springe zu:
  • Online-Magazin
    • Artikel aus den Heften
    • Erziehungs-Tipps
  • Family-Produkte
    • Alle Family Produkte
    • Abonnement
  • Familien-Foren
  • ServiceKontakt & Anzeigen
    • Spenden
    • Christliche Jobbörse edenjobs.de
    • Kontakt
      • zur Redaktion
      • zum Kunden-Service
    • Werben in Family (Mediadaten)
    • Vertrag kündigen
  • Family bestellenAbo & Geschenke
    • kostenlos testen
    • verschenken
  • FamilyNEXT bestellen
    • kostenlos testen
    • verschenken
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Archiv für die Kategorie: Redaktions-Blog

Qualitätszeit statt Zeitfresser

89 Prozent aller Eltern würden gern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. 86 Prozent würden gern mehr schlafen. Und 84 Prozent hätten gern mehr Zeit für partnerschaftliche Intimität. Im Auftrag des deutschen Familienministeriums hat McKinsey Eltern von minderjährigen Kindern zu Qualitätszeit und Zeitfressern befragt. Mehr Zeit hätten Eltern auch gern für Kultur und Unterhaltung, Nichtstun, Hobbys und persönliche Bildung. Warum kommt das alles zu kurz? Was sind die Zeitfresser im Alltag? Womit würden Eltern gern weniger Zeit verbringen? Hier werden am häufigsten Putzen und Aufräumen, der Weg zur Arbeit und Arztbesuche genannt.

Vor diesem Hintergrund hat McKinsey untersucht, inwieweit digitale Technologien Eltern helfen könnten, ihre Zeit mehr mit dem zu verbringen, was ihnen wichtig ist. Sie haben drei Möglichkeiten zusammengefasst:

1. Selbstorganisation

Durch einfachere und bessere Planung können Eltern Zeit und/oder Geld einsparen. Beispiele dafür sind der gemeinsame digitale Einkaufszettel, auf den jedes Familienmitglied Zugriff hat, oder der Familienkalender, mit dem sich die wöchentlich anstehenden Termine inklusive Fahrten organisieren lassen.

2. Außenkontakte

Werden möglichst viele Produkte und Dienstleistungen bei einem Anbieter gebündelt und verstärkt Onlineangebote genutzt, lassen sich ebenfalls zeitliche Freiräume schaffen. Ein Beispiel ist Video-Streaming als Ersatz für die stationäre Videothek oder Onlinebanking, das heute selbst Kontoeröffnungen ohne jeden physischen Kontakt erlaubt.

3. Strukturelle Veränderungen

Weiterreichende Möglichkeiten ergeben sich, wenn bestehende Strukturen verändert und durch neue ersetzt werden. Dazu zählen beispielsweise neue Wohnkonzepte und Smart Cities sowie neue Konzepte für Mobilität (z.B. autonomes Fahren) und Arbeit (z.B. flexible Arbeitszeiten, Home Office).

Neben dem, was heute schon möglich ist (Roboter fürs Saugen oder Rasenmähen, Tools fürs Home-Office, Lebensmittel online kaufen und liefern lassen …) entwirft die Studie einen Ausblick auf 2025: Das Leben im „Smart Home“ ermöglicht durch Vernetzung und Automatisierung eine Zeitersparnis bei typischen Hausarbeiten. Der „Smart Assistant“ organisiert Familien-, Handwerker- und Arzttermine. Beim „Smart Driving“ ermöglicht das selbstfahrende Auto mit Routenoptimierung kürzere Fahrzeiten. Und „Smart Shopping“ lenkt einen direkt zum richtigen Supermarktregal, weil der Kühlschrank schon vorher gemeldet hat, was gebraucht wird.

Dass diese Entwicklungen alle kommen werden, bezweifle ich nicht. Ob sie dazu führen, dass Familien mehr Zeit fürs Wesentliche haben, allerdings schon. In einzelnen Bereichen wird es sicher Entlastung geben, in anderen werden neue unliebsame Aufgaben dazukommen. Dann stürzt nicht nur das Laptop ab, sondern auch der Kühlschrank. Jede Vernetzung muss auch gesichert werden – das erfordert einiges an Knowhow.

