- Wie sieht ein typisches Wochenende bei Ihnen aus?
- Das Wochenende gehört der Familie: Meistens unternehmen wir etwas zusammen. Entweder spielen wir Fußball oder machen einen Ausflug ins Grüne. An anderen Tagen kümmern wir uns um den Haushalt oder lernen für die Schule. (2 Punkte)
- Das sind unsere einzig freien Tage. Also wollen wir Spaß haben oder uns entspannen. Jeder darf erst einmal das tun, was er will, und dann machen wir vielleicht noch etwas zusammen. (0 Punkte)
- Meistens läuft das Wochenende chaotisch ab, aber zusammen frühstücken muss sein! Danach erledigen wir meistens die Dinge, die in der Woche liegen geblieben sind. (4 Punkte)
- Kann Ihr Kind abends gut einschlafen?
- Nein, es hält mich immer lange auf Trab! (4 Punkte)
- Ja, das funktioniert reibungslos. (0 Punkte)
- Kinder wollen ja nie wirklich ins Bett, aber meistens hilft eine klare Ansage oder eine Gute-Nacht-Geschichte. (2 Punkte)
- Zeit für eine Zukunftsvision: Wo sehen Sie Ihr Kind in 20 Jahren?
- Fleißig bei der Arbeit, mit einem gut gefüllten Bankkonto und einer schönen Wohnung. (4 Punkte)
- Am Schreiben der spannenden Doktorarbeit und vielleicht sogar im Ausland. (2 Punkte)
- Glücklich in einer tollen Beziehung und mit einem Job, der Spaß macht. (0 Punkte)
- Wie planen Sie die Sommerferien?
- Wir diskutieren alle Vorschläge innerhalb der Familie und dann wird abgestimmt! (2 Punkte)
- Wir fahren – wie jedes Jahr – wieder an den See. (4 Punkte)
- Wir teilen uns die Ferien auf: Den einen Teil verbringen wir zusammen, den anderen darf unser Kind mit den Großeltern oder Freunden verreisen. (0 Punkte)
- Angenommen, Ihr 9-jähriges Kind klagt über Bauchschmerzen und will nicht in die Schule. Was machen Sie?
- Ich rufe in der Schule an. Mein Kind bleibt Zuhause und ich verwöhne es mit Tee und Zwieback. (0 Punkte)
- Das kenne ich. Es will nur nicht in die Schule. Damit kommt es bei mir nicht durch. (4 Punkte)
- Ich glaube, mein Kind hat Angst vor der Mathearbeit. Ich rede mit ihm darüber und wenn es ihm besser geht, sollte es hingehen. (2 Punkte)
- Was macht Ihr Kind nach der Schule?
- An manchen Tagen hat es nicht viel zu tun, wohingegen es andere Tage mit vollem Programm durch Sport und Hausaufgaben gibt. (2 Punkte)
- Meistens hat es Sport oder Musikunterricht, geht zur Nachhilfe oder hilft im Haushalt. (4 Punkte)
- Es bleibt erst einmal für sich auf dem Zimmer und geht anschließend zum Sport oder trifft Freunde. (0 Punkte)
- Stellen Sie sich vor, ihr Kind hat es trotz Nachhilfe nur zu einer 4 in Englisch geschafft. Wie ist Ihre Reaktion?
- Das ist ungerecht! Vielleicht suchen wir einen anderen Nachhilfelehrer? Ich bespreche das in Ruhe mit meinem Kind. (2 Punkte)
- Ich bin schon enttäuscht und zeige es meinem Kind auch. (4 Punkte)
- Das tut mir sehr leid, aber davon geht die Welt nicht unter. Ich tröste, denn eine 4 ist doch ok! (0 Punkte)
- Wann hatte Ihr Kind das letzte Mal Kopfschmerzen?
- Gerade vorhin. Der Arzt hat uns dafür Kindertabletten gegeben. (4 Punkte)
- Das ist lange her und hing mit der Schule zusammen. (2 Punkte)
- Ich glaube, es hatte noch nie Kopfschmerzen. (0 Punkte)
- Welchem Zitat würden Sie zustimmen?
