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Archiv für die Kategorie: Redaktions-Blog

Adonia endlich auch im hohen Norden

Wir in der Redaktion sind große Fans von Adonia. Adonia bietet Mitmachmusicals für Kinder- und Jugendliche an und führt Camps für Teenager und Kinder durch. In diesen Camps können die Kids und Teens unterschiedliche Fähigkeiten ausprobieren, sie lernen sich und andere besser kennen, werden ermutigt und erfahren viel über den christlichen Glauben.

Diese Musicalcamps gibt es fast flächendeckend in ganz Deutschland. 2016 fanden deutschlandweit 50 Musicalcamps mit 3.300 Teens und Kindern statt. Insgesamt wurden 175 Konzerte veranstaltet. Lediglich in Norddeutschland gibt es noch Bundesländer, in denen bislang keine Musicalcamps veranstaltet werden. Diese Lücke soll in den nächsten Jahren geschlossen werden. „Wir planen für den Oktober 2017 eine erste Tour in Schleswig-Holstein und wollen dann 2018 unser erstes Teenscamp mit bis zu 80 Mitwirkenden dort veranstalten“, so Markus Heusser, Leiter der Adonia-Arbeit in Deutschland. „Wir freuen uns darauf, in Zukunft auch Teenagern aus dem nördlichsten Bundesland die Gelegenheit zu geben, mit uns auf der Bühne zu stehen, ihr Talent weiterzuentwickeln und in einer ganz besonderen Atmosphäre ihren Glauben zu vertiefen.“

Für die Konzerttour, die vom 3. bis 8. Oktober 2017 stattfindet, werden noch Veranstaltungsorte in Schleswig-Holstein gesucht. Im Oktober 2018 soll das erste komplette Musicalcamp starten. Wer sich vorstellen kann, ein Konzert mit Adonia zu veranstalten, wendet sich am besten an Katharina Becker (katharina.becker@adonia.de/Tel. 0721 5600 991-12).

Weitere Infos unter www.adonia.de/schleswig-holstein

 

 

 

https://www.family.de/wp-content/uploads/2017/02/Solo.jpg 1500 2247 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2017-02-06 15:52:422017-02-06 15:52:42Adonia endlich auch im hohen Norden

Diese bösen Eltern …

Letzte Woche gab es in vielen Zeitungen und Online-Portalen mal wieder Berichte über die ach so bösen Eltern. Spiegel online titelt: „Eltern meckern trotz Einsen und Zweien. In vielen (!) Familien sorgen schlechtere Schulnoten für Streit – selbst wenn die Kinder insgesamt leistungsstark sind.“

Hintergrund ist eine Umfrage des Nachhilfe-Instituts Studienkreis, die auch Family erhalten hat. Diese Umfrage hat ergeben, dass es in zehn Prozent der Familien zu Streit aufgrund von schlechteren Noten kommt. – Aus diesen zehn Prozent macht Spiegel online „viele“. Nun gut, immerhin 41 Prozent aller Eltern, deren Kinder in der Schule Noten bekommen, haben angegeben, dass schlechtere Noten den Familienfrieden stören. Aber dass ein Kind traurig ist oder schlechte Laune hat, weil die Noten nicht so sind wie erhofft, gehört hier ja auch dazu. Und hat erst mal nichts mit Streit oder dem Verhalten der Eltern zu tun. Aber Eltern-Bashing ist ja zu schön. Das kommt immer gut an bei den Lesern …

Ähnlich falsch interpretiert ist der Verweis auf die Einser- und Zweierschüler. Ist es tatsächlich so, dass Eltern auch meckern, wenn ihre Kinder Einsen und Zweien auf dem Zeugnis haben? Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Denn in der Studie wurde danach gefragt, wie die Reaktion auf schlechtere Noten sei. Und da gibt es eben auch mal Ärger, wenn ein Kind, dass im letzten Zeugnis nur Einsen und Zweien hatte, auf einmal mit schlechteren Noten nach Hause kommt. Keine wirkliche Überraschung, oder? Und es sind gerade mal fünf Prozent der Befragten, auf die das zutrifft. „Viele“ Eltern sind das nicht.

Ich bin kein Freund von Leistungsdruck und Notenstress. Und es gibt sicher Eltern, die es hier übertreiben. Aber für mich zeigt diese Studie vor allem das: In 90 Prozent der Familien gibt es keinen Streit, wenn die Noten schlechter werden, in 59 Prozent leidet nicht mal das Familienklima. Das wird übrigens auch in der Presseinformation zur Studie erwähnt. Da wird Max Kade, pädagogischer Leiter des Studienkreises, zititert: „Die gute Nachricht ist, dass mehr als die Hälfte der Eltern bei schlechten Noten die Ruhe bewahren.“ Und er sagt weiter: „Streit um Noten muss nicht schlecht sein, wenn er dazu führt, dass sich die Eltern mit ihren Kindern über schulische Anforderungen und Ziele austauschen und zu einer gemeinsamen Position kommen.“

Diese Ergebnisse der Studie werden bestenfalls am Rande erwähnt. Für eine reißerische Überschrift sind sie eben nicht geeignet. Dass viele Eltern ihren Job ziemlich gut machen, passt manchen Journalisten anscheinend nicht ins Konzept …

Bettina Wendland

Redakteurin Family/FamilyNEXT

https://www.family.de/wp-content/uploads/2017/01/inkje_photocasei20s7cvp8hqr.jpg 1500 2249 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2017-01-30 11:43:232017-01-30 11:43:23Diese bösen Eltern …

Wenn Kinder ins Netz gehen …

Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hat sich durch die digitalen Medien verändert. Das ist das Ergebnis eines Berichts, den der Missbrauchsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, gestern vorgelegt hat.

Demnach ist die Bandbreite von sexualisierten Grenzverletzungen und Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Internet sehr groß. Sie reicht von der unfreiwilligen Konfrontation mit Pornografie über sexuelle Annäherungen bis hin zum Grooming. Beim Grooming werden Kinder und Jugendliche online angesprochen und manchmal auch mit Fotos erpresst, um sie schließlich real zu missbrauchen. Verlässliche Zahlen dazu gibt es nicht. Eine dänische Befragung von Jugendlichen zwischen 15 und 16 Jahren hat ergeben, dass es bei 7,2 % der Jungen und 4,6 % der Mädchen, die sich offline mit einer Internet-Bekanntschaft getroffen haben, zu sexueller Nötigung kam.

Andere Formen sexualisierter Gewalt im Internet sind zum Beispiel das Verbreiten von sexuell freizügigen Bilder, die Kinder und Jugendliche selbst verschickt haben – meist nicht in der Absicht, dass Dritte sie zu Gesicht bekommen. Bei diesem so genannten „Sexting“ geraten immer wieder die Kinder und Jugendlichen selbst in die Kritik. Die eigentlichen Täter, die die Fotos oder Videos illegal weiterleiten, stehen oft weniger im Fokus. Auch Live-Video-Chats stellen einen Gefahrenbereich dar, dazu gibt es aber noch reichlich Forschungsbedarf – wie auch zu vielen anderen Aspekten in diesem Themenbereich. Durch die schnelle Entwicklung und Veränderung digitaler Medien und ihrer Nutzung hinkt die Forschung leider immer hinterher.

Im Bereich der Aufklärung und der Vermittlung von Medienkompetenz wird zwar schon viel getan, aber offensichtlich immer noch nicht genug. „Fehlendes Wissen ist der Grund, warum Mädchen und Jungen häufig nicht die Hilfe angeboten werden kann, die sie bräuchten, wenn sie mit belastenden Darstellungen oder sexualisierten Aufforderungen konfrontiert werden“, meint auch Johannes-Wilhelm Rörig, der Missbrauchsbeauftragte. Seine „Konzeptgruppe Internet“ hat festgestellt, dass der Fokus der Aufklärung und Prävention häufig ausschließlich auf der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen liege. Dabei sei es geboten, dass die erwachsene Gesellschaft – Eltern, Lehrkräfte und Anbieter digitaler Produkte – Verantwortung übernehme.

Ingo Fock, Vorsitzender des Vereins „gegen-missbrauch e.V.“ meint dazu: „Das Internet bietet Tätern und Täterinnen einen idealen Ort, um sich Kindern und Jugendlichen zu nähern. Daher ist es dringend geboten, nicht nur den Jugendlichen, sondern auch Eltern sachkompetentes Wissen über Täterstrategien zu vermitteln, damit Gefahren entsprechend erkannt werden und frühzeitig Hilfsmechanismen greifen können.“

Bei allen Risiken und Gefahren dürfen aber nicht die Chancen und Möglichkeiten der digitalen Medien aus dem Blick geraten. Darauf weist Prof. Dr. Arne Dekker vom UKE in Hamburg hin: „Internet und digitale Medien stellen Kinder und Jugendliche vor eine Reihe von Herausforderungen und neuen Risiken – auch in Bezug auf sexualisierte Gewalt. Die neuen Gefahren dürfen einerseits nicht bagatellisiert werden, andererseits aber auch nicht dazu führen, der Mediennutzung junger Menschen pessimistisch und ausschließlich mit Verboten zu begegnen. Ziel muss es sein, jungen Menschen eine sichere Nutzung digitaler Medien zu ermöglichen.“

Bettina Wendland

Redakteurin Family und FamilyNEXT

Tipps:

  • Viele hilfreiche Infos zu sexueller Gewalt on- und offline finden Sie hier: www.innocenceindanger.de
  • Am 25. Januar findet von 19 bis 20 Uhr ein kostenloses Onlineseminar statt zum Thema: „Rechtsfragen zu Cybermobbing & Sexting“. Als Expertin ist Rechtsanwältin Gesa Stückmann dabei. Hier kann man sich kostenfrei zum Onlineseminar anmelden: https://www.digitale-helden.de/angebote/onlineseminare/onlineseminar-rechtsfragen-zu-cybermobbing-sexting/
https://www.family.de/wp-content/uploads/2017/01/ThinkstockPhotos-615485752_junce.jpg 1500 2403 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2017-01-18 14:46:222017-01-18 14:46:22Wenn Kinder ins Netz gehen …

Angst vor Mathe: Mädchensache?

Mädchen fürchten sich vor dem Schulfach Mathe durchschnittlich doppelt so häufig wie Jungen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter Schülerinnen und Schülern im Auftrag von scoyo und der Stiftung Rechnen. Gravierend ist der Unterschied vor allem nach dem Wechsel auf weiterführende Schulen.

Kaum ein Fach ist so wichtig für das Leben wie Mathematik. Alltäglich sind wir im Beruf und in der Freizeit gefordert, zu addieren, zu subtrahieren, zu multiplizieren oder zu dividieren. Gleichzeitig sorgt kaum ein anderes Fach für so viel Angstschweiß bei Kindern und Eltern – das beobachtet die Stiftung Rechnen seit Jahren. Eine FACT-Umfrage unter 544 Kindern der Klassen 1 bis 7 im Auftrag des Online-Lernspezialisten scoyo und der Stiftung Rechnen hat nun ergeben: Nahezu jedes zehnte Kind fürchtet sich vor dem Schulfach – Mädchen durchschnittlich doppelt so häufig wie Jungen. Am stärksten ausgeprägt ist die Sorge bei Schülerinnen in der fünften Klasse, also in der Regel direkt nach dem Übergang auf eine weiterführende Schule: Ein Drittel der 11- bis 13-jährigen Mädchen gab an, bei dem Gedanken an Mathe Angst zu verspüren.

Positives Ergebnis der Umfrage: Fast die Hälfte der teilnehmenden Mädchen und Jungen haben Spaß am Rechnen – und viele wissen zudem, wie man den noch steigern könnte: Mehr als jedes dritte der befragten Kinder (34 Prozent) würde Aufgaben mit Zahlen lieber spielerisch lösen. Ein Viertel der Schülerinnen und Schüler wünscht sich mehr Bezug zum normalen Leben.

Haltung der Eltern prägend für Kinder

Welche Einstellung ein Kind zur Mathematik hat, das beeinflussen auch die Eltern und deren Haltung zu dem Schulfach: Reagieren die Erwachsenen selbst eher ablehnend auf Prozentrechnung und Co., so steigt die Abneigung auch bei den Kleinen – und darunter leiden die Noten. Das zeigt das Ergebnis einer Studie der Psychologin Erin A. Maloney von der Universität Chicago.

Auch Claudia Abjörnson von der Stiftung Rechnen betont den Einfluss der Väter und Mütter: „Eltern sollten versuchen, ihre Kinder trotz eventueller eigener Vorbehalte für das Rechnen zu motivieren und zu begeistern. Nur so können Mädchen und Jungen ein positives Verhältnis zu Mathe entwickeln und später zu guten Rechnern im privaten und beruflichen Alltag werden.“ 

Geschlechterstereotype sind mitverantwortlich für die Mathe-Angst

Neben der Einstellung der Eltern spielen auch Geschlechterstereotype eine Rolle: Die Bildungsforscherin Prof. Madeleine Bieg von der Universität Konstanz hat herausgefunden, dass Mädchen Mathematik noch immer als “Jungsfach“ erleben. Mehr als ihre Mitschüler neigen sie dazu, sich selbst grundsätzlich ängstlicher einzuschätzen, als sie wirklich sind. Aktuelle Studien aus den USA zeigen, dass sich dieser Geschlechterunterschied aufheben wird, wenn sich nach und nach die Rollenvorbilder ändern – erste Entwicklungen dahin sind bereits nachweisbar. Auf dem Weg dahin wird es vor allem wichtig sein, die Angst abzubauen. Denn Angst beim Lernen führt zu Blockaden, Frustration und Widerstand.

„Mathe muss zum Anfassen sein!“

Daniel Bialecki, Geschäftsführer von scoyo, hat ein Gegenrezept: „Mathe macht dann keinen Spaß, wenn es nur aus dem Schieben von Zahlen besteht. Kinder lernen am erfolgreichsten, wenn sie neugierig und motiviert sind. Unsere Umfrage zeigt, was die Kinder sich dazu wünschen: Matheaufgaben, die aus ihrem Lebensalltag stammen und die sie spielerisch lösen können. Das in Kombination mit einer offenen Haltung verhindert das Entstehen von Angst.“

 

Veranstaltungshinweis:

Keine Angst vor Mathe! Was Eltern tun können, damit Kinder Spaß am Rechnen haben. ­– Online-Elternabend von scoyo in Kooperation mit der Stiftung Rechnen am 24. Januar 2017, 20 bis 21 Uhr

Der Online-Lernspezialist scoyo und die Stiftung Rechnen laden Mütter und Väter ein, gemeinsam beim siebten Elternabend im Netz mit Expertinnen und Experten über das Angstfach Nummer eins zu sprechen: Mathe. Dabei geht es um die Nöte der Kinder und Fragen der Eltern: Wie kann ich meinem Kind die Angst nehmen? Welche Möglichkeiten gibt es, Mathe mit Spaß und Freude zu lernen? Wann spricht man von einer Dyskalkulie und wer bietet Hilfe?

 

Es diskutieren und antworten auf Fragen der Eltern:

  • Dr. Silke Ladel: Fachdidaktik Mathematik Primarstufe und Initiative KLEE (Kreativ Lernen, Erfolg Erleben)
  • Alexandra v. Plüskow: Lehrerin und Bildungskoordinatorin (und Family-Autorin!)
  • Petra Naumann-Kipper: Geschäftsführerin des Instituts Dyskalkulie-Saar

Interessierte können vor und während des Elternabends ihre Fragen stellen, via:

  • E-Mail: elternabend@scoyo.de
  • Facebook
  • Twitter: „@scoyo“, #Elternabend #Matheangst

 

Link zum scoyo Elternabend:

http://www-de.scoyo.com/eltern/scoyo-elternabend

 

 

https://www.family.de/wp-content/uploads/2017/01/studie-angstfach-mathe-infografik-scoyo.jpg 1500 2365 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2017-01-17 10:06:112020-05-22 08:44:24Angst vor Mathe: Mädchensache?

Das ändert sich für Familien

2017 ändern sich einige gesetzliche Regelungen für Familien in Deutschland. Hier ein Überblick:

Mehr Kindergeld
Eine der wichtigsten Leistungen für Familien steigt: Das Kindergeld wurde zum 1. Januar 2017 um 2 Euro angehoben. Es wird einkommensunabhängig gezahlt und erreicht Familien damit direkt.
Das Kindergeld beträgt jetzt
– für das erste und zweite Kind 192 Euro pro Monat,
– für das dritte Kind 198 Euro,
– für das vierte und jedes weitere Kind 223 Euro.
Zum 1. Januar 2018 steigt das Kindergeld nochmals um 2 Euro pro Monat.

Steigender Kinderfreibetrag
Der Kinderfreibetrag hat sich zum 1. Januar 2017 um 108 Euro auf jetzt 4.716 Euro pro Jahr erhöht. Eltern bekommen entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommenssteuer. Das Finanzamt prüft bei der jährlichen Einkommensteuerveranlagung automatisch, ob Kindergeld oder der Kinderfreibetrag für Eltern günstiger ist. Der Kinder-freibetrag steigt zum 1. Januar 2018 nochmals um weitere 72 Euro auf dann 4.788 Euro pro Jahr.

Höherer Kinderzuschlag
Auch der Kinderzuschlag ist zu Beginn des Jahres 2017 um 10 Euro pro Monat gestiegen. Er beträgt nun maximal 170 Euro pro Kind und Monat. Der Kinderzuschlag ist eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Eltern mit geringem Einkommen. Haben Eltern nicht genug Einkommen für den Bedarf ihrer Kinder, sichert der Kinderzuschlag diesen zusammen mit dem Kindergeld ab. So lässt sich der Bezug von Arbeitslosengeld II vermeiden.

Mehr Unterhaltsvorschuss
Mit dem Unterhaltsvorschuss unterstützt der Staat Alleinerziehende und Kinder, wenn das andere Elternteil nicht oder unregelmäßig Unterhalt zahlt.
Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder und ist monatlich wie folgt gestiegen:
– für Kinder von 0-5 Jahren von 145 Euro auf 150 Euro,
– für Kinder von 6-11 Jahren von 194 Euro auf 201 Euro.
Das Bundeskabinett hat am 14. Dezember 2016 einen Gesetzentwurf beschlossen, der zum Ziel hat, die Unterhaltsvorschussleistungen auszubauen und für eine unbegrenzte Dauer und bis zur Volljährigkeit von Kindern zu zahlen. Parallel zum Gesetzgebungsverfahren wird mit den Ländern eine Einigung zur Finanzierung des Ausbaus des Unterhaltsvorschusses, zum Zeitpunkt und der Ausgestaltung des Inkrafttretens sowie zu der genauen Ausgestaltung der inhaltlichen Verbesserungen im Hinblick auf effiziente Verwaltungsabläufe herbeigeführt.

Verbesserter Mutterschutz
Noch in der parlamentarischen Beratung befindet sich ein Gesetzesvorhaben, mit dem ab dem geplanten Inkrafttreten im Laufe des Jahres 2017 mehr schwangere und stillende Frauen vom gesetzlichen Mutterschutz profitieren sollen. Dieser schließt dann erstmals auch Schülerinnen und Studentinnen ein und gilt auch für Praktikantinnen, Frauen mit Behinderung in Behindertenwerkstätten und Frauen in betrieblicher Berufsbildung, im Bundesfreiwilligendienst sowie für Entwicklungshelferinnen. Die nachgeburtliche Schutzfrist verlängert sich von 8 auf 12 Wochen bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und nun auch bei der Geburt eines Kindes mit Behinderung.
Mutterschutz sichert Frauen vor Kündigungen während der Schwangerschaft und bis zum Ende des Mutterschaftsurlaubs ab und gewährleistet den besonderen Gesundheitsschutz von schwangeren und stillenden Frauen am Arbeitsplatz. Während der Schutzfristen – 6 Wochen vor und 8 bzw. 12 Wochen nach der Geburt – dürfen Arbeitgeber diese nicht beschäftigen. Das Mutterschaftsgeld sichert Frauen in dieser Zeit finanziell ab.

Quelle: www.familien-wegweiser.de

https://www.family.de/wp-content/uploads/2017/01/Halfpoint_shutterstock_247460536.jpg 694 1000 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2017-01-13 11:30:192017-01-13 11:30:19Das ändert sich für Familien

Von guten Vorsätzen und alten Gewohnheiten

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze fürs neue Jahr, die nach einem kurzen euphorischen Hoch allzu hart auf dem Boden der Realität aufschlagen? Mehr Sport, gesünder leben, mehr Zeit mit der Familie verbringen oder sich beruflich verbessern. Es ist wie beim Ausverkauf, alles muss raus!

„Die einen haben feste Pläne, andere halten es lockerer – aber 30 bis 40 Prozent nehmen sich jedes Jahr vor, etwas zu ändern“, erklärt Dieter Frey, Sozialpsychologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schmerzlich ist eszu erkennen, dass die Realität so ganz anders aussieht als meine Ideale. So lebt mittlerweile auch eine riesige Industrie davon, dass Menschen Jahr für Jahr das Gleiche wollen und es doch nie schaffen.

Auch ich vergesse ziemlich oft, dass ich hier und heute, im alten wie im neuen Jahr schon gut, gewollt und angenommen bin. Gott hat mich toll gemacht – mit Ecken und Kanten. Vielleicht liegt der Fehler also darin, dass ich ständig versuche, mich selbst zu optimieren und vergesse, zuzuhören und zu verstehen, was Gott mit mir vorhat. So habe ich es dieses Jahr mal ganz anders probiert. Keine Vorsätze, nur einen: ein offenes Ohr für Gottes Reden zu haben.

Julia Kallauch

Volontärin bei Family

 

 

https://www.family.de/wp-content/uploads/2017/01/ig-fotografie_photocaseubvrctmjcg2a.jpg 1500 2000 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2017-01-05 11:10:072017-01-05 11:10:07Von guten Vorsätzen und alten Gewohnheiten

Einfach da

Ein Gastbeitrag von Annette Fabinski

 

Da saß er.

Ganz links am Fenster. Neben ihm drei Stühle frei.

Sein schlanker Körper mit dem feinen Profil erinnerte an einen ägyptischen Prinzen.

In seinen Händen das Gesangbuch. Konzentriert blickte er mit leicht gesenktem Kopf hinein, seine Lippen bewegten sich zur Klaviermusik, die von einer alten Dame bedächtig gespielt wurde. Die Musik durchzog den Raum, sanft und warm. Durch das Milchglasfenster fielen Sonnenstrahlen gebrochen herein.

Und da saß er.

Er, der Schulschwänzer, er, der immer unterwegs war. Nie wusste seine Mutter, wo sie ihn finden konnte. Heimatlos – ja, das Wort passte auf ihn.

Vor unserer Tür stand er oft. Manchmal kam er einfach hereinspaziert, aß mit uns, spielte mit uns und blieb und blieb. Dann verschwand er und tauchte tagelang nicht auf.

An einem Wochenende schlief er bei uns.

Das Haus war von Lachen durchzogen, Fußgetrappel auf der Treppe. Es wurde gespielt, gemeinsam gegessen, geredet und irgendwann auch, später und später, erschöpft geschlafen. Dann kam der Sonntag. Unser Sonntag mit unserem Gang zum Gottesdienst.

Vorsichtig fragte ich ihn, ob er mitkommen wolle.

Er wollte.

Er tauchte ein in eine für ihn vollkommen fremde Welt. Noch nie zuvor hatte er einen Gottesdienst besucht. Noch nie zuvor hatten ihn Menschen auf eine solch freundlich zugewandte Art begrüßt. Wie im Traum lauschte er der Predigt, sang er zum ersten Mal ein Kirchenlied, betete er. Danach gab es Wasser, Saft und Kuchen. Alle standen fröhlich zusammen und er mitten unter ihnen. Er strahlte, aß ein zweites Stück Kuchen, redete, lachte, war einfach da, mitten unter ihnen.

Dann kam die Woche.

Es regnete.

Er schwänzte die Schule.

War unterwegs.

Blieb irgendwo.

Alltag.

Am nächsten Wochenende schlief er nicht bei uns.

War zu Hause, weit draußen auf dem Land.

Es war kalt und wir waren müde. Etwas zu spät setzten wir uns während des Eingangsliedes auf Plätze nahe der Tür.

Griffen das Gesangbuch.

Die Musik wärmte.

Langsam wurde ich wacher.

Mein Blick wanderte nach links.

Ich traute meinen Augen nicht.

Da saß er.

Neben ihm unsere drei freien Plätze.

Und war einfach da.

 

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/12/light-of-truth_lightstock.jpg 1500 2250 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-12-26 13:09:452016-12-26 13:09:45Einfach da

Sehnsucht nach Sicherheit

„Endlich kann ich in Ruhe und Sicherheit leben.“ Dieser Satz einer iranischen Christin, die vor einem Jahr nach Deutschland kam, hallt in mir nach. Ja, Deutschland ist ein sicheres Land für Christen und auch für Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen. Immer noch! Auch nach dem Anschlag von Berlin.

Aber Sicherheit bedeutet nicht 100-prozentige Sicherheit. Die gab es noch nie. Auch wenn wir sie uns so wünschen! Gerade als Eltern. Wir investieren viel in die Sicherheit unserer Kinder. Kaufen Helme und Kindersitze mit Prüfsiegel. Stehen unter dem Klettergerüst, die Arme zum Ausbreiten bereit. Schließen Versicherungen ab. Kochen mit Biogemüse. Bitten Gott um Bewahrung.

Das ist alles gut und richtig. Aber es darf uns nicht die Augen davor verschließen, dass es 100-prozentige Sicherheit nicht gibt. Es passieren Unfälle, die wir nicht verhindern können und die auch Gott nicht verhindert – für uns oft kaum zu ertragen. Und es passieren schreckliche Gewalttaten – seien es nun terroristisch motivierte Anschläge oder kriminelle Taten.

Gerade sitzen wir an der Planung des Dossiers der übernächsten Family und FamilyNEXT. „Riskant oder sicher leben?“ lautet unser Arbeitstitel. Eigentlich geht es dabei mehr um die Frage der Lebensgestaltung: Kündige ich den sicheren Job? Kaufen wir ein Haus trotz unsicherer Finanzierung? Wagen wir uns an das Abenteuer „Pflegekind“? Riskieren wir ein zweites Kind, obwohl die erste Schwangerschaft komplikationsreich war? Gehen wir als Missionare ins Ausland?

Wir überlegen noch, ob und wie wir auch die andere Seite des Themas aufgreifen: Wie gehe ich damit um, wenn ich mich in meiner Heimat nicht mehr sicher fühle? Wenn ich Angst habe, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, zum Kirchentag nach Berlin zu fahren oder ein Fußballspiel zu besuchen? Wie halte ich es aus, dass meine Sehnsucht nach Sicherheit für meine Kinder nur begrenzt erfüllt werden kann?

Für mich persönlich ist ein Vers in der Bibel hilfreich angesichts solcher Fragen: „Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,17). Mit dieser Haltung will ich meiner Angst und Sorge begegnen: mit Kraft, mit Liebe und mit Besonnenheit.

Ich habe die Kraft, diese Gesellschaft mitzugestalten. Wenn auch vieles nicht in meiner Macht steht. Das was ich tun kann, will ich tun.

Ich will anderen Menschen mit Liebe begegnen. Ganz besonders meinen Kindern – denn Liebe ist für Kinder noch wichtiger als Sicherheit.

Und ich will mich bemühen, besonnen zu reagieren auf Ereignisse wie in Berlin. Will die Situation nicht überdramatisieren und trotzdem auf den Weihnachtsmarkt gehen. Und zum Kirchentag fahren. Wenn auch mit einem leicht mulmigen Gefühl …

Bettina Wendland

Redakteurin bei Family und FamilyNEXT

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/12/lumen-digital_photocase6k3qd1r4lto72.jpg 1500 2000 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-12-21 13:01:142016-12-21 13:01:14Sehnsucht nach Sicherheit

Den Takt selbst bestimmen

Das Dossier zum Thema „Ruhe“ in der aktuellen Family und FamilyNEXT ist mir persönlich sehr wichtig. Ich merke, dass ich ohne bewusste Ruhezeiten meinen Alltag nicht bewältigen kann. Und dass ich immer wieder das Tempo rausnehmen muss.

Einen wesentlichen Impuls, wie ich das praktisch umsetzen kann, habe ich beim Reiten bekommen. Ich reite ein eher phlegmatisches Schulpferd, das aber manchmal, vor allem gegen Ende der Reitstunde, eine Art Renntrab einlegt. Wahrscheinlich weil es hofft, dass die Stunde dann schneller rumgeht …

Beim Leichttraben muss der Reiter im Takt des Pferdes im Sattel aufstehen und sich wieder hinsetzen. Wenn meine liebe Merrie nun losrennt, gibt es einen bewährten Tipp der Reitlehrer: Langsamer aufstehen! Wenn ich mich nicht seinem Tempo anpasse, sondern selbst ein ruhigeres Tempo wähle, wird auch das Pferd wieder etwas langsamer. Funktioniert nicht immer (Merrie kann ganz schön stur sein), aber immer öfter.

Irgendwann fiel mir auf, dass man dieses Prinzip auch auf das Leben anwenden kann. Der Alltag gibt oft einen zackigen Takt vor: Noch schnell dieses erledigen, jenes organisieren, Kind 1 hierhin bringen, mit Kind 2 Vokabeln lernen … Wenn ich merke, dass es mir zu schnell wird, versuche ich, einen Gang zurückzuschalten. Ich will mich nicht an den Takt des Alltags anpassen, ich will ihn – soweit das möglich ist – selbst bestimmen. Ich will mir mein Lebenstempo nicht von anderen oder vom Alltag vorgeben lassen.

Wie das praktisch geht: Jetzt in der Adventszeit heißt das für mich zum Beispiel, die Weihnachtsdeko eine Nummer kleiner ausfallen zu lassen. Nicht jede Woche Plätzchen zu backen (die ja nicht mal eine Woche überleben …), für das Adventskaffeetrinken nur einen einfachen Blechkuchen zu backen. Und beim Weihnachtseinkauf gehe ich einfach mal einen Schritt langsamer. Ich höre dem Straßenmusiker zu, nehme die unterschiedlichen Gerüche wahr und stelle mir vor, ich sei im Urlaub in einer fremden Stadt …

Bettina Wendland
Redakteurin Family/FamilyNEXT

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/12/Konstantin-Tronin_shutterstock_265376678.jpg 667 1000 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-12-16 11:30:012016-12-16 11:30:01Den Takt selbst bestimmen

Endlich Ruhe!

Das Bedürfnis nach Ruhe kennen viele Eltern. Einfach mal kein Babygeschrei, kein Kindergeplapper, kein Teenie-Gemurre! Einfach mal Stille. Abschalten. Mal wieder mit Gott ins Gespräch kommen. In vielen Familiensituationen ist das herausfordernd. Aber es lohnt sich, dafür zu kämpfen. Und wenn es nur 30 Sekunden sind, wie Jennifer Zimmermann in ihrem Dossierartikel in der neuen Family schreibt.

Gerade sind Family und FamilyNEXT aus der Druckerei gekommen. Im Dossier von beiden Heften geht es um Ruhe – gerade in der oft hektischen Adventszeit ein wichtiges Thema. Aber auch für das neue Jahr etwas, das wir uns ernsthaft vornehmen sollten. Tomas Sjödin  schreibt in seinem bemerkenswerten Buch „Warum Ruhe unsere Rettung ist“: „Es wird Zeit, der Ruhe wieder den Platz zu geben, der ihr gebührt: den ersten. Alles mit Ruhe beginnen, statt mit einem Seufzer der Erschöpfung zu enden.“

Neben dem inspirierenden Dossier sind Family und FamilyNEXT voll mit vielen guten, anregenden Artikeln. Wir haben uns endlich mal an das herausfordernde Thema „Gender Mainstreaming“ gewagt. Mit Christoph Raedel haben wir einen Autoren mit einer klaren Haltung und fundiertem Wissen gefunden. Der Artikel ist sehr differenziert und dadurch nicht ganz leicht zu lesen. Aber die Mühe lohnt, wenn man wissen will, was es mit Gender Mainstreaming auf sich hat.

Dies ist nun die zweite Ausgabe, die doppelt erscheint: als Family und FamilyNEXT. Wir freuen uns über die vielen überwiegend positiven Reaktionen, die wir zu FamilyNEXT bekommen haben. Es haben uns auch viele Anregungen, Themenvorschläge und Artikel erreicht – das macht es uns leicht, die nächsten Hefte mit vielen spannenden Themen zu planen. Ein Schwerpunkt in der aktuellen FamilyNEXT ist: „Wenn Kinder anders glauben“. Dieses Thema beschäftigt viele christliche Eltern. Dieter Martschinke hat dazu einen hilfreichen Artikel geschrieben. Viele Eltern meinen, ihr Kind gut zu kennen. Doch je älter die Kinder werden, umso weniger ist das oft der Fall. Deshalb rät Dieter Martschinke: „Begegne deinem Kind wie einem Fremden, den du kennenlernen möchtest.“

Wir hoffen, dass die neuen Ausgaben von Family und FamilyNEXT viele gute Impulse in die Familien bringen, in denen sie gelesen werden. Und wir freuen uns immer über Rückmeldungen und Anregungen: leserbriefe@family.de

Bettina Wendland

Redakteurin von Family und FamilyNEXT

 

https://www.family.de/wp-content/uploads/2016/12/johannawittig_photocase.jpg 1500 2258 Bettina Wendland https://www.family.de/wp-content/uploads/2022/08/Family-Logo-2.svg Bettina Wendland2016-12-07 11:33:172016-12-07 11:33:17Endlich Ruhe!
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