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Schlagwortarchiv für: Liebe

Beiträge

Paartherapeut erklärt: Warum glückliche Paare nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen

Manchmal gehen Dinge einfach schief. Muss man deswegen gleich die Beziehung in Frage stellen? Beziehungsexperte Jörg Berger verrät, was wirklich auf die Goldwaage gehört.

„Lege deine Worte auf die Goldwaage“, rät Jesus Sirach in seinem Weisheitsbuch (Sirach 28,25). Heute hören wir eher das Gegenteil: „Lege nicht jedes Wort auf die Goldwaage.“ Offenbar macht es einen Unterschied, ob Worte schon ausgesprochen sind oder nicht. Die Goldwaage ist ein Gegenstand, der nur hilfreich ist, wenn wir ihn richtig gebrauchen. Was gehört nun darauf und was nicht? Das möchte ich für unsere Paarbeziehungen untersuchen.

Keinen Mist auf die Goldwaage legen

Wenn Paare zu mir kommen, versuche ich bald Verständnis für etwas zu wecken, was im Englischen entspannt klingt: „shit happens“ (etwa: „Mist passiert eben.“). Paare brauchen eine Kategorie für Ereignisse, mit denen man sich nicht beschäftigen muss – Ereignisse, die man eben besser nicht auf die Goldwaage legt. Es sind Situationen wie die folgenden:

Moritz (alle Personen und Situationen verfremdet) hat nicht bedacht, dass sein Meeting am Nachmittag länger dauern könnte. Nun kommt er eine Stunde später heim und war auch nicht erreichbar. Auf seinem Smartphone sieht er Sabrinas Versuche, ihn zu erreichen. Oh, oh. Tatsächlich ist Sabrina wütend, als Moritz die Wohnung betritt. Sabrina hatte einen Termin und konnte wegen der Kinder nicht los. Normalerweise sprechen sich die beiden gut ab. Lohnt es sich nun zu klären, wer schuld ist? Sollte man Dinge jetzt grundsätzlich anders regeln oder klären, was in der Beziehung nicht stimmt? Nein, es ist einfach dumm gelaufen. Das passiert.

Beate ist noch aufgewühlt von dem Konflikt mit ihren Eltern. Sie macht sich beim Abendessen Luft, Felix hört aufmerksam zu. Danach zieht sich Beate zurück. Sie hört Musik, betet und nimmt ein Bad, um ihr Gleichgewicht wiederzufinden. Als Felix sie in der Wanne sieht, schlägt er für den späteren Abend Sex vor. „Was?“, denkt Beate. „Wie kann Felix so unsensibel sein? Ausgerechnet heute? An einem so dunklen Tag? Denkt er immer nur an sich?“ – „Was?“, denkt Felix, als Beate ihre Empörung ausspricht. „Ich war doch so einfühlsam und unterstützend. Muss ich hellsehen können, um niemals etwas vorzuschlagen, was für Beate nicht passt? Warum bin ich nie gut genug für sie?“

Gehört das auf die Goldwaage? Nein, besser nicht. Felix kann es akzeptieren, wenn Beate heute nicht nach Sex ist. Für Beate ist es normalerweise kein Problem, dass Felix andere Strategien hat, um mit Belastungen umzugehen, und er erstmal von dem ausgeht, was ihm selbst guttun würde. Es ist heute einfach dumm gelaufen.

Vor dem Wiegen sieben

Hobby-Goldsucher versuchen es am besten in Flüssen. Dort muss man keine Stollen graben und nichts aus Erzen lösen. Stattdessen siebt man den Schlamm im Flussbett. Die kostbaren Körnchen sind schwerer und setzen sich schneller ab. So können wir auch mit dem umgehen, was im Fluss unseres gemeinsamen Alltags aufgewirbelt wird.

„Jetzt weiß ich, wie du wirklich über mich denkst!“ Sanjas Stimme klingt kalt, ihr Gesicht drückt Schmerz und Fassungslosigkeit aus. Roger ist nicht stolz auf das, was ihm da herausgerutscht ist: „Warum brauchst du immer jemanden, der dir sagt, wie du entscheiden sollst? Oder jemanden, der dich anschiebt, damit du unangenehme Sachen erledigst?“ Das war nicht gerade eine Ich-Botschaft oder gewaltfreie Kommunikation. Trotzdem erschrickt Roger darüber, wie sein Vorwurf bei Sanja ankommt. Denn für sie wird es grundsätzlich: Hat Roger sie immer schon für etwas verachtet, was sonst niemanden stört? Wie soll sie seiner Liebe je wieder vertrauen?

Gehört es auf die Goldwaage, was uns im Streit herausrutscht? Zeigen wir am Ende in solchen Momenten unser wahres Gesicht? Nein, im Gegenteil. Was wir im Streit sagen, ist zugespitzt und übertrieben. Roger sieht Sanja nicht so, wie es in diesem Moment klingt. Außerdem gibt es keinen Streit, in dem nicht auch Erfahrungen aufgewirbelt werden, die älter sind als unsere Liebe. Rogers Mutter war überfordert mit einer chronischen Erkrankung, ihren drei Kindern und einem Mann, der sich wenig in die Familie eingebracht hat. Sie hat ihre Kinder oft machen lassen und sogar ihren Rat angenommen. Als Ältester hat sich Roger oft um seine Mutter gekümmert, eine verhängnisvolle Rollenumkehr. Er hat genug davon, Verantwortung für überforderte Frauen zu übernehmen. Aber Sanja ist nicht Rogers Mutter. Sie hat ihr Leben gut im Griff. Das sieht Roger auch so, wenn sich seine Emotionen beruhigt haben.

Sieben wir also besser die emotionalen Übertreibungen heraus und auch die Übertragungen aus der Kindheit. Dann bleiben einige Körnchen Wahrheit: Sanja tut sich manchmal mit Entscheidungen schwer und prokrastiniert ein wenig – Roger fühlt sich schnell verantwortlich und reagiert dann übertrieben abwehrend. Das darf man auf die Goldwaage legen: Wie wollen die beiden damit umgehen? Wie viel Unterstützung erwartet Sanja wirklich? Mit welcher Rolle könnte sich Roger wohlfühlen in solchen Situationen? Das dürfte gut zu lösen sein.

Dabei schürfen Paare Gold: Wenn wir an den Knackpunkten unser Liebe weiterkommen, vertiefen sich unsere Einfühlung und unser Verständnis füreinander. Wir fühlen uns tiefer geliebt, wenn wir uns auch an unseren wunden Punkten angenommen und unterstützt fühlen.

Finden, was auf die Goldwaage gehört

Der Mist, der im Alltag passiert, gehört also nicht auf die Goldwaage und auch nicht alles, was im Flussbett unserer Beziehung aufgewirbelt wird. Gibt es nicht auch etwas, das immer auf die Goldwaage gehört? Unbedingt! Es sind die kleinen Worte und Taten der Liebe, die wir auch dann austauschen, wenn viel los ist: ein Mitdenken, eine Hilfestellung, eine tröstliche Berührung, eine humorvolle Bemerkung, der Blick für das Schöne und so vieles mehr. Besonders, wenn wir gestresst und genervt sind, übersehen wir manchmal, was wirklich zählt. Wo wir unseren Blick für das Liebevolle verlieren, ist unser Lebenstempo zu hoch. Wir sind zu vielen anderen Reizen ausgesetzt. Hätten wir Spielraum, um Tempo rauszunehmen und uns von weniger wichtigen Dingen abzuschirmen? Dann sollten wir das unbedingt tun, bis wir wieder all das Gute spüren, was wir einander sind und schenken.

Doch nicht immer liegt es in unserer Hand, wie hoch das Lebenstempo ist und was uns alles beschäftigt. Dann können wir auch in wenigen Minuten unsere Aufmerksamkeit schärfen, wie das Achtsamkeitsübungen für Gestresste und Ausgebrannte tun. Man nimmt sich ein paar Minuten und führt sich all das Gute, was in der Liebesbeziehung gerade ist, bewusst vor Augen.

Anfangs wird unsere Wahrnehmung das Grobe erfassen, was unser Partner oder unsere Partnerin für uns tut und welche positiven Eigenschaften uns positiv berühren. Doch mit der Zeit verfeinert sich unsere Wahrnehmung. Wir spüren, wieviel Annahme und Wertschätzung in einer Berührung, einem Lachen oder einem Moment der Geduld des anderen liegen. Wieder erfahren wir, wie sehr der Partner mit seinem ganzen Wesen eine Antwort auf unsre tiefe Bedürfnisse ist. Davon fühlen wir uns wieder beschenkt, dass sich der oder die andere auf das gemeinsame Leben einlässt, was immer auch einen Preis hat und mit Loslassen verbunden ist.

Manchmal müssen wir sogar nachhelfen, damit der andere unsere Liebe wahrnehmen kann.

„Sie müssen Ihre Liebe besser verkaufen“, sage ich manchmal einem zurückhaltenden Partner im Paargespräch. Denn ich ahne: Viele der liebevollen Gedanken, Absichten und Handlungen hat der andere im Alltag gar nicht wahrgenommen. Dann darf man das Gold der Liebe ruhig ein wenig herausputzen. Das hat schon manchen Paaren gutgetan:

  • „Ich habe mir gedacht, so passt es besser für dich, stimmt das?“
  • „Das kostet mich echt Mut. Aber ich möchte dir das trotzdem ermöglichen.“
  • „Ich finde dich gerade richtig klasse!“

Sätze wie diese legen auf die Goldwaage, was wirklich darauf gehört: Wir legen eine liebevolle Absicht offen, die hinter unseren Handlungen steht. Wir sprechen aus, wenn uns die Liebe etwas kostet. Wir stellen sicher, dass unsere Gefühle beim anderen auch ankommen.

Jedes Paar wird seine Goldwaage etwas anders einsetzen. Manchmal ist sie auch ein umkämpfter Gegenstand:

  • „Lass uns das mal ernst nehmen!“ – „Nein, bitte nicht. Lass uns lieber locker bleiben.“
  • „Müssen wir daraus ein großes Thema machen?“ – „Wenn es nach dir ginge, würden wir überhaupt nicht reden.“

Beides hat Vorteile, Dinge ernst nehmen und Dinge leichtnehmen. Oft verlieben sich Menschen, die hier unterschiedlich sind. Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit ergänzen sich gut. Paare können diesen Unterschied wieder genießen, wenn sie einen Kompromiss finden: Den wenigen Dingen Gewicht geben, auf die es wirklich ankommt – und das übrige nicht auf die Goldwaage legen.

Jörg Berger ist Psychotherapeut in Heidelberg.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2026/07/Zufriedenes-Paar_GettyImages-Studio4_E-Plus.jpg 1414 2121 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2026-07-28 15:46:162026-07-28 15:46:16Paartherapeut erklärt: Warum glückliche Paare nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen

Steter Tropfen höhlt den Stein – Warum Beziehungen Beständigkeit brauchen

Große Gesten in der Beziehung sind schön. Aber echtes Vertrauen wächst im täglichen Miteinander, verrät Paarberater Marc Bareth.

Als unser Guide die Stirnlampe ausschaltete, war es vollkommen dunkel und fast völlig still. Nur alle paar Sekunden löste sich ein Tropfen von der Felsdecke und klatschte auf den Höhlenboden. Es war das einzige Geräusch, das zu hören war. Da stand ich in diesem kilometerlangen Höhlensystem, von dem für Laien wie mich nur die ersten paar hundert Meter zugänglich sind, und starrte ins Dunkle. Ich war beeindruckt, dass ein wenig Wasser das Innere eines Berges so gestalten kann. Das Wasser war einfach da. Tag für Tag, über viele Jahre hinweg. Diese Beständigkeit bewirkte weitaus mehr als die Gewitter, die ein paar Mal im Jahr gewaltige Wassermassen brachten. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Beständigkeit zahlt sich aus

Mit unserer Partnerschaft verhält es sich genau gleich. Eine tragfähige Liebe entsteht nicht durch vereinzelte Großtaten, sondern durch die hunderttausend kleinen Dinge, die wir jeden Tag tun, ein ganzes Leben lang. Es ist ein grundlegendes Prinzip unserer Welt. Wenn ich für einen Marathon trainiere, muss ich über einen längeren Zeitraum hinweg mehrmals pro Woche die Laufschuhe schnüren. Und die Tomaten auf meinem Balkon brauchen jeden Tag ein bisschen Wasser und nicht einmal im Monat ganz viel.

Und doch neigen wir dazu, uns einzureden, dass in einer Beziehung vor allem die großen Gesten zählen: das pompöse Hochzeitsfest, der Urlaub auf den Malediven, der vierteljährliche Gourmet-Sex oder das teure Geburtstagsgeschenk.

Es wächst langsam

Tatsache ist jedoch, dass unsere täglichen, kleinen Handlungen viel bedeutsamer sind. An ihnen entscheidet sich der Erfolg unserer Beziehung. Mit jeder Umarmung bauen wir an unserer Liebe. Jedes Kompliment stärkt die gegenseitige Wertschätzung. Mit jedem angenommenen Beziehungsangebot wächst unsere Verbindung. Jedes Mal, wenn wir uns verletzlich zeigen, vertiefen wir unsere Beziehung. Immer, wenn wir unserer Partnerin Priorität geben, wächst das Vertrauen.

Liebe ist eine Lebensweise. Sie fällt uns nicht einfach zu, sondern ist vielmehr die Summe unserer Entscheidungen und Taten. Und wenn wir uns täglich für liebevolle Handlungen entscheiden, über viele Jahre hinweg, werden wir erleben, wie etwas Wundervolles heranwächst.

Marc Bareth und seine Frau Manuela leiten gemeinsam FAMILYLIFE Schweiz. Er bloggt unter: familylife.ch/five

https://www.family.de/wp-content/uploads/2026/07/Vertrautes-Paar_GettyImages_FG-Trade_E-Plus.jpg 1414 2120 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2026-07-21 15:54:372026-07-21 15:54:37Steter Tropfen höhlt den Stein – Warum Beziehungen Beständigkeit brauchen

Warum der Liebestank über Ihr Beziehungsglück entscheidet

Fehlt die Wertschätzung, kann das die Partnerschaft ziemlich abkühlen. Der Liebestank ist leer. Therapeut Jörg Berger erklärt, wie die Beziehung zu Wärme und Wohlwollen zurückfindet.

Ursprünglich war der Liebestank ein Topf. Die amerikanische Familientherapeutin Virginia Satir hat diesen nützlichen Gegenstand in den Sechzigerjahren eingeführt. Wird der emotionale Topf gefüllt, fühlen sich Menschen wertvoll und geliebt. Viele Probleme lassen sich durch einen leeren Topf erklären. Virginia Satirs Topf ist seither vielfach aufgegriffen worden. Im Deutschen hat er sich als Tank eingebürgert. Sind wir nicht alle Ingenieure? Nicht was satt macht, wird betont, sondern was den Motor am Laufen hält. Auch gut. Mit diesem nützlichen Gegenstand möchte ich Sie nun vertraut machen.

Treibstoff Wertschätzung

„Sie sind beide tolle Persönlichkeiten“, sage ich zu dem Paar, das von mir sitzt. „Würde das irgendjemand aus Ihrem Freundeskreis bezweifeln? Sie sind beide großzügig und haben das Wohl anderer im Blick. Trotzdem habe ich gerade den Eindruck, dass Sie sich in den Augen des anderen nicht wertvoll fühlen. Als würde jeder um seinen Wert in der Beziehung kämpfen. Im Kampf verletzt dann einer den Selbstwert des anderen.“

Wenn diese Diagnose stimmt, dann zeichnet sich auch die Therapie ab. Es geht darum, wieder Wertschätzung auszudrücken, und zwar so, dass sie beim anderen ankommt. Nötigenfalls vermittle ich Techniken, mit denen man sogar dann am eigenen Wert festhalten kann, wenn der andere sich einmal nicht wertschätzend verhält. So füllt sich der emotionale Tank. Die Liebe wird wieder spürbar. Plötzlich kann ein Paar wieder mit den kleinen Kränkungen umgehen, die sich in unserem Liebesalltag nicht ganz vermeiden lassen. Damit sind nicht alle Probleme gelöst. Doch mit einem vollen Tank sucht man zuversichtlich nach Lösungen. Man handelt Kompromisse aus, auch wenn sie beide etwas kosten.

Das Gefühl, in Ordnung zu sein

Nicht nur Wertschätzung ist wichtig. In der Liebe braucht jeder auch ein gutes Gewissen und das Gefühl, es gut genug zu machen. Auch das Gefühl, für den anderen in Ordnung zu sein, kann einem Paar ausgehen. Dann füllen entlastende Worte den Liebestank: „Danke, du hast dir so viel Mühe gemacht!“ – „Du machst schon mehr als genug, schau, dass du dir auch Zeit für dich nimmst.“ – „Es ist chaotisch gerade, aber ich bin so glücklich mit dir!“. Sollte Ihr Partner sein Ohr verschließen, wenn Sie Wünsche haben, dann denken Sie vielleicht an unseren nützlichen Gegenstand: Füllen Sie den emotionalen Tank Ihres Partners, indem Sie Ihrem Partner erstmal das Gefühl geben, in Ordnung zu sein. Füllen Sie nicht nur ein paar Tröpfchen ein. Volltanken, bitte! Wer weiß, was geschieht, wenn Sie dann über Ihre Wünsche sprechen.

Vielleicht ist es Ihnen in dem Beispiel aus meiner Praxis aufgefallen: Wenn es einem Paar noch nicht gelingt, einander den emotionalen Tank zu füllen, dann versuche ich, das überbrückend zu tun. Ich flute den emotionalen Tank mit dem, was fehlt, wenn es ein Paar zulässt. Manchmal sind es Freunde, die das leisten. Der Zuspruch sollte allerdings den Tank beider im Blick haben. „Du bist so toll, deine Frau hat dich nicht verdient.“ – „Du bist fleißig, dein Mann ist eine faule Socke.“ Den Tank des einen zu füllen, indem man den des anderen leert, würde natürlich nicht helfen.

Der Liebestank

Mit der Wertschätzung habe ich begonnen, weil Virginia Satir sie betont hat. Meiner Beobachtung nach fehlt häufiger etwas anderes im Tank: Liebe. Nicht eine Liebe in der Art: „Ich habe dir doch schon letztes Jahr gesagt, dass ich dich liebe.“ Vielmehr eine Liebe, die täglich fließt in zärtlichen Gesten, Worten der Zuneigung und Wertschätzung, Momenten voller Aufmerksamkeit, Zeichen der Unterstützung und in kleinen Geschenken. Nicht nur Frauen, auch Männer haben manchmal das Gefühl, auf Reserve zu fahren, was Liebe angeht. Im Gespräch muss ich dann den liebesvergessenen Partner überzeugen und fühle mich dabei beinahe wie ein Versicherungsvertreter: „Sie bekommen es so billig: Eine Umarmung zwischendurch oder ein ehrliches Kompliment kosten nur Sekunden. Sie heben so Ihre Ehe auf ein ganz anderes Level und haben wieder eine entspannte, großzügige Partnerin.“

„Ich weiß gar nicht mehr wie … Es fühlt sich so unnatürlich an“, zögert der liebesvergessene Partner manchmal. Dann greife ich zum Äußersten und liebkose den vernachlässigten Partner oder die Partnerin mit aufrichtigen Komplimenten: für das Outfit, für ein gewinnendes Lächeln, für die angenehme Art, sich ins Gespräch einzubringen, für das tolle Muttersein oder Vatersein, das durch den Bericht eines Paares durchscheint … Der so angesprochene Partner wird ganz verlegen, wenn die Zuneigung von mir kommt statt vom Ehepartner. Deshalb wende ich mich auch an diesen: „So ungefähr. Ich stelle es mir gar nicht schwer vor, Ihrer Frau/Ihrem Mann täglich Liebe zu zeigen. Es gibt so viel Liebenswertes.“ Es ist unglaublich, wie sich die Atmosphäre ändert, wenn das Paar beim nächsten Mal mit einem gefüllten Liebestank kommt.

Eine Frage der Motivation

Glauben Sie nicht, dass ich es in meiner eigenen Ehe besser mache als die Paare, die zu mir kommen. In meiner Praxis bin ich oft aufmerksamer als zu Hause. Experimente von William Ickes (2003) haben außerdem gezeigt, dass Männer besser kommunizieren, wenn sie dafür bezahlt werden. Sie ziehen dann sogar in der Einfühlungsleistung mit Frauen gleich. Kleine Geldbeträge, die den Ehrgeiz wecken, reichen dazu bereits. Doch eigentlich sollte es bessere Gründe geben, seiner Partnerin den emotionalen Tank zu füllen. Daran muss ich mich erinnern: Aus einem vollen Liebestank speist sich das Gefühl, wirklich geliebt zu werden, wertvoll zu sein und dem anderen auch im stressigen Alltag zu genügen. Am vollen oder leeren Tank liegt es, ob wir Wünsche als Forderungen hören oder eine berechtigte Kritik als Vorwurf. Machen Sie gern mit mir Gebrauch von diesem nützlichen Gegenstand: Lassen Sie den emotionalen Tank Ihres Partners überfließen. Es kostet nicht viel, hat aber überwältigende Auswirkungen.

Jörg Berger ist Psychotherapeut mit einer eigenen Praxis in Heidelberg.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2026/04/Vertrautes-Paar_GettyImages_Adene-Sanchez_E-Plus.jpg 1414 2121 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2026-04-28 14:31:132026-04-28 14:31:13Warum der Liebestank über Ihr Beziehungsglück entscheidet

Beziehungsentwicklung: So hilft ein Tagebuch für’s Versagen

Ist man Beziehungskrisen machtlos ausgeliefert? Nein, sagt Paarexperte Marc Bareth und verrät einen Trick für eine gesunde Beziehungsentwicklung.

Wenn sich zwei Menschen aufeinander einlassen, passieren nicht nur wunderbare, sondern auch schwierige Dinge. Und das ständig. Das gehört zur natürlichen Beziehungsentwicklung. Wir treffen einander an wunden Punkten. Der andere enttäuscht uns, weil er einen tiefen Wunsch von uns nicht erfüllen kann oder nicht will. Konflikte tauchen auf, wenn Bedürfnisse und Meinungen nicht übereinstimmen. Wir verändern uns, und nicht immer geschieht das im gleichen Tempo oder in dieselbe Richtung. Es gibt Missverständnisse, und wichtige Dinge bleiben unausgesprochen. Oder es entwickeln sich Ungleichgewichte, beispielsweise wenn eine Person mehr Verantwortung übernimmt oder Entscheidungen dominiert.

Machtlos ausgeliefert?

Die Frage ist nicht, ob diese Dinge in unserer Partnerschaft geschehen, sondern wie wir damit umgehen. Ich beobachte oft drei destruktive Reaktionen. Die eine ist, dass wir in Selbstmitleid baden, weil uns das alles passiert. Eine andere ist, dass wir uns selbst zerfleischen, weil wir es wieder und wieder nicht auf die Reihe kriegen. Und die dritte ist, dass wir unseren Partner mit Vorwürfen überhäufen, weil es ja offensichtlich an ihm liegen muss – ohne ihn hätten wir diese Probleme nicht.

Das Problem bei diesen drei Umgängen ist, dass wir so tun, als wären wir den Tatsachen machtlos ausgeliefert, ohne Gestaltungsraum. Das führt dazu, dass wir nichts aus unseren Schwierigkeiten lernen und Hoffnung verlieren.

Zwei leere Zeilen

Um das zu verhindern, schlage ich einen anderen Umgang mit schwierigen Situationen vor, den ich vom Harvard-Professor Arthur C. Brooks abgekupfert habe. Immer, wenn etwas Schwieriges in deiner Partnerschaft geschieht, schreibst du es in ein Beziehungs-Failure-Journal auf. Unter jedem Eintrag lässt du zwei Zeilen frei und setzt dir zwei Reminder, einen nach einem Monat und einen nach sechs Monaten. Nach einem Monat schreibst du auf die erste leere Zeile, was du aus dieser schlimmen Erfahrung gelernt hast. Und nach sechs Monaten schreibst du auf die zweite leere Zeile, was daraus Gutes entstanden ist. Solche Erinnerungen helfen der Beziehungsentwicklung

Nehmen wir zum Beispiel an, ihr habt euch nach einem Familienbesuch gestritten, weil einer von euch das Gefühl hatte, vom anderen nicht unterstützt worden zu sein. Du schreibst das mit Datum in dein Beziehungs-Failure-Journal. Nach einem Monat schlägst du die Seite erneut auf und notierst darunter etwas, was du daraus gelernt hast, zum Beispiel: „Ich habe gelernt, dass es mir wichtig ist, in solchen Situationen klar zu sagen, wenn ich mich überfordert oder alleingelassen fühle.“ Nach sechs Monaten, schreibst du darunter, was sich daraus Positives ergeben hat, wie: „Seitdem sprechen wir vor Familientreffen darüber, wie wir uns gegenseitig den Rücken stärken können – das hat unsere Beziehung spürbar gestärkt.“

Durch das Führen eines solchen Journals lernst du mehr, lebst hoffnungsvoller und gehst mit der Zeit schwierige Situationen aktiver an, statt sie zu vermeiden. Das sind entscheidende Grundlagen für eine gesunde, lebendige Beziehung.

Marc Bareth und seine Frau Manuela leiten gemeinsam FAMILYLIFE Schweiz. Sein Blog bietet wertvolle Impulse für die Partnerschaft: familylife.ch/five

https://www.family.de/wp-content/uploads/2026/03/Tagebuch_Versagen_GettyImages_Natalia-Bodrova_iStock_Getty-images-Plus.jpg 1414 2121 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2026-03-24 09:13:412026-03-24 09:13:41Beziehungsentwicklung: So hilft ein Tagebuch für’s Versagen

Empathie braucht Distanz! So fühlen Sie mit, ohne mitgerissen zu werden

Empathie ist eine wichtige Fähigkeit in der Partnerschaft. Dennoch gibt es ein Zuviel. Beziehungsexperte Marc Bareth erklärt den schmalen Grat.

Als Sophie die Tür hinter sich zuzieht, kann sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. So etwas Hinterhältiges hat sie noch nie erlebt. Ihr Vertrauen wurde ausgenutzt. Und das von einer vermeintlich guten Freundin. Gerade hat sie erfahren, dass diese Freundin anderen von der Krankheit ihrer Tochter erzählt und dabei sogar noch angedeutet hat, dass sie als Mutter schuld daran sei. Ein Schwall von Wut, Angst und Ohnmacht überkommt sie.

Der Geruch der Angst

Ihr Mann Thomas, der im Home-Office arbeitet, hört das Schluchzen seiner Frau. Sofort eilt er herbei. Während sie ihm die ganze Geschichte erzählt, merkt er, wie in ihm die gleichen Gefühle wie bei seiner Frau hochsteigen. Er fragt sich, wie er reagieren soll.

Wie ansteckend Gefühle sein können, zeigt eine im Jahr 2009 publizierte Studie. Dafür sammelten Forscher den Schweiß von 64 Menschen, die zum ersten Mal mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug sprangen. Sie hatten also echte Angst. Zum Vergleich wurde ihr Schweiß auch nach 20 Minuten Laufen auf einem Laufband gesammelt. Andere Versuchsteilnehmende rochen später daran, ohne zu wissen, was sie riechen.

Das Ergebnis: Beim Riechen von Angstschweiß reagierte ihr Gehirn im Gegensatz zum Riechen von Sportschweiß vor allem in den Arealen, die für Angst zuständig sind. Sie bekamen also selbst Angst. Angst ist also hochansteckend und sogar allein durch Geruch übertragbar. Unser Körper nimmt sie unbewusst wahr und schlägt Alarm.

Nicht nur Angst, sondern alle Gefühle sind ansteckend. Besonders dann, wenn uns eine Person wichtig ist. Diese emotionale Ansteckung hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. In einer Partnerschaft unterstützt sie beispielsweise unsere Empathiefähigkeit. Empathie ist ein wertvoller Bestandteil einer gesunden Beziehung, weil sie uns verbindet.

Präsent und verbunden

Doch es gibt auch ein Zuviel an Empathie. Das ist dann der Fall, wenn wir die Gefühle unseres Gegenübers so stark übernehmen, dass wir selbst davon überwältigt werden. Anstatt sich vollständig von den Gefühlen des anderen anstecken zu lassen, ist es hilfreicher, liebevoll nachzufühlen. Also präsent und verbunden zu sein, indem wir uns mit den Gefühlen des anderen verbinden, ohne selbst emotional mitgerissen zu werden.

Die Haltung dahinter ist: Ich kenne ähnliche Gefühle auch, deshalb kann ich nachempfinden, wie es dir gerade geht. Und es tut mir leid, dass du das gerade durchmachst. Ich möchte an deiner Seite bleiben, während du das durchmachst. Aber es sind und bleiben deine Gefühle.

Wenn wir empathisch bleiben, ohne unseren eigenen emotionalen Boden zu verlieren, können wir mitfühlend handeln und klar denken – und gemeinsam gute Entscheidungen treffen. Die größte Hilfe für Sophie ist Thomas, wenn er so auf sie eingeht. Wenn er ihr zuhört, Verständnis und Mitgefühl zeigt und keine vorschnellen Lösungen vorschlägt. Und wenn er sich dabei nicht von ihren Gefühlen anstecken und mit überwältigen lässt.

Marc Bareth und seine Frau Manuela stärken mit FAMILYLIFE Schweiz Ehen und Familien. Gemeinsam leiten sie diese Arbeit. Er bloggt unter: familylife.ch/five

https://www.family.de/wp-content/uploads/2026/01/Empathie_GettyImages_Weedezign_iStock_Getty-Images-Plus.jpg 1414 2121 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2026-01-26 12:15:482026-01-26 12:15:48Empathie braucht Distanz! So fühlen Sie mit, ohne mitgerissen zu werden

Zuhören – Der Schlüssel zu einer gelingenden Partnerschaft

Wahrnehmen, zuhören, sich auf den Partner einlassen. Was auf den ersten blick banal klingt, ist gar nicht so leicht. Paartherapeutin Ira Schneider zeigt, wie das wirklich gelingen kann.

Einander zuhören: Das ist doch selbstverständlich, denkst du dir vielleicht. Klingt wie ein Hinweis, den man sich wirklich sparen kann. Jeder weiß doch, dass das wichtig ist. Moment mal – ist das wirklich so? In meinen Gesprächen habe ich oft Paare sitzen, denen das Zuhören völlig abhandengekommen ist, oder die es womöglich nie kultiviert haben. Wie aber kann echtes Zuhören gelingen? Warum lohnt es sich, wirklich zuzuhören und was kann ein Paar dabei gewinnen? Beim Zuhören kommt es vor allem auf die Haltung an. Die innere Haltung hat einen Einfluss darauf, wie wir uns beim Zuhören verhalten und wie wir unserem Partner begegnen, während er erzählt. Haltung entsteht, wenn wir uns im Vorhinein darüber klar werden, wie wir uns verhalten wollen und welche Werte wir dabei vertreten. Drei Herangehensweisen können helfen, das Zuhören in ein verbindendes und ereignisreiches Erlebnis zu verwandeln.

1. Den anderen beschnuppern

Es braucht ein Eintauchen und ein Beschnuppern. Die Haltung, die das Zuhören zu einer Liebestat verwandelt, ist die pure Neugier. Sie ist der Schlüssel, der das Gegenüber immer wieder neu entdeckt. Neugier ist ehrlich. Sie ist interessiert. Sie ist im wahrsten Sinne gierig auf das Neue, das sie erfahren kann. Sie führt dazu, dass wir uns Zeit nehmen, fallen lassen und aufrichtig nachfragen.

2. Eintauchen in die Welt des anderen

Wer zuhört, öffnet sein Herz. Es geht darum, sich voll und ganz mit allen Gedanken auf das einzulassen, was der andere erzählt. Es bedeutet, sich der Gefühlswelt des anderen zu öffnen. Ich würde sogar sagen, dass echtes Zuhören auch bedeutet, sich zu merken, was der andere erzählt. Wer zuhört, schenkt den Prozessen, den Gefühlen und Erlebnissen seines Gegenübers wahrhaftig Raum in seinem Inneren.

3. Wertungsfreie Atmosphäre

Die Königsdisziplin des Zuhörens ist wohl das Hören, ohne zu moralisieren, zu bewerten und ohne zu unterbrechen. Auf diesem Königsweg unterwegs zu sein, ist kein Spaziergang. Es funktioniert nur, wenn man ganz beim anderen ist statt bei sich selbst. Dazu gehört auch mal kurzweilig ein inneres Aushalten und Zurückhalten von Meinungen, Ideen und Lösungen. Es geht darum, das Gesagte als Information und Gewinn für die Beziehungsgestaltung zu betrachten.

 Einfach anfangen

Wenn es darum geht, eine Atmosphäre zu schaffen, in der echtes Zuhören Raum findet, fängt man am besten selbst damit an. Wer dem anderen zuhört, kann nur gewinnen. In einer leistungsgeprägten Gesellschaft, in der wir um Zeit ringen, ist Zuhören ein Zeitgeschenk. Eine Atmosphäre ohne Druck schafft automatisch einen Ausgleich zum trubeligen Alltag. Du kannst beginnen und durchs Zuhören echte Anteilnahme leben. Dein Gegenüber fühlt sich dadurch wahrgenommen und gesehen. Dadurch entstehen Sicherheit und das Gefühl: ,,Ich habe hier Raum.“ Genau deshalb lohnt sich Zuhören!

Ira Schneider ist Paartherapeutin und Autorin. Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus ihrem aktuellen Buch „Zwischen ich, du & wir – 30 inspirierende Impullse für dich und deine Beziehung“, erschienen bei SCM Hänssler.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2025/07/Zuhoeren_GettyImages_Antonio_Diaz_iStock_Getty-Images-Plus.jpg 1414 2120 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2025-07-29 12:40:372025-07-29 12:40:37Zuhören – Der Schlüssel zu einer gelingenden Partnerschaft

Commitment: Dieser Satz hält Ihre Beziehung lebendig

Was der Beziehung wirklich dient, geht tiefer als Kommunikation oder Sexualität. Es ist Commitment. Paarexperte Marc Bareth weiß, was wir einander immer wieder sagen müssen, um eine stabile Partnerschaft zu leben.

Eine große Studie hat kürzlich untersucht, was für das Gelingen einer Partnerschaft entscheidend ist. Ist es die Kompatibilität der beiden Partner? Eine überdurchschnittlich gute Kommunikation? Oder etwa eine befriedigende Paarsexualität? Nein, es ist ein Commitment.

Eine feste Zusage

Die Forschenden rund um Samantha Joel haben 43 bestehende Paarstudien kombiniert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es einen Faktor gibt, der wichtiger ist als Kompatibilität, Kommunikation und Sex: Es ist das Wissen, dass die andere Person voll und ganz hinter einem steht und einen nicht im Stich lässt. Oder kurz: Commitment. Dies ist das Fundament unseres Beziehungshauses. Auf dem uneingeschränkten Ja zueinander bauen alle anderen Beziehungsbereiche wie Kommunikation, Konfliktlösung und Freizeitgestaltung auf.

Wenn das Fundament Risse bekommt, hat das unmittelbare Auswirkungen auf alle Beziehungsräume, vom Umgang mit den Schwiegereltern über die Sexualität bis zum Umgang mit Geld. Ich will das am Beispiel der Kommunikation verdeutlichen. Sarah ist eine hervorragende Kommunikatorin. Sie beherrscht die Gewaltfreie Kommunikation und andere Konzepte im Schlaf. Doch all das nützt ihr nichts, wenn sie spürt, dass das Commitment ihres Partners bröckelt. Denn wenn sie sich nicht mehr sicher ist, ob er zu ihr steht und sie unterstützt, werden bei ihr Ängste aktiviert.

Standhaft gegen die Ur-Angst

Der Verlust des Partners gehört zu den bedrohlichsten Szenarien unseres Lebens. Wir reagieren darauf ähnlich wie Menschen vor 3.000 Jahren, wenn sie einer wütenden Bärenmutter gegenüberstanden: Unser Körper schüttet Adrenalin und Cortisol aus und es kommt zu einer Fight-Flight-Freeze-Reaktion. Während es bei der Begegnung mit der Bärenmutter noch überlebenswichtig war, alle mentalen und körperlichen Ressourcen für eine Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktion zu bündeln, ist dies in einer heutigen Partnerschaft eher nicht hilfreich. Denn diese Reaktion führt dazu, dass wir nicht mehr auf unsere erlernten Kommunikationsstrategien zurückgreifen können. Dazu bräuchten wir unser Großhirn.

Die Bedrohung – das schwindende Commitment unseres Partners – führt dazu, dass das Stammhirn übernimmt und das Großhirn abschaltet.So kann Sarah ihre kommunikativen Fähigkeiten nicht mehr abrufen. Stattdessen wird sie aggressiv, flieht oder erstarrt. Natürlich reagiert ihr Partner nicht gut darauf und die Paarkommunikation, eigentlich immer eine Stärke dieses Paares, bricht zusammen.Weil das Commitment so zentral für jede Partnerschaft ist, sind Paare im Vorteil, die die Ehe als lebenslange und grundsätzlich unauflösliche Gemeinschaft verstehen. Wer weiß, dass die Partnerin auch in schweren Konflikten nicht von seiner Seite weicht, ist weniger gefährdet, dass das Stammhirn das Ruder übernimmt, weil zu wenig Commitment des Gegenübers wahrgenommen wird.

Um dem Gegenüber zu zeigen, dass man durch dick und dünn zusammenhält, sind Worte wichtig. Noch bedeutender als sich „Ich liebe dich“ zu sagen, ist es, sich gegenseitig sein Commitment zu bestätigen. Deshalb lautet der wichtigste Satz in einer Beziehung: „Ich bin da für dich und stehe immer hinter dir.“ Wenn wir einander diesen Satz wirklich glauben können, dann gibt uns das die Sicherheit, die wir als Grundlage für alle Beziehungsbereiche brauchen.

Marc Bareth und seine Frau Manuela stärken mit FAMILYLIFE Schweiz Ehen und Familien. Marc Bareth ist der Leiter dieser Arbeit. Er bloggt unter familylife.ch/five

https://www.family.de/wp-content/uploads/2024/12/F_53_momcilog_GettyImages-982603732-scaled.jpg 2000 3000 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2024-12-04 16:45:062024-12-05 08:49:59Commitment: Dieser Satz hält Ihre Beziehung lebendig

Partnerschaft: Was erwarten wir von der Liebe?

Von einer Partnerschaft erwarten wir, dass sie uns erfüllt. Aber ist unser Partner wirklich für unser Glück verantwortlich? Paarexperte Marc Bareth sieht das kritisch.

Warum hast du dich damals eigentlich für eine Beziehung mit deinem Partner entschieden? Als ich kürzlich über diese Frage nachgedacht habe, war ich überrascht und ehrlich gesagt auch ein bisschen ernüchtert, was da alles zusammengekommen ist. Ein wichtiger Grund für die Partnerschaft war natürlich, dass ich verliebt war. Aber auch, dass ich der Meinung war, dass die Charaktereigenschaften meiner Partnerin eine gute Ergänzung zu meinen waren. Und schließlich, dass ich mir gut vorstellen konnte, mit dieser Person an meiner Seite durchs Leben zu gehen. Dass sie mein Leben bereichern und ich mit ihr glücklich sein würde.

Sehnsüchte erfüllen

Allediese Gründe haben eines gemeinsam: Es geht nur um mich. „Was bringt es mir?“ als Leitfrage unserer Beziehung schien mir schon eine bedenkliche Basis für eine lebenslange Partnerschaft zu sein. Ein wenig beruhigt hat mich dann die Erkenntnis, dass es wohl allen so geht. Wir sind alle mit überwiegend eigennützigen Motiven in unsere Beziehungen gestartet.

Wir wünschen uns, dass unser Leben durch unsere Partnerschaft besser wird. Oder etwas dramatischer ausgedrückt: Wir erwarten von unserer Partnerschaft, dass sie unsere Defizite, Löcher und Sehnsüchte stopft. Wir brauchen unsere Beziehung als Krücke, um uns glücklicher oder weniger einsam zu fühlen. Und weil es unserer Partnerin oder unserem Partner wahrscheinlich ähnlich geht, stützen wir uns nun also zu zweit auf diese Krücke und hoffen, dass sie hält.

Eine Partnerschaft leidet darunter, wenn es bei diesen Motiven bleibt. Wahre Liebe kann dort entstehen, wo wir die Liebe nicht brauchen, sondern uns aus freien Stücken dafür entscheiden. Nur wenn wir nicht vom Partner abhängig sind, können wir ihn wirklich auf diese Art lieben.

Eine Quelle der Erfüllung finden

In einem der bekanntesten Trauverse aus der Bibel heißt es, dass die Liebe nicht den eigenen Vorteil sucht (1. Korinther 13,5). Oder anders übersetzt: „Die Liebe sucht nicht das Ihre.“ Das ist die Art von Liebe, von der von der Bibel die Rede ist, einer Liebe, die Gott zu uns Menschen hat. Er liebt uns nicht, weil ihm irgendetwas fehlt, was er in der Beziehung zu uns zu bekommen hofft. Und diese reife Art der Liebe soll auch das Ziel unserer Liebe sein.

Eine solche Liebe hat nichts mit falscher Demut, vorgetäuschter Selbstlosigkeit oder Verdrängung eigener Bedürfnisse zu tun. Im Gegenteil: Der Abt Bernhard von Clairvaux kam schon vor rund 900 Jahren zu dem Schluss, dass die Liebe nicht das Ihre sucht, weil sie es eben schon hat.

Ich wünsche mir, dass wir uns alle auf den Weg zu einer weniger egoistischen Liebe machen. Gelingen kann uns das, wenn wir eine Quelle finden, aus der unsere Defizite, Löcher und Sehnsüchte auf eine gesunde und nachhaltige Weise gestillt werden und dafür nicht ausschließlich unsere Partnerschaft herhalten muss.

Marc Bareth und seine Frau Manuela stärken mit FAMILYLIFE Schweiz Ehen und Familien. Marc Bareth ist der Leiter dieser Arbeit. Er bloggt unter: familylife.ch/five

https://www.family.de/wp-content/uploads/2024/09/Glueckliches-Paar_BN_GettyImages_Oleh_Slobodeniuk-e1727160839979.jpg 1172 2126 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2024-09-24 09:25:432024-09-24 09:25:43Partnerschaft: Was erwarten wir von der Liebe?

Beziehungs-Check für Gestresste: Mit dieser kleinen Frage halten Sie Ihre Liebe frisch

Verbundenheit in Beziehungen will gepflegt werden – gerade in stressigen Zeiten. Das muss nicht immer ein aufwändiger Date-Abend sein. Oft reicht schon eine kleine Frage.

Mitten in der Hektik des Alltags kann sich eine Woche sich schnell anfühlen wie zwei kurze Tage. Das Leben rast dahin wie eine Achterbahn. Da bleibt oft kaum Zeit für die Beziehung. Solche Phasen sind normal und jedes Paar kennt sie. Kritisch wird es allerdings dann, wenn aus zeitlich begrenzten Phasen dauerhafte Zustände werden. Das kann einen hohen Preis fordern. Um gut vorzusorgen und Prävention zu betreiben, hat sich eine simple Frage für Paare bewährt.

Kurz und bündig

Eine Frage nimmt Paare behutsam an die Hand und ermöglicht ihnen, sich für einen kurzen und ruhigen Moment einander zuzuwenden. Diese Frage braucht nicht viel Zeit und passt auch in einen randvollen Tag.

Diese Frage lautet: „Auf einer Skala von 1 bis 10 – wo steht diese Woche dein Liebesbarometer?“

10 bedeutet, dass das Bedürfnis nach Liebe überfließend erfüllt ist. 1 meldet zurück, dass das Gefühl, geliebt zu sein, völlig ausbleibt und dass das Miteinander sich zunehmend beziehungslos anfühlt.

Hinter diesem Liebestankbarometer verstecken sich gleichzeitig mehrere Fragen: Wie geliebt fühlst du dich? Wie sehr wahrgenommen fühlst du dich? Diese Frage entschleunigt. Sie regt zum Nachdenken an. Sie führt dazu, dass wir selbst wahrnehmen, wie geborgen oder wie gehemmt wir uns innerhalb unserer Paarbeziehungen fühlen. Diese Frage lädt Paare dazu ein, Bedürfnisse zu benennen und schafft dafür einen sicheren Raum.

Es braucht Mut

Für den Liebestankbarometer braucht es eine Portion Mut. Die Antwort zu der Frage kann alles andere als schmeichelhaft ausfallen. Wir müssen bereit sein, auszuhalten, dass unser Gegenüber womöglich seit ein paar Tagen ausgehungert ist. Vielleicht signalisiert unser Gegenüber eine Dürre oder eine Wüstenzeit. Eine solche Statusmeldung kann unangenehm. Wer möchte das schon zurückgemeldet bekommen? Das kann den Wunsch nach Verteidigung auslösen. „Ja, Schatz, ich hatte leider so viel zu tun…“ oder „Ich habe gerade starken Druck auf der Arbeit“ oder „Du hast ja auch nie Zeit!“ sind normale Abwehrreaktionen, die aber nicht helfen. Hier ist Zuhören und Annehmen angesagt.

Sich Zurückzuhalten und nach den Wünschen des anderen zu fragen, fordert viel Reife. Ein Paar kann lernen, eine solche Entwicklungsaufgaben miteinander zu bewältigen, um Erlebensmuster und Bewältigungsimpulse im Alltag zu verändern.

Klar und konkret

Es ist natürlich komplizierter, diese Frage mitten in einer stressigen Phase zum ersten Mal zu stellen. Das kann irritierend wirken oder gar größeren Streit auslösen. Sinnvoller ist es, in ruhigen bzw. normalen Zeiten damit zu beginnen. Paare, die sich das Kommunizieren von Bedürfnissen und Wünschen langfristig zur Gewohnheit machen, beugen für holprige Zeiten gut vor. Dabei gilt es, die Frage aufrichtig zu beantworten. Wenn grundsätzlich eine Zufriedenheit mit der Beziehung da ist, kann eine positive Rückmeldung als Zufriedenheitsverstärker dienen und Wertschätzung entgegenbringen. Gleichzeitig kann der Liebestankbarometer helfen, Wünsche besser in Worte zu fassen. Dabei ist es wichtig, klar und konkret zu sein: Ich würde mich mal wieder über ein ernsthaftes Kompliment freuen. Ich würde mich mal wieder mich über eine kleine Schultermassage freuen.

Den Liebesbarometer auszuprobieren, dauert weder lang noch fordert es ein besonderes Setting. Wenn man gut vorgesorgt hat, kann man sich diese Frage auch in hektischen Zeiten Zwischendurch einfach mal stellen und neugierig sein, was passiert.

Ira Schneider ist Paartherapeutin und Autorin. Mehr bei Instagram unter @ira.schneider_.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2023/08/Vertrautes-Paar_Getty-Images_vitapix_EPlus.jpg 1414 2120 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2023-08-29 11:13:322023-08-29 11:13:32Beziehungs-Check für Gestresste: Mit dieser kleinen Frage halten Sie Ihre Liebe frisch

Der Beziehungs-Booster: 12 Monate – 12 Challenges

Das Jahr läuft, die Neujahrsvorsätze sind längst vergessen. Ein guter Zeitpunkt, etwas für die Partnerschaft zu tun. Paartherapeutin Ira Schneider stellt eine 12-Monats-Challenge vor.

Der Frühling ist angebrochen. Meine Fantasie malt sich einen weiten Raum. Voller Hoffnung blicke ich in diesen neuen Horizont. Zugleich sehe ich ein unbeschriebenes Blatt. Was wird das weitere Jahr mit sich bringen? Werden sich Sorgen bestätigen? Oder freudige Erwartungen erfüllen? Vieles haben wir nicht selbst in der Hand. Doch manches können wir selbst gestalten.

Gemeinsam unterwegs

Zu wissen, dass mein engster Vertrauter, mein bester Freund und Lieblingsmensch an meiner Seite ist, beflügelt mich. Wir können gemeinsam losgehen. Staunen. Lernen. Loslassen. Annehmen. Uns Vortasten. Ausprobieren. Fallen. Aufstehen. Trösten. Das Leben leben. Mein Mann und ich lieben es, den Alltag zu feiern und uns kleine Challenges, sprich kleine Strategien zu überlegen, um dem anderen eine unerwartete Freude zu bereiten. Hier findet ihr eine Auswahl kleiner Portionen Extraliebe zum Ausprobieren.

Bevor ihr die 12 Challenges lest, empfehle ich, die Monate zu verteilen. Im besten Fall wechselt ihr euch ab. So hat jeder sechs Challenges. Oder machen beide alles? Auf geht’s in 12 Monate lieben und sich lieben lassen. Bist du dabei?

April

Es gibt Tage, da habe ich große Augenringe, zerzauste Haare und meine Haut fühlt sich trocken an. Ich stehe vor dem Spiegel und denke: „Alltag halt …“ Doch genau an solchen Tagen ein Kompliment zu erhalten, kann den Tag in ein anderes Licht rücken.

Sprich deinem Partner oder deiner Partnerin diesen Monat bewusste Komplimente zu. Wie wäre es mit mindestens einem besonderen Kompliment pro Woche?

Mai

Zu einer Beziehung gehört, Erinnerungen im Herzen zu bewahren. Sie sind wie Blumen entlang unseres Lebenspfades als Paar.

Kramt euer Fotoalbum raus und feiert eure gemeinsamen Erinnerungen.

Juni

Freunde von mir haben in Zeiten, in denen Zoom, WhatsApp oder E-Mails noch nicht üblich waren, eine Fernbeziehung zwischen Deutschland und Japan geführt. Sie haben sich in langen Briefen aus ihrem Alltag erzählt. Dann mussten sie warten, bis der Brief ankam und sie eine Antwort erhielten. Ein ganzes Jahr haben sie das geschafft. Wirklich beeindruckend!

Wie wäre es in diesem Monat mit einem Liebesbrief oder einem Brief, in dem du von dem erzählst, was dich bewegt, oder Fragen stellst, um herauszufinden, was dein Gegenüber bewegt?

Juli

Meine Liebessprache sind Geschenke. Wenn ein anderer Mensch an mich denkt und sich in meiner Abwesenheit etwas Liebevolles überlegt, ist das für mich wundervoll. Das Geschenk ist wie ein Stück Liebe, die greifbar wird. Was dann alles toppt, ist, wenn das Geschenk auch noch liebevoll verpackt ist.

Das ist doch mal eine Challenge: Ein unerwartetes und wundervoll verpacktes Geschenk. Es muss nicht teuer sein, aber eine kleine Freude soll es bereiten.

August

Zeitgeschenke sind immer besonders. Wenn ihr kleine Kinder habt, kann es ein kostbares Geschenk sein, dem anderen einen freien Tag zu ermöglichen. So kann der Partner oder die Partnerin einen Tag lang nach Lust und Laune tun, was ihm oder ihr beliebt. Wenn ihr keine (kleinen) Kinder habt, könnt ihr euch dennoch eine größere Aufgabe abnehmen, um einander Zeit für sich oder eigene Aktivitäten zu schenken.

Nimm deinem Schatz Aufgaben oder die Kinderbetreuung ab, damit er oder sie einen Tag für sich gestalten kann.

September

Ein Bereich, der Intimität als Paar schafft, ist der intellektuelle und kreative Austausch. Im Alltag prasseln – in Print oder digital – alle möglichen Informationen und Texte auf uns ein.

Was bewegt oder begeistert dich momentan? Lies deinem Lieblingsmenschen etwas Inspirierendes aus einem Buch, einem Artikel oder der Bibel vor.

Oktober

Jetzt wird es experimentell. Ich lade euch ein, zu verweilen und Stille miteinander auszuhalten und zu genießen.

Stellt euch einen Timer und schaut euch eine Minute lang in die Augen. Das ist alles. Welche Erfahrung macht ihr dabei?

November

Von einem Tag auf den anderen bricht die Kuschelsockenzeit an. Die Heizung wird aufgedreht und die Winterjacke liegt bereit.

Das ist die richtige Zeit für Massagen. Ob Kopf-, Fuß- oder Rückenmassage, du weißt am besten, worüber sich deine Liebste oder dein Liebster am meisten freuen würde. Vielleicht holst du noch eine Flasche Zitronen- oder Orangenöl, dann ist die Wellnessoase perfekt.

Dezember

In den Nikolausstiefeln müssen nicht nur Kekse zerbröseln oder die Schokolade schmelzen. Manchmal bringen Worte das Herz zum Schmelzen.

Schreibe eine Dankeskarte für all die Dinge, Eigenschaften und wunderbaren Eigenarten, die du an deinem Partner oder deiner Partnerin wertschätzt.

Januar

Draußen ist es kalt. Die Festlichkeiten liegen hinter uns. Vielleicht schleppen wir ein paar Kilo mehr mit uns. Jedenfalls ist es nachmittags schnell dunkel und der Frühling lässt noch auf sich warten. Der Weihnachtsbaum ist erloschen, der Adventskranz abgebaut. Trotzdem wollen wir hell erleuchtet ins neue Jahr starten.

Da helfen Teelichter! Zünde sie an und erhelle den Raum. Vielleicht muss dein Lieblingsmensch lange arbeiten und kommt dann unerwartet in ein gemütliches Zuhause. Bei einer Tasse Tee kann der Abend noch richtig gut werden.

Februar

Im Februar wird der Winter zäh. Es war nun lange genug kalt, grau und ungemütlich. Nun erwacht die Vorfreude auf längere Tage. Dieser Ungemütlichkeit kann man zum Beispiel mit einem kulinarischen Vergnügen entgegenwirken – Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Aber nicht nur irgendeine Liebe geht durch irgendeinen Magen, sondern es geht um euch!

Hat dein Schatz ein besonderes Lieblingsessen, ein Lieblingsgetränk oder eine Lieblingsleckerei vom Bäcker? Nichts wie hin zum Bäcker, Supermarkt, an den Herd oder zum Coffee-Shop.

März

„Morgenstund hat Gold im Mund“, weiß der Volksmund. Aber vor allem morgens ist es hektisch. Gerade dann nehme ich mir vor der Arbeit, wenn wir zu unterschiedlichen Zeiten gehen, vor, achtsam innezuhalten und eine WhatsApp-Nachricht an meinen Mann zu schreiben. Ein paar warme Guten Morgen-Worte ermutigen und er darf wissen, dass ich an ihn denke.

Schnapp dir diesen Monat öfter morgens dein Handy und hinterlasse eine liebevolle Nachricht für den Tag.

 

Ira Schneider arbeitet als psychologische Beraterin in einer Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle.

https://www.family.de/wp-content/uploads/2023/04/F_Schneider_PaarChallenges_BN_FatCamera_Getty-Images-scaled-e1681481290422.jpg 1065 1600 Marcus Beier https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Marcus Beier2023-04-20 14:33:072023-04-20 16:32:14Der Beziehungs-Booster: 12 Monate – 12 Challenges
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