- Kennedy: „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: Keine Bildung.“ (4 Punkte)
- Goethe: „Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles.“ (2 Punkte)
- Mark Twain: „Für mich gibt es Wichtigeres im Leben als die Schule.“ (0 Punkte)
- Welcher Spruch würde am besten zu Ihrem Sprössling passen?
- „Mit Humor geht alles besser!“ (2 Punkte)
- „In der Ruhe liegt die Kraft!“ (0 Punkte)
- „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“ (4 Punkte)
Auswertung
0 bis 12 Punkte
Ihr Kind ist stress-immun
An Ihrem Sprössling prallt der Stress regelrecht ab: Er ist gelassen und ausgeglichen, nimmt sich genügend Zeit für sich und lässt sich durch Probleme in der Schule nicht aus der Ruhe bringen. Kopfschmerzen vor der Mathearbeit? Bauchschmerzen nach Ärger mit Freunden? Fehlanzeige! Bei Bedarf holt er sich bei Ihnen Hilfe. Und wenn Sie Ihr Kind unabsichtlich mit zu vielen Terminen oder Aufgaben überladen, zieht es eindeutige Grenzen: Bis hierhin und nicht weiter!
Wunderbar, Sie schaffen für Ihr Kind eine stressfreie Umgebung und ausreichend Qualitätszeit, in der es eigenbestimmt spielen und Dinge tun kann, die es gerne macht.
Tipp des Psychologen: Achten Sie weiterhin auf die Signale Ihres Kindes. Außerdem könnten Sie gegen zu viel Gelassenheit und Phlegma öfter probieren, Ihrem Kind auch für intensivere Gefühle Raum zu geben. Herzhaftes Lachen, Schreien oder Weinen sind die Ventile, die die Psyche langfristig gesund und stabil halten. Es sollte sie kennenlernen und ausleben dürfen.
10 bis 26 Punkte
Ihr Kind ist ein Stress-Manager
Ihr Nachwuchs beherrscht die Kunst, sich nur im Ernstfall aufzuregen: Bei Ungerechtigkeit in der Schule oder Ärger mit den Geschwistern. Normalerweise ist es recht ausgeglichen, wenn es aber um wirklich wichtige Dinge wie Freizeitgestaltung, Beziehungsprobleme oder unliebsame Klassenarbeiten geht, fühlt es sich gestresst und reagiert entweder aggressiv, mit Rückzug oder mit körperlichen Symptomen wie Bauch- und Kopfschmerzen. Auch das Einschlafen fällt Ihrem Kind dann schwer. Es dauert, bis man es beruhigen kann.
Aber Vorsicht: Nehmen Sie die ersten Stressanzeichen Ihres Kindes wahr und ernst, sonst können sich diese als Dauersymptome chronifizieren.
Tipp des Psychologen: Achten Sie immer darauf, dass Ihr Kind genügend Zeit für sich selbst hat und gönnen Sie ihm bewusst Freiräume, die es ohne Druck mit Musik, Hobbies und Freunden verbringen kann. Ermutigen Sie Ihren Nachwuchs, die Gefühlslage zeigen zu dürfen. So können Sie gegebenenfalls den Alltagsstress des Kindes reduzieren. Wichtig ist der Wechsel zwischen Pflicht und Spaß, damit es den Stress immer wieder abbauen kann.
28 bis 40 Punkte
Ihr Kind ist im Dauer-Stress
Auch wenn es nicht deutlich sichtbar ist, weil Ihr Kind meist engagiert und strebsam wirkt, so könnte es doch in dem Gefühl einer ständigen Überforderung leben. Es will Sie nicht enttäuschen, möchte in der Schule alles richtig machen und steht durch zu viele Termine und zu wenig selbstbestimmte Freizeit ständig unter Strom. Da niemand die Lage erkennt, äußert es die Probleme auch nicht.
Aber Vorsicht: Durch den Dauerstress könnte die Krankheitsanfälligkeit Ihres Kindes steigen. Vielleicht senden Körper und Seele bereits einige Notsignale in Form von Kopf- und Bauchschmerzen oder Schlafproblemen? Dann sollten Sie schnellstens etwas dagegen unternehmen.
Tipp des Psychologen: Auch wenn Sie es mit dem vollen Terminkalender Ihres Kindes nur gut meinen, verschaffen Sie ihm ab sofort Erholungsphasen, in denen es sich regelmäßig zurückziehen kann. Durchforsten Sie mit ihm zusammen den Terminkalender und werfen Sie alles raus, was nicht notwendig ist und was vor allen Dingen keinen Spaß macht. Entspannte Gespräche und Kuscheleinheiten tun nicht nur Ihrem Nachwuchs gut, sondern auch Ihnen selbst.
Katia Saalfranks 4 Tipps für eine stressfreie Kindheit:
- Überprüfen Sie Ihre eigenen Erwartungen: Oft sind diese zu hoch und lassen Eltern in Stress geraten. Reduzieren Sie Ihren eigenen Stress und lassen Sie sich in Bezug auf Bildung und Förderung Ihres Kindes nicht von Bemerkungen anderer verunsichern. Ihr Kind lernt immer, es kann gar nicht anders. Es hat sein eigenes Tempo und braucht Ihre Bestärkung. Druck führt zu Gegendruck und erstickt so die natürliche Neugier und Lernlust der Kinder.
- Qualitätszeit für Kinder schaffen: Seien Sie als Eltern achtsam und sensibel mit sich selbst und ihren eigenen Bedürfnissen. Nur dann können Sie auch ein Gespür dafür entwickeln, wie es Ihren Kindern geht. Denn diese brauchen die Freiräume, in der sie selbstbestimmt Dinge tun können, die ihnen Spaß machen.
- Mehr Autonomie für Kinder: Beziehen Sie Ihre Kinder in Ihre Planungen und Vorstellung mit ein und fragen Sie offen, wie es Ihrem Kind mit den vielen Termine und außerschulischen Aktivitäten geht – planen Sie dann gegebenenfalls gemeinsam um. Wichtig: oft ist es nicht die Anzahl der Termine die Kindern Stress macht, sondern das Gefühl, sich nicht selbst für die Termine entschieden zu haben.
- Schaffen Sie eine vertrauensvolle Atmosphäre: Kinder brauchen eine liebevolle, stabile Beziehung. Und doch: Kinder werden unter Umständen nicht sagen, dass ihnen manche Hobbys oder Veranstaltungen zu viel sind. Achten Sie deshalb auf Signale der Kinder und Anzeichen von Überforderung: Müdigkeit, Erschöpfung, schlechte Laune, Schlafschwierigkeiten oder aggressives Verhalten. Kinder brauchen eine vertrauensvolle Atmosphäre, sie benötigen Begleitung und Unterstützung, kindgerecht und ihrem Alter entsprechend.
Quelle: Bepanthen Kinderförderung
„Helft dem Krüppelprediger aufs Bike zurück!“
2015 ist für EDENerdig-Gründer Markus Schenderlein ein besonderes Jahr, eine Art Jubiläum: Vor zwanzig Jahren konnte er noch laufen und saß zum letzten Mal auf einem Motorrad. Am 24.07.1995 hatte er auf einer Mitarbeiterfreizeit seiner Kirchengemeinde einen Unfall und ist seitdem querschnittsgelähmt.
Statt mit dem Bike ist er nun im Rolli für den Herrn unterwegs: Gemeinsam mit seiner Frau hat er eine christliche Beratungsstelle in Ostfriesland eröffnet für Menschen, die sich sonst keine professionelle Hilfe in Krisenzeiten leisten können: www.kleiner-leuchtturm.de. Vor zwei Jahren kam der Arbeitszweig „EDENerdig“ hinzu – eine Initiative, die besonders Christen für die Themen Barrierefreiheit und Inklusion begeistern möchte: www.edenerdig.de. Und das alles auf Spendenbasis.
Damit EDENerdig auch 2016 weiter läuft und rollt, hat sich das Paar etwas Besonderes einfallen lassen: Als Rollifahrer ist Markus für viele Motorradfahrer die personifizierte Angst – denn da will keiner hin. Doch was ist, wenn nicht die Querschnittslähmung oder andere Einschränkungen das Leben bestimmen, sondern eine höhere Macht? Gott persönlich? Von Gottes Liebe und deren Auswirkungen auf jeden Einzelnen von uns möchte Markus den Bikern erzählen – und deshalb wieder zurück in den Sattel und raus zu den Motorradtreffs und -gottesdiensten.
EDENerdig möchte nicht mehr nur durch Publikationen und Aktionen auf Inklusion und Glaube aufmerksam machen, sondern raus zu den Menschen: „Ich würde gerne mit meinem Bike in eure Gemeinde oder zu anderen christlichen Veranstaltungen kommen und erzählen, warum Inklusion ein zutiefst christlicher Wert ist“, erklärt Markus. „Warum Inklusion Freude macht. Wie Barrierefreiheit uns allen Freiheit schenkt. Und was Gott damit zu tun hat.“
Ein rollstuhlgerechtes Bike hat allerdings seinen Preis. Mit den erforderlichen Umbauten kostet es rund 20.000 Euro. Deshalb hat die Initiative eine Spendenaktion bei Betterplace gestartet: www.betterplace.org/de/projects/32199.
Jetzt sucht EDENerdig Unterstützer, damit Markus seinen Job als Krüppelprediger wieder aufnehmen und nach zwanzig Jahren aufs Bike zurückkehren kann. EDENerdig-Initiatorin Nicole erklärt, wie man mithelfen kann: „Spendet selbst was für den Krüppelprediger; jeder Cent zählt. Startet eine eigene Spendenaktion für den Krüppelprediger bei Betterplace. Macht in den sozialen Netzwerken darauf aufmerksam. Bringt unser Infomaterial unter die Leute. Ladet EDENerdig in eure Gemeinde ein. Teilt eure Ideen mit uns. Denn gemeinsam können wir Markus wieder aufs Bike setzen:
„Da kamen vier Männer, die einen Gelähmten trugen. Weil sie wegen der vielen Menschen nicht bis zu Jesus kommen konnten, deckten sie über ihm das Dach ab. Durch diese Öffnung ließen sie den Gelähmten auf seiner Trage hinunter.“ (Markus 2,3-4)“
Früher Start ins Leben
In der Schwangerschaft hat Lena Bischoff mit vielen Ängsten zu kämpfen. Nur ein gedanke kommt ihr nicht: dass ihr Kind zu früh zur Welt kommen könnte. Von Lena Bischoff
Weiterlesen
MAMA HAT URLAUB
Ein freies Wochenende ganz allein, ohne Ansprüche und Aufgaben. Von Kathrin D. Weber
Weiterlesen
Test: Wie gestresst ist mein Kind?
Auswertung
0 bis 12 Punkte
Ihr Kind ist stress-immun
An Ihrem Sprössling prallt der Stress regelrecht ab: Er ist gelassen und ausgeglichen, nimmt sich genügend Zeit für sich und lässt sich durch Probleme in der Schule nicht aus der Ruhe bringen. Kopfschmerzen vor der Mathearbeit? Bauchschmerzen nach Ärger mit Freunden? Fehlanzeige! Bei Bedarf holt er sich bei Ihnen Hilfe. Und wenn Sie Ihr Kind unabsichtlich mit zu vielen Terminen oder Aufgaben überladen, zieht es eindeutige Grenzen: Bis hierhin und nicht weiter!
Wunderbar, Sie schaffen für Ihr Kind eine stressfreie Umgebung und ausreichend Qualitätszeit, in der es eigenbestimmt spielen und Dinge tun kann, die es gerne macht.
Tipp des Psychologen: Achten Sie weiterhin auf die Signale Ihres Kindes. Außerdem könnten Sie gegen zu viel Gelassenheit und Phlegma öfter probieren, Ihrem Kind auch für intensivere Gefühle Raum zu geben. Herzhaftes Lachen, Schreien oder Weinen sind die Ventile, die die Psyche langfristig gesund und stabil halten. Es sollte sie kennenlernen und ausleben dürfen.
10 bis 26 Punkte
Ihr Kind ist ein Stress-Manager
Ihr Nachwuchs beherrscht die Kunst, sich nur im Ernstfall aufzuregen: Bei Ungerechtigkeit in der Schule oder Ärger mit den Geschwistern. Normalerweise ist es recht ausgeglichen, wenn es aber um wirklich wichtige Dinge wie Freizeitgestaltung, Beziehungsprobleme oder unliebsame Klassenarbeiten geht, fühlt es sich gestresst und reagiert entweder aggressiv, mit Rückzug oder mit körperlichen Symptomen wie Bauch- und Kopfschmerzen. Auch das Einschlafen fällt Ihrem Kind dann schwer. Es dauert, bis man es beruhigen kann.
Aber Vorsicht: Nehmen Sie die ersten Stressanzeichen Ihres Kindes wahr und ernst, sonst können sich diese als Dauersymptome chronifizieren.
Tipp des Psychologen: Achten Sie immer darauf, dass Ihr Kind genügend Zeit für sich selbst hat und gönnen Sie ihm bewusst Freiräume, die es ohne Druck mit Musik, Hobbies und Freunden verbringen kann. Ermutigen Sie Ihren Nachwuchs, die Gefühlslage zeigen zu dürfen. So können Sie gegebenenfalls den Alltagsstress des Kindes reduzieren. Wichtig ist der Wechsel zwischen Pflicht und Spaß, damit es den Stress immer wieder abbauen kann.
28 bis 40 Punkte
Ihr Kind ist im Dauer-Stress
Auch wenn es nicht deutlich sichtbar ist, weil Ihr Kind meist engagiert und strebsam wirkt, so könnte es doch in dem Gefühl einer ständigen Überforderung leben. Es will Sie nicht enttäuschen, möchte in der Schule alles richtig machen und steht durch zu viele Termine und zu wenig selbstbestimmte Freizeit ständig unter Strom. Da niemand die Lage erkennt, äußert es die Probleme auch nicht.
Aber Vorsicht: Durch den Dauerstress könnte die Krankheitsanfälligkeit Ihres Kindes steigen. Vielleicht senden Körper und Seele bereits einige Notsignale in Form von Kopf- und Bauchschmerzen oder Schlafproblemen? Dann sollten Sie schnellstens etwas dagegen unternehmen.
Tipp des Psychologen: Auch wenn Sie es mit dem vollen Terminkalender Ihres Kindes nur gut meinen, verschaffen Sie ihm ab sofort Erholungsphasen, in denen es sich regelmäßig zurückziehen kann. Durchforsten Sie mit ihm zusammen den Terminkalender und werfen Sie alles raus, was nicht notwendig ist und was vor allen Dingen keinen Spaß macht. Entspannte Gespräche und Kuscheleinheiten tun nicht nur Ihrem Nachwuchs gut, sondern auch Ihnen selbst.
Katia Saalfranks 4 Tipps für eine stressfreie Kindheit:
Quelle: Bepanthen Kinderförderung
Zu viel Zeit für PC und Co?
„Meine Tochter (16) hängt nachmittags gern am PC ab und hat deshalb weniger Zeit für Freunde im ‚real life’. Auch befürchten wir, dass sie abends nicht zum Abschalten kommt. Nun wollen wir nicht einfach nur reglementieren. Wie können wir sinnvoll helfen?“
Weiterlesen
Burnout im Kinderzimmer
Etwa jedes sechste Kind (18 Prozent) und jeder fünfte Jugendliche (19 Prozent) in Deutschland leidet unter deutlich hohem Stress. Die negativen Folgen bei Kindern und Jugendlichen sind enorm, gestresste Kinder entwickeln Depressionen und Versagensängste und haben ein erheblich erhöhtes Aggressionspotential. Wesentliche Ursache für diesen Stress ist der fehlende Freiraum für eine kindliche Selbstbestimmung, ausgelöst durch die hohen Erwartungen von Eltern an ihre Kinder. Zu diesem Ergebnis kommt die Universität Bielefeld in der aktuellen Studie „Burnout im
Kinderzimmer: Wie gestresst sind Kinder und Jugendliche in Deutschland?“ im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung. Dabei wurde Stress als Ungleichgewicht zwischen wahrgenommenen Anforderungen und der subjektiven Fähigkeit definiert, diese Anforderungen zu erfüllen.
Befragt wurden Kinder von sechs bis elf Jahren und Jugendliche von zwölf bis 16 Jahren sowie deren Eltern. Die Besonderheit der Studie ist, dass Stress aus Kindersicht erfasst wurde. Stress ist ein ernst zu nehmendes Problem für Kinder und Jugendliche und führt zu nachweisbaren, negativen Auswirkungen. Erhöhter Stress geht mit emotionalen Problematiken einher, d.h. betroffene Kinder berichten, dass sie oftmals wütend oder zornig sind. Außerdem fand die Forschungsgruppe der Universität Bielefeld heraus, dass Kinder mit hohem Stress über eine eher niedrige Problemlösungskompetenz verfügen: Nahezu jedes sechste Kind weiß nicht, wie es Probleme eigenständig bewältigen kann.
Kinder mit hohem Stress leiden außerdem unter Versagensängsten. Knapp die Hälfte der gestressten Kinder hat Angst seine Eltern zu enttäuschen, denn gestresste Kinder nehmen die an sie herangetragenen Erwartungen der Eltern viel intensiver wahr. Die Ergebnisse der psychischen Auswirkungen von Stress auf Jugendliche sind immens. 11 Prozent der Jugendlichen mit hohem Stresslevel sind depressiv verstimmt. 13,6 Prozent der Jugendlichen haben den Eindruck, ein Versager zu sein und 47,2 Prozent fühlen sich manchmal nutzlos. Dabei wählen 32,4 Prozent den freiwilligen sozialen Rückzug.
Laut Stress-Studie beeinflussen insbesondere zwei Faktoren das Stressempfinden der Kinder und Jugendlichen: die Anzahl und die eigene Entscheidung über ihre Termine. So haben 39 Prozent der 12- bis 16-Jährigen an drei oder mehr Tagen pro Woche mindestens einen festen Termin nach der Schule – wie z.B. Musik-, Fußball oder Schwimmunterricht. Zudem dürfen sie oftmals nicht eigenständig darüber entscheiden und erleben Termine und Aufgaben als Zwang und Belastung. 60,2 Prozent der gestressten Kinder geben an, nur manchmal oder nie nach ihrer Meinung gefragt zu werden und 85,6 Prozent der Kinder mit hohem Stress werden nicht in die eigene Freizeitplanung eingebunden.
Interessant ist, dass 87,3 Prozent der Eltern von gestressten Kindern nicht glauben, ihr Kind zu überfordern. Ungefähr 50 Prozent gaben an, alles dafür zu tun, um ihr Kind zu fördern. „Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder. Wichtig ist, dass sie dabei ein Feingefühl dafür entwickeln, was Kinder wirklich brauchen und sie nicht überfordern. Ich erlebe die Eltern selbst enorm unter gesellschaftlichen Druck. Sie wollen allen Anforderungen gerecht werden. Dies übertragen sie dann auch auf ihre Kinder. Somit entsteht eine Stressspirale, die für Kinder fatale Folgen haben kann“, so Katia Saalfrank, Schirmherrin der Bepanthen-Kinderförderung und Familienberaterin. Stress bleibt nicht ohne Folgen für die Betroffenen. „Unserer Gesellschaft bringt es nichts, wenn Kinder und Jugendliche unter Stress aufwachsen und so schon in jungen Jahren Burnout-Symptome aufweisen, zornig und aggressiv sind, weil sie überfordert und mit ihrem Leben nicht zufrieden sind. Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung eine stressfreie Umgebung und vertrauensvolle Atmosphäre. Sie benötigen Begleitung und Unterstützung – kindgerecht und ihrem Alter entsprechend. Umso wichtiger ist es, über dieses Thema aufzuklären. Dies sehe ich in meiner Verantwortung als Schirmherrin der Bepanthen-Kinderförderung“, verdeutlicht Katia Saalfrank.
Lesen Sie mehr zum Thema „Burnout bei Kindern“ in der aktuellen Family.
Außerdem veröffentlichen wir in Kürze hier im Blog einen Test, mit dem man herausfinden kann, wie gestresst das eigene Kind ist.
Klettern, laufen, rutschten
„Mein Sohn (1 1/2) liebt es, sich auszupowern. Ich bin immer auf der Suche nach Anregungen, wie ich ihn draußen so richtig in Bewegung bringen kann.“
Weiterlesen
Ich bin kein Jogger
Warum Stefan Gerber zum 40. keinen Marathon läuft.
Ich bin nicht so der Jogger. Natürlich habe ich es auch versucht. Schließlich sind einige meiner großen Vorbilder, wie der Willow-Creek-Pastor Bill Hybels, bekennende Läufer. Also habe ich die eine oder andere Runde in der wunderschönen Gegend gedreht, die direkt vor meiner Haustür beginnt. Trotz starken Willens scheiterte ich kläglich! Mehr als dreimal in Folge schaffte ich es nie.
Ich bin einfach kein Jogger. Das musste ich mir mit der Zeit eingestehen. Und so hab ich auch der Versuchung widerstehen können, mich zu meinem vierzigsten Geburtstag in diesem Jahr mit einer Marathonteilnahme zu beglückwünschen. Ist ja toll für alle Männer, die das auf die Reihe kriegen. Aber ich will mich doch nicht noch zu meinem Geburtstag mit so etwas abplagen!
Ich bin aber auch nicht ganz unsportlich. Viel Freude erlebe ich beim Strampeln auf dem Fahrrad. Erst an der Aare entlang, danach schwitzend den Berg hinauf in den Wald und zum Schluss in rasantem Tempo herunter, der Dusche entgegen. Ich gebe zu, dass selbst diese einstündigen Biketouren etwas Überwindung kosten. Doch wenn ich mich überwinden konnte, ist es jedes Mal eine wohltuende Tankstelle für Körper und Geist.
Ich bin ein Siegertyp. Nicht, dass ich immer gewinne. Aber ich gewinne gerne. Darum liegt mir wohl das Joggen so überhaupt nicht: Wenn ich mich da alleine abmühe, gibt es einfach wenig zu gewinnen. Schon früher als Kind fand ich zu den Teamsportarten einen besseren Zugang. Nachmittage lang machte ich mit meinen Kollegen den Schulhausplatz unsicher, wo wir leidenschaftlich Rollhokkey spielten.
Ich bin dankbar dafür, dass vor einigen Jahren in unserem Dorf eine Unihockey-Hobbymannschaft gegründet wurde. Ein verbindliches Mittun in einem ambitionierten Sportverein war für mich, neben all meinen Tätigkeiten und den unregelmäßigen Arbeitszeiten, nicht drin. Und genau da trifft diese Plauschmannschaft den Nerv unserer Zeit: Wenig Verbindlichkeit, viel Fun. Wer mittwochs um 18 Uhr zum gemeinsamen Training kommen kann – wunderbar.Wer verhindert ist – auch okay.
Ich bin kein Theoretiker, mich interessiert die Anwendung mehr als die Technik. Das ist im Sport so, aber auch ganz generell. Und darum bin ich so froh, dass unsere „Trainings“ eigentlich keine solchen sind. Wir teilen die Anwesenden in zwei Gruppen, und dann geht’s schon los mit dem Spiel: Auf jede vergebene Chance folgt ein „dummer“ Spruch eines Mitspielers, jedes Tor wird würdig gefeiert und tut der Seele des Siegertyps in mir richtig gut. Tankstelle pur.
Ich bin in Bewegung. Inzwischen bin ich ziemlich verbindlich beim Unihockey-Team dabei. Einfach weil ich dem wöchentlichen Termin eine hohe Priorität gebe, geben will. Da ist sie, die viel besagte intrinsische Motivation (Motivation von innen heraus), die ich beim Joggen trotz bestem Willen nie aufbringen konnte (da blieb es immer Motivation von außen: „Man(n) sollte …“). Bewegung ist wichtig, Bewegung ist gesund, Bewegung muss aber unbedingt auch Spaß machen!
Geburtstagsgeschenk von Gott
Ingrid Jope lernt, im Regen zu tanzen.
ch atme auf, als ich aus dem Auto steige. Drei freie Stunden liegen vor mir. Ich will einfach mal bummeln gehen. Ganz allein. Ganz ohne Zeitdruck und Kindergequengel. Winterstiefel suche ich – und nebenbei Entspannung. Es tut mir gut, mal auf andere Gedanken zu kommen. Im ersten Geschäft finde ich überraschend ein Weihnachtsgeschenk, das garantiert die Augen des Beschenkten strahlen lässt. Prima – so habe ich lange vor Advent schon mal ein wenig Vorweihnachtsstress abgebaut. Im zweiten Schuhgeschäft hat es mir ein Paar Lederstiefel angetan. Sie passen, haben die Farbe, die ich gesucht habe, sind leider nicht ganz preisgünstig, aber gerade noch machbar. Mit einem befriedigten Gefühl trage ich meine Beute zur Kasse. Dort erfahre ich von der selbst überraschten Verkäuferin: Der Preis für die Schuhe wurde aktuell um 30 Euro gesenkt. „Yippie!“, denke ich mir und schicke still ein „Danke, Gott!“ nach oben. Zur Verkäuferin meine ich grinsend: „Das muss daran liegen, dass ich heute Geburtstag habe.“ Das ist nämlich der Grund, warum ich mitten in der Woche den Vormittag frei habe. Mein Mann meistert zu Hause das Mittagsgewühl mit den Kindern, nachmittags werden wir fröhlich zusammen Kaffee trinken und abends ein ruhiges Essen zu zweit genießen. Ich verlasse den Laden mit dem beflügelnden Gedanken: Das war gerade ein Geburtstagsgeschenk von Gott. Hach – wie gut es tut, einfach mal durch die Stadt zu schlendern und nach Schönem Ausschau zu halten, einfach mal Pause zu haben von Familie, Job und Haushalt, einfach mal dürfen und nichts müssen! Aber der Geburtstag ist noch nicht zu Ende und Gott mit seinen Geschenken an mich auch nicht. Beim weiteren Stöbern bleiben meine Augen an einer Postkarte hängen:
Life isn’t about waiting for the
STORM TO PASS
it’s about learning how to
DANCE IN THE RAIN
Das Leben besteht nicht darin, darauf zu warten,
dass der Sturm vorübergeht.
Es besteht darin, zu lernen, wie ich im Regen tanzen kann.
Volltreffer! Der Sinnspruch zaubert mir ein ertapptes Lächeln aufs Gesicht. Es ist, als wolle der Allmächtige mich in meinen freien Stunden wohlwollend begleiten und mir ins Bewusstsein rufen: Es ist gut, mal eine Oase zu haben. Aber das Leben besteht nicht in einer Aneinanderreihung von Ruhepausen. Es enthält Höhen und Tiefen, Sonnenschein, harmlose Winde und heftige Stürme. Glücklich ist, wer sein Leben nicht damit zubringt, auf das Ende der Stürme zu warten, sondern wer lernt, im Regen zu tanzen, also aus den Turbulenzen das Beste zu machen. Daran erinnert mich diese dekorative Postkarte seither in unserem Flur. Am kommenden Sonntag im Gottesdienst „bindet“ Gott dann noch eine „Schleife“ um sein Geschenk, als mich die Worte dieses Liedes tief im Herzen berühren:
„Berge mich in deinem Arm.
Schütze mich mit deiner starken Hand. Komm, ruh dich aus bei deinem Gott.
Trau auf ihn und seine große Kraft.
Wenn die Meere toben, Stürme weh‘n, werd‘ ich mit dir
übers Wasser gehen. Du bist König über Wind und Flut, mein Herz wird still,
denn du bist gut.“
(Feiert Jesus 4, Nr. 140, SCM Hänssler )
Na dann – auf ins neue Lebensjahr mit dem, der solche Geschenke macht!
Verhängnisvolle Einigkeit
Paare ergänzen sich, korrigieren einander – und oft gleicht einer die Fehler des anderen aus. Aber was geschieht, wenn ein Paar gemeinsame Schwächen hat? Von Jörg Berger
Weiterlesen