Digitale Hilfsmittel sind nicht mehr als das: Hilfsmittel. Meinen Umgang mit meiner Zeit muss ich schon selbst auf die Reihe bekommen. Und was mich wundert: Bei den Zeitfressern werden gar nicht die digitalen Medien genannt. Dabei sind es oft ja sie, die uns die Zeit rauben. Wie schnell ist eine halbe Stunde vorbei, wenn ich auf Facebook unterwegs bin? Wie oft unterbricht eine Whatsapp-Nachricht das, was ich gerade tue? Deshalb finde ich es etwas lebensfremd, digitale Technologien als Allheilmittel darzustellen. Entscheidend bei allen Hilfsmitteln ist, wie der Mensch damit umgeht. Und das gilt meiner Meinung nach auch und ganz besonders für die schöne neue digitale Welt.

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/05/Creatas-Images_ThinkstockPhotos.jpg 1411 2125 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-05-26 10:17:242016-05-25 16:19:09Qualitätszeit statt Zeitfresser

Mutterschock oder Mutterglück?

Dass ein Baby das Leben seiner Mutter auf den Kopf stellt, ist klar. Fragt sich nur, in welche Richtung. Überwiegt das Mutterglück? Oder stellt sich ein „Mutterschock“ ein? In Zeiten, in denen sich Frauen dazu bekennen, dass sie ihr Muttersein bereuen, ist es fast „in“, die negativen Seiten des Mutterseins zu betonen. Aber wie fühlen sich junge Mamas wirklich?

Für die nächste Family hat unsere Autorin Priska Lachmann bei jungen Müttern nachgefragt: Ja, für viele war vor allem die erste Zeit mit Baby ziemlich schwer. Und jede erlebt ihr Mamasein ganz anders. Bereut, Mama zu werden, hat es keine der befragten Mütter.

Aber natürlich gibt es das auch. Und oft gibt es Enttäuschungen, weil sich das erhoffte Mutterglück nicht so ungetrübt einstellt wie erwartet. Da sind wir meiner Meinung nach beim entscheidenden Punkt: Wie ich mir das Leben mit Baby vorstelle, hat natürlich viel damit zu tun, wie ich es nachher empfinde. Wenn ich denke, dass ich mein Leben fast so weiterführen kann wie bisher, bin ich natürlich enttäuscht. Wenn ich bisher alles im Leben mit Power gewuppt habe, bin ich vielleicht entsetzt, wie leicht ich auf einmal an meine Grenzen komme.

Aber es geht auch andersherum:  Frauen, die Angst vor dem Muttersein und den damit verbundenen Veränderungen haben, sind nach der Geburt erstaunt: Klar ändert sich das Leben. Aber es wird nicht schlechter. Nur anders. Und vielleicht sogar besser!

So schreibt Lydia im Family-Artikel: „Ich vermisse meine Freiheit. Ich erlebe allerdings auch eine neue Form von Freiheit. Ich fühle mich als Frau komplett und angekommen.“ Sie ergänzt, dass sie dies auch der Unterstützung durch ihren Mann und ihre Familie zu verdanken habe.

Unterstützung ist das Zauberwort. Auch bei Maria, deren Tochter nicht geplant war und die sie allein erzieht. Sie bekam viel Unterstützung von einem Professor an ihrer Uni, von einer Hebamme und von ihrer Tante.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen – ganz besonders die Mamas, die noch auf dem Weg sind, sich in ihre Mutterrolle hineinzufinden.

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

 

 

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/05/van-dalay_photocase.de_.jpg 2395 3600 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-05-13 11:04:152016-05-13 11:04:15Mutterschock oder Mutterglück?

365 Tage ohne …

Family-Autorin und Bloggerin Priska Lachmann hat ein Jahresprojekt gestartet: 365 Tage ohne Kleidung shoppen. Was anderen nicht schwer fallen würde, ist für sie eine Herausforderung: „Ich war und bin ein echter Fashion Junkie. Mein Kleiderschrank ist brechend voll. Viele Kleider habe ich nur zweimal getragen, manche gar nicht“, beschreibt sie ihre Situation. „Es gefällt mir nicht, dass ich so viel kaufe und die Sachen nicht richtig wertschätzen kann. Ich liebe Kleidung, aber ich will nicht, dass sie meinen Wert und mein Portemonnaie diktiert.“ Deshalb hat sich Priska Lachmann einen Radikalschnitt verordnet: Ein Jahr lang wird sie keine Kleidung für sich kaufen. Und sie will sich schlau machen, wie sie sich fair und trotzdem modebewusst kleiden kann. „Ich möchte nicht mehr ‚fast fashion‘ kaufen, sondern ‚fair trade‘. Ich möchte mir bewusst werden, wer meine Kleidung gemacht hat.“

