vergangene Lebensjahr ist ein wichtiger Moment vor dem Geburtstagstrubel. Eltern können dafür (gemeinsam mit ihrem Kind) am Vorabend des Geburtstages anhand von Fotos ihren Herausforderungen und Genusssmomenten des vergangenen Lebensjahres auf die Spur kommen.

Bei allem Auswerten, eins bleibt: Es ist ein Geschenk, miteinander auf dem Weg zu sein und die Persönlichkeit des Kindes reifen zu sehen. In diesem Sinne: Happy Birthday, kleiner Schatz!

Stefanie Diekmann ist Diplom-Pädagogin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Ingelheim am Rhein.

 

Erstkommunion

Gerade ist das Magazin „Erstkommunion“ aus der Druckerei gekommen. Ein Projekt, das wir im Auftrag und gemeinsam mit der der AKF, der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e.V. (www.akf-bonn.de), geplant und umgesetzt haben. Dieses Magazin richtet sich an die Eltern von Kindern, die im nächsten Jahr Kommunion feiern.

Denn mit dem Beginn der Erstkommunionvorbereitung springen Eltern die unterschiedlichsten Fragen in den Kopf: „Was muss ich alles tun und wissen? Was, wenn mein Kind mich plötzlich mit Fragen konfrontiert, auf die ich keine Antwort weiß? Wie können wir den Tag der Erstkommunion gut gestalten?“

Das Magazin „Erstkommunion“ setzt genau bei diesen Elternfragen an. Erfahrene Erstkommunion-Eltern erzählen, wie sie wichtige Dinge geregelt, über Situationen nachgedacht und Klippen umschifft haben. Experten geben Anregungen, wie Eltern mit ihrem Kind über Glaubensfragen ins Gespräch kommen können. Neben Hintergrundinformationen gibt es auch praktische Tipps, wie der Erstkommuniontag entspannt gefeiert werden kann, sodass er zu einem Fest wird, an das sich alle gern zurückerinnern.

Bestellen kann man das Heft zum Preis von € 3,90 plus Versandkosten hier: www.bundes-verlag.net/erstkommunion

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

Was zum Feiern dazugehört!

Morgen, am 3. Oktober, jährt sich die deutsche Einheit zum 25.Mal! Feiern Sie aber bitte nicht nur 25 Jahre Deutsche Einheit, sondern auch 70 Jahre ohne Krieg. Feiern Sie die Errungenschaften der Demokratie, feiern Sie viele Jahrzehnte der Meinungsfreiheit in unserem Land, der Reisefreiheit, der Pressefreiheit, der Glaubensfreiheit. Dinge, die den meisten von uns längst selbstverständlich sind. Für die in anderen Teilen der Welt aber Menschen – manchmal unter Einsatz ihres Lebens – kämpfen.

Ich hoffe, dass sich uns im Feiern unserer Errungenschaften die Frage stellt, wie wir dazu beitragen können, diese Freiheit auch über unsere Grenzen hinaus zu tragen. Ein erster Schritt dazu ist es, die oben genannten Themen im Bewusstsein zu halten.

Ein zweiter Schritt ist es, die Menschen zu unterstützen, die aus Gebieten zu uns kommen, wo an Presse-, Meinungs- und Glaubensfreiheit nicht zu denken ist. Und die Flüchtenden, die uns erreichen, menschenwürdig zu empfangen. Ich wünsche mir praktische Hilfen und nahbare Menschen. Ich wünsche mir Begegnungen ohne Berührungsängste und viel Mut von allen Seiten.

Damit verbindet sich meine dritte Hoffnung: die Hoffnung, dass Kirchen und Gemeinden sich zukünftig weniger um sich selbst drehen. Sondern mehr verstehen, dass sie von Christus geliebt sind und selbst aufgefordert sind zu lieben, insbesondere die Hilflosen und Armen. Das erfordert Mut zu Veränderungen und vielleicht den Verzicht auf lieb gewordene Gewohnheiten.

Martin Gundlach

Chefredakteur von Family