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Artikel aus den Heften

Privatsphäre

„Meine Tochter (16) zieht sich immer mehr zurück. Sie erzählt kaum noch etwas und reagiert abwehrend auf Nachfragen. Ich versuche herauszufinden, was mit ihr los ist und habe auch schon in ihrem Handy persönliche Nachrichten gelesen. Aber eigentlich will ich das gar nicht …“

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/04/bla.png 1205 1409 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2015-04-02 12:00:112020-09-18 09:41:21Privatsphäre

Mit Kindern über Katastrophen reden

Der Flugzeugabsturz gestern hat uns alle traurig gemacht. Auch unsere Kinder. Dass eine Schülergruppe aus Haltern bei dem Absturz gestorben ist, bringt Kindern und Teenagern dieses schreckliche Ereignis ganz besonders nah. Wie gehen wir als Eltern damit um? Welche Antworten können wir unseren Kindern auf ihre Fragen geben?

Grundsätzlich gilt: Wir können unsere Kinder nicht vor schrecklichen Nachrichten bewahren. Spätestens im Schulalter bekommen sie sowieso mit, wenn etwas Schlimmes passiert. Anders ist es bei Kindern unter drei Jahren. Die müssen noch nicht mit den Ereignissen dieser Welt konfrontiert werden. Deshalb sollte der Fernseher auch nie als Nebenbei-Medium laufen, wenn Säuglinge und Kleinkinder im Raum sind. Sie bekommen oft mehr mit, als man glaubt.

Für die Größeren gilt: Es ist wichtig, solche Katastrophen wie den Flugzeugabsturz zu Hause mit ihnen anzusprechen. Ein guter Aufhänger sind die Kindernachrichten logo! im KIKA, die man auch in der Mediathek ansehen kann (www.logo.de). Dort werden die Ereignisse des Tages kindgerecht erklärt. Aber bitte die Kinder nicht allein vor den Fernseher setzen. Denn oft tauchen hier Fragen auf. Wenn Kinder Näheres wissen wollen, sollte man ihnen auch ehrlich antworten. Man muss aber nicht alle Details und Einzelheiten berichten. Und wenn die Kinder fragen, warum das passiert ist? Oder warum Gott nicht aufgepasst hat? Hier sind wir Erwachsenen ja oft selbst am Ende mit unserem Latein. Und das können wir ruhig zugeben: „Ich verstehe auch nicht, warum das geschehen ist und Gott das nicht verhindert hat.“

Oft kommt die Frage: „Kann uns das auch passieren?“ Hier sollten Eltern ebenfalls ehrlich sein, aber auch betonen, dass so etwas zum Glück nur selten passiert. Dass Flugzeuge zu den sichersten Verkehrsmitteln gehören. Dass Piloten und Techniker alles tun, damit ein Flugzeug sicher ankommt …

Eine gute und hilfreiche Reaktion auf eine Katastrophe ist das Gebet. Wir können mit unseren Kindern für die Betroffenen und Angehörigen der Katastrophe beten, aber auch für uns selbst. Wir können Gott sagen, dass wir nicht begreifen können, was da passiert ist. Wir können ihm von unseren Ängsten erzählen. Und ihn bitten, uns zu bewahren. Vielleicht hilft es den Kindern auch, eine Kerze anzuzünden für die Opfer. Oder sich in einem Kondolenzbuch einzutragen. Oder ein Bild  zu malen.  Das nimmt ihnen ein bisschen das Gefühl der Ohnmacht und hilft, die Trauer zu bewältigen.

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/03/Wavebreakmedia-Ltd_ThinkstockPhotos.jpg 1384 2170 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2015-03-25 11:40:192015-03-25 11:40:19Mit Kindern über Katastrophen reden

Karussell im Kopf

„Meine Tochter (12) hat häufig Kreislaufbeschwerden. Deshalb kann sie auch oft nicht zur Schule gehen. Ist das in dem Alter normal? Können wir irgendwas dagegen tun?“

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/02/Bildschirmfoto-2015-02-17-um-11.32.12.png 812 950 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2015-03-24 12:00:122020-09-18 09:41:21Karussell im Kopf

Entspannung aus der Konserve

Gottfried Muntschick hat Spaß an großen Filmen, auch wenn seine Frau nicht immer Verständnis dafür hat.

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2014/06/tankstelle_m.jpg 1377 2081 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2015-03-17 12:00:582020-09-18 09:41:22Entspannung aus der Konserve

Was tun, wenn ihr Kinderwunsch größer ist als seiner?

Stefanie hat sich lange Zeit ein weiteres Kind gewünscht, ihr Mann Philipp wollte erst mal abwarten, wie sie als Familie mit zwei Kindern klarkommen würden. Mittlerweile könnte er sich weiteren Nachwuchs vorstellen, aber es klappt nicht. Stefanie merkt, dass sie Philipp dafür verantwortlich macht, weil er so lange gezögert hat. Das Thema belastet ihre Beziehung. Wie können die beiden den Konflikt bewältigen?

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/03/Bildschirmfoto-2015-02-17-um-16.29.49.png 752 1469 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2015-03-17 12:00:352020-09-18 09:41:22Was tun, wenn ihr Kinderwunsch größer ist als seiner?

Junge Familie – grenzenlos glücklich?

„Bin ich wirklich glücklich?“ Ich denke an die letzten durchgemachten Nächte. Wie oft ich aufgestanden bin, weiß ich nicht mehr! Nicht nur, dass Schlaf vor viereinhalb Jahren zu einem raren und exquisiten Luxusgut avancierte. Zusätzlich werden die ohnehin minimierten Tiefschlafphasen abrupt durch ohrenbetäubendes Geschrei „geschreddert“. Meist stellt sich dann – glücklicherweise – heraus, dass kein Einbrecher im Kinderzimmer steht, sondern meine Tochter das tiefe Bedürfnis verspürt, dem kompletten Haushalt samt Vermietern mitzuteilen, dass sie sich in einer extremen Notlage befindet. Sie hat einen schrecklichen „SCHNUPFE(n)!!!!“. Von wem sie wohl den Hang zur Dramatik hat? Nachdem ich mich gezwungenermaßen an die eigene Nase gefasst habe, putze ich kopfschüttelnd und ratlos die Nase meiner Lieblingstochter. Eine knappe halbe Stunde später meckert mein Sohn, der sich passend zum Urlaubsbeginn entschlossen hat, die Grippe zu bekommen. In diesen Momenten fällt es mir schwer, mich als „glücklich“ in der allgemein gängigen Definition zu bezeichnen.

Und genau das ist das Problem. In diesen Momenten fühlt sich nämlich kein Mensch glücklich. Du nicht und ich nicht. Und nur selten kann mir ein Kinderlächeln den mangelnden Schlaf ersetzen. Aber da unsere Vorstellungen von Hollywood geprägt sind, sehen wir im Wort „Glück“ nur lächelnde und strahlende Menschen, die in vollkommener Harmonie mit sich, den andern, der Natur, dem Universum, Bugs Bunny und natürlich den Super-Mario-Brothers leben. Diese Menschen kennen keine Probleme, denn sie sind Schauspieler! Und wir denken komischerweise, dass das „Alice im Wunderland“ der Werbeindustrie der Normalzustand ist, und was wir erleben, folglich „nicht normal“ und somit „nicht gut“ sein muss?

Glück wird anscheinend von vielen nur noch als ein oberflächliches Gefühl missinterpretiert und nicht als tiefe Lebenseinstellung verstanden. Für mich ist der hauptsächliche Bestandteil von Glück aber nicht Euphorie oder Freude, sondern Sinn. Ist etwas es wert, dass ich mich voll und ganz hineingebe? Hat es nach Jahren noch Bestand? Nur dann macht es Sinn. Und alles, was Sinn macht, erfüllt. Erfüllung sättigt ein Leben, macht es lebenswert und konfrontiert einen zeitweise sogar mit dem Luxusproblem, dass sich das Leben übervoll und anstrengend anfühlt. Aber ein Leben ohne Kinder würde sich (für mich!) sinnlos anfühlen. Dann doch lieber phasenweise zu wenig Schlaf.

Die Familie ist dazu noch der beste Platz um zu reifen. Niemand kann sich hier verstellen. Kein „Selfie“ mein gewünschtes „Ich“ bewerben. Nein – was hier passiert, ist echt. Man lacht, man weint, scheitert, vergibt, verzeiht, steht auf und geht weiter – gemeinsam. Gott hält uns durch unsere Familie einen Spiegel vor und fordert uns heraus, an uns zu arbeiten. Wenn wir es zulassen, sehen wir klarer, wer wir wirklich sind. Dadurch könnte unser Herz weicher, unsere Liebe größer und unser Egoismus kleiner werden. Familie macht Sinn, ist tiefes sinnerfülltes Glück.

Bin ich nach dieser Definition glücklich? UND WIE!

Ein Gastbeitrag von Marc Waidelich, Lehrer und Papa von zwei Kindern

 

 

 

https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/03/NadyaSabeva_photocase.de_.jpg 531 800 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2015-03-16 11:13:302015-03-16 11:13:30Junge Familie – grenzenlos glücklich?

Schadet der Computer?

„Ich habe gehört, dass durch die Nutzung des Computers die Lernfähigkeit von Kindern abnimmt. Soll ich Lucas (8) künftig nicht mehr an den Computer lassen?“

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/02/Bildschirmfoto-2015-02-17-um-11.28.08.png 791 984 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2015-03-10 12:00:182020-09-18 09:41:22Schadet der Computer?

Mut zur Schwäche

Von einem Skandal ist die Rede, wahlweise von einem Eklat. Dass Andreas Kümmert seinen Sieg beim ESC-Vorentscheid nicht annimmt und nicht für Deutschland in Wien auftreten will, empört viele seiner Fans. Und die Fans der anderen Kandidaten, die möglicherweise eine bessere Chance gehabt hätten, wenn der Sänger von vornherein auf seinen Auftritt gestern verzichtet hätte.

Aber es gibt auch Verständnis und Hochachtung vor seiner Entscheidung. Und dem möchte ich mich anschließen. Sowieso ist es schwierig, jemanden zu beurteilen, den man nicht bzw. nur aus dem Fernsehen kennt. Aber das Interview mit seinem Produzenten und einem Vertreter seiner Plattenfirma finde ich sehr erhellend. (http://www.daserste.de/unterhaltung/musik/eurovision-song-contest/videosextern/warum-ist-andreas-kuemmert-zurueckgetreten-100.html) Nein, die Entscheidung war offensichtlich nicht strategisch geplant. Andreas Kümmert hat trotz Fieber pflichtbewusst seinen Auftritt absolviert – so gut, dass er sich gegen alle anderen Kandidaten durchsetzen konnte. Und irgendwann im Laufe der Sendung wohl gemerkt, dass er es nicht packt. Die meisten anderen hätten ihre Zweifel und Befürchtungen wohl brav für sich behalten und das Spiel weiter mitgespielt. Für mich ist es ein Zeichen von Mut und Stärke, so offen zu seiner Schwäche zu stehen. Und vor diesem Publikum zu sagen: „Ich schaffe das nicht.“

Für mich ist Andreas Kümmert ein echtes Vorbild. Denn wie oft spielen wir das Spiel mit – in der Familie, im Beruf, in der Gemeinde? Wie oft machen wir das, was von uns erwartet wird? Wie oft halten wir die Fassade aufrecht? — Bloß keine Schwäche zeigen! Meine Familie braucht mich. Diese Gemeindeveranstaltung läuft nicht ohne mich. Ich kann meine Kollegen doch nicht hängen lassen …

Vielleicht müssen wir es öfter machen wie Andreas Kümmert. Die Reißleine ziehen. Auch wenn der Zeitpunkt ungünstig ist. Ehrlich sagen: „Ich schaff das nicht.“

Im Gegenzug sind wir natürlich auch gefordert, solche Reißleinen-Entscheidungen bei anderen zu akzeptieren und mitzutragen. Auch wenn das für mich mehr Arbeit bedeutet. Auch wenn ich dadurch vielleicht einen Nachteil habe. Mut zur Schwäche – vielleicht ist es das, was wir viel mehr brauchen.

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

 

Bild: NDR/Willi Weber

https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/03/NDR_Willi-Weber.jpg 1477 2480 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2015-03-06 12:13:462015-03-06 12:13:46Mut zur Schwäche

Radieschen-Mäuse und Gurken-Gesichter

„Gesunde Ernährung und eine harmonische Tischgemeinschaft sind uns wichtig. Mein vierjähriger Sohn war immer ein unkomplizierter Esser, aber in den letzten Wochen verweigert er viele Speisen. Unsere Mahlzeiten werden zum Kampfplatz. Was kann ich tun?

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https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/02/Bildschirmfoto-2015-02-17-um-11.22.41.png 679 967 Team https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Team2015-02-26 12:00:202020-09-18 09:41:22Radieschen-Mäuse und Gurken-Gesichter

Belohnen oder bestrafen?

In unserer Grundschule wurde jetzt ein Ampel-System eingeführt: Morgens sind alle Schüler auf „grün“. Wer stört oder sich anderweitig unpassend benimmt, landet nach drei Ermahnungen auf „gelb“. Bessert sich das Verhalten nicht, landet der Schüler oder die Schülerin schließlich auf „rot“ und bekommt einen Eintrag im Hausaufgabenheft oder muss gegebenenfalls nachsitzen.

Gut an dem System finde ich, dass es nun eine einheitliche Regelung für alle Lehrer und Schüler gibt. Und dass am nächsten Morgen alle wieder bei „grün“ starten. Neuer Tag, neue Chance. Was mir aber nicht gefällt: Der Lehrer oder die Lehrerin reagiert nur auf negatives Verhalten. Es gibt nur Bestrafungen, keine Belohnungen.

Nun ist die Diskussion, was nun mehr positiven Nutzen bringe – Belohnungen oder Bestrafungen – eine endlose. Regelmäßig erscheinen neue Studien dazu. Vor kurzem haben zwei Forscher aus Österreich herausgefunden, dass es am besten sei, beide Methoden zu kombinieren, kurz gesagt: erst Zuckerbrot, dann Peitsche. Also erst mit Belohnung Anreize schaffen und dann die, die sich davon nicht motivieren lassen, mit Strafen unter Druck setzen. Klingt für mich sehr logisch. (nachzulesen hier: http://www.wiwo.de/erfolg/management/motivation-erst-das-zuckerbrot-dann-die-peitsche/11069086.html)

Auch wenn sich diese Studie nicht speziell auf die Schule bezieht, würde ich mir wünschen, das Ampel-Modell in dieser Richtung zu verändern. Wobei dann die Ampel nicht mehr das passende Modell ist. Ich stelle mir vor, dass die Kinder in einem neutralen Bereich starten. Wer sich gut verhält, fleißig arbeitet, sich am Unterricht beteiligt, kommt zum Beispiel in den „Daumen hoch“-Bereich. Wer stört, mit Radiergummis wirft oder den Sitznachbarn ärgert, landet bei „Daumen runter“. Als ich diese Idee allerdings bei einem Elternabend in die Diskussion einbrachte, wurde ich ziemlich unfreundlich von einer anderen Mutter angegangen: „Es ist doch wohl selbstverständlich, dass die Kinder sich gut benehmen. Das muss man ja nicht noch belohnen!“

Ja, ist es das? Ist es selbstverständlich, dass der Siebenjährige ruhig auf seinem Platz sitzt und Textaufgaben rechnet, statt wild rumzutoben? Ist es selbstverständlich, dass die Neunjährige sich mit Rechtschreibregeln beschäftigt, statt Pferdebilder zu malen?

Ich finde nicht! Ich jedenfalls freue mich über Lob und Anerkennung. Ich habe auch manchmal damit zu kämpfen, mich auf das zu konzentrieren, was grade ansteht. Wenn dann ein freundlicher Leserbrief kommt, gehe ich mit viel mehr Motivation ans Werk.

Nun ist die Frage von Belohnung und Bestrafung ja nicht nur in der Schule relevant. Und ich muss zugeben: Meine kritischen Kommentare bezüglich Zimmer-Aufräumen, Vokabeln-Lernen oder Kaninchen-Stall-Säubern sind oft mehr zu hören als lobende, wertschätzende Worte. Daran will ich arbeiten!

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

https://www.family.de/wp-content/uploads/2015/02/491685963_by-CPaulussen_thinkstock.jpg 1416 2121 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2015-02-20 11:38:052015-02-20 11:39:35Belohnen oder bestrafen?
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