Priska Lachmanns Projekt läuft unter dem Hashtag #365tageohne und kann bei Instagram und Facebook verfolgt werden. Oder in ihrem Blog leipzigmama.com. Das Projekt hat auch andere Frauen inspiriert. Die Bloggerin Kristin Kahmeier (piexsu.de) hat ein Nähprojekt gestartet: Ein Jahr lang will sie keine Kleidung kaufen, sondern nur selbst nähen. Aus dieser Initiative ist eine Facebook-Gruppe entstanden, der sich innerhalb von fünf Tagen 100 Menschen angeschlossen haben. Es hat sich eine Art Challenge unter Näh-Bloggerinnen entwickelt. Da wird das Halfter fürs Pony nicht gekauft, sondern genäht.

Was wäre eine Challenge, die dich herausfordert?

 

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/05/Fräulein.Palindrom_photocase.de_.jpg 1660 2500 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-05-04 11:52:572016-05-04 11:52:57365 Tage ohne …

Alles nur Idioten?

„Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.“ Dieser Spruch springt mir heute  bei Facebook ins Auge. Er wurde bereits tausendfach geteilt und mit „Gefällt mir“ versehen.

Sprüche wie dieser sind beliebt. Und beruhen wahrscheinlich schon auf echten Erfahrungen. Aber die Haltung, die dieser Spruch vermittelt, macht mich traurig. Wenn ich in den Menschen um mich herum erst einmal Idioten sehe – bin ich dann überhaupt noch in der Lage, vorurteilsfrei auf sie zuzugehen? Bin ich dann noch offen zu verstehen und nachzuvollziehen, warum mein Mitmensch sich so verhält, dass es mich nervt oder stresst?

Zum Glück ist mir heute auch ein anderer Spruch bei Facebook begegnet: „Verurteile keinen Menschen, bevor du nicht eine Meile in seinen Schuhen gegangen bist.“

Das ist ungeheuer schwierig und anspruchsvoll. Und viel aufwändiger, als „Idioten“-Sprüche bei Facebook zu teilen. Aber das ist eine Haltung, in der ich leben möchte. Und ich würde mir wünschen, dass auch meine Mitmenschen sich die Mühe machen, mal in meine Schuhe zu steigen. Auch wenn die manchmal ganz schön ausgelatscht sind und manchmal ziemlich eng …

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/Christoph-Thorman_photocase.de_.jpg 2251 2251 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-04-14 09:34:402016-04-14 09:34:40Alles nur Idioten?

Gefährliches Wetthungern im Netz

Essstörungen gehören bei Jugendlichen zu den häufigsten chronischen Krankheiten. Viele Beiträge der so genannten Pro-Ana und Pro-Mia Bewegung im Netz glorifizieren oder verharmlosen Essstörungen. Im Social Web suchen Jugendliche Hungerpartner und fordern sich zu gefährlichen Wettbewerben heraus. Dabei werden Bilder oder Videos von ausgemergelten Mädchen vielfach geliked und geteilt.

In den Communitys animieren sich die jungen Anhängerinnen der Bewegung zum Hungern oder suchen ihren „Anabuddy“ („Ana“ von Anorexia Nervosa, „buddy“ im Sinne von Kumpel). jugendschutz.net recherchierte im Frühjahr 2015 die Bandbreite und Dimension der Verbreitung von Selbstgefährdungsinhalten und konstatiert, dass alleine beim Bilder- und Videodienst Instagram unter dem Hashtag #anabuddy in mehr als 90.000 Beiträgen Hungerpartner gesucht wurden.

Die Betreiber der Bilder- und Videocommunity Instagram informieren zwar über die Problematik der Essstörung, wenn etwa unter den einschlägig bekannten Hashtags der Pro-Ana und Pro-Mia Bewegung gesucht wird. Dennoch werden die bedenklichen Bilder und Videos angezeigt und die User können sich weiterhin untereinander vernetzen.

Weitere Informationen und Materialien zum Thema:

  • Im Bericht „Propagierung von Selbstgefährdungen im Social Web“ fordert jugendschutz.net, dass Betreiber Kinder und Jugendliche besser schützen müssen.
  • Im klicksafe-Videoformat „Truth be told“ berichtet die dreizehnjährige Elisabeth von ihrer Erfahrung mit einer Pro-Ana-Webseite (Folge 7). Johanna erzählt aus Ihrer Sicht zum Thema Essstörung, Selbstwahrnehmung und Schönheitsideale (Folge 4).
  • In der Linksammlung listet jugendschutz.net Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene.
  • Im Artikel auf Handysektor.de finden Jugendliche Informationen und Anlaufstellen.
  • Broschüre „Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet. Ein Ratgeber für Eltern, Fachkräfte und Provider.“
  • Faltblatt „Wer ist Ana?“ von jugendschutz.net
  • klicksafe – Themenbereich: „Verherrlichung von Essstörung“

Quelle: klicksafe.de

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/almo_photocase.de_.jpg 2457 3600 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-04-12 12:09:242016-04-12 12:09:24Gefährliches Wetthungern im Netz

Die lieben Großeltern

Ein Gastbeitrag von Anke Bürckner

„Ihr könnt ihr doch nicht ewig Bioessen geben. Sie muss doch auch mal was anderes kriegen.“ „So ein bisschen Vanillesoße kann sie doch schon bekommen, ist doch nicht viel anders als ihre Milch.“ „Wir können ihr ja mal eine rohe Kartoffel geben, zum Draufrumnagen.“ „Das Innere der Krokette kann sie doch schon essen.“ „Wir können ihren Nuckel doch mal in Honig tunken.“

Sie – das ist unsere acht Monate alte Tochter. Die Ratschläge stammen alle von ihren Großeltern und wurden uns mit unzähligen anderen gutgemeinten Tipps in den letzten vier Monaten gegeben. Am Anfang machten mein Mann und ich uns noch die Mühe, genau zu erklären, warum Vanillesoße eben doch anders ist als Muttermilch und sie mit vier Monaten noch nicht bereit ist, etwas anderes zu trinken als ihre Milch. Doch nachdem ich nun gefühlte hundertmal die Vorzüge von Bionahrungsmitteln und selbst gekochten Breien heruntergeleiert habe, habe ich darauf keine Lust mehr. Leider ist mir noch keine Alternative dazu eingefallen, die das Verhältnis zu den Großeltern nicht nachhaltig verschlechtern würde.

Ich habe eigentlich immer gedacht, dass sich Großeltern wahnsinnig freuen müssten, wenn sie wissen, dass ihr Enkelkind altersentsprechend und gesund von seinen informierten Eltern ernährt wird. Oft war ich fassungslos und aufgewühlt nach den Zusammentreffen mit den Großeltern. Mein  Mann brachte dann zumindest für seine Eltern eine schlüssige Erklärung hervor: das schlechte Gewissen. Vor dreißig Jahren galten völlig andere Empfehlungen als heute, und dass diese sich nun als falsch entpuppen, tut den Großeltern weh. Häufig waren die Umstände, unter denen die Kinder damals aufwuchsen, völlig andere. Es war weniger Geld und vielleicht auch weniger Zeit da, denn Kinder bekam man damals früher, man war noch nicht so lange berufstätig und die Hausarbeit war mühsamer, sodass nicht so viel Zeit blieb, um Fachliteratur zu wälzen, Biofleisch und Biogemüse zu delikaten Breien zu kochen oder stundenlang ausgelassen zu spielen. Die Großeltern fühlen sich durch diese Tatsache vielleicht etwas schuldig, besonders wenn sie bei jedem Besuch vorgelebt bekommen, dass wir nun das Geld, das Wissen und die Zeit haben, um für unsere Tochter das Beste zu ermöglichen.

Bei meinen Eltern vermute ich einen etwas anderen Grund. Wir leben 250 km von ihnen entfernt. Wir verbringen die Feiertage und Schulferien bei ihnen, damit sie trotz der Entfernung eine gute Beziehung zu ihrem Enkelkind aufbauen können. Bei ihnen ist wohl der Wunsch, unsere Tochter zu verwöhnen, der Auslöser für den ständigen Vorschlag, ihren Nuckel in selbst geschleuderten Honig zu tunken. Ich weiß nicht, wie oft ich schon versucht habe, über die Risiken von Honig für Kinder unter einem Jahr aufzuklären. Vergeblich. Sie wollen ihrem Enkelkind im Gedächtnis bleiben und die Zeit mit ihnen soll von unserer Tochter als besonders schön wahrgenommen werden, damit sie immer wieder gern ihre Großeltern besucht.

Meine Oma wohnte 40 km von mir entfernt, aber da war es auch so. Die Besuche bei ihr waren immer besonders schön, weil es anders war als zu Hause. Es gab anderes Essen, andere Fernsehsender (meine Eltern hatten nur drei Programme) und andere Aktivitäten. Ich erinnere mich noch, wie meine kleine Schwester vom Besuch unserer Oma mit pinken Strähnen in den Haaren zurückkehrte und meine Eltern das damals unmöglich fanden, weil sie nicht um Erlaubnis gefragt wurden. Ich fand das damals ziemlich cool von meiner Oma, würde heute aber auch sauer sein, wenn meine Eltern oder Schwiegereltern so etwas ohne Absprache machen würden.

Mit der Geburt unserer Tochter haben sich die Generationen verschoben und damit auch die Wünsche und Erwartungen. Für die nun zu Großeltern gewordenen bedeutet das: Sie wollen weiterhin ihre Erfahrungen weitergeben und mitbestimmen, werden aber nun von den Neu-Eltern in ihre Schranken gewiesen und müssen erkennen, dass sie – aus heutiger Perspektive betrachtet – vielleicht sogar Fehler in der Erziehung gemacht haben. Das tut weh und sollte von der Elterngeneration aufgefangen werden, auch wenn das bedeutet, dass man zum hundertundersten Mal noch ruhig erklärt, warum der Brei aus Biozutaten bestehen sollte und warum Honig gefährlich sein kann.

Das Problem ist nur, dass man sich als Neu-Eltern nicht respektiert fühlt, wenn immer wieder der gleiche, in den eigenen Augen völlig unsinnige Vorschlag gemacht wird. Und dieses Gefühl verletzt dann wiederum die jungen Eltern.

Der Idealzustand wäre natürlich, wenn die Eltern und die Großeltern sich in ihrer jeweiligen neuen Rolle wertgeschätzt fühlen. Dies lässt sich vielleicht mit Teilhabe erreichen. Die Eltern sollten den Großeltern Aufgaben übertragen und sie dafür loben, wenn sie diese Aufgaben toll bewerkstelligen. Dann fällt es den Omas und Opas auch leichter, Grenzen zu akzeptieren, wenn sie einen Bereich haben, auf dem sie „Experten“ sind. Wir haben sie unsere Tochter mit dem von uns gekochten Brei füttern lassen. Dann ließen die Nachfragen bezüglich der Zubereitung etwas nach. Natürlich gibt es auch weiterhin Reibungspunkte, aber diese gibt es schließlich überall, wo unterschiedliche Generationen und Ansichten aufeinander treffen und ohne die das Leben um einiges langweiliger wäre.

Anke Bürckner

 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wie regelt ihr solche Meinungsverschiedenheiten mit den Großeltern?

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/04/m-imagephotography-ThinkstockPhotos.jpg 1415 2122 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-04-05 12:07:062016-04-05 12:07:06Die lieben Großeltern

Auf die Schaukel, fertig, los!

Endlich können die Kinder wieder im Garten spielen! Der TÜV NORD weist aber darauf hin, dass Spielgeräte, die den Herbst und Winter über ungeschützt im Garten stehen, im Laufe der Monate Schwachstellen entwickeln können. Schuld daran sind vor allem Kälte und langanhaltende Niederschläge. Klettertürme, Rutschen und Schaukeln sollten daher vor dem ersten Gebrauch im Frühling genau untersucht werden. „Bevor die Kinder im Frühjahr wieder im Garten spielen, sollten Eltern einen kritischen Blick auf die einzelnen Bauteile der Spielgeräte werfen“, sagt Frank Rohland von TÜV NORD. Der Fachreferent für Spiel- und Sportgeräte gibt Tipps, worauf Eltern – besonders vor der ersten Nutzung im Frühling – achten sollten.

Holzkomponenten
Die langen Regenphasen im Herbst und Winter können Bauteile aus Holz angreifen. Insbesondere wenn Spielgeräte im Schatten aufgestellt sind, kann die Feuchtigkeit nur schlecht trocknen. Das Holz kann morsch werden und die Last von Kind und Schaukel nicht mehr zuverlässig tragen. Vor allem tragende Balken und solche, die mit dem Erdreich verbunden sind, sollten genau in Augenschein genommen werden. „Von außen kann man den Zustand des Materials nicht immer erkennen. Es gibt aber einige einfache Hilfestellungen“, sagt Rohland. Als Faustregel gilt: Zuerst an der Wetterseite des Geräts gucken – also dort, wo es Schnee und Regen am meisten ausgesetzt ist. Meist ist das die Nordseite, erkennbar am Moosansatz. „Wenn man dort einen Nagel mit der Hand zwei bis drei Zentimeter in den Querbalken einer Schaukel drücken kann, ist das ein Zeichen dafür, dass sich die Tragkraft signifikant verringert hat. Dann sollte der Balken umgehend ausgetauscht werden“, ergänzt Rohland. Aber auch Pilzbefall ist ein Zeichen dafür, dass das Holz morsch ist. Bei kleineren Rissen im Holz ist es ratsam darauf zu achten, dass sich keine Splitter bilden, an denen sich die Kinder verletzen können.

Schraubverbindungen und Fundamente
Die meisten Spielgeräte für den Garten werden im Baumarkt oder online gekauft und von Eltern oder Großeltern selbst aufgebaut. „Im Gegensatz zu Klettertürmen auf dem Spielplatz sind hier meist keine Profis am Werk und nicht jeder hat Profi-Werkzeug im Haus“, sagt Rohland. Werden die Teile nicht gleichmäßig ins Fundament gesetzt, kann das Gerüst leicht verkeilt sein. Das mag im täglichen Betrieb nicht auffallen, kann aber dafür sorgen, dass sich Schraubverbindungen schneller lösen oder Nahtstellen Risse bekommen. Deshalb sollten Schrauben und Fundamente regelmäßig angeschaut und auf Festigkeit geprüft werden – und das nicht nur nach der Winterpause, sondern vor allem im Sommer, wenn Schaukel und Rutsche oft genutzt werden. Auch rostige Schrauben sollten umgehend ausgetauscht werden.

Fallschutz
Überall, wo Höhe ins Spiel kommt, ist es wichtig, dass Kinder sich beim Toben und Springen nicht verletzen. Daher kommt es ganz besonders auf den Untergrund an. „Am besten eignet sich Rasen im Spielbereich. Alternativ sorgen auch Holzspäne für die notwendige Dämpfung“, so Rohland. Eltern, die für die kommende Saison erste oder neue Spielgeräte anschaffen wollen, sollten darauf achten, dass diese mit einem GS-Zeichen ausgezeichnet sind: „Das Zeichen bescheinigt einem Produkt, dass es die Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes erfüllt und dem Großeinsatz im Garten Stand hält“, sagt Rohland abschließend.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/03/pixel-kraft_photocase.de_.jpg 2400 3600 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-03-29 11:08:592016-03-29 11:08:59Auf die Schaukel, fertig, los!

Wie reden wir über unsere Kinder?

Gestern habe ich wieder so eine Situation erlebt, die mich aufmerken ließ. Und mir den Spiegel vorgehalten hat. Ein Vater beschwert sich über seine Tochter: Sie habe ihren Schlüssel verloren. Und dazu noch aus Ungeschicklichkeit großes Chaos angerichtet. „Töchter sind furchtbar!“, entfährt es ihm genervt. Und die Tochter steht daneben …

Mir hat es einen Stich versetzt. Ja, wir Eltern haben oft genug Grund zu klagen. Kinder sind anstrengend, bringen unser Leben durcheinander, machen uns Sorgen und oft nicht das, was wir von ihnen erwarten. Aber erstens sind die meisten Erwachsenen nicht viel anders. Und zweitens gehört es eben zum Leben dazu, dass nicht immer alles so läuft, wie ich mir das vorstelle.

Aber vielleicht gefallen wir Eltern uns ja auch manchmal darin, uns im Klagen gegenseitig zu übertrumpfen? Ich habe mich jedenfalls schon mal dabei erwischt. „Ja, kenne ich auch. Stell dir vor, mein Kind hat sogar …“

Aber es ist so wichtig, wirklich sorgsam damit zu sein, wie wir über unsere Kinder reden. Natürlich können wir auch mal Dinge benennen, die nicht gut gelaufen sind. Aber der Ton macht die Musik. Wie geht es einem Kind, das von seinem Papa hört, es sei „furchtbar“? Bleibt das nicht viel stärker hängen als ein fünfmal nebenbei gesagtes „Ich hab dich lieb“?

Aber auch wenn die Kinder nicht dabei sind und mithören, sollten wir gut überlegen, wie wir über sie reden. Denn wie wir über sie reden, prägt, wie wir über sie denken und fühlen. Und es prägt letztlich unsere Beziehung zu ihnen.

Mein Vorschlag: Wir schaukeln uns nicht mehr gegenseitig hoch mit Negativ-Geschichten über unsere Kinder. Sich mal ehrlich beim Partner oder der Freundin ausheulen, weil man eine Situation grad schwierig findet – natürlich ist das okay. Aber vieles ist einfach so daher gesagt. Weil wir Aufmerksamkeit möchten. Weil es manchmal so schön ist, zu jammern und zu klagen.

Ich will das nicht. Ich möchte, dass meine Kinder meine Liebe und Wertschätzung spüren. Und dass sie Kritik als konstruktiv erleben.

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/03/DWerner_photocase.de_.jpg 2592 3028 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-03-18 12:38:282016-03-18 12:38:28Wie reden wir über unsere Kinder?

Engagement für das Leben

Gestern hatten wir in der Redaktion Besuch von zwei Menschen, die sich für das Recht auf Leben einsetzen: Dr. Detlev Katzwinkel und Dr. Heike Fischer von der Stiftung ProVita. Sie haben uns von ihrer Arbeit berichtet und mit hineingenommen in einige wichtige Fragen von Medizin-Ethik und Lebensrecht. Vor allem haben wir über die vorgeburtliche Diagnostik gesprochen. Da werden die Möglichkeiten und Methoden ja immer besser. Aber sie führen auch zu der Problematik: Was mache ich, wenn ein Ergebnis nicht ausfällt wie erhofft? Was, wenn durch die Diagnostik eine Erkrankung oder Behinderung festgestellt wird? Deshalb rät Dr. Katzwinkel – Gynäkologe und Chefarzt im St. Martinus Krankenhaus in Langenfeld – dass sich Paare, die sich ein Kind zu wünschen, vorher gut informieren. Sie sollten überlegen, wieviel Wissen sie brauchen, welche Untersuchungen sie sinnvoll finden und wie sie mit einem möglicherweise unerwünschten Ergebnis umgehen.

Auf der Website www.provita-stiftung.de findet man Informationen zu ethischen Fragestellungen vom Lebensanfang bis zum Lebensende. Vom Bluttest für Schwangere bis zur Sterbehilfe gibt es hilfreiche und differenzierte Einschätzungen. Es ist auch möglich, die Experten von Pro Vita zu Veranstaltungen vor Ort einzuladen.

Bettina Wendland

Family-Redakteurin

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/03/FamVeld_ThinkstockPhotos-484675224.jpg 2333 3500 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-03-09 12:41:312016-03-09 12:41:31Engagement für das Leben

1 Paar, 2 Perspektiven

Leider ist in der aktuellen Family-Ausgabe 2/16 ein Flyer so auf der Kolumne von den Hullens aufgeklebt, dass er sich in manchen Heften nicht gut ablösen lässt. Deshalb könnt ihr die beiden Texte von Katharina und Hauke Hullen hier nachlesen:

http://www.family.de/die_cops/

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/02/Family_2016_2_DS_Seite_18.jpg 1754 2481 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-02-23 11:27:102016-02-23 12:06:551 Paar, 2 Perspektiven
Seite 16 von 26«‹1415161718›»

Jetzt Family bestellen:


... für mich
Die eigene Familie gestalten

... für andere
Das ideale Geschenk

... zum Testen
Aktuelle Ausgabe gratis lesen



Hurra, Baby ist da!


Unser neues Leben mit Baby

Der Start in die Kinderphase ist spannend und aufregend. Und herausfordernd.

Das neue family Special „Unser neues Leben mit Baby“ will Baby-Eltern in den ersten Monaten begleiten. Mit bewegenden Erfahrungsberichten, hilfreichen Tipps und vielen Anregungen, wie diese neue Lebensphase gestaltet werden kann.

Alle Infos & weitere Specials

Search Search
  • Vertrag kündigen
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Impressum
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen