… muss nicht teuer sein. Natürlich haben Bio-Produkte und faire Kleidung ihren Preis. Aber wer auf Nachhaltigkeit setzt, kann auch Geld sparen. Drei Familien berichten von ihren Erfahrungen. Ein Experte gibt Tipps.
Bio bezahlbar
Bei uns fing es mit dem Kaffee an. Das war das erste Produkt, bei dem wir uns Gedanken gemacht haben, ob es ethisch korrekt angebaut und gehandelt wird. Also begannen wir den Kaffee im Eine-Welt-Laden in Bioqualität zu kaufen. Ansonsten bestand unser Einkauf beim Lebensmitteldiscounter auch aus den dort vorhandenen Biolebensmitteln. Da wir allerdings über ein recht überschaubares Budget verfügen, kamen auch weiterhin Sonderangebote in den Einkaufskorb.
Angeregt durch die Fastenzeit 2010, in der ich mich entschlossen hatte, vegetarisch zu leben, begann ich mir mehr und mehr Gedanken über meinen Konsum zu machen. Nach der Lektüre etlicher Bücher beschlossen wir als Familie, dass wir etwas ändern wollen. Der ethisch beste Konsum ist nach wie vor kein Konsum. Das bedeutet, dass wir uns zurückhalten mit Spontankäufen. Bei Lebensmitteln haben wir seit geraumer Zeit eine Biokiste vom Bauernhof, die hauptsächlich mit regionalem Obst und Gemüse gefüllt ist. So ist auch Bio bezahlbar.
Unseren Fleischkonsum haben wir auf ein- bis zweimal wöchentlich eingeschränkt, da ich auch nach der Fastenzeit Vegetarierin geblieben bin. Das Fleisch beziehen wir von der Metzgerei oder dem Bauernhof vor Ort. Brot ist ein relativ teures Lebensmittel, vor allem in Bioqualität. Aus diesem Grundbacke ich so oft wie möglich selbst. Bei Kleidung hat sich das Ganze mit den Kindern etwas schwieriger gestaltet. In jungem Alter haben wir viel Gebrauchtes geschenkt bekommen oder gekauft. Unsere zwei Teenager legen jedoch mehr und mehr Wert auf aktuelle Mode. Da wir uns hier aber nicht ausschließlich ethisch korrekte Kleidung leisten können, kaufen wir für die Jungs auch mal ganz konventionell ein.
Es ist wichtig, sich Gedanken zu machen, wie unsere Güter hergestellt werden und wie die Arbeitsbedingungen dabei sind. Wir alle haben eine Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen und Gottes Schöpfung. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass dies auch mit kleinem Geldbeutel möglich ist. Trotz allem braucht man nicht dogmatisch zu sein, denn viele kleine Veränderungen führen zu einem großen Ziel.
Sylvia Imhoff arbeitet als Augenoptikerin und lebt mit ihrer Familie in Neuenbürg.
Nachhaltiger leben – vier Tipps zum Einstieg
1. Fang mit dem an, was du schon weißt
Mit dem nachhaltigen Leben ist es wie mit anderen Dingen auch: Bevor man angefangen hat, erscheint einem alles völlig unüberschaubar. Doch oft weiß man mehr, als man denkt. Und da sollte man ansetzen. Am einfachsten geht es beim Lebensmitteleinkauf: Kaffee, Schokolade und viele andere Produkte gibt es auch „Fairtrade“, Milch kann man „erzeugerfreundlich“ bekommen und bei Eiern auf artgerechte Haltung achten.
2. Beruhige nicht nur dein Gewissen, sondern ändere dein Leben
Bei der Idee der Nachhaltigkeit geht es um einen Lebensstil, den alle durchhalten können: Verbraucher, Produzenten und Umwelt. Deshalb ist der gelegentliche Kauf eines Bioproduktes zwar ganz nett, sinnvoller ist es jedoch, nach und nach ganze Bereiche auf eine andere Grundlage zu stellen. Also: Nimm nach dem Lebensmitteleinkauf Kleidung und Elektrogeräte unter die Lupe und arbeite dich dann weiter vor.
3. Betrachte das Auto als Luxusgut
Autos sind geschlossene, klimatisierte Räume, die uns von unserer Umwelt trennen. Manchmal ist ihr Einsatz sinnvoll, oft ist er es nicht. Und dann hindert uns das Auto an der Wahrnehmung unseres Körpers, unserer Umgebung und des Wetters. Deshalb sollten wir es so oft wie möglich stehenlassen und uns zu Fuß, auf dem Rad oder im öffentlichen Verkehr bewegen. Das hilft beim Entschleunigen und regt zum Nachdenken an.
4. Probiere vieles aus, halte das meiste davon durch
Nachhaltigkeit ist nicht nur etwas für verbissene Ideologen oder griesgrämige Asketen, sondern fordert zur spielerischen Kreativität heraus. Probiere einfach einmal ein Kochrezept mit regionalen Zutaten aus, versuche ein Brot zu backen, Butter zu machen, einen kleinen Tisch selbst zu schreinern. Finde neue Wege in die Stadt jenseits der Autostraßen. Geh über den Wochenmarkt. Unterhalte dich mit einem Biobauern. Ersetze alte Rituale durch neue, nachhaltige. Wenn es gut läuft, mache es weiter. Wenn nicht, probiere etwas anderes aus.
Dr. Thomas Weißenborn ist theologischer Leiter am Marburger Bildungs- und Studienzentrum (mbs). Mit seiner Frau und seinen vier Kindern versucht er, konsequent nachhaltig zu leben.
Weitere Erfahrungsberichte zum Thema „Nachhaltig leben“ finden Sie in der aktuellen Ausgabe der family.
Bildnachweis: istockphoto/thinkstock
„Papa, erzähl mal!“
Geschichten erfinden und frei erzählen
Kinder lieben Geschichten. Sie können nicht genug davon bekommen. Besonders toll ist es, wenn Eltern selbst Geschichten ausdenken und frei erzählen. Doch vielen Eltern fällt das schwer. Dabei kann es ganz einfach sein:
Fantasie hat keine Grenzen
Fangen Sie klein an. Suchen Sie sich eine kurze Vorlesegeschichte aus und lesen Sie sie Ihrem Kind immer wieder vor. Bald können Sie sie selbst auswendig und frei erzählen. Nach einiger Zeit werden Sie selbst Ideen für neue Geschichten entwickeln. Waren Sie zusammen im Zoo? Lässt sich Ihr Kind nicht gern die Haare kämmen? Liebt es Geschichten mit bestimmten Themen wie Prinzessinnen, Tiere, Autos? Schon haben Sie einen Aufhänger für Ihre eigenen Geschichten. In den Geschichten können Tiere sprechen, Gegenstände auch, der Kobold reitet auf einer Nadel, die Kuh hat Schnupfen, die einzige Blume auf einer Wiese fühlt sich einsam …
Es gibt viele Möglichkeiten, fantasievolle und märchenhafte Geschichten zu erfinden. Hier einige Anregungen:
Die richtige Atmosphäre
Schaffen Sie eine gemütliche und ruhige Atmosphäre für das Erzählen: Fernseher und Musik aus, vielleicht eine Kuscheldecke auf dem Sofa oder eine speziell eingerichtete Ecke mit Schmusetieren. Manchmal ist Ihr Kind unruhig und muss erst einmal entspannen. Nehmen Sie ein Glöckchen oder eine Triangel und läuten Ihre gemütliche „Stunde“ ein. Schließen Sie gemeinsam die Augen und stellen sich etwas vor. Sagen sie einen Lieblingsreim Ihres Kindes auf oder singen Sie etwas Beruhigendes. So fällt es beiden Beteiligten leichter, sich auf die Reise in die Welt der Geschichten einzustimmen.
Das Geschichtenerzählen dient wie das Vorlesen der Vorbereitung auf das spätere eigene Lesen. Aber es erfüllt noch viele andere Funktionen. Kinder lieben es, Zeit mit ihren Eltern zu verbringen. Das gemeinsame Erlebnis stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Solche gemeinsamen Zeiten erhöhen auch die Bereitschaft Ihres Kindes, von sich und seinen Gefühlen zu erzählen.
Ich möchte Ihnen Mut machen, das „altmodische“ Geschichtenerzählen in Ihrer Familie zu praktizieren. Sicher können nicht alle Eltern alles vermitteln. Ich wusste auch nicht, wie ich meiner Tochter das Schwimmen beibringen sollte und wir haben einen Schwimmkurs gebucht. Wenn Ihnen das Geschichtenerzählen gar nicht liegt, nutzen Sie Ihre anderen Begabungen, um etwas mit dem Kind zu machen: basteln, singen, backen, gärtnern … Da liegen die Talente und Ideen in jeder Familie anders. Und vielleicht haben die Oma oder der Patenonkel ja Spaß am Geschichtenerzählen.
Maren Niedernhöfer lebt mit ihrer Familie in Bad Wildungen und hat ihrer inzwischen acht Jahre alten Tochter seit dem Kleinkindalter selbst erdachte Geschichten erzählt und aufgeschrieben. Außerdem arbeitet sie ehrenamtlich als Büchereileiterin in einem Kindergarten.
Illustration: Thees Carstens
Das Schlimmste, was passieren kann
Viele Eltern haben Angst vor dem Plötzlichen Kindstod. Aber sie können einiges dagegen tun.
In Deutschland sterben jährlich etwa 230 Kinder am Plötzlichen Kindstod (Sudden Infant Death Syndrome – SIDS). Auch in Österreich und der Schweiz ist dies nach wie vor die häufigste Todesursache im Säuglingsalter. Erfreulicherweise ist die Zahl der an SIDS verstorbenen Babys in Mitteleuropa allerdings seit 1990 deutlich rückläufig. SIDS ereignet sich ohne erkennbare Ursachen meist während des Schlafs und betrifft vor allem Babys im ersten Lebensjahr. Die eigentliche Ursache für den plötzlichen Säuglingstod ist bis heute ungeklärt. Man nimmt allerdings an, dass ein Zusammentreffen von Regulationsschwächen des Babys und Umgebungsfaktoren zu SIDS führen.
„Ein Gefühl der Unruhe“
Martina, eine betroffene Mutter erzählt: „Als Krankenschwester kannte ich von Beginn an die Risikofaktoren und habe auch gut auf alles geachtet. Eines Morgens hatte ich den Eindruck, dass meine kleine Tochter blasser und auch kurzatmiger als sonst war. Sie hatte keinen Appetit und schlummerte den ganzen Tag. Ein Gefühl der Unruhe beschlich mich, doch ermahnte ich mich selber, nicht hysterisch zu sein. Am nächsten Morgen entdeckte ich den leblosen Körper meiner Tochter im Bett.“ Martina kommen noch zehn Jahre nach diesem Ereignis die Tränen in die Augen. Sie nützt seither jede Gelegenheit, junge Mütter aufzuklären: „Eine Mutter weiß am besten, wie es ihrem Kind geht. Wenn du den Eindruck hast, bei deinem Baby hätte sich etwas in den letzten Stunden gravierend verändert, scheue dich nicht, einen Arzt aufzusuchen!“
Das Schlimmste verhindern
Folgende Empfehlungen helfen, das Risiko für den Plötzlichen Kindstod zu minimieren:
Eine letzte Sicherheit im Leben gibt es nicht. Daher können auch Überwachungsgeräte, die auffällige Atempausen des Kindes melden, den Plötzlichen Kindstod letztlich nicht verhindern. Wenn Sie die Empfehlungen befolgen und ausreichend Zeit und Ruhe im alltäglichen Ablauf mit dem Baby einrichten, haben Sie die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen getroffen.
Roswitha Wurm arbeitet als Lern-, Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin und lebt mit ihrer Familie in Wien.
Illustration: Thees Carstens
Caritas-Jahresempfang: Familie schaffen wir nur gemeinsam
Bessere Rahmenbedingungen für Familien – dafür setzt sich der Deutsche Caritasverband in diesem Jahr verstärkt ein. So steht der Jahresempfang, zu dem Caritas-Präsident Peter Neher heute in das Berliner Congress Center eingeladen hat, im Zeichen des diesjährigen Kampagnenthemas „Familie schaffen wir nur gemeinsam“. Grußworte sprechen die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch.
Familiäre Erziehungs- und Sozialisationsleistungen müssen leistungsgerecht unterstützt und familiäre Belastungen gesamtgesellschaftlich fair verteilt werden, fordert Caritas-Präsident Neher in seiner Begrüßung. „Familienpolitik muss Querschnittspolitik werden. Bei allen politischen Entscheidungen muss die Frage gestellt werden, welche Auswirkungen diese auf Familien haben“, betont Neher. Allerdings sei nicht nur die Politik gefragt. „Wir brauchen Arbeitgeber, die Teilzeitarbeitsplätze nicht als Karriere-Ende ansehen und eine Kinderbetreuung, die den Wunsch nach Familie und Beruf unterstützt.“
Die gesamte Gesellschaft müsse ihren Blick auf Familie erneuern. „Dabei denke ich an einen Abschied vom Anspruch an ein perfektes Umfeld; an die wachsende Einsicht, dass arbeitende Mütter und Väter zugleich gute Erzieherinnen und Erzieher für ihre kleinen Kinder sein können und an die Bereitschaft der Gesellschaft, das Lärmen und Toben von Kindern nicht als Störung, sondern als Musik in den Ohren einer kinderfreundlichen Gesellschaft zu begreifen“, so Neher.
Was meint ihr: Sollen wir dieser…
[fb_import_img url=“https://fbcdn-photos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/529400_525892727448752_386853348_n.jpg“ class=“fbfotos“ ] Was meint ihr: Sollen wir dieser Pflanze in unserem Büro noch eine Chance geben? Oder sollen wir ihr ein würdiges Ende bereiten?
Seit gestern ist das Portal www
Seit gestern ist das Portal www.amen.de online. Dort kann man für sich und seine Anliegen beten lassen. Oder selbst für die Anliegen anderer beten und sie ermutigen. Das gefällt uns sehr!
Videoeditorial family 3/13
[fb_import_video url=“http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=64169234″ class=“fbvideos“ ] Was steht in der neuen family, die morgen im Briefkasten ist? Martin Gundlach gibt Einblicke…
Nachhaltig leben
… muss nicht teuer sein. Natürlich haben Bio-Produkte und faire Kleidung ihren Preis. Aber wer auf Nachhaltigkeit setzt, kann auch Geld sparen. Drei Familien berichten von ihren Erfahrungen. Ein Experte gibt Tipps.
Bio bezahlbar
Bei uns fing es mit dem Kaffee an. Das war das erste Produkt, bei dem wir uns Gedanken gemacht haben, ob es ethisch korrekt angebaut und gehandelt wird. Also begannen wir den Kaffee im Eine-Welt-Laden in Bioqualität zu kaufen. Ansonsten bestand unser Einkauf beim Lebensmitteldiscounter auch aus den dort vorhandenen Biolebensmitteln. Da wir allerdings über ein recht überschaubares Budget verfügen, kamen auch weiterhin Sonderangebote in den Einkaufskorb.
Angeregt durch die Fastenzeit 2010, in der ich mich entschlossen hatte, vegetarisch zu leben, begann ich mir mehr und mehr Gedanken über meinen Konsum zu machen. Nach der Lektüre etlicher Bücher beschlossen wir als Familie, dass wir etwas ändern wollen. Der ethisch beste Konsum ist nach wie vor kein Konsum. Das bedeutet, dass wir uns zurückhalten mit Spontankäufen. Bei Lebensmitteln haben wir seit geraumer Zeit eine Biokiste vom Bauernhof, die hauptsächlich mit regionalem Obst und Gemüse gefüllt ist. So ist auch Bio bezahlbar.
Unseren Fleischkonsum haben wir auf ein- bis zweimal wöchentlich eingeschränkt, da ich auch nach der Fastenzeit Vegetarierin geblieben bin. Das Fleisch beziehen wir von der Metzgerei oder dem Bauernhof vor Ort. Brot ist ein relativ teures Lebensmittel, vor allem in Bioqualität. Aus diesem Grundbacke ich so oft wie möglich selbst. Bei Kleidung hat sich das Ganze mit den Kindern etwas schwieriger gestaltet. In jungem Alter haben wir viel Gebrauchtes geschenkt bekommen oder gekauft. Unsere zwei Teenager legen jedoch mehr und mehr Wert auf aktuelle Mode. Da wir uns hier aber nicht ausschließlich ethisch korrekte Kleidung leisten können, kaufen wir für die Jungs auch mal ganz konventionell ein.
Es ist wichtig, sich Gedanken zu machen, wie unsere Güter hergestellt werden und wie die Arbeitsbedingungen dabei sind. Wir alle haben eine Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen und Gottes Schöpfung. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass dies auch mit kleinem Geldbeutel möglich ist. Trotz allem braucht man nicht dogmatisch zu sein, denn viele kleine Veränderungen führen zu einem großen Ziel.
Sylvia Imhoff arbeitet als Augenoptikerin und lebt mit ihrer Familie in Neuenbürg.
Nachhaltiger leben – vier Tipps zum Einstieg
1. Fang mit dem an, was du schon weißt
Mit dem nachhaltigen Leben ist es wie mit anderen Dingen auch: Bevor man angefangen hat, erscheint einem alles völlig unüberschaubar. Doch oft weiß man mehr, als man denkt. Und da sollte man ansetzen. Am einfachsten geht es beim Lebensmitteleinkauf: Kaffee, Schokolade und viele andere Produkte gibt es auch „Fairtrade“, Milch kann man „erzeugerfreundlich“ bekommen und bei Eiern auf artgerechte Haltung achten.
2. Beruhige nicht nur dein Gewissen, sondern ändere dein Leben
Bei der Idee der Nachhaltigkeit geht es um einen Lebensstil, den alle durchhalten können: Verbraucher, Produzenten und Umwelt. Deshalb ist der gelegentliche Kauf eines Bioproduktes zwar ganz nett, sinnvoller ist es jedoch, nach und nach ganze Bereiche auf eine andere Grundlage zu stellen. Also: Nimm nach dem Lebensmitteleinkauf Kleidung und Elektrogeräte unter die Lupe und arbeite dich dann weiter vor.
3. Betrachte das Auto als Luxusgut
Autos sind geschlossene, klimatisierte Räume, die uns von unserer Umwelt trennen. Manchmal ist ihr Einsatz sinnvoll, oft ist er es nicht. Und dann hindert uns das Auto an der Wahrnehmung unseres Körpers, unserer Umgebung und des Wetters. Deshalb sollten wir es so oft wie möglich stehenlassen und uns zu Fuß, auf dem Rad oder im öffentlichen Verkehr bewegen. Das hilft beim Entschleunigen und regt zum Nachdenken an.
4. Probiere vieles aus, halte das meiste davon durch
Nachhaltigkeit ist nicht nur etwas für verbissene Ideologen oder griesgrämige Asketen, sondern fordert zur spielerischen Kreativität heraus. Probiere einfach einmal ein Kochrezept mit regionalen Zutaten aus, versuche ein Brot zu backen, Butter zu machen, einen kleinen Tisch selbst zu schreinern. Finde neue Wege in die Stadt jenseits der Autostraßen. Geh über den Wochenmarkt. Unterhalte dich mit einem Biobauern. Ersetze alte Rituale durch neue, nachhaltige. Wenn es gut läuft, mache es weiter. Wenn nicht, probiere etwas anderes aus.
Dr. Thomas Weißenborn ist theologischer Leiter am Marburger Bildungs- und Studienzentrum (mbs). Mit seiner Frau und seinen vier Kindern versucht er, konsequent nachhaltig zu leben.
Weitere Erfahrungsberichte zum Thema „Nachhaltig leben“ finden Sie in der aktuellen Ausgabe der family.
Bildnachweis: istockphoto/thinkstock
Familienpolitik: Das große Verwirrspiel
Knapp 40 Prozent aller Familien würden derzeit für die Union stimmen, die meisten wünschen sich eine besserer Förderung durch die Politik, wissen aber gar nicht, was die einzelnen Parteien überhaupt durchsetzen wollen. Das hat eine Forsa-Studie im Auftrag der Zeischriften Eltern und Eltern Family ergeben. Schuld an der Verwirrung vieler Eltern sei das Fehlen eines familienpolitischen Gesamtkonzeptes der Bundesregierung, erklärten die Auftraggeber der Erhebung am Dienstag in Berlin.
Das Wahlverhalten von Familien ähnelt stark dem der Gesamtbevölkerung. 39 Prozent würden CDU/CSU wählen, 24 Prozent die SPD. Die Linke würden sechs Prozent der Eltern wählen, die FDP lediglich 3 Prozent. Eine Überraschung gab es beim Ergebnis für Bündnis 90/Die Grünen: 22 Prozent würden sich für sie entscheiden, sieben Prozent mehr als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Dies ist laut Forsa-Chef Manfred Güllner vor allem dem Alter der Eltern geschuldet. Die meisten von ihnen befänden sich in einem mittleren Lebensalter und entsprächen damit weitgehend der Wählergruppe der Grünen. Vor allem Mütter erklärten, sie wollten für grün stimmen. Ein Zeichen für den Wandel der Partei, findet Güllner: „Die Grünen sind im Laufe der Zeit weiblicher geworden”, erklärte er bei der Vorstellung der Studie in Berlin. So liegen sie unter den Müttern bei 25 Prozent und damit sogar gleichauf mit der SPD. (pro)
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Den vollständigen Artikel vom Medienmagazin pro lesen Sie hier.
Sicher in Sonne und Wasser
Kinder spielen gern stundenlang am Wasser. Damit sie lernen, wie sie sich dabei richtig verhalten, sollten sie die wichtigsten Bade- und Sonnenschutzregeln kennen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und ihr Partner NIVEA zeigen Kindern im Rahmen der DLRG/NIVEA Kindergartentage, was für ihre Sicherheit im Wasser und in der Sonne wichtig ist. Ein Puppentheater, eine spannende Mitmachgeschichte und unterschiedliche Lernspiele sorgen für jede Menge Spaß und Bewegung. Seehund Nobbi, das Maskottchen der Initiative, ist immer dabei. In diesem Jahr sind rund 2.000 Kindergartentage in ganz Deutschland geplant. Bis zum 15. Mai haben Kindergärten die Möglichkeit, sich für einen Nobbi-Besuch zu bewerben:
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.
DLRG/NIVEA Kindergartentag
Im Niedernfeld 2
31542 Bad Nenndorf
Tel: 05723 – 95 57 10
kindergartentag@dvv.dlrg.de
Bildnachweis: Nivea/DLRG
Christliches Festival „Spring“ eröffnet
Das „GemeindeFerienFestival Spring“, das im hessischen Willingen mit knapp 3.000 Besuchern stattfindet, wurde am Montagabend mit einem bunten Programm feierlich eröffnet. Unter dem Motto „Gemein.de sein“ werden noch bis zum 6. April 579 Veranstaltungen, darunter Gottesdienste, Seminare und unterschiedlichste Freizeitaktivitäten, stattfinden.
Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz und 1. Vorsitzender des Arbeitskreises „Spring“, sagte bei der Eröffnungsfeier: „Obwohl die Gäste von ‚Spring‘ aus sehr unterschiedlichen Gemeinden kommen, sind wir für diese Woche alle eine Gemeinde. Und Gemeinde, wie Jesus Christus sie sich vorgestellt hat, ist Familie.“
Bei der Eröffnungs-Pressekonferenz bekräftigte Steeb die christliche Definition des Begriffs Familie: „Familie ist die um Kinder erweiterte eheliche Gemeinschaft zwischen einer Frau und einem Mann“. Mit der thematischen Ausrichtung von Spring wollten die Veranstalter ein Ausrufezeichen hinter diese Definition setzen. Eine weitere Zielsetzung sei es, Menschen aus unterschiedlichen Generationen und sozialen Schichten zusammenzubringen. Steeb wies darauf hin, dass die Teilnehmer bei Spring alle Generationen umfassten. 52 Besucher seien jünger als zwei Jahre, während der älteste Gast 94 Jahre alt sei. Insgesamt seien 873 Teilnehmer Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, das Durchschnittsalter aller Besucher betrage 35 Jahre.
Ernst Kesper, Tourismusmanager der Stadt Willingen, lobte Spring als eine für die Stadt „wirtschaftlich sehr interessante Veranstaltung“. Gemeinsam mit dem Spring-Trägerkreis hoffe er, dass die Zahl der Teilnehmer langfristig auf 3.500 erhöht werden kann. Heinrich Will, Direktor des Hotels Sauerlandstern, wo die meisten Spring-Seminare und Konzerte stattfinden, äußerte den Wunsch, auch in den kommenden Jahren Gastgeber für das „GemeindeFerienFestival“ sein zu dürfen. Er lobte besonders das ehrenamtliche Engagement der über 400 Helfer.
Am Dienstagmorgen begann der erste Tag mit vielfältigen Programmpunkten. Beim „Bibelschwimmen“ etwa stand das Thema „Am Glauben festhalten und auf Gott vertrauen trotz Widerständen“ auf der Agenda. Der Sportwissenschaftler Alex Zöllner verband in seinem knapp einstündigen Kurs Fitness mit biblischen Impulsen. Nach einem Gebet und einer kurzen Einleitung standen für die rund 15 Teilnehmer erst einmal vier Bahnen Schwimmen auf dem Programm. Dabei sollte sich jeder Gedanken machen, wo er in seinem eigenen Leben selbst schon auf Widerstände gestoßen war, die das Festhalten am Glauben erschwerten. Anschließend fuhr Zöllner, Sportmissionar bei dem Missionswerk Sportler ruft Sportler (SRS), mit seiner Andacht fort. Durch Fragen und Gedankenanstöße bezog er die Teilnehmer mit ein. Die Impulse wechselten sich mit kurzen Schwimmeinheiten ab. Insgesamt hatte jeder der Schwimmer am Ende 16 Bahnen zurückgelegt. Der 33-jährige Trainer forderte schließlich auf, sich keine Sorgen um die Zukunft zu machen und Gottvertrauen zu haben. Er zitierte dazu Verse aus einer wasserfesten Bibel. Zöllner verdeutlichte den Teilnehmern damit, wie wichtig es sei, auch in schweren Zeiten auf Gott zu vertrauen, Sorgen an ihn abzugeben und sich seiner Fürsorge gewiss zu sein.
Beim „Männer-Frühschoppen“ sprach der Generalsekretär des Christlichen Vereins junger Menschen (CVJM) und neue Vorsitzende von ProChrist, Roland Werner, über die praktischen Auswirkungen des christlichen Glaubens auf den Alltag. „Ein Christ ist nicht passiv, sondern er handelt aktiv und konkret, um sein Umfeld positiv zu prägen“, sagte er. „Herrscht beispielsweise am Arbeitsplatz eine Atmosphäre von Respekt, Vertrauen und Zuneigung, entsteht viel mehr Kreativität und Produktivität. Dazu können wir als Christen beitragen.“ Er ermutigte die Zuhörer, konkret darüber nachzudenken, wo und wie sie in der Welt „relevant“ werden könnten: „Deine Stimme und deine Tat zählt.“
Der Morgenstart „Aufwachen und Ablachen“ mit Arno Backhaus und Friedhelm Meisenkaiser hat Klamauk und Tiefgang miteinander verbunden, humorvoll und besinnlich zugleich. Frank Kampmann gehört als „Friedhelm Meisenkaiser“ seit zwanzig Jahren zu den Top-Acts der Kirchenkabarett- und Comedyszene. Mit einer Mischung aus Musik, Comedy, Parodie, Täuschungskunst und Kabarett begeisterte er das Publikum. Als Alleinunterhalter am Keyboard parodierte er das Volkslied „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ in zahlreichen Musikgenres. Außerdem zeigte Kampmann mit einer Täuschungskunst seinem Publikum, wie der Segen zu verstehen sei, den Gott über das Spring-Festival „überreichlich“ ausschenke. Indem er mehrmals eine Kanne Wasser scheinbar entleerte, demonstrierte er: „Immer, wenn man denkt, dass dies alles war, was Gott zu bieten hat, schüttet Gott immer wieder noch mehr Segen aus.“
Spring findet 2013 zum vierten Mal in Willingen im Upland statt, insgesamt ist es das fünfzehnte „GemeindeFerienFestival“. Träger ist die Deutsche Evangelische Allianz, ein breiter Kreis von Christen aus evangelischen Landes- und Freikirchen, der innerkirchlichen Gemeinschaftsbewegung sowie mehreren Jugend-, Gemeinde- und Missionswerken. (